Schweiz
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«Wir müssen die Krise nutzen»: Balthasar Glättli will nach Corona eine grünere Schweiz

Die Delegiertenversammlung der Grünen Schweiz fasst am Samstag in Brugg ihre Abstimmungsparolen für den 27. September und spricht über eine Zukunft mit einem Green New Deal.



Balthasar Glaettli, neuer Praesident der Gruenen Partei Schweiz freut sich nach seiner Wahl an einer Online-DV, am Samstag, 20. Juni 2020, in Bern. Glaettli tritt die Nachfolge von Regula Rytz an.(KEYSTONE/Peter Schneider)

Die Grünen müssten jetzt Druck machen, sagte Balthasar Glättli an der Delegiertenversammlung vom Samstag. Bild: keystone

Der neue Grünen-Präsident Balthasar Glättli, der Ende Juni an einer Online-Delegiertenversammlung gewählt wurde, kann seine Präsidialrede am Samstag in Brugg (AG) erstmals vor Publikum halten. «Wir müssen die Krise nutzen, nutzen für eine ökosoziale Transformation», sagt Glättli gemäss Redetext. Das Ziel sei es, als Gesellschaft grüner aus der Krise herauszukommen, als wir hineingegangen sind.

«Wir Grüne fordern darum, dass die Investitionen zur Bewältigung der Covid-19-Krise zugleich eine Investition in eine grüne und soziale Zukunft sind», heisst es auch in einer Resolution zu einem Green New Deal, die die Geschäftsleitung den Delegierten am Samstag vorlegt. Der Green New Deal sei der Plan der Partei, die Auswirkungen der ökonomischen Krise zu beschränken und gleichzeitig den ökologischen und sozialen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft voranzutreiben.

Die Grünen müssten jetzt mehr Druck machen, so Glättli. Alleine dafür, dass die bereits beschlossenen Massnahmen umgesetzt und nicht verwässert würden. Die Coronakrise habe gezeigt, dass in Notlagen enorme individuelle und gemeinschaftliche Ressourcen mobilisiert werden können. «Genau so engagiert müssen wir auch für die Klimakrise ganz konkrete Lösungen umsetzen», so Glättli.

Nachdem die Delegierten der Grünen vor dem Mittag über die Lösungen und Forderungen des Green New Deal diskutieren, werden sie am Nachmittag die Parolen zu den nationalen Abstimmungen vom 27. September fassen. (agl)

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Booker 16.08.2020 07:27
    Highlight Highlight Die Grünen wieder mal und allen voran ein Glättli, der jeweils durch irrwitzige Aussagen aufgefallen ist.
    Wir wäre es mit konkreten Forderungen und Handlungen, z.Bsp. Förderung der Photovoltaik, Abschaffung der Bewilligungspflicht auch in Dorfkernen etc. Sowie ein Obligatorium für neue Indistriebauten/-hallen. Das wäre mal ein lobenswerter Anfang. Immer zu zu wettern gegen Autos, Individualverkehr und Flugzeuge bringt niemandem etwas, schon gar nicht den Grünen.
  • Schneider Alex 16.08.2020 06:33
    Highlight Highlight Glättli hat die Ecopop-Initiative intensiv bekämpft. Ist er wirklich ein Umweltschützer? Jeder Zuwanderer von einem armen in ein reiches Land, also von Süden nach Norden, steigert den Ressourcenverbrauch und belastet dadurch das Klima zusätzlich. Das ist der Wohlstandseffekt!
  • Abu Nid As Saasi 16.08.2020 03:31
    Highlight Highlight Herr Glättli darf gerne für zwei Wochen zu uns auf die Alpen kommen und das Gras mit der Sense māhen, und abends mit dem Beil Holz spalten. Und das Vieh versorgen. Und die Matten wässern, und diie Petflaschen und sonstigen Güsel einsammeln.
    Und dann zurück in der Stadt berichten, wie das Landleben so schõn idyllisch sei
  • Popo Catepetl 16.08.2020 01:17
    Highlight Highlight Green new deal und hopp!! Energieversorgung dezentral ausbauen aber wirklich! Subventionen für E-produzenten und ladestationen in den städten bitte!
    In einem land, das auf eine japanische stagnation zusteuert, ist das auch ein ökonomischer lichtblick.
  • Eskimo 15.08.2020 23:31
    Highlight Highlight Die "Grünen" möchten 10-12 Mio Einwohner in der Schweiz die sich natürlich alle mit regionalen Bioprodukten ernähren..
    Die "Grünen" möchten mehr E Mobilität und gleichzeitig den Atomausstieg.
    Die "Grünen" möchten dass wir verdichtet wohnen und trotzdem schön Abstand halten.
    Die "Grünen" möchten Platz für Wolf, Bär und Biber obwohl es schon für uns 9 Mio Einwohner und die Anbauflächen für unser Biogemüse keinen Platz hat.
    Die "Grünen" fordern.........
    Hauptsache man kann vom politisieren Leben und muss sich keinen richtigen Job suchen. Die dummen "anderen" zahlen ja...
  • Cpt. Jeppesen 15.08.2020 17:43
    Highlight Highlight Ui ui, die Kommentare wieder :-(

    Die wollen nur Geld...
    Die können nur fordern...
    Aber die Autos ...
    Sollen die erst mal was arbeiten ...

