Schweiz
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Die Impfgegner sind nicht das Problem – wer ist denn nun der Sündenbock?

An den meisten Ansteckungen sind gar nicht die Impfgegner schuld, sondern Menschen, welchen nicht bewusst ist, dass sie ungenügend geimpft sind. Dabei gäbe es einen Erinnerungsservice.

Daniel Fuchs / ch media



Schuld an den aktuell steigenden Masern-Ausbrüchen sei die grassierende Impfskepsis. Sie führe dazu, dass immer mehr nicht geimpfte Menschen zum Risiko für die Gesellschaft würden. Das sagt die Weltgesundheitsorganisation WHO. In der Schweiz sieht das die oberste Gesundheitsbehörde, das Bundesamt für Gesundheit BAG, anders.

This undated image made available by the Centers for Disease Control and Prevention on Feb. 4, 2015 shows an electron microscope image of a measles virus particle, center. Measles is considered one of the most infectious diseases known. The virus is spread through the air when someone infected coughs or sneezes. (AP Photo/Centers for Disease Control and Prevention, Cynthia Goldsmith)

Fast ein bisschen wie Kunst: So sieht das Masern-Virus unter dem Mikroskop aus. Bild: AP/Centers for Disease Control and Prevention

Hierzulande gingen zwei Drittel der Masern-Ansteckungen auf das Konto von Leuten im Erwachsenenalter. Sie hätten vergessen, dass sie sich impfen lassen sollten, und gingen ohne genügenden Impfschutz zum Beispiel auf Reisen. Das sagte Daniel Koch, Chefbeamter bei der Gesundheitsbehörde, vor kurzem in der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens.

Vor den Aussagen des Chefbeamten Koch strahlte die «Rundschau» einen kritischen Bericht über Impfskeptiker in der Schweiz aus, die ihre Kinder nicht gegen die um sich greifenden Masern impfen. Der Beitrag ist sinnbildlich für die Masern- und Impfdebatte, wie sie zurzeit geführt wird. Dass Masern gefährlich sind, zeigen zwei Todesfälle eindrücklich, die diese Woche bekannt geworden sind. Sie nähren den Streit zwischen Impfgegnern und Impfbefürwortern, der heftig ausgetragen wird.

Nun aber sagt die Gesundheitsbehörde des Bundes, Impfskepsis sei gar nicht das grösste Problem, sondern die Unwissenheit und die Nachlässigkeit. Sind die Impfskeptiker etwa die falschen Sündenböcke?

Nachfrage beim Bundesamt für Gesundheit: Wie kommt es zu seiner Einschätzung? Mark Witschi, Chef der Sektion Impfempfehlungen und Bekämpfungsmassnahmen, ruft zurück. Er bestätigt die Aussage seines Chefs. Sie beruhe auf einer Schätzung und zwei Statistiken: den aktuellen Ansteckungsfällen nach Altersgruppen und den Durchimpfungsraten bei Kindern vor einigen Jahren. «Bei den heute 20- bis 40-Jährigen vermuten wir zum Beispiel heute noch Impflücken, die in der Vergangenheit entstanden sind. Sie wurden als Kinder zum Teil gar nicht oder mit einer einzigen Impfdosis nur ungenügend geimpft. Viele von ihnen haben das im Erwachsenenalter nicht nachgeholt.»

Kein Thema beim Hausarzt

Das Problem liegt hier: Bis zum Erwachsenenalter liegt der Entscheid über eine Impfung bei den Eltern. Obwohl die Schweiz wie die meisten europäischen Länder keine Impfpflicht kennt, sind Impfungen anlässlich von Besuchen beim Kinderarzt oder Schularzt immer wieder Thema. Als junger Erwachsener dann ist Impfen nicht mehr zentral.

Witschi von der Gesundheitsbehörde war früher praktizierender Arzt und weiss: «Junge Erwachsene gehen vielleicht mal wegen einer Wunde zum Arzt. Die Wunde wird versorgt und der Arzt klärt ab, ob der Patient gegen Wund-Starrkrampf geimpft ist. Fehlt ein Impfnachweis, dann wird die Impfung nachgeholt, damit hat es sich aber meist. Für eine komplette Impfberatung fehlt in dieser Situation oft die Zeit.»

