Schweiz
Gesundheit

Gesundheitspersonal in italienischen Grenzgebieten kriegt mehr Lohn

A nurse prepares a syringe with the COVID-19 vaccine at Santa Maria Della Pieta hospital in Rome, Monday, Dec. 28, 2020. 80 healthcare workers received Covid-19 vaccinations on Monday in a Rome hospit ...
Die Regelung zur Anhebung der Gehälter von Ärzten und Pflegekräften, die in den an die Schweiz angrenzenden Gebieten arbeiten, wird in den kommenden Monaten in Kraft treten und soll bis September umgesetzt werden.Bild: AP LaPresse

Mehr Lohn für italienisches Gesundheitspersonal – um Abwanderung in Schweiz zu verhindern

24.04.2026, 09:1424.04.2026, 09:14

In der italienischen Region Lombardei soll das Gesundheitspersonal in an die Schweiz angrenzenden Gebieten eine Gehaltserhöhung erhalten. Ziel sei, so die Abwanderung des Personals in die Schweiz zu verhindern, sagte der lombardische Regionalrat Massimo Sertori.

Die Regelung zur Anhebung der Gehälter von Ärzten und Pflegekräften, die in den an die Schweiz angrenzenden Gebieten arbeiten, wird in den kommenden Monaten in Kraft treten und soll bis September umgesetzt werden. Das erklärte der Regionalrat für Kommunalverwaltung und Berggebiete am Donnerstag.

Mit der Massnahme finde ein Landesgesetz von 2023 Anwendung mit dem Ziel, «das Gesundheitspersonal in unserem Gebiet zu halten und dessen Abwanderung in die Schweiz zu verhindern», so Sertori laut einer Meldung der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Gesetzlich sei eine Gehaltserhöhung um zwanzig Prozent möglich. Laut Sertori sind das jährlich etwa 10'000 Euro brutto für Ärztinnen und Ärzte und etwa 5400 Euro brutto für Pflegekräfte.

«Das Landesgesetz», so Sertori weiter, «sieht vor, dass die Mittel durch einen Beitrag in Höhe von drei bis sechs Prozent des Nettogehalts von 'alten' Grenzgängern aufgebracht werden.» Gemäss Sertori hat sich die Lombardei für den Mindestbeitrag von drei Prozent entschieden: Bei einem Nettomonatsgehalt von 4000 Euro betrage der Beitrag somit 120 Euro pro Monat.

Diese Mittel dienten dazu, das Gesundheitswesen in den Grenzgebieten zu sichern und zu stärken – «zum Nutzen der Grenzgänger selbst und ihrer Familien». Laut Schätzung des ebenfalls an der Anhörung anwesenden Generaldirektors für Soziales der Region Lombardei, Mario Melazzini, kommt die Gehaltserhöhung etwa 7000 Beschäftigten im Gesundheitswesen zu Gute. Das entspreche einer Investition von rund 45 Millionen Euro, sagte Melazzini am Donnerstag. (sda/ans)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So trauert Italien um seine Toten von Crans-Montan
1 / 9
So trauert Italien um seine Toten von Crans-Montan

Der Sarg von Chiara Costanzo wird am 7. Januar in die Basilica Santa Maggiore in Mailand getragen. Mehrere hundert Personen nahmen an der Abdankungsfeier teil.

quelle: www.imago-images.de / imago/emanuele roberto de carli
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Beschämend»: Pizza in Italien kostet ohne Tomaten mehr
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
1
Ein Entscheid beim «Sonntagsblick» könnte die Schweizer Medienwelt erschüttern
Das Medienunternehmen Ringier prüft, den Boulevardtitel früher herzustellen. Die Konsequenzen wären gross.
Das Medienunternehmen Ringier wälzt Pläne, deren Umsetzung sich auf die ganze Branche auswirken würde.
Zur Story