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Sendungskosten kassensturz

Der «Kassensturz» hat mit einem Beitrag über einen schikanösen Chef die Sachgerechtigkeit. verletzt. bild: screenshot

UBI rügt «Kassensturz»-Beitrag über «schikanösen Chef»



Die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hat am Freitag die Sendung «Kassensturz» von Fernsehen SRF wegen eines Beitrags über einen «schikanösen Chef» gerügt. Beitrag und Online-Zusammenfassung hätten Vorwürfe ehemaliger Angestellter nicht hinterfragt.

Diese seien teilweise als Fakten dargestellt worden, teilte die UBI nach ihrer öffentlichen Beratung in Luzern mit. Die Sichtweise des angegriffenen und namentlich genannten Geschäftsinhabers eines Edelsteinbetriebs sei unzureichend zum Ausdruck gekommen.

Formulierungen und Gestaltungselemente wie die Musik waren tendenziös, wie die UBI weiter urteilte. Das anschliessende Studiogespräch mit einem kantonalen Datenschutzbeauftragten über die Video-Überwachung am Arbeitsplatz änderte an der Meinungsbildung des Publikums auch nichts. Der «Kassensturz»-Beitrag hat damit ebenso wie die Online-Zusammenfassung von SRF 4 News das Gebot der Sachgerechtigkeit verletzt, befand die UBI.

Eine Beschwerde gegen einen weiteren «Kassensturz»-Beitrag wies die Instanz hingegen ab. Dabei ging es um die Rolle der Händler an Viehmärkten. Zwar gab es dabei Mängel bei der Höhe der sogenannten Sofarente für die Importeure. Diese hätten die Meinungsbildung im Publikum aber nicht verfälscht.

Zudem hätten die sich Vertreter des Viehhandels angemessen zu den Vorwürfen äussern können, dass sich dank der Importrechte leicht Geld verdienen lasse und es auf Viehmärkten Absprachen gebe.

Jesus-Satire zulässig

Einen Beitrag in der satirischen Late-Night-Show «Deville» rügte die UBI ebenfalls nicht. Darin bezeichnete ein eingeladener Künstler Jesus als «mega Influencer» und spekulierte darüber, wie sich Jesus heute geschäftlich betätigen würde, etwa als Kreuzfahrt-Veranstalter mit Hochseewanderung oder in einem Nagelstudio.

Der Vergleich von Jesus mit Influencern konnte in den Augen der UBI zwar religiöse Gefühle verletzen. Ausschlaggebend für die Ablehnung der Beschwerde war aber, dass der Beitrag nicht Jesus sondern das fragwürdige Geschäftsgebaren von Influencern aufs Korn nahm.

Somit wurden zentrale Glaubensinhalte von Christen nicht berührt. Das Grundrecht auf Glaubens- und Gewissensfreiheit wurde ebenfalls nicht verletzt. Die UBI fügte an, sie habe sich bei ihrer Prüfung auf strikte Rechtsfragen zu beschränken und äussere sich nicht zu Fragen des Stils oder Geschmacks. (sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Füdlifingerfritz 09.11.2019 09:15
    Highlight Highlight "Der Vergleich von Jesus mit Influencern konnte in den Augen der UBI zwar religiöse Gefühle verletzen..."
    Religiöse Gefühle: immer noch einer der dümmsten und unnötigsten Begriffe überhaupt.
  • Hillbilly 09.11.2019 09:01
    Highlight Highlight Der Angeklagte ist schuldig, bis er das Gegenteil bewiesen hat...
  • Heineken666 09.11.2019 08:04
    Highlight Highlight Schlussendlich braucht der Kassensturz auch nur Quoten. Da nimmt man es mit der Wahrheit manchmal nicht so genau....
  • SGR 09.11.2019 00:59
    Highlight Highlight UBI...klingt wie...ach nein ich lasse es 🤣🤣🤣



  • Bruuslii 08.11.2019 22:05
    Highlight Highlight zum glück gabs noch das hunderezept am schluss. köstlich 😂🤣😂 ... und süss 😍
    • Sharkdiver 09.11.2019 07:36
      Highlight Highlight Will auch so ein Hund😂
  • Sharkdiver 08.11.2019 21:48
    Highlight Highlight Wer glaubt DAS kassensturz kritisch hinterfragt (diejenigen die ZUM kassensturz Rennen) glauben auch das Zitronenfalter Zitronen falten. Beste Sendezeit mus Spektakel liefern und nicht relativierte 🤦‍♂️
    • Tobias W. 09.11.2019 01:21
      Highlight Highlight Ihr Deutsch ist komisch, aber recht haben Sie trotzdem. Da kann sich jeder Idiot über eine bööhse Firma beschweren, und die wird nacher im Kassensturz schlecht gemacht. Ich frage mich jeweils, ob die Leute wirklich so dumm sind und ihre Verträge nicht richtig lesen, oder ob Kalkül dahinter steckt.
    • Sharkdiver 09.11.2019 07:34
      Highlight Highlight 😂 Ja mein Deutsch🙈 mein lieblings Beispiel wieso Kassensturz ein Witz ist: Ein Student kauft in der Migros Oliven auf dehnen a la Grecque stand. Zuhause las er, dass es tunesische Oliven waren. Er rannte zu kassensturz mimimi etiketten-schwindel. Und Kassensturz pflichtet voll bei🙈 sorry jeder halbschuh weiss dass A la Grecque nach Griechischer Art heisst und nicht grichische Oliven. Der einzige Skandal Ist das der Pfosten Student ist. 😱 Hab mir mühe gegeben dass mein Deutsch jetzt besser ist, ohne Vertipper und autokorrekturverhauer🙈 hats geklappt? 😂

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