Schweiz
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Heisse Wahlkampf-Phase geht los: Grüne lancieren Referendum, SVP plant «Freiheitsschlacht»



Der Wahlkampf tritt in die Entscheidende Phase. So haben heute die Grünen, die SVP sowie die FDP ihre Parteitage abgehalten.

Das ist herauskommen:

Grüne

Parteipraesidentin Reguly Rytz, Nationalraetin Bern spricht an der Delegiertenversammlung der Gruene Schweiz, am Samstag, 31. August 2019, in Rapperswil-Jona. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Grüne-Präsidentin Rytz. Bild: KEYSTONE

Die Grünen haben einstimmig das Referendum zum Mercosur-Abkommen beschlossen, wenn es keinen neuen und verbindlichen Ansatz zum Schutz von Klima, Umwelt und Menschenrechten enthalten sollte. Das CO2-Gesetz soll zudem bereits im Sommer 2020 fertig beraten sein.

Das Mercosur-Freihandelsabkommen laufe nicht nur der grünen Handelspolitik, sondern auch den internationalen Zielen von Klimaschutz und Artenschutz entgegen, teilten die Grünen am Samstag im Anschluss an ihre Delegiertenversammlung in Rapperswil-Jona mit.

«Wir sagen Nein zu einem Freihandelsabkommen mit Staaten, welche die Ziele des Klimaabkommens von Paris mit Füssen treten und Raubbau an den natürlichen Ressourcen betreiben», so die Baselbieter Nationalrätin Maya Graf.

Mit dem Druck der Fair-Food-Initiative und dem Gegenvorschlag zur Bauerninitiative habe die nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft in der Bundesverfassung verankert werden können. Der Bundesrat müsse nun den neuen Verfassungsartikel zur grenzüberschreitenden nachhaltigen Entwicklung umsetzen. Der Schutz von Mensch, Tier, Umwelt und Regenwald dürfe nicht den Interessen einzelner Wirtschaftsbranchen geopfert werden.

SVP

Die Delegierten sitzen im Festzelt anlaesslich des Parteifests und Wahlauftakts der SVP Schweiz vom Samstag, 31. August 2019 in Sattel. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

SVP-Delegierte im Festzelt. Bild: KEYSTONE

Die SVP hat am Samstag in Sattel mit einer Delegiertenversammlung und einem Fest den Wahlkampf für die eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober eröffnet. Parteipräsident Albert Rösti rief dazu auf, Widerstand zu leisten.

Rhetorisch glich die Versammlung indes einer Mobilmachung gegen die Feinde der Schweiz im In- und Ausland. Immer wieder beschworene Gefahren der Schweiz sind gemäss SVP der Rahmenvertrag mit der EU, die Klimaaktivisten und vor allem alle anderen Parteien, die nicht dagegen hielten und mehr Gleichmacherei und Umverteilung wollten.

Der Zürcher Nationalrat Roger Köppel sprach die Delegierten angesichts dieser Ausgangslage als «Mitkämpfer» an. Die SVP sei die «letzte politische Verteidigungslinie der Schweiz», sagte er. Nur sie habe noch die Kraft und Überzeugung, Widerstand zu leisten, damit die Schweiz nicht von «wohlstandverblödeten Politikern» zugrunde gerichtet werde.

Alt Bundesrat Blocher zog einen Bogen von der «Freiheitsschlacht» am Morgarten von 1315 zum Wahltag vom 20. Oktober. Die heutigen Feinde der Schweiz würden nicht mehr in Ritterrüstungen kommen, sondern hätten hochgeistige Waffen wie das institutionelle Abkommen, um die Schweiz unter die EU-Herrschaft zu zwingen, erklärte er.

FDP

Petra Goessi, Praesidentin der FDP spricht am Tag der FDP in der Schachenhalle in Aarau am Samstag, 31. August 2019. (KEYSTONE/Walter Bieri)

FDP-Präsidentin Gössi. Bild: KEYSTONE

Parteipräsidentin Petra Gössi hat am «Tag der FDP» in Aarau die Parteibasis und die Kandidierenden auf die heisse Phase der nationalen Wahlen eingestimmt.

