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FDP-Regierungsrätin Büchi-Kaiser in Obwalden abgewählt

FDP-Regierungsrätin Büchi-Kaiser in Obwalden abgewählt

Bei den Obwaldner Gesamterneuerungswahlen geht die bürgerliche Mitte als Gewinnerin hervor.
13.03.2022, 14:5313.03.2022, 16:23
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Die Obwaldner Finanz- und Gesundheitsdirektorin Maya Büchi-Kaiser (FDP) ist abgewählt. Die 59-Jährige verlor am Sonntag als einzige der fünf bisherigen Regierungsräte ihren Sitz an die Herausforderin der CVP-Mitte, Cornelia Kaufmann-Hurschler.

Die Obwaldner Regierungsraetin Maya Buechi-Kaiser anlaesslich einer Medienkonferenz der Zentralschweizer Finanzdirektorenkonferenz vom Freitag, 12. Maerz 2021 im Luzerner Kantonsrratssaal. (KEYSTONE/U ...
Maya Büchi-Kaiser.Bild: keystone

Büchi-Kaiser verpasste mit 4818 Stimmen das absolute Mehr von 5845 Stimmen deutlich. Neu ist die CVP wieder mit zwei Mitgliedern in der Obwaldner Regierung vertreten, neben der Neuen Cornelia Kaufmann-Hurschler, die mit 7762 Stimmen gar das viertbeste Resultat erzielte und noch vor SVP-Regierungsrat Daniel Wyler (6285 Stimmen) lag, schaffte Christoph Amstad (CVP) die Wiederwahl mit 8982 Stimmen.

Das beste Resultat gelang wie schon vor vier Jahren dem parteilosen Baudirektor Josef Hess mit 9220 Stimmen. Die Wiederwahl schaffte auch CSP-Regierungsrat Christian Schäli mit 8561 Stimmen problemlos.

Bei den Kantonsratswahlen zeichnet sich eine Schwächung der SVP ab. Die Partei muss in vier Gemeinden bisherige Kantonsräte ersetzen, in Kerns, Giswil und Sachseln ist sie damit gescheitert. Auch in Engelberg, wo die Partei zwei Sitze hatte, ist eine amtierende SVP-Parlamentarierin nicht mehr angetreten.

Die abgewaehlte Regierungsraetin Maya Buechi-Kaiser, links, gratuliert der neuen Regierungsraetin Cornelia Kaufmann-Hurschler, rechts, zur Wahl beim ersten Wahlgang der Gesamterneuerungswahl des Regie ...
Die abgewählte Regierungsrätin Maya Büchi-Kaiser (links) gratuliert der neuen Regierungsrätin Cornelia Kaufmann-Hurschler (rechts) zur Wahl beim ersten Wahlgang.Bild: keystone

In Giswil und Sachseln profitierte die FDP, in Kerns holte die CVP den Sitz der SVP. Die CVP dürfte damit ihre Vormachtstellung im Kantonsrat verteidigen, die seit 2006 immer schwächer geworden war. Zuletzt lag sie mit 16 Sitzen nur noch einen Sitz vor der SVP.

In der Gemeinde Lungern gewann die SVP einen Sitz auf Kosten der CSP. Die in Obwalden erstmals angetretene GLP konnte bislang noch keinen Sitz gewinnen. Ausstehend sind die Resultate aus Sarnen, Alpnach und Engelberg – wo die GLP Kandidierende stellt. (sda)

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