Masern

Bild: ZVG

Ein Fehler. Denn mit der systematischen Thematisierung beim Hausarzt könnten die grossen Impflücken der Vergangenheit geortet und geschlossen werden, so Witschi. Ihren ungenügenden Impfschutz bemerken Erwachsene typischerweise in Situationen wie diesen: Sie planen eine Reise in ein exotisches Land und besuchen vorher eine Impfberatung. Oder sie werden Eltern und bekommen vom Frauenarzt oder der Hebamme den Ratschlag, sich gegen Keuchhusten zu impfen, um das Neugeborene nicht einem Ansteckungsrisiko auszusetzen.

Ansonsten, so Witschi, fielen Erwachsene meist zwischen Stuhl und Bank, wenn sie in ihrer Kindheit ungenügend geimpft worden sind. «Erwachsene messen dem Thema Impfen üblicherweise schlicht keine Bedeutung zu.»

Was also liesse sich tun? Impfen unterliegt in der Schweiz dem Prinzip der Eigenverantwortung. Doch sie greift nicht. Wie der Bund sagt, setzen viele Erwachsene sich, ihre Kinder und die Schwächsten der Gesellschaft einem erhöhten Risiko aus. Neugeborene oder immungeschwächte Menschen etwa können gar nicht geimpft werden. Das Ziel der Durchimpfungsrate liegt denn auch bei 95 und nicht bei 100 Prozent.

Unbekannter E-Impfausweis

Patienten erhalten alljährlich eine Erinnerung, es sei an der Zeit für die Dentalhygiene. Kein Aufgebot gibt es dagegen vom Arzt zum Impfen. Dabei besteht bereits eine Möglichkeit. Mit dem elektronischen Impfdossier hält man bequem seinen ganz persönlichen Impf-Status unter Kontrolle. Es ist der bevorzugte Weg des Bundesamts für Gesundheit.

Seit Jahren versucht der Bund, den elektronischen Impfausweis den Menschen schmackhaft zu machen. Der Erfolg ist beschränkt. 250 000 Menschen in der Schweiz haben laut Bund ein solches E-Dossier zu Impfungen angelegt. Das entspricht gerade einmal 3 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Das Masernvirus überlebt in der Schweiz also nicht nur wegen der Impfgegner, die mit Falschaussagen operieren. Auch unsere Nachlässigkeit und Vergesslichkeit steht einer Ausrottung im Weg. Es handelt sich um kollektives Versagen: Die Menschen schenken dem Impfen keine Aufmerksamkeit.

Der Bund informiert zwar, die Oberhand in der Informationsschlacht im Internet haben aber die Impfgegner. Und auch das elektronische Impfdossier schafft es nicht ins Bewusstsein der Leute. Aufholbedarf gibt es zudem bei den Ärzten. Zu wenige Hausärzte etwa machen ihre Patienten aufs Impfen aufmerksam.

Und so liegt der bequeme Ausweg aller Beteiligten darin, mit dem Finger auf die Impfgegner zu zeigen. Der «Rundschau»-Bericht von letzter Woche steht sinnbildlich dafür: Zuerst nahmen die Fernsehreporter die Impfskeptiker ins Visier. Im Gespräch mit dem Chefbeam- ten der obersten Gesundheitsbehörde der Schweiz danach legte die Moderatorin vor sich ihre Impfausweise auf die Theke und räumte ein, selbst ungenügend geimpft zu sein. Aus Nachlässigkeit. (bzbasel.ch)

