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Einige Kantone sparen bei der Impfkampagne – das und mehr schreiben die Sonntagszeitungen

Die Neuausrichtung der Grossbank Credit Suisse, die harzige Impfkampagne und die anhaltenden Probleme der Veranstaltungsbranche: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
07.11.2021, 05:59

Die Credit Suisse wagt Neuausrichtung

Die Credit Suisse überarbeitet nach milliardenschweren Verlusten im laufenden Jahr ihr Vergütungssystem. Wenn Mitarbeitende übermässige Risiken eingehen, sollen sie dafür nicht mit hohen Boni belohnt werden. Das erklärten der neue CS-Präsident, Antonio Horta-Osorio und Konzernchef Thomas Gottstein in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Die Grossbank wolle die Löhne stärker an die eingegangenen Risiken und den ökonomischen Gewinn koppeln. Details dazu werde die Credit Suisse im ersten Halbjahr 2022 vorstellen. Die CS habe alle Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein – eine starke Kundenbasis, gute Mitarbeitende und eine globale Präsenz, sagte Horta-Osorio.

Einige Kantone sparen bei der Impfkampagne

Für die nationale Impfkampagne haben die Kantone bisher deutlich weniger Mittel abgerufen, als verfügbar sind. Der Bund stellt laut «SonntagsBlick» insgesamt 96 Millionen Franken dazu zur Verfügung. Beantragt haben die Kantone bisher aber erst knapp 18 Millionen Franken. Der Run aufs Geld blieb bisher aus. Namentlich in der eher impfskeptische Ostschweiz haben sich die Kantone bisher zurückgehalten. So hat Appenzell-Ausserrhoden nur 65'000 Franken beim Bund beantragt. Das ist erstaunlich, weist der Kanton doch mit 57 Prozent eine der tiefsten Impfraten der Schweiz aus. Laut «SonntagsZeitung» engagieren sich Kantone wie Zürich und Basel, die bereits eine hohe Durchimpfung haben, dagegen stark.

Schweiz tut so zu wenig gegen Klimawandel

Die Schweiz ist laut dem «SonntagsBlick» anders als offiziell verlautet mit leeren Händen an den Weltklimagipfel im schottischen Glasgow gereist. Bundespräsident Guy Parmelin hatte in seiner Rede am Montag moniert, beim Klimawandel werde zu wenig getan. Bernd Nilles, Präsident von Alliance Sud, der entwicklungspolitischen Arbeitsgemeinschaft von sechs Schweizer Hilfswerken, bezweifelt, dass diese Botschaft bei allen Regierenden und in der Schweiz angekommen ist. Die Schweiz habe viel versprochen, so etwa die Klimaneutralität bis 2050. Auf Kurs sei die Eidgenossenschaft jedoch nicht. Die Schweizer Delegation habe in Glasgow nur ein schwaches Mandat, da zu Hause noch der politische Wille fehle.

Bundesbeamte fahren Zug, Bundesräte nicht

Bundesbeamte haben anlässlich der Weltklimakonferenz ein Zeichen gesetzt. Die siebenköpfige Delegation des Bundkongesamtes für Umwelt, die am Gipfeltreffen in Glasgow teilnimmt, hat den Zug für die Reise gewählt, berichtet die «SonntagsZeitung». Die Fahrt von Bern via Paris und London dauerte rund 16 Stunden. Die drei Bundesräte Guy Parmelin, Ueli Maurer und Simonetta Sommaruga nutzen dagegen den Bundesratsjet. Die Umweltministerin begründete die Wahl des Flugzeugs für die Reise damit, dass der Planungsspielraum bei Dienstreisen von Bundesrätinnen und Bundesräten eingeschränkt sei. Der CO2-Ausstoss dieser Reisen werde vollumfänglich kompensiert.

Defekte Hör-Implantate sorgen für Ärger

Der Hörgerätehersteller Sonova kämpft mit Problemen. Hunderte Personen müssen erneut operiert werden, da sie defekte Implantate haben. Betroffen sind zwei Modelle von Cochlea-Implantaten des amerikanischen Tochterunternehmens Advanced Bionics. Obwohl Ärzte des Deutschen Hörzentrums Hannover den Hersteller bereits im Sommer 2019 auf defekte Implantate hingewiesen hatte, rief Sonova die Produkte laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» erst im Februar 2020 zurück. Damals liess Sonova verlauten, dass bei weniger als 0.5 Prozent der Patienten eine erneute Implantation nötig geworden sei. Recherchen zeigten aber nun, dass die Ausfallrate der Modelle sehr viel höher sein dürfte. Allein beim Deutschen Hörzentrum Hannover mussten rund 30 Prozent der Implantate ersetzt werden.

