Schweiz
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Es brauche eine einheitliche CO2-Abgabe für Treibstoff und Heizöl von 1,70 Franken pro Liter bis 2050, berechneten Forschende. Das Portemonnaie der Fahrerinnen und Fahrer soll dadurch letztlich aber nicht mehr belastet werden. (Symbolbild)

Bild: KEYSTONE

Stadt Zürich liebäugelt mit Fahrverboten für Dreckschleudern



Fahrverbot für ältere Dieselfahrzeuge: Nachdem die Stadt Genf ihre Innenstadt an besonders belasteten Tagen für Dreckschleudern dichtmacht, liebäugelt auch die Stadt Zürich mit diesem Vorgehen. Allerdings fehlt beim Bund eine entsprechende rechtliche Grundlage.

Grundsätzlich sei die Stadt Zürich an solchen Projekten interessiert, hiess es beim städtischen Umwelt- und Gesundheitsschutz am Dienstag. Obwohl die Autos tendenziell immer sauberer werden, überschreitet die Luftbelastung an einzelnen Orten in der Innenstadt nach wie vor die Grenzwerte bis um das Doppelte.

Allerdings gibt es momentan keine rechtliche Grundlage, Fahrverbote für emissionsstarke Autos einzuführen. Diese müsste auf Bundesebene zuerst geschaffen werden. Sollte dies geschehen, würde die Stadt die Lage neu beurteilen

Ein Kleber zeigt den Schadstoffausstoss

Schweizer Vorreiter in Sachen Fahrverboten ist die Stadt Genf. Dort gilt an Tagen, an denen die Luft stark verschmutzt ist, ab kommendem Jahr ein Fahrverbot für besonders emissionsstarke Fahrzeuge.

Dazu führt die Stadt - ohne gesetzliche Grundlage - Umweltplaketten mit verschiedenen Farben ein, die Auskunft über den Schadstoffausstoss geben. Je nach Kleber-Farbe gilt an belasteten Tagen dann ein Fahrverbot.

Eine solche Aktion eigenmächtig durchzuführen, käme für die Stadt Zürich jedoch nicht in Frage. Zuerst müsse die rechtliche Voraussetzung dafür geschaffen werden. Vor zehn Jahren hatte sich die Stadt Zürich beim Bund schon grundsätzlich positiv zu Umweltzonen geäussert. Eine gesetzliche Grundlage kam seither aber nicht zu Stande.

Im Ausland sind Fahrverbote für ältere Autos oder Diesel-Fahrzeuge bereits weit verbreitet, etwa in Paris, Mailand und London. (sda)

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25 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Paprika_1988
12.11.2019 10:53registriert June 2019
"ältere", "dreckschleudern".... Und was ist mit all den BMW Posern und Lamborghini Blendern welche am Freitag und am Wochenende ums Seebecken unterwegs sind... Die sollten ebenso nicht die Luft verpesten. Aber ja bin dafür.
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Hans12
12.11.2019 11:05registriert September 2019
Wenn das ganze daruf hinaus läuft, dass wir Schweizer neue Autos, welche mit viel grauer Energie hergestellt werden müssen, kaufen und unsere alten Autos nach Afrika verschifft werden, ist der lieben Umwelt leider nicht geholfen. Aber es ist ja dann nicht mehr direkt unser Problem.
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Lubi Dragojevic
12.11.2019 10:33registriert August 2019
Müssen dann auch Fahrzeuge aus anderen Kantonen auch solche Aufkleber haben oder wie wird das gehandhabt?
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