Masern-Ausbruch in Amerika

Weltweiter Anstieg der Masernfälle

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • NiGö 05.05.2019 09:16
    Highlight Highlight Meine Frauenärztin und mein Kinderarzt sind in der gleichen Praxis.
    Für mich kann ich einen E-impfausweis machen- meine Kinder haben aber den in Papierform erhalten......
    Ich vermute das liegt daran, dass ich für meinen neuen Ausweis bezahlen musste. Den meiner Kinder mussten sie gratis abgeben... ja dort wo Herr / Frau Doktor nichts verdienen kann......
  • Andy13 05.05.2019 07:01
    Highlight Highlight Das Problem beim E-Impfausweis ist/war, dass nicht alle Spitäler angeschlossen sind. Und nicht unbedeutende (z.B. Inselspital).
  • Mooncat 05.05.2019 00:21
    Highlight Highlight Zum Thema Unwissen: Gerade volljährig geworden, da werde ich von einer Maus gebissen. Rufe Arzt an, sagt, soll vorbeikommen und Impfausweis mitnehmen. Ich, ganz erstaunt: der meiner Katze?
    Dass ich einen haben könnte, war mir nie in den Sinn gekommen. Aber wofür hat man Mütter, die konnte den natürlich ruckzuck hervorholen (merci für‘s Impfen!).
    Heute habe ich MyViavac, schon seit Jahren. Sehr praktisch.
    Aber ja, wäre schon nett, wenn man solches Wissen mitbekäme. Wie oft mussten wir Zahnhygiene und Sexualkunde über uns ergehen lassen - aber kein Wort zu Impfungen?
  • Yanik Deana 04.05.2019 22:21
    Highlight Highlight Den E-Impfausweis hab ich bereits seit Jahren, sehr zu empfehlen - auch für den Hausarzt um Einiges leichter :) Genau so wie übrigens auch den online Organspendeausweis! :) Es lebe das Jahr 2019 :D
  • Peter Sager 04.05.2019 20:32
    Highlight Highlight Soweit ein fairer Bericht. Herr Koch will als Ehrenmann in die Pension gehen. Die ungeimpften Kindern sind gar kein Problem.
  • Schwaflichopf 04.05.2019 19:54
    Highlight Highlight Antwort meines Hausarztes auf meine Bitte, meinen Immunstatus abzuklären: nein also, so lange Sie keine Reisen nach Afrika und so machen und so, nein also da macht das keinen Sinn.
    Ich suche mittlerweile ziemlich dringend einen anderen Hausarzt ...
    • Schwaflichopf 04.05.2019 21:15
      Highlight Highlight @Herr Hast Einen, der auf meine Bitte, mich auf eine Krankheit hin zu untersuchen nicht sagt dass ich diese Untersuchung nicht nötig habe.
    • Yanik Deana 04.05.2019 22:13
      Highlight Highlight Impfen und Medikamentengabe ist nicht das Gleiche *facepalm*
    • loquito 05.05.2019 09:50
      Highlight Highlight Eine Abklärung welche Impfungen gemacht werden müssen kostet sehr wenig. Als ich Besuch aus dem Ausland hatte, wurde für wenig geld eine Blutprobe gemacht... Heraus kam, die Besuchr aus der 3. WELT waren besser geimpft als ich... Sie haben keinen Impfausweis, geimpft wird obligatorisch in Schulen und bei öggentlichen Gratiskampagnen...
  • Garp 04.05.2019 18:02
    Highlight Highlight Ich habe noch nie etwas von diesem elektronischen Impfausweis gehört. Nur einmal hat mich ein Arzt wegen der Tetanusimpfung gefragt, bevor ich nach Irland reiste.

    Ich bin aber ein altes Semester, wurde noch gegen Pocken geimpft und habe alle sogannten Kinderkrankheiten durchgemacht. Gegen Diphterie und Kinderlähmung liessen mich meine Eltern auch impfen, als die Vorhanden waren. Die hab ich aber schon ewig nicht erneuert, so mit Mitte 20 nochmal, die sind glaub ich aber auch noch nicht ausgerottet.

