Schweiz
Gesundheit

Krankenkassen-Werbeverbot ist im Parlament abgelehnt worden

Teaserbild Krankenkasse
Die steigenden Gesundheitskosten bereiten vielen Menschen Kopfschmerzen. bild: shutterstock/keystone/watson

Vorstoss für Krankenkassen-Werbeverbot ist vom Tisch – Bürgerliche sind dagegen

17.12.2024, 13:3117.12.2024, 14:24

Schweizer Krankenkassen werden auch künftig Prämiengelder für Werbung einsetzen können. Ein Parlamentsvorstoss für ein solches Verbot ist am Dienstag vom Nationalrat abgelehnt worden und damit vom Tisch.

Mit 122 zu 71 Stimmen gab die grosse Kammer der Parlamentarischen Initiative von Baptiste Hurni (SP/NE) keine Folge. Hurni reichte die Initiative noch als Nationalrat ein. Heute ist er Ständerat. Er argumentierte, die Krankenkassenprämien stiegen und stiegen, doch die Krankenkassen machten Werbung im grossen Stil. Diese «unnötigen Ausgaben» seien zu stoppen.

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) gab der Initiative Anfang dieses Jahres noch Folge. Doch stimmte die ständerätliche Schwesterkommission diesem Entscheid nicht zu, so dass die Initiative zurück in die SGK-N kam.

Diese beantragte nun, dem Vorstoss keine Folge zu geben. Kommissionssprecherin Kris Vietze (TG/FDP) sagte im Rat, bei einem Werbeverbot könnten aus Sicht der Kommissionsmehrheit Krankenkassen neue Angebote nicht mehr bekanntmachen. Das würde zwangsläufig Innovation, Angebotsvielfalt und Wettbewerb behindern.

Auch seien Umsetzungsprobleme zu befürchten, da viele Krankenkassen sowohl im Grund- wie im Zusatzversicherungsbereich tätig seien. Zudem machten die Werbeausgaben der Kassen rund 0,4 Prozent des Prämienvolumens aus. Es ginge also nicht um nennenswerte Einsparungen. (sda)

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40 Kommentare
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El_Chorche
17.12.2024 13:38registriert März 2021
"Das würde zwangsläufig Innovation, Angebotsvielfalt und Wettbewerb behindern."

Der Typ hat echt Humor.
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Plusplus
17.12.2024 13:56registriert Dezember 2021
Ein guter Vorschlag, ein Schritt in die richtige Richtung. Aber nein, es wäre ja zum Wohle der Versicherten, darum ablehnen.
Danke nach Bern
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Fairness
17.12.2024 14:10registriert Dezember 2018
Die Bürgerlichen tun einfach alles dafür, dass die Krankenkassenprämien nicht sinken. Was hat das eigentlich mit der geschworenen Vertretung der Bürger noch zu tun?
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