Schweiz
Gesundheit

Stadt Zürich warnt vor Affenpocken und fordert Bund zum Handeln auf

Stadt Zürich warnt vor Affenpocken und fordert Bund zum Handeln auf

12.08.2022, 10:3112.08.2022, 16:11
FILE - This 2003 electron microscope image made available by the Centers for Disease Control and Prevention shows mature, oval-shaped monkeypox virions, left, and spherical immature virions, right, ob ...
Affenpocken sind auch in der Schweiz auf dem Vormarsch.Bild: keystone

Die Stadt Zürich warnt die Besucherinnen und Besucher der Street Parade vor einer Ansteckung mit Affenpocken. Sie sollen sich selber schützen. Die Stadt fordert den Bund zudem auf, dringend Impfstoff zu besorgen.

In einer Mitteilung vom Freitag hat Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri (GLP) den Bund aufgefordert, rasch den Impfstoff zu beschaffen. Dieser ist in der Schweiz bis heute nicht erhältlich.

«Angesichts weiter steigender Ansteckungszahlen und nachdem die WHO die Verbreitung des Affenpocken-Virus als internationalen Gesundheitsnotstand eingestuft hat, ist dies unverständlich», wird Andreas Hauri (GLP), Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements, in der Mitteilung zitiert.

Hände waschen, Kondom benutzen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sprach sich bereits für eine zentrale Beschaffung der Impfung aus. Allerdings hat der Bundesrat das letzte Wort, entschieden wurde noch nichts.

Ein Aufruf erging mit der Mitteilung vom Freitag an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Street Parade, die am Samstag stattfindet. Erwartet werden Hunderttausende Menschen. Es liege an den Teilnehmenden, sich bestmöglich selber zu schützen. Die Stadt verwies dabei auf die Empfehlungen der WHO.

Demnach gelte es, den Kontakt mit Infizierten zu vermeiden, die Hände gründlich mit Seife zu waschen, beim Sex ein Kondom zu verwenden und in die Armbeuge zu husten.

Zürich am stärksten betroffen

Der Kanton Zürich ist vom Affenpockenvirus bisher am stärksten betroffen in der Schweiz. Bis Donnerstag wurden hier 168 Fälle vermeldet. Schweizweit waren es 368.

Spanien meldete bisher zwei Tote aufgrund der Affenpocken. Das sind die ersten Todesfälle in Europa. Weltweit wurden seit Mai acht Tote registriert. Die weltweite Verbreitung der Affenpocken ist ungewöhnlich, bisher war sie im Wesentlichen auf sechs afrikanische Länder beschränkt. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Street Parade vor 30 Jahren
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Lucas Uldry ist erster autistischer Fussball-Schiri der Romandie
Der Waadtländer Lucas Uldry (18) lebt mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und hat diesen Monat erstmals ein offizielles Fussballspiel geleitet. Eine besondere Geschichte über Mut, Leidenschaft und den eigenen Weg.
C-Junioren-Spiele wie jenes zwischen Pully und Echandens vom Samstag, 12. September 2026, gibt es jedes Wochenende zu Hunderten in der Romandie. Und trotzdem wird diese Partie in der Geschichte des Westschweizer Fussballs einen besonderen Platz einnehmen. Der Grund: Zum ersten Mal wurde ein solches Spiel von einem Schiedsrichter mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) geleitet. «Ich kenne kein anderes Beispiel aus der Romandie», sagt Jean-Marie Perret. Der Sonderpädagoge und Vorreiter des inklusiven Fussballs bezeichnete die Premiere in einem LinkedIn-Post als «magischen Moment».
Zur Story