Gemäss Gössi ist es der gemeinsame Wille, der die Schweiz weiterbringt.Die FDP setze auf die Willensgeneration, sagte Gössi vor rund 1100 Anwesenden am Samstag in der Schachenhalle. Dies seien Menschen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollten. Menschen mit Ideen und Tatendrang, welche die Zukunft als Chance sehen würden.Die Willensgeneration wolle Chancen aufzeigen statt Ängste bewirtschaften. Mit Willen sei alles möglich. «Es ist der Wille, der unsere Schweiz zusammenhält, unsere Heimat vereint und so erfolgreich macht», sagte Gössi

«Die Schweiz ist die Heimat der Menschen, die gemeinsam wollen. Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren, uns nicht gegeneinander aufhetzen», betonte Gössi - und erntete Applaus. Die FDP habe in der Geschichte bewiesen, dass sie die Schweiz geformt, verändert und weiterentwickelt habe.«Die Schweiz will. Ich will», rief Gössi den Parteifreundinnen und Parteifreunden am Wahlkampfanlass zu: «Packen wir die Chancen der Zukunft. Überholen wird die SP

(sda)

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Camille Fédérale - Der Röstigraben bei Abstimmungen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Patho 01.09.2019 09:32
    Highlight Highlight Mir ist eigentlich scheissegal, welche Partei was sagt. Ich fülle die ausführliche Version von Smartvote aus und weiss welche PERSONEN in etwa die Meinungen vertreten, die ich auch vertrete. Und ich wünschte, mehr Personen würden Personen statt Parteien wählen, da dann die Parteipolitik weniger wichtig würde, Politiker auch mal ihre eigene Meinung vertreten würden und zudem auch Parteilose eine Chance haben.
  • Schneider Alex 01.09.2019 06:23
    Highlight Highlight Welches ist der Schwerpunkt des Wahlkampfs 2019?
    Der Wahlkampf 2019 wird sich um die Frage drehen: «Wie hältst du’s mit der direkten Demokratie?» Die Wähler können entscheiden: zwischen den Bewahrern und den Demonteuren unserer weltweit bewunderten, einzigartigen Demokratie, in der die Bürgerinnen und Bürger das letzte Wort haben. Sollten.
    • Ueli Blocher 01.09.2019 11:20
      Highlight Highlight Also, verstehe ich richtig. In der EU gibt es keine Direkte Demokratie! Richtig?
      Was war eigentlich dir Brexit Wahl? Illegal? Nein!
      Die Direkte Demokratie gibt es in der EU, man muss sie nur als Staat auch erlauben!
      Viele Probleme die EU Nationen haben, sind nicht Probleme die die EU Verursachte, sondern die eigenen Parlamente. Nur ist es einfacher der Bösen EU die Schuld zu geben als selber zu sagen, sorry, Mist gebaut!
      GB hatte ein PFZ Problem mit Polen. Das aber nur da das Nationale Parlament KEINE Sperrfrist wollte, wie alle anderem EU Nationen! Aber EU Schuld!
  • schuelhuusgspängschtli 01.09.2019 00:06
    Highlight Highlight Zusammenfassung:
    - Einmal Referendum (immerhin ein Realpolitischer Vorschlag)
    - Einmal BöFei-Igeltaktik (Alles Böse, einfach alles)
    - Einmal “ich will” (wir wollen alle, aber was ist die Frage)

