DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Der von «Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin angesagte Beitrag passt Lia Rumantscha gar nicht. (5. Oktober 2016) Screenshot: SRF

So bringt die «Tagesschau» die Rätoromanen auf die Palme

Die «Tagesschau» des Schweizer Radios und Fernsehens (SRF) hat den Dachverband der Rätoromanen in Rage gebracht. Der Grund: SRF hat in einem Beitrag die vierte Landessprache der Schweiz nicht erwähnt.



Beanstandet von der Lia Rumantscha, dem Dachverband der rätoromanischen Sprachverbände, wird die «Tagesschau»-Hauptausgabe vom Mittwochabend. In der Sendung sei über die Vier- und Vielsprachigkeit der Schweiz berichtet worden, wobei die vierte Landessprache der Schweiz, das Rätoromanische, nicht erwähnt worden sei, teilte der Verband am Donnerstag mit.

Bild

Rätoromanisch wird im Beitrag nicht explizit erwähnt. Screenshot: SRF

Der Verband hat deshalb bei der Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz Beschwerde eingereicht. Das begründet die Lia Rumantscha im Wesentlichen damit, dass der «Tagesschau»-Beitrag nicht den Anforderungen des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen entsprochen habe. Kritisiert wird ausserdem die Nichterwähnung des Romanischen als Teilamtssprache.

SRF rechtfertigt sich

SRF teilte am Donnerstag auf Anfrage mit, die «Tagesschau» habe in der Berichterstattung zum Sprachenbericht des Bundesamtes für Statistik einen Aspekt herausgegriffen: Nämlich denjenigen über die Verschiebung bei den Hauptsprachen. Beim Rätoromanischen habe es zwischen 1970 und 2014 keine wesentliche Veränderung gegeben.

Deshalb sei das Rätoromanische nicht explizit in Text und Grafik erwähnt worden. Dieses Weglassen hätte laut SRF im Text kurz erwähnt werden können. Die Beanstandung bei der Ombudsstelle der SRG Deutschschweiz nimmt SRF zur Kenntnis, wie es hiess. (sda/rwy)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eklat am G-20-Prozess in Zürich: Beschuldigte verlassen den Gerichtssaal

Eine Gerichtsverhandlung soll über Schuld oder Unschuld entscheiden. Ab wann ist ein Gericht voreingenommen? Diese Frage stellt sich nun nach einer Datenpanne am Zürcher Bezirksgericht.

Es war am 7. Juli 2017, frühmorgens gegen 06 Uhr: Eine Gruppe von etwa 200 Personen marschierte vom Hamburger Volkspark in Richtung Innenstadt. Sie demonstrierten gegen den G-20-Gipfel – schwarz gekleidet, teils vermummt und teils bewaffnet.

Wenige Minuten später eskaliert die Situation. Die Bilder von wüsten Strassenschlachten zwischen Polizeibeamten und Gewalttätern gehen um die Welt. Es kommt zu Massenverhaftungen. Auch zwei Männer und eine Frau aus der Schweiz werden festgenommen. Wir …

Artikel lesen
Link zum Artikel