Bild: keystone

Umsatz bei Veranstaltungen ernüchternd

Trotz Lockerungen der Corona-Massnahmen rechnet die Veranstaltungsbranche im laufenden Geschäftsjahr mit dem Ausfall von 15'000 Events. Das zeigt eine Umfrage der Branchenverbände Expo Event, SVTB und Tectum, die der «SonntagsBlick» veröffentlicht hat. Der Umsatz dürfte bis Ende 2021 mit 2.52 Milliarden Franken kaum besser ausfallen als im Coronajahr 2020. Zum Vergleich: Vor der Krise setzten die Veranstalter 5.6 Milliarden Franken um. Selbst Anlässe, die stattfinden, decken oft kaum die Kosten. Einige Projekte seien wahre Kamikaze-Übungen, so eng werde kalkuliert, sagte Christoph Kamber, Präsident von Expo Event. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gingen rund 6000 Jobs verloren.

SP will Sandoz verstaatlichen

Die SP Schweiz will die Novartis-Tochter Sandoz verstaatlichen. Die Partei hat eine Motion lanciert, die den Bund dazu auffordert, Sandoz zu kaufen. Die Abhängigkeit der Schweiz vom Ausland in der medizinischen Versorgung könne so verhindert werden. Sandoz sei die letzte Antibiotika-Hersteller in Europa. Schon heute würden 90 Prozent der Generika und Antibiotika in Asien hergestellt. Europäische Pharmakonzerne könnten im Preiskampf in diesen Sparten nicht mithalten. Besorgnis erregend seien auch die immer häufiger auftretenden Engpässe bei Medikamenten.

Einsprache gegen SBB-Auftrag für Regionalzüge

Der französische Bahnkonzern Alstom wehrt sich mit einer Einsprache dagegen, dass die SBB einen 2 Milliarden Franken teuren Auftrag für neue Regionalzüge an den Schweizer Hersteller Stadler Rail vergeben hat. Nun äussert sich Cora Hentrich, Chefin von Alstom in der Schweiz, in der «NZZ am Sonntag» erstmals zu den Gründen. Bei einer Reihe von Punkten hätte die Bewertung des Alstom-Angebotes besser sein müsse, sagte Hentrich. Die SBB hätten nach der Vergabe nicht plausibel erklären können, wie sie zu ihren Resultaten gekommen sei. Ein Grund für den Rekurs sei ferner das Alstom-Werk in Villeneuve (VD) gewesen, das 450 Personen beschäftige. Dort drohe nun ein wichtiger Teil der Arbeit auszugehen.

Personalmangel in Ski-Gebieten

Die Wintersaison in den Bergen nimmt Fahrt auf. Die Buchungen haben mittlerweile fast wieder das Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht. Doch nun fehlt das Personal. Allein im Wallis sind derzeit 700 Stellen unbesetzt, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Das sind 4 Prozent der gesamten Stellen im Walliser Tourismus. Personal fehlt vor allem in der Gastronomie und in der Hotellerie, sagte Damian Constantin, Direktor der Tourismusorganisation Wallis Promotion. Er schlägt vor, den Nachwuchs zum Saisonstart stärker einzubinden und so zusätzliches Personal zu rekrutieren. Studierende und Absolventen von Hotelfachschulen könnten kurzfristig einspringen. Das stösst beim Branchenverband Hotelleriesuisse auf offene Ohren.

Behörden fordern häufig Daten über Google-User an

Der Datenhunger von Schweizer Behörden wächst. Im letzten Jahr forderten sie den Internetriesen Google 1761 Mal dazu auf, persönliche Informationen über die Nutzerschaft preiszugeben – so häufig wie noch nie. Das berichtet der «SonntagsBlick» gestützt auf den jüngsten Transparency Report des US-Technologiekonzerns. Demnach waren von den Ermittlungen der Strafverfolger des Bundes und der Kantone insgesamt 3481 User-Konten betroffen, vor allem auf Gmail und Youtube. Auch das sei ein Rekord. Laut Bundesamt für Polizei betreffen die Gesuche der Schweiz unter anderen die Wirtschaftskriminalität, Terrorismus und Kinderpornografie.

Fnac expandiert in die Schweiz

Der französische Musik-, Buch- und Computerspiel-Anbieter Fnac expandiert in der Schweiz. In Manor-Warenhäusern sollen 27 neue Verkaufsflächen eröffnet werden. Das schreiben die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche». Im Sommer nächsten Jahres will Fnac laut Firmenchef Enrique Martinez in der Romandie mit 14 Shop-in-Shops bei Manor präsent sein. In der Deutschschweiz und im Tessin sind es 13 solche Shops, darunter in Zürich, Basel, Winterthur, Luzern, Chur, Solothurn, Schaffhausen und Baden. Der Umsatz von Fnac in der Schweiz soll sich von derzeit 100 Millionen Franken innert zwei Jahren auf 200 Millionen Franken verdoppeln. Der Personalbestand soll von derzeit 350 auf 700 Mitarbeitende steigen. (sda)

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