  • What’s Up, Doc? 04.05.2019 17:49
    Highlight Highlight Es ist doch so dass zwar 2/3 wegen Vergessen nicht geimpft sind, 1/3 aber weil sie die Impfung verweigern. Der grosse Unterschied ist, dass die ersten 2/3 sich, durch solche Artikel und Berichte wie der Rundschau, ihrer Versäumnisse bewusst werden und sich nach impfen. Das werden die anderen 1/3 aber ganz sicher nicht tun.
    • trio 04.05.2019 20:44
      Highlight Highlight Haha, der war gut!
  • Basti Spiesser 04.05.2019 16:53
    Highlight Highlight Ein Sündenbock zu finden hilft doch nichts.
  • Randy Orton 04.05.2019 16:48
    Highlight Highlight Die jungen Erwachsenen welche heute nicht vollständig geimpft sind gehen aber auch meistens auf Impfskepsis der Eltern zurück, die gerade die vermeintlich harmlosen Kinderkrankheiten dem Kind selektiv nicht geimpft haben.
    • AlteSchachtel 04.05.2019 17:26
      Highlight Highlight Die Impfskepsis wuchs erst mit dem Druck der Gesundheitsverantwortlichen, als nur die Kombi-Impfung Mumps-Masern-Röteln von der KK bezahlt wurde.
      In den 80/90er-Jahren gab es Eltern, die hätte ihre Jungs gerne nur gegen Mumps geimpft und die Mädchen gegen Röteln, (Mädchen erst mit 14 Jahren wie in den Vorjahren). Masern galt für Kinder damals noch nicht als gefährlich. Ich kenne auch heute Leute, die nicht gegen das Impfen sind, sich aber differenzierte Möglichkeiten wünschen, damit ihr Baby nicht, wie heute üblich, schon in den ersten 6 Monaten 9-12 Impfstoffe verarbeiten muss.
  • Biotop 04.05.2019 16:40
    Highlight Highlight Sündenbock? Absolut unsinniger Begriff in diesem Zusammenhang. Generiert aber wohl die marktwirtschaftlich medial notwendigen Clicks.
    • Basti Spiesser 04.05.2019 16:52
      Highlight Highlight Stimmt. Sehr beispielhaft, um zu eehen wie Medien funktionieren.
  • karl_e 04.05.2019 16:38
    Highlight Highlight Wenn man als Kind Masern mitgemacht hat, so ist man meines Wissens immun. Die Masern waren vor ein paar Jahrzehnten noch eine weit verbreitete Kinderkrankheit, und deshalb dürften sehr viele ü60 geschützt sein. Uebrigens steckten wir damals unseren armen Vater an, der eine überaus schwere Variante dieser "Kinderkrankheit" durchstehen musste. Also, Erwachsene ohne Immunität, impft euch! Es lohnt sich.
    Uebrigens starben die Indianer wie die Fliegen an den Masern, nachdem die von den Europäern in Amerika eingeführt worden war.
    • Schwaflichopf 04.05.2019 19:20
      Highlight Highlight Nicht zwangsläufig. Ich hatte eine Tante die die Masern mehrfach durchmachen musste und bei der auch die Impfung keinen Schutz brachte.
    • Mutzli 04.05.2019 19:36
      Highlight Highlight @karl_e

      Wenn man sie schon mal hatte, hat man in der Regel eine gewisse Immunität.
      Das stimmt.
      Doch genau wie es leider keinen absolut 100% wirksamen Impfschutz gibt (was ja eigentlich im Kern eine ungefährliche, kontrollierte Scheinerkrankung fürs Training des Immunsystems ist), schützt auch das Durchstehen der Krankheit selbst nicht unbedingt.

      Wie weit man da (noch) geschützt ist, lässt sich aber ärztlich mittels Proben prüfen und dann falls nötig mit einer Impfung auffrischen und verbessern.
  • Jungleböy 04.05.2019 16:30
    Highlight Highlight Ich sehe 3 ursachen

    1. Selbsternannte gesundheitsexperten welche durch social media grösseren einfluss erreichen

    2. Ärzte welche nicht für den patienten da sind und sie auch nicht wirklich beraten. Ich persönlich brachte lange bis ich einen guten hausarzt gefunden habe.

    3. Unaufgeklärte skeptische menschen.
    Letztendlich will jeder das beste für seine gesundheit, auch wenn die handlungen zum teil widersprüchlich sind.
  • Basti Spiesser 04.05.2019 16:21
    Highlight Highlight Waaaas? Die ganze Hetze umsonst? Es sind also nicht die verblendeten dummen, sondern die vergesslichen dummen. Ok
  • _kokolorix 04.05.2019 16:11
    Highlight Highlight Wieso wird nie darauf hingewiesen, dass der reelle Impfschutz nur bei etwa 70% liegt? Eine Ausrottung dieser Krankheiten ist auch bei Impfraten von weit über 90% nicht zu erreichen.
    • Mutzli 04.05.2019 16:30
      Highlight Highlight @Kokolorix

      Wie meinen Sie das jetzt genau? Impfschutz variiert stark je nach Erreger, Impfstoff und geimpfter Person. Verstehe da nicht ganz wie Sie da pauschal auf 70% kommen.

      Gegen Ihre Auffassung das Ausrotten von Krankheiten so nicht möglich sei, spricht die Tatsache, dass bereits mehrere Krankheiten ausgerottet wurden mittels Impfstrategie.

      So global Pocken und RInderpest und weitere mehr auf Länder/Regionen-Basis, wie etwa Polio.

