Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV --- ZUM SDA-ARTIKEL ZUM ENDE DER BADESAISON STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Leute erfrischen sich in der Badeanstalt in Mendrisio, am Dienstag, 14. Juli 2015. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Der Schweizer Bademeister-Präsident macht sich Sorgen, weil Eltern zu viel Zeit am Smartphone oder am Tablet verbringen in der Badi. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Zu viel am Handy: Oberster Schweizer Bademeister rüffelt Eltern

Wegen Smartphones und Tablets werde die Aufsichtspflicht stark vernachlässigt – dabei können nur 20 Sekunden Unachtsamkeit bereits tödlich sein für Kleinkinder, sagt der Schweizer Bademeister-Präsident.

Sacha Ercolani / Schweiz am Wochenende



Kaum ist die Badi-Saison 2017 lanciert, muss der oberste Schweizer Bademeister schon massenhaft Verwarnungen aussprechen: Es werde immer schlimmer und er mache sich grosse Sorgen, klagt Michel Kunz, Präsident des Schweizerischen Bademeister-Verbandes. «Viele Mütter oder Väter sind in der Badi derart in ihr Handy vertieft, dass sie ihre Aufsichtspflicht nicht mehr wahrnehmen können. Sie sitzen zwar in der Nähe ihrer badenden Kleinkinder, bekommen aber kaum etwas mit», ärgert sich Kunz. Das sei extrem gefährlich:

«Beinahe täglich muss ich Mütter oder auch Väter darauf aufmerksam machen und ab und zu Kinder aus dem Wasser ziehen.»

Erst kürzlich rettete Kunz ein kleines Mädchen aus dem Kinderbecken – die Mutter war währenddessen mit dem Handy beschäftigt. Das sei in vielen anderen Badis nicht anders. «Eigentlich müsste man ein Handyverbot zumindest prüfen, denn es geht um Kinderleben.» Schwimmbecken können für Kinder schnell zur Todesfalle werden, so der Bademeister von Bolligen BE.

Philipp Binaghi von der SLRG, der grössten Organisation für Wassersicherheit der Schweiz, kennt das Problem und warnt: «Kinder dürfen nur begleitet ans Wasser, und kleine Kinder müssen sogar stets in Griffnähe beaufsichtigt werden. Die Bademeister, selbst wenn es mehrere pro Badi hat, können unmöglich Kindergärtner sein.» Hier seien die Eltern gefordert, denn die Kinder könnten sich unmöglich selber schützen.

Innert 20 Sekunden ertrinken

«In der Badi zu sein, hat nichts mit Erholen oder so zu tun, das ist harte Knochenarbeit, denn Ertrinken ist bei Kindern die zweithäufigste Todesunfallursache nach Verkehrsunfällen», sagt Philipp Binaghi.

Für Eltern, die ihre Kleinkinder baden lassen und dabei am Handy oder Tablet sind, hat der Experte absolut kein Verständnis: «Kinder fallen meistens auf den Vorderkopf und können innerhalb von 20 Sekunden ertrinken. Da verstehe ich, dass Bademeister ungehalten sind und am liebsten ein Handyverbot in der Badi hätten.»

So berichtet Tele Züri

Video: kaltura.com

BFU bestätigt Problematik

Die stark zunehmende Problematik, dass Aufsichtspersonen von Kindern am Wasser mit dem Handy abgelenkt sind, ist auch bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) ein Thema. «Dazu gibt es von uns Aktionen, bei denen wir die Leute in den Badis darauf sensibilisieren», sagt Sprecher Marc Bächler. «Dies passiert unter anderem mit Plakaten aber auch T-Shirts, welche die Bademeister tragen können und damit die Besucher in der Badi auf die Problematik aufmerksam machen.» Auch wenn einige Eltern wegen ihrem Handy nicht hundertprozentig auf ihren Nachwuchs aufpassen, ein Handyverbot in Badis fordert die BFU trotzdem nicht.

(aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

31
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ThePower 05.06.2017 14:39
    Highlight Highlight Eine handyfreie Zone wäre geradezu ein Segen, nicht nur die Bademeister, auch für die Gäste. Endlich etwas Offline-Zeit für alle, die Ausrede "Sorry Chef, war die letzten Stunden im Freibad" wäre perfekt und es gäbe keine Leute mehr, die ihr Badi-Essen fotografieren😎Also, ich wäre dafür
  • dmark 04.06.2017 14:22
    Highlight Highlight Lösung: Kind mit GPS-Tracker und Sensorik versehen und mittels App überwachen, welche sich sofort alarmierend in den Vordergrund bringt, wenn sich Körperfunktionen des Kindes drastisch verändern...
    Die Rechte der Idee bleiben bei mir - Lizenzen gerne ;)
    • El_Sam 04.06.2017 19:46
      Highlight Highlight http://feuerwehr-schwarzenbach.de/images/Technik/Atemschutz/Firefly.jpg

      Das ding würds auch tun
  • Quecksalber 04.06.2017 10:26
    Highlight Highlight Genug föttelen damit man später traurig die Bilder anschauen kann.
  • Luzi Fair 04.06.2017 10:16
    Highlight Highlight Und ein Bücherverbot. Und ein Zeitungsverbot. Und ein Zeitschriftenverbot. Und ein Gesprächsverbot.

    Aber Hey, da die Mütter doch auch durch den sexy Bademeister abgelenkt werden könnten, müsste man diesen doch auch verbieten.
    • Toerpe Zwerg 04.06.2017 21:32
      Highlight Highlight Oh. Stimmt. Völlig sinnlose Geräte.
  • Idemfall 04.06.2017 10:02
    Highlight Highlight Wieso das Handy überhaupt mit muss in die Badi verstehe ich nur in ein paar Ausnahmefällen.
  • Toerpe Zwerg 04.06.2017 07:23
    Highlight Highlight Insgesamt ertrinken in der Schweiz pro Jahr ca 12 Kinder. Ca.9 davon sind <12j. Die Mehrheit ertrinkt in privaten Bädern und nicht in der Badi. Bleiben über den Daumen 3-4 pro Jahr.

    Wahnsinnig dramatisch.
    • Fly Baby 04.06.2017 12:13
      Highlight Highlight Sind ja nicht deine Kinder, oder?
    • Toerpe Zwerg 04.06.2017 13:27
      Highlight Highlight Falsche Frage. Diese ewige Panikmache und Überdramatisierung nerven mich. Es klingt, als würden reihenweise Kleinkinder ersaufen, weil die Eltern auf das Display schauen würden. Das ist einfach Quatsch. Handyverbot? Vermutlich werden mehr Kinder gerettet, weil alle jederzeit einen Notruf absetzen können.
    • Farabutto 04.06.2017 15:07
      Highlight Highlight Herzloser zwerg! Was überdramatisieten??? Ein totes kind ist schon eines zu viel!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolf2000 04.06.2017 06:29
    Highlight Highlight Danke an all die "Socjal Media" Schei. Die Menschen sind so süchtig nach diesen Fremdgeh. und Flirt Scheiss. Kein Wunder.
    • Fabio74 04.06.2017 22:58
      Highlight Highlight Fremdgehen ging auch früher ohne Handy nehm ich an, sonst hätte es dies früher nicht gegeben.
      Auch wenn du hier am Thema vorbei schreibst.
      Ausser die Mütter gingen in der Badi fremd...
  • humpfli 04.06.2017 00:35
    Highlight Highlight Bestätigt meine Ansicht immer mehr. Kinder sind nur mehr Accessoires und keine Menschen mehr aus der Sicht vieler Eltern. Ich habe bspw. auch mal eine Mutter gesehen, die die ganze Zugfahrt an ihrem Handy rumdrückte, während ihr Sohn mit ihr sprechen wollte. Ich sehe Eltern, denen es peinlich ist, mit ihren Kindern zu reden, die sie ignorieren. Das hier ist noch die Krönung.
    • Toerpe Zwerg 04.06.2017 13:30
      Highlight Highlight Ich habe mal ein Kind gesehen, das in den Ferien gerne jeden Tag Sandburgen mit der Mutter gebaut hätte. Diese wollte aber lieber auf dem Liegestuhl liegen und Romane lesen.

