Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Polizei umstellt das von Jenischen besetzte Gelaende am Donnerstag, 24. April 2014, in Bern. Jenische haben derzeit mit ueber 100 Wohnwagen die kleine Allmend besetzt, welche als Parkplatz fuer die am Freitag beginnende BEA benoetigt wird. Sie fordern mehr Akzeptanz sowie zusaetzliche Durchgangs- und Standplaetze in der Schweiz. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Wohin mit den Fahrenden

Jenische halten sich noch immer in Nidau und in Pruntrut auf



Trotz Ultimatum befindet sich eine grössere Gruppe Fahrender noch immer in Nidau BE auf dem ehemaligen Expo.02-Gelände. Dort deutete am frühen Nachmittag nichts auf einen Aufbruch der Jenischen hin. Allerdings war auch von der Polizei nichts zu sehen.

Die Fahrenden hatten sich am Freitag Zugang zum Areal verschafft, nachdem ihr Protestlager in Bern am Donnerstag geräumt worden war. Die Schweizer Jenischen protestieren für mehr Stand- und Durchgangsplätze im Land.

Die Stadt Biel als Eigentümerin des Geländes auf Nidauer Boden stellte den Fahrenden ein Ultimatum: Bis am Montagmittag müsse der Platz leer sein, sonst drohe die polizeiliche Räumung.

Rund 70 Wohnwagen und ihre Besitzer mit Familien hielten sich auf dem Gelände auf, das wegen der Regenfälle eher einem Tümpel glich, wie ein sda-Korrespondent am Montagmittag feststellte.

Die Polizei umstellt das von Jenischen besetzte Gelaende am Donnerstag, 24. April 2014, in Bern. Jenische haben derzeit mit ueber 100 Wohnwagen die kleine Allmend besetzt, welche als Parkplatz fuer die am Freitag beginnende BEA benoetigt wird. Sie fordern mehr Akzeptanz sowie zusaetzliche Durchgangs- und Standplaetze in der Schweiz. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Eine Gruppe in Pruntrut

Eine andere Gruppe Fahrender begab sich nach der Räumung des Protestcamps in Bern nach Pruntrut JU. Der jurassische Regierungsrat Michel Thentz wollte sich am Montagnachmittag mit jenischen Vertretern treffen. Ziel ist es, eine legale Lösung zu finden.

Vor der zweiwöchentlichen Sitzung der jurassischen Regierung dürfte kein Entscheid zu erwarten sein. Im Moment tolerieren die jurassischen Behörden die Fahrenden auf dem Gelände im Osten von Pruntrut.

Die Fahrenden errichteten am vergangenen Dienstag in der Stadt Bern auf der Kleinen Allmend ein Protestcamp, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Die Stadt zeigte zwar Verständnis für die Forderungen, liess das Gelände aber am Donnerstag dennoch räumen, weil der Platz für die Frühlingsmesse BEA benötigt wurde.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Keine Reisen und vielleicht sogar eine Kündigung? Was Impfverweigerern drohen könnte

In der Schweiz werden Stimmen lauter, welche Privilegien für Geimpfte fordern. Ist dies mit dem Grundrecht vereinbar? Eine Analyse.

In der Schweiz wird es keine Impfpflicht geben. Das hat der Bundesrat bereits einige Male klargemacht. Wer sich nicht gegen das Coronavirus impfen will, dem ist dies also freigestellt. Die Zeichen verdichten sich jedoch, wonach Impfverweigerern schon bald das Leben schwer gemacht werden könnte.

So berichtete der «Blick» zum Beispiel, dass der Bundesrat beschlossen hat, geimpften Personen gewisse Freiheiten wiederzugeben. Sie sollen wieder in Clubs, Beizen, zu Konzerten und ins Fitnessstudio …

Artikel lesen
Link zum Artikel