      Auch die USA war ein Weilchen lang de facto Masernfrei, bis leider die Durchimpfungsrate sank.
    • Sophia 04.05.2019 17:27
      Highlight Highlight So ist das halt, da reden Leute über medizinische Fragen, und haben in Wirklichkeit nicht die geringste Ahnung. Aerzte müssen viele Jahre studieren und dann noch jahrelang praktisch arbeiten und Erfahrungen sammeln, und dann kommt da so ein selbsternannter "Fachmann" und weiss ganz genau, wie die Aerzte den Menschen "schaden". So etwas ist ganz einfach nur blöde! Ich bin ja überhaupt nicht für Zwang und unnötige Gesetze, aber Impfen müsste unbedingt Gesetz werden, denn davon ist die Gesellschaft, vor allem aber unschuldige Kinder, betroffen und darüber dürfen Einzelpersonen nicht entscheiden.
    • AlteSchachtel 04.05.2019 17:35
      Highlight Highlight @mutzli

      "Gegen Ihre Auffassung das Ausrotten von Krankheiten so nicht möglich sei, spricht die Tatsache, dass bereits mehrere Krankheiten ausgerottet wurden mittels Impfstrategie"

      Das stimmt bedingt. Nur kommen dann, statt der geimpften Kinderkrankheiten, wieder andere auf wie z.B. Ringelröteln, Hand-Fuss-Mund-Krankheit, Scharlach etc. auf. Die Pocken sind zwar in Europa weg, dafür kam der HIV-Virus.
      In der USA scheint gerade eine neue mysteriöse Kinderkrankheit entdeckt zu werden.
      https://www.bluewin.ch/de/leben/fit-gesund/mysterioese-laehmungskrankheit-alarmiert-us-behoerden-234143.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magenta 04.05.2019 16:06
    Highlight Highlight Vielleicht schaut man auch einfach mal den Tatsachen ins Auge und wird sich bewusst, dass Tausende Menschen ins Land kommen, die in ihren Herkunftsländern eine miserable Gesundheitsversorgung genossen haben. Der gegenwärtige Anstieg an Infektionen mit eigentlich fast ausgerotteten Krankheiten hat sicher auch damit zu tun.
    • Mutzli 04.05.2019 16:35
      Highlight Highlight @Magenta

      Impfen ist nicht gerade Hightech und in manchen sog. Entwicklungsländern ist je nach Krankheit die Impfrate sogar besser als in der sog. ersten Welt. Überblick der WHO hier->https://www.who.int/immunization/monitoring_surveillance/data/en/

      Dazu kommt, dass z.B. gerade Flüchtlinge sowieso medizinische Check-ups durchgehen müssen. Bsp. Basel: https://www.gesundheit.bs.ch/fachinformationen/asylbereich/empfehlungen-fuer-basisuntersuchungen.html -mit explizitem Check des Impfstatus.

      Natürlich können auch so Erreger ins Land kommen, aber verglichen mit dem Massentourismus?
    • Randy Orton 04.05.2019 16:50
      Highlight Highlight Deine rassistische Behauptung ist erstens nicht neu und zweitens hinlänglich in Studien widerlegt worden.
    • Magenta 04.05.2019 17:48
      Highlight Highlight @Randy: Bitte erklär mir, wo in meiner Aussage der Rassismus liegt. Ich beschuldige hier ja niemanden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Die andere Perspektive 04.05.2019 15:47
    Highlight Highlight Das klassische Muster: Jemand weicht von der Norm ab, also ist er „dumm“ und für alles Schädliche verantwortlich. Gerade die Impfgegner, die sich viel stärker mit der Materie befassen als wir Normalos, dürften nicht das Problem sein.
    • Sophia 04.05.2019 17:33
      Highlight Highlight Das ist nun wieder so ein ganz oberfauler Fake! Wie bitte sollte sich ein medizinischer Laie Gedanken über etwas machen können, was er gar nicht verstehen kann, weil ihm ganz einfach die Kenntnisse fehlen. Auf dem Gebiet der Mathematik würde sich niemals einer anmassen, den Fachmann zu korrigieren, der könnte sich nur lächerlich machen, in der Medizin solllte das nun plötzlich der Laie besser als der Fachmann wissen? Das ist keine Normabweichung, sondern Anmassung und Grössenwahn und vor allem verantwortungslos den anderen gegenüber!
    • _kokolorix 04.05.2019 19:53
      Highlight Highlight @Sophia
      Als ob sich nur Ärzte eine Meinung dazu bilden könnten! Übrigens beinhaltet das Medizinstudium gerade mal eine Vorlesung zum Thema Impfen.
      Und verstehen tut man dazu ganz allgemein nicht so viel, es basiert alles auf Versuch und Irrtum.
    • achsoooooo 04.05.2019 21:38
      Highlight Highlight @kokolorix Wie kommst du auf die Aussage bzgl. einer einzigen Vorlesung?