      Das war 1979. Das Kind war ich.
    • humpfli 05.06.2017 01:03
      Highlight Highlight Mag sein, dass es früher auch ähnlich war, aber ich denke es hat sich wohl auch verschlimmert. So haben Eltern es mit dem Smartphone viel einfacher, ihr Kind zu ignorieren. Zudem ist heute auch der Druck auf das Kinderhaben kleiner geworden, somit kann niemand von sich behaupten, er hätte sich dazu gezwungen gefühlt.
    • Toerpe Zwerg 05.06.2017 16:22
      Highlight Highlight Merci @ Rendel ... meine Rede.
  • andrew1 03.06.2017 22:50
    Highlight Highlight Das problem gibts schon lange. Wenn die mütter und väter in gespräche vertieft sind leidet unter Umständen die Aufmerksamkeit auch massiv. Aber ein handyverbot geht wirklich zu weit. Bevormundung extrem.
    • Fabio74 04.06.2017 08:55
      Highlight Highlight Leider ist mit Vernunft und Appellen nichts zu machen, sei so ignoranten Menschen. Es geht nicht an, dass Bademeister auch Kinder hüten müssen
    • JacquelineM 04.06.2017 09:53
      Highlight Highlight Leider ist das in der heutigen Gesellschaft so. In gewissen Kantonen wird vorgeschrieben dass Kinder nur bis soundsolang ohne Erwachsene draussen sein dürfen. Die Eltern kümmern sich mehr und mehr zu wenig um die Erziehung ihrer Kinder da beide arbeiten gehen
    • Bärbel 04.06.2017 10:55
      Highlight Highlight Nein, Gespräche sind nie so intensiv - ich war mit meinen Jungs und anderen Müttern oft in der Badi und wir sind immer am Kleinkinderbeckenrand gesessen und haben getratscht, aber ich haber immer gesehen, wo meine Kinder sind und was sie tun! Und mit 4 + 5 Jahren war Schwimmkurs Pflicht !
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dreitannen1934 03.06.2017 22:50
    Highlight Highlight Wie rabenhaft müssen Eltern eigentlich sein, die sich lieber dem Smartphone als der Sicherheit des eigenen Kindes widmen?
    Handyverbot wäre zwar am nützlichsten, aber kaum durchsetzbar. Deshalb lieber an die Vernunft appelieren, jeder Mensch, der halbwegs klar im Kopf ist, muss sich bewusst sein, wie wichtig Aufmerksamkeit in der Badi, besonders mit Kleinkindern ist.
    • Vitudurum 04.06.2017 10:16
      Highlight Highlight Wieso kaum durchsetzbar? In Deutschland werden seit dieser Saison vielerorts die Linsen der Handys angeklebt. Wer die Kleber wieder entfernt, wird vom Aufsichtspersonal angesprochen. Wird 1 oder 2 Saisons lang aufwändig, danach sollte es aber allen klar sein. Konsequent ankündigen am Eingang samt Flyer: Eltern mit Kind haben die Aufsichtspflicht, wer am Handy statt am Kleinkind ist kann a) dieses bis Ende Badibesuch abgeben oder b) samt Kind die Badi verlassen. Nachdem die ersten erwischt wurden und erbost die Badi verlassen haben... Lieber 20 Kunden weniger, als die "Publicity" Badeunfall
    • Tanzleila 04.06.2017 11:51
      Highlight Highlight arbeite selber in einem Schwimmbad, wo wir ein Handy-, insb. Fotofrafierverbot haben. Wenn wir Leute mit dem Handy sehen, sprechen wir sie an und erklären die Situation. Meistens wird dies mit sehr viel Verständnis aufgenommen. Nur die Touristen sind meist enttäuscht, dass sie keine Ferienfotos machen dürfen.
    • Toerpe Zwerg 04.06.2017 13:33
      Highlight Highlight Verbieten, bevormunden, überwachen. Fotoverbot in der Badi? Dann darf ich meine Kinder nicht mehr fotografieren, weil ich ein Pädo sein könnte? Mann mann.
    Weitere Antworten anzeigen

Migros warnt vor Peperoncino-Öl – wegen Glasteilen im Glas

Für das aus Italien stammende Produkt wurde eine Rückrufaktion lanciert.

Die Migros und Haecky Import AG rufen Eccellenze d'Italia «Aglio, olio e peperoncino» von Gruppo Fini zurück. In dem Produkt können möglicherweise Glasteile enthalten sein, wie es in einer Mitteilung heisst.

Kundinnen und Kunden werden gebeten, dieses Produkt nicht zu konsumieren. Kunden, die das betroffene Produkt zu Hause haben, können dieses in ihre Migros-Filiale zurückbringen und erhalten den Verkaufspreis zurückerstattet

Vom Rückruf betroffen ist folgender Artikel:

Auf der Migros-Website …

Artikel lesen
Link zum Artikel