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Nicolas Walder bringt sich als Co-Präsident der Grünen ins Spiel

Nach Glättli-Rücktritt: Nicolas Walder bringt sich als Co-Präsident der Grünen ins Spiel

14.11.2023, 22:47
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Der Genfer Grünen-Nationalrat Nicolas Walder hat angekündigt, seiner Partei nach dem angekündigten Rücktritt des Parteipräsidenten Balthasar Glättli, als Co-Präsident zur Verfügung zu stehen. Er könnte sich vorstellen, den Parteivorsitz mit seiner Parteikollegin aus Basel, Sibel Arslan zu übernehmen.

Nicolas Walder, conseiller national les Verts GE, s'exprime sur l'initiative Europe devant les delegues, lors de l'assemblee des delegues des Verts suisses, ce samedi 28 janvier 2023 a  ...
Nicolas Walder bei einer Rede. Bild: keystone

Er werde zur Verfügung stehen, wenn seine Kandidatur auch der Strategie der Partei entspreche, schrieb Walder am Dienstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA und bestätigte eine Meldung der «Tagesschau» des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF). Die Strategie, wie die Partei nach Glättlis Rücktritt präsidiert werden soll, müsse noch besprochen werden.

Der amtierende Grünen-Präsident Glättli kündigte am Dienstag seinen Rücktritt an. Als Grund nannte er die Wahlschlappe seiner Partei an den nationalen Wahlen diesen Herbst. Die Grünen verloren dabei 3.4 Prozentpunkte an Wähleranteil.

Co-Präsidium denkbar

Für Glättlis Nachfolge gäbe es noch weitere «potentiell interessierte Personen», schrieb Walder. Da die Kandidaturen jedoch noch nicht offen sind, habe noch niemand sein Interesse bestätigt. Glättli sagte am Dienstag, dass er sich ein Führungsduo gut vorstellen könne. Die Parteispitze solle jünger und weiblicher werden.

Walder könnte sich vorstellen, ein allfälliger Co-Präsidium mit Sibel Arslan zu übernehmen. Die beiden arbeiten bereits in der Kommission für Rechtsfragen und der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrates zusammen. «Sibel Arslan ist eine sehr angenehme und vor allem sehr kompetente Person», so Walder. Den Entscheid über die neue Parteileitung fällen die Delegierten der Grünen an ihrer Versammlung vom 6. April 2024. (sda)

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