    Egal ob arm oder reich, wenn das Klima hops geht, gehen alle mit.

    Ich kann an Glättlis Vision nichts Verwerfliches erkennen. Er möchte den Umstieg von Fossil auf Nachhaltig erleichtern. OK! Was soll daran schlecht sein?
    Energie ist nun mal ein knappes Gut. Und ewig weiter im Schwitzkasten von ölproduzierenden Ländern zu bleiben finde ich nicht erstrebenswert.

    Diejenigen, die nun wieder die Grünen angreifen, sind doch sonst so für Selbstversorgung...


    • Kruk 16.08.2020 00:02
      Highlight Highlight Die fordernden Utopen sind mir doch noch lieber als die hauptsache dagegen egal gegen was und die anderen sind schuld Menschen...
    • Cpt. Jeppesen 16.08.2020 00:28
      Highlight Highlight @Slender. Als die Amis 1961 verkündeten noch vor dem Ende des Jahrzehnts auf dem Mond zu landen, gab es nichts dazu. Keine Materialien, keine Raketen, keine Computer. Zu diesem Zeitpunkt hatte man gerade mal kurze Hopser an den Rande der Atmosphäre gemacht.

      Zum Mond fliegen war die Utopie. 8 Jahre später sind sie dort gelandet.

      Die Mehrheit der Bevölkerung war zuerst gegen die Mondlandung, danach aber dafür.

      Einen mehrheitsfähigen Plan aufzustellen, der niemanden weh tut, wo jeder so weiter machen kann wie er will und der trotzdem die Umwelt schützt, ist unmöglich und das weisst du.
  • Froggr 15.08.2020 17:08
    Highlight Highlight Utopie wohin das Auge reicht. Linke und Grüne haben Zusammenhänge noch immer nicht verstanden. Ihr könnt nicht einfach fordern meine lieben. Erstens geht es auf den Sack, dass ihr immer das Gefühl habt alle tanzen nach eurer Nase und sollen nach euren Vorstellungen leben. Und zweitens werden von euch Zusammenhänge schlicht ignoriert. Elektrischer Verkehr? Toll. AKWs abschalten, Kohlekraftwerke abschalten (im Ausland). Windenergie wollt ihr nicht. Wasser auch nicht. Wems da nicht abschaltet, der hat vermutlich echt den Grünenwahn.
  • Quo Vadis 15.08.2020 15:13
    Highlight Highlight «Wir Grüne fordern darum, dass die Investitionen zur Bewältigung der Covid-19-Krise zugleich eine Investition in eine grüne und soziale Zukunft sind»

    So so, Ökomarxist Glättli FORDERT mal wieder. Ein Phänomen sondergleichen; ich habe noch NIE irgendeinen Vorstoss von Rot-Grün gehört, wie man denn etwas verdienen und ins Töpfchen einzahlen könnte, sondern nur immer wie man es jemandem anderen wegnimmt um es umzuverteilen.
  • Stefan Sowieso 15.08.2020 14:14
    Highlight Highlight Und gleichzeitig jedes Jahr 50'000 neue Einwohner und 5000 Flüchlinge/Vorläufig Aufgenommene? Entscheidet Euch mal. 5er und Weggli Politik hat noch nie funktioniert. Aber wie immer wen ein ismus am Schluss steht hats noch nie funktioniert.
    • PC Principal 15.08.2020 16:38
      Highlight Highlight Dem Klima ist es egal ob jemand beispielsweise in Deutschland oder in der Schweiz wohnt.
    • wasylon 15.08.2020 17:15
      Highlight Highlight @ PC

      1 Mio. Zuwanderer in 13 Jahren. Für die Wohnungen und Infrastruktur gebaut werden müssen ist nicht CO2 neutral. Alleine die Zementindustrie ist fast 10 % des Schweizer CO2-Ausstoss verantwortlich.
      Übrigens gibt es in Ostdeutschland massenweise leerstehende Häuser in gewissen Landkreisen.
    • wasylon 15.08.2020 18:27
      Highlight Highlight @Mohrenkopf

      Ich ziehe lieber nach Eritrea. Da verbrauche weniger CO2 weil ich dort keine Heizung brauche. 👍
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 15.08.2020 13:37
    Highlight Highlight Klartext: wir müssen die Krise Instrumentalisieren.

