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Gesundheit

PFAS: Ewigkeitschemikalie nimmt in Schweizer Gewässern stark zu

Ewigkeitschemikalie nimmt in Schweizer Gewässern stark zu

06.01.2026, 10:5706.01.2026, 10:58

Die Belastung von Schweizer Gewässern mit einer «Ewigkeitschemikalie» ist in den letzten 25 Jahren massiv angestiegen. Eine neue Studie zeigt, dass sich die Konzentrationen von Trifluoracetat (TFA) seit Mitte der 90er-Jahre vervier- bis versechsfacht hat.

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Was das für Mensch und Umwelt bedeutet, ist laut der Empa dabei noch nicht abschliessend geklärt. (Symbolbild)Bild: keystone

Für die kommenden Jahre erwarten Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), des Bundesamts für Umwelt (Bafu) und der Universität Bern einen weiteren Anstieg. Das teilte die Empa am Dienstag mit.

Was das für Mensch und Umwelt bedeutet, ist laut der Empa dabei noch nicht abschliessend geklärt. Zwar sind die gesundheitlichen Auswirkungen von TFA bisher kaum erforscht, einzelne Studien deuten jedoch auf mögliche langfristige toxische Effekte hin.

Angesichts des Anstiegs dieser Chemikalie mahnen die Forschenden zu Vorsicht. «Wir sollten daher nach dem Vorsorgeprinzip handeln und den Einsatz der Vorläuferstoffe so gut es geht einschränken», liess sich der Empa-Forscher Stefan Reimann in der Mitteilung zitieren.

Wie der Stoff im Wasser landet

Um dem Ursprung der Belastung auf die Spur zu kommen, kombinierten die Forschenden jahrelange Messungen mit einem aufwendigen Computermodell.

Noch ist nicht bekannt, ob auch Fische im Hallwilersee zu hohe PFAS-Werte aufweisen.
Beim Abbau bestimmter Pflanzenschutzmittel entsteht ebenfalls TFA, das in Gewässer gerät. (Symbolbild)Bild: Dominik Wunderli

Als zentralen Treiber des Anstiegs identifizierten sie den wachsenden Einsatz sogenannter Hydrofluorolefine (HFO). Diese Gase werden als Kühl- und Treibmittel eingesetzt und gelten eigentlich als klimafreundlicher Ersatz für Hydrofluorkohlenwasserstoffe (HFKW). Doch der vermeintliche Fortschritt hat eine Kehrseite: HFO zerfallen in der Atmosphäre rasch – und bilden dabei unter anderem TFA.

Neben der Luft gibt es einen zweiten Eintragspfad: den Boden. Beim Abbau bestimmter Pflanzenschutzmittel entsteht ebenfalls TFA, das direkt in Gewässer ausgewaschen wird.

TFA ist das kleinste Molekül aus der Gruppe der per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS), die auch als «Ewigkeitschemikalien» bezeichnet werden. Diese sind in der Umwelt nur sehr schwer abbaubar. (sda)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gina3
06.01.2026 12:25registriert September 2023
Auch hier gilt dasselbe Refrain wie bei den kommunalen und kantonalen Kontrollen der Brandschutzmassnahmen:
Die Unternehmen “regulieren sich selbst und übernehmen ihre Verantwortung”... solange alles gut läuft.
Beim ersten „Unfall” sind dann alle überrascht und niemand weiss etwas oder ist verantwortlich.
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