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Mitarbeitende klagen gegen Assistenz-Firma am Flughafen Zürich

Mitarbeitende klagen gegen Assistenz-Firma am Flughafen Zürich

13.04.2026, 15:4813.04.2026, 15:48

Ex-Mitarbeitende haben gegen die bis 2024 am Flughafen Zürich tätige Assistenz-Firma Goldair AAS Klage eingereicht. Die Gewerkschaft VPOD rechnet mit Forderungen in Millionenhöhe. Die Firma bot Dienstleistungen für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität an.

Mehrere Klagen seien bereits beim Bezirksgericht Bülach eingegangen, sagte Stefan Brülisauer, Regionalsekretär beim VPOD Luftverkehr, gegenüber Keystone-SDA. Er rechnet damit, dass sich über 100 ehemalige Angestellte gerichtlich wehren werden.

Laut Mitteilung soll die Firma ihren Angestellten die Ferienentschädigung während des Urlaubs nicht gezahlt haben sowie die vertraglich zugesicherte bezahlte Pause von 30 Minuten nicht als Arbeitszeit abgerechnet haben. Laut VPOD geht es um Forderungen von rund 2 Millionen Franken. Bei den bisher eingereichten Klagen betrügen diese bei einzelnen Personen rund 40'000 Franken, sagte Brülisauer.

Flughafen übernahm

Die Betreuung von Passagierinnen und Passagieren mit eingeschränkter Mobilität übernahm der Flughafen 2025 selber. Die 120 ehemaligen Angestellten von AAS Goldair wurden zu Mitarbeitenden des Flughafens.

Bei AAS Goldair handelte es sich um ein Joint Venture zweier Firmen. Mit der AAS trugen Angestellte und der VPOD im vergangenen Sommer in einem anderen Fall einen Konflikt aus. Die AAS betreute als Bodenabfertiger unter anderem die Fluggesellschaften Chair, Air Serbia, Eurowings, Pegasus, Lot und GP Aviation und kündigte das Ende der Station Zürich an. Nach einem Warnstreik gestand die Firma den Angestellten einen Sozialplan zu. An der Schliessung hielt der Bodendienstleister fest. (sda)

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