    Guter Stil?
    • Spüdlifalt 15.08.2020 17:17
      Highlight Highlight Wer gleich aus einer Krise herausgeht, wie er*sie reingegangen ist, wird früher oder später wieder in dieselbe Krise geraten. Kann man instrumentalisieren nennen, muss man aber nicht.
    • Cpt. Jeppesen 15.08.2020 17:28
      Highlight Highlight Schlechter Stil?
      Benutzer Bild
    • Toerpe Zwerg 15.08.2020 19:21
      Highlight Highlight Zwei Antworten, die zeigen, das beide nichts verstanden haben ... oder was genau hat Gesundheitskrise mit den Forderungen der Grünen zu tun?
  • joevanbeeck 15.08.2020 13:28
    Highlight Highlight Wenigstens hat der Herr Glättli nicht gesagt das Corona ein willkommenes Geschenk ist um die Überber-völkerung in der Schweiz etwas zu lindern. Aber ausser den üblichen Plattitüden von den grünen Investitionen, die dann natürlich ins eigene "Kässeli" fliessen, und Green New Deal fällt den Grünen nichts ein. Es geht ja auch haupsächlich darum das grüne Fussvolk an sich zu binden damit das lukrative Bundesjöbli auch in Zukunft gesichert ist. Im Falle der Grün/Roten Familie Glättli gleich doppelt.
    • flying kid 15.08.2020 17:21
      Highlight Highlight So ist es, mit knapp CHF300'000 lässt es sich als Familie sogar in der Stadt Zürich sehr gut leben.

      Die zwei sind meilenweit entfernt von den Leuten, von welchen sie denken Politik für sie zu machen...
  • Gubbe 15.08.2020 13:14
    Highlight Highlight Kaum aufgewacht, wird verlangt. Unter Ressourcen verstehen die Grünen Geld, das sie selbst nicht haben. Es sind grosse Schulden gemacht worden, ob der Corona-Kriese. Wenn diese noch angehäuft werden, wird es schwieriger, wieder aufzuholen. Bedeutet, mehr Steuererhöhungen und wer will das nicht, die Grünen.
  • Locutus70 15.08.2020 12:55
    Highlight Highlight Ich finde es einfach zynisch, unmenschlich und verachtenswert diese Krise für parteipolitische Zwecke zu missbrauchen - pfui.
  • Spargel 15.08.2020 12:34
    Highlight Highlight Um eine grünere CH zu haben kommt man nicht daran Vorbei, die Wirtschaft und Bautätigkeit und den Konsum zu drosseln. Und bei Verboten von alten Heizungen etc ist darauf zu achten, dass die neuen Technologien sehr viel kosten, was sich nicht alle leisten können. Ich hätte gerne ein E-Auto und ne moderne Heizung im Haus, kann mir dies aber schlicht nicht leisten. Die CHF 5000 fürne neue Heizung vom Staat kann ich nicht beanspruchen da dies nicht ans EK angerechnet wird. Hier dann einfach die nicht vermögenden Familien mit einem Einkommen nicht vergessen. Mag nicht das Kind 8h in die Kita geben.
    • Toerpe Zwerg 15.08.2020 15:23
      Highlight Highlight E-Mobilität ist bei den TCO günstiger als Verbrenner.
    • K1aerer 15.08.2020 15:37
      Highlight Highlight Also mittlerweile kann man gute und günstoge E-Autos holen. Einfach die Reichweite ist noch nicht so gut, aber das ändert sich sehr schnell in einigen Jahren.
    • lilie 15.08.2020 21:18
      Highlight Highlight @Spargel: Du musst doch eh Rückstellungen machen. Die neue Heizung darf einfach nicht mehr als so und so viel CO2-Ausstoss haben pro qm (weiss es jetzt nicht mehr auswendig wieviel). Bis die alte aussteigt, hast du ja hoffentlich noch etwas Zeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FischersFritz 15.08.2020 12:20
    Highlight Highlight Wenn die Grünen ihre Ideen durchsetzen, dann ist das einzig ein Booster für die Arbeitslosenämter.
    • Stefan Sowieso 15.08.2020 14:17
      Highlight Highlight Die vielen Blitze sagen bloss aus, dass sie den Finger auf die Widerspruchswunde gelegt haben. Decken wir diese Scheinheilligkeit gepaart mit Wiedersprüchen auf.

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