    Du meine Güte! Wo sind wir gelandet?
  • Eric Lang 31.08.2019 20:59
    Highlight Highlight Eigentlich wollte ich die SVP nicht mehr wählen.
    Nach der gestrigen Arena, musste ich leider feststellen, dass alle anderen Parteien nach den Wahlen, das Rahmenabkommen mit der EU ohne Vorbehalte unterschreiben wollen.
    Leider kann ich keine Parteien wählen, welche die Schweiz zum Passivmitgled in der EU machen wollen.
    Es tragisch, wie die anderen Parteien, unsere direkte Demokratie an die EU, verscherbeln wollen.,
    • Charivari 31.08.2019 22:30
      Highlight Highlight Wenn es eine linke Partei gäbe, welche der EU ebenfalls skeptisch gegenüberstehen würde, dann würde es die SVP in dieser Form nicht geben.
    • Matthiah Süppi 31.08.2019 22:37
      Highlight Highlight Das ist kein Grund SVP zu wählen.
    • Kubod 01.09.2019 02:27
      Highlight Highlight @Matthiah Süppi
      Dann verstehst Du die Schweizer Demokratie nicht.
      Es geht nicht um Gesinnnung (wir wählen eine Partei, weil sie irgendwann das liefert, was wir wollen) sondern wir legen den Stimmzettel so ein, wie es im aktuellen Moment passt.
      Meiner Meinumg nach ist die SVP momentan die einzige Partei, die der EU Paroli bieten will.
      Der Rest ist hypnotisiertes Kaninchen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 31.08.2019 18:54
    Highlight Highlight Klingt von der SVP eher verzweifelt. Fast hysterisch.
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 31.08.2019 18:52
    Highlight Highlight Wie immer bei der SVP. Sie tun so, als wären sie David. Dabei sind sie Goliath.
  • espe 31.08.2019 18:41
    Highlight Highlight Schon rein die Wortwahl am Parteitag der SVP sollte einem zu denken geben. "Verteidigungslinie", "Feinde der Schweiz", "Mitkämpfer" welche Wähler sprechen denn auf so etwas an? Die Frage ist wirklich ernst gemeint.
    • wasps 31.08.2019 19:51
      Highlight Highlight Rund 25 Prozent.
    • espe 31.08.2019 21:08
      Highlight Highlight Danke für eure nichtssagenden Antworten. War wohl auch nicht mehr zu erwarten.
      C.W.: Was daran elegant und ausdruckstark sein soll, müsstest du mir erklären. Der Rest sagt mehr über dich, als über mich.
    • Cédric Wermutstropfen 31.08.2019 22:11
      Highlight Highlight @espe: Es macht Dir ja offensichtlich Angst, wenn jemand eine martialische Wortwahl pflegt. Weshalb? Mir gefällt das, ich spreche selbst so und ich lasse mir das bestimmt nicht ausreden. Es ist reine Geschmacksache. Andere mögen lieber eine blumige, politisch korrekte Sprache usw. Ich pathologisiere oder verurteile deswegen aber niemanden.

      Aber um Deine Frage zu beantworten: Es sind wohl vor allem Männer, die durch solche Wortwahl angesprochen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 01vinc09 31.08.2019 18:26
    Highlight Highlight Recht wenig Inhalt bei den Bürgerlichen: Die einen schüren Ängste beim sog. Mittelstand weil sie fürchten, für ihre Rücksichtslosigkeit gerade stehen zu müssen, die anderen haben nur leere Mantras, "die Schweiz für Leute die wollen" aber nichts was sie jetzt konkret machen wollen gegen die grossen Probleme der Welt. Nur die Grünen stehen für konkrete Inhalte, kein Mervosurabkommen in der aktuellen Form, und das ist richtig so!
    • Cédric Wermutstropfen 31.08.2019 19:21
      Highlight Highlight Die Grünen sind demnach einfach Nein-Sager. Vielleicht solltest Du die Parteiprogramme der Parteien lesen und nicht bloss diesen Artikel, der schlussendlich leider überhaupt nicht informativ ist.
    • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 31.08.2019 21:04
      Highlight Highlight Cedric, dein Kommentar hat mehr Herzen, als 01vinc09 Blitze. Und das in kürzester Zeit. Etwas auffällig finde ich.
      Benutzer Bild
    • Satan Claws 01.09.2019 04:13
      Highlight Highlight @Cédric Wermutstropfen

      Die Grünen sagen ja zur Umwelt und Solidarität. Mir erschliesst sich nicht wirklich was daran schlecht sein sollte. Sie suchen das "Böse" nicht beim kleinen Mann, sondern dort wo uns keine Wahl gelassen wird, sei dies durch Werbung oder das Fehlen von echten Alternativen.