      Ich studiere in Bern im 3. Jahr (vom 6) und hatte bereits mehrere zu diesem Thema...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flo1914 04.05.2019 15:46
    Highlight Highlight Wir wurden als Kinder im Auftrag der Schule gegen Kinderlähmung, Diphterie und Keuchhusten geimpft.
    Wenn Masern, Röteln oder Mumps in der Nachbarschaft auftraten, wurden die Kinder zusammengebracht, dass sie sich möglichst ansteckten und so nach der Krankheit immun wurden.
    Zürich, 1960er Jahre.
    • Stichelei 04.05.2019 17:32
      Highlight Highlight In den 60ern war das eine Strategie, die vielleicht noch Sinn machte. Mit der Einführung eines wirksamen Impfstoffes im Jahr 1970 wurden diese Masernparties aber zu einem unnötig mit Risiken behafteten Vorgehen.
    • Sophia 04.05.2019 17:38
      Highlight Highlight Ja, das war mal so, aber wieviele sind dabei gestorben? Impfen ist dagegen weitaus ungefährlicher! Wusstest du eigentlich, dass, bevor es Impfstoff gegen die Pocken gab, alleine in Deutschland pro Jahr 300 000 Menschen an dieser Krankheit starben? Pocken werden durch Viren verursacht, dagegen, wie auch gegen die Polio, hilft Hygiene fast gar nichts, wird aber trotz bessen Wissens immer wieder behauptet.
  • Don Carlos 04.05.2019 15:40
    Highlight Highlight wirklich wahr?

    Seit Jahren versucht der Bund, den elektronischen Impfausweis den Menschen schmackhaft zu machen.

    Da wird aber nicht groß darüber informiert!

    Bin zwar ü60 und geimpft aber vom E Impfausweis habe ich noch nie etwas gehört!
    • Mutzli 04.05.2019 16:25
      Highlight Highlight @Don Carlos

      Na ja, denke da ist was gewünscht und geplant vs. was umgesetzt wird zwei sehr verschiedene paar Schuhe.
      Habe mich z.B. schon zwei mal versucht zu registrieren für einen E-Impfausweis (mal über Hausarzt, mal selber) und hat beide mal auf Anhieb nicht geklappt.

      Sollte auch theoretisch in einem Erbkrankheitsregister drin sein (nichts dramatisches) aber das wurde auch ca. 3 mal von der Insel vergurkt.
      Sind halt auch alles nur Menschen am anderen Ende die so was aufbauen und verwalten müssen.

      Sollts wohl mal wieder probieren...
    • Nik G. 04.05.2019 19:24
      Highlight Highlight Ja auch weil sich viele im Gesundheitswesen gegen die elektronische Dokumentation wehren. Siehe das ganze EPD. Die Hausärzte müssen ja kein elektronisches Dossier führen und die Spitäler wehren sich auch mit Händen und Füssen dagegen.
  • Mantrax 04.05.2019 15:10
    Highlight Highlight Die Nachlässigkeit ist das eine. Die Impfgegner - die momentan wohl gefährlichste Form der Verschwörtungstheoretiker - sind allerdings doch deutlich schlimmer. Nachlässigkeit ist mit Erinnerungen/Massnahmen beizukommen. Den Lügen der Impfgegner in den geschlossenen Scheinwelten der Facebook Gruppen und Esoterik-Foren ist hingegen selbst mit den besten Argumenten schwer beizukommen. Die WHO hat das Wohlstandsproblem „Impfgegner“ nicht umsonst zu einer der grössten Bedrohungen erklärt. Wenn man sieht, dass vermeidbare Krankheiten aus purer Ignoranz wiederkehren, stimmt mich das traurig.
    • Froggr 04.05.2019 16:10
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen? Der Titel hätte gereicht.
    • Mutzli 04.05.2019 16:40
      Highlight Highlight @Mantrax

      Weiss nicht, wie sinnvoll das es ist, die Impfgegner als die allergefährlichsten VT-ler herauszuheben.

      Kommt einerseits immer auf den Kontext darauf an und andererseits gehen in meiner Erfahrung Verschwörungstheorien meist Hand in Hand.

      D.h. Q-Anhänger in den USA sehen nicht nur in allem False-Flag Aktionen, sondern sind gern auch Impfgegner und was die Klimaerwärmung angeht...Wissenschaft und Expertenwissen trauen sie sowieso nicht.

      Sehe das eher also als ein holistisches Problem, bei dem manche sich in eine generelle "Wir gegen den Rest" Mentalität flüchten.
    • Sophia 04.05.2019 17:46
      Highlight Highlight Mantrax, da bin ich voll ganz bei dir. Diese verSchwörungstheoretiker massen sich an, sie wüssten es besser als die Mediziner und Apotheker, die jahrelang studieren mussten, um sich das nötige Wissen anzueignen und die Fakten doch viel besser kennen. Manschmal muss man die Menschen ganz einfach mit Gesetzen zwingen, sich gegen die Gesellschaft solidarisch zu verhalten. Es wurden schliesslich auch Kopfhelme und Gurten Pflicht, weshalb nicht auch Impfen? Es geht hier nicht um diese Wirrköpfe, sondern um deren Kinder und um die Gesundheit Gesellschaft.
  • Kunibert der fiese 04.05.2019 15:09
    Highlight Highlight Nun, wieso sind denn so viele erwachsene nicht geimpft? Weil ihre eltern skeptisch gegenüber impfen waren/sind. Also ganz unschuldig sind die impfkritiker nicht.
    • decibel 04.05.2019 16:01
      Highlight Highlight Du stellst eine Frage und beantwortest sie dann selber falsch. Es kann auch andere Gründe geben, dass man nicht (aussreichend) geimpft ist, als das.
      Unschuldig sind die Impfgegner sicher nicht aber an allen Ungeimpften tragen sie trotzdem keine Schuld.
    • DanielaK 04.05.2019 17:07
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass das zwingend alles Impfkritiker waren. Mir war zum Beispiel nicht bewusst, dass man auch andere Impfungen ausser Starrkrampf als Erwachsener nachholen muss. Ich dachte eigentlich, das hätte sich mit der letzten Schulimpfung erledigt. Gut hat mein Hausarzt nicht nur meine bestellte Starrkrampfimpfung gemacht, sondern erst das Impfbüchlein durchgelesen. Jetzt bin ich schlauer. Hier wäre wohl schon etwas genauere Info hilfreich.
    • Stichelei 04.05.2019 17:38
      Highlight Highlight Ein Grund ist schlicht und einfach, dass der Impfstoff erst seit 1979 zur Verfügung stand. Personen, die davor geboren wurden, haben die Masern deshalb mit grosser Wahrscheinlichkeit durchgemacht und sind deshalb immun. Bei den anderen wurde, so vermute ich, die Impfung nicht nachgeholt, weil Masern ja allgemein als 'Kinderkrankheit' galten. Die heute ungeimpften älteren Menschen sind das wahrscheinlich nicht, weil sie zu faul zum Impfen waren, sondern weil sie nicht wussten, dass man die Impfung auch im Erwachsenenalter noch nachholen müsste.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Geissrob 04.05.2019 15:06
    Highlight Highlight Ist die message dieses Artikels nun, dass es einfach zwei Srten von Vollpfosten gibt in der Schweiz?🤣
    • Albert J. Katzenellenbogen 05.05.2019 00:25
      Highlight Highlight Schön wärs, wären es nur zwei Sorten!
  • Basswow 04.05.2019 15:03
    Highlight Highlight Plausibel. Wo gibt es dieses E-Dossier? Gibt es auch eine App?
  • milone 04.05.2019 14:44
    Highlight Highlight So ein elektronisches Impfdossier ist echt praktisch, ich hab MyViavac. So hab ich meine Impfnachweise immer dabei und kann es bei Bedarf zücken. Kann ich echt jedem empfehlen!
  • Magnum44 04.05.2019 14:27
    Highlight Highlight Genau so war es auch bei mir: statt Tollwut und co. gab es zuerst einmal einen Spritze gegen Mumps, da sich der damals verwendete Impfstoff als nicht wirksam erwies...

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