      Einzelpersonen sind nicht das Übel der Welt, sie sind eine Chance auf Besserung, aber nur dann wenn man ihnen überhaupt eine Chance lässt.
  • wasps 31.08.2019 17:37
    Highlight Highlight Die Freunde von Kriegen und Schlachten sollte doch mal ein Wochenende in Aleppo verbringen. Vielleicht hilft das auf dem Weg zur Vernunft.
  • Denverclan 31.08.2019 17:16
    Highlight Highlight Nicht Ansatzweise ist irgendwer daran interessiert der Schweiz, der Welt, Sorge zu tragen. Es geht nur um Stimmenfang und Machtausbau...Das ist Verblödung! Natürlich werden die grossen Fische bei einem „Untergang“ der Mittelstände nicht mit untergehen. Nur, eines Tages wird euer Geld- und Machthunger bedeutungslos sein, dann wenn es kein atmen mehr geben wird. Schade um die guten Seelen, aber wie wir Wissen, gibt es ja noch eine andere Welt dort drüben. Und das ist gut so.
    • marbos 31.08.2019 22:09
      Highlight Highlight Diese Welt und dieses Leben sind das einzige, das wie haben.
      Ohne Hauptprobe, ohne Schnitt und "undo": alles life.
      Es scheint ein Drama zu werden. Machen wir das Beste daraus.
  • Moelal 31.08.2019 17:11
    Highlight Highlight Die SVP ist nur noch peinlich! Ein Aufbäumen vor dem Untergang? Wenn man diese Zitate liest, wird klar wer wirklich am Verblöden ist und die Schweiz für blöd verkaufen will. Hoffentlich bekommt die SVP eine richtige Klatsche bei den Wahlen
    • Geissefudi 31.08.2019 20:20
      Highlight Highlight Moelal die SP will das Schweizer Vokl schon lange als Blöd verkaufen. Ab in die EU und dan hat das Volk nichts zu melden. Auch Grün sind weder SP noch die Grünen. Da die nach wie vor Offene Grenzen wollen. Häuser noch und noch bauen. Grüne Felder verschwinden lassen und Bäume zerstören
    • Satan Claws 01.09.2019 04:17
      Highlight Highlight @Geissefudi

      Immerhin würden sie Schulen bauen und nicht alles in Grenzen stecken.
  • Rön73 31.08.2019 17:02
    Highlight Highlight Verblödet ist Köppel selber und die Vorfahren Blochers kämpften 1315 auf der anderen Seite.
    • ingmarbergman 31.08.2019 19:58
      Highlight Highlight Blocher kämpft auch heute noch auf der anderen Seite. Bei Schiller wäre der Milliardär von Herrliberg eindeutig Gessler.

      Die Schweiz braucht einen Tell, der die SVP-Bonzen vom hohen Ross wirft.
    • Geissefudi 31.08.2019 20:18
      Highlight Highlight ingmarbergman. Bei Schiller wäre Blocher, Gessler? Und Levrat Tell? Wie soll das gehen. Tell wollte keine Fremde Richter und eine Freie Schweiz. Gessler wollte die Schwyzer unterjoche. Levrat und alle andern Parteien von FDP bis GLP inkl SP will ja unter Fremde Richter weiterleben. Sie wollen zurück an den Anfang, als die Schweiz noch nicht Frei war. Blocher will die Freiheit., keine Fremde Richter. @Rön73 so ein Sche..... aber unwahrheiten Schreiben und verzapfen können Links ja gut.
    • häxxebäse 31.08.2019 22:18
      Highlight Highlight Ja, und die rechten sind ehrlich und sorgen sich ums volk 🤣🤣🤣🤣

      Na dann kann ich beruhigt schlafen.... mit einer regierung die auf die schwächsten losgeht! 🤮
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