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SVP-Vorstoss will Löhne von Strom-Managern begrenzen

Wenn wir 2050 noch genug Strom haben wollen, muss die Windenergie massiv ausgebaut werden, sagt eine ETH-Analyse.
Strom-CEOs sollen laut Initiative nicht mehr verdienen dürfen, als Bundesräte.Bild: Keystone

SVP-Vorstoss will Löhne von Strom-Managern begrenzen

24.02.2026, 18:3325.02.2026, 02:23

Eine Nationalratskommission will die Managerlöhne bei staatlichen Stromversorgern begrenzen. Sie hat einer parlamentarischen Initiative Folge gegeben, welche die hohen Entschädigungen als nicht angemessen kritisiert.

Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates (Urek-N) hat am Dienstag dem Vorstoss mit 17 zu 4 Stimmen bei 4 Enthaltungen zugestimmt.

Die Initiative des Solothurner SVP-Nationalrats Rémy Wyssmann verlangt eine Obergrenze für Saläre. Der höchste Lohn bei Stromversorgern mit Mehrheitsbeteiligung der öffentlichen Hand soll das Gehalt eines Bundesrates nicht überschreiten dürfen.

Nach dem Ja in der Nationalratskommission geht die Initiative nun an die zuständige Kommission des Ständerates zur weiteren Beratung.

Kritik an steigenden Salären

In der Begründung der Initiative heisst es, während die Strompreise für Bevölkerung und Wirtschaft stiegen, nähmen auch die Entschädigungen der Kader bei staatlichen Stromversorgern zu. Als Beispiele werden die Axpo und die BKW genannt. Der CEO der Axpo habe seinen Lohn von 1,1 auf 1,8 Millionen Franken steigern können, obwohl das Unternehmen im Herbst 2022 einen staatlichen Rettungsschirm in Milliardenhöhe benötigt habe. Bei der BKW habe das Salär der CEO bereits 2022 die Schwelle von 2 Millionen Franken überschritten.

Die Kommission betont in ihrer Begründung, dass zahlreiche Betriebe der Elektrizitätswirtschaft staatlich beherrscht seien. Die Allgemeinheit trage deshalb das unternehmerische Risiko. Vor diesem Hintergrund erachtet die Kommission die ausbezahlten Entschädigungen als nicht angemessen. Das Argument, man orientiere sich an Löhnen vergleichbarer Industriekonzerne, greife zu kurz, da der Strommarkt weitgehend staatlich reguliert und monopolisiert sei. (sda)

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53 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Elmas Lento
24.02.2026 19:39registriert Mai 2017
Wird dann der Lohn der Banken-CEO auch reguliert, ich meine, da trägt ja offensichtlich auch die Allgemeinheit das Risiko ;-)
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Somnambulator
24.02.2026 22:41registriert Mai 2020
Finde ich als linker sehr gut und zwar aus zwei Gründen:
1.: Ich bin grundsätzlich gegen zu hohe Löhne.
2. Ist das eine wunderschöne argumentative Steilvorlage. Erst hiess es immer astronomische Löhne seien nötig um die besten Manager zu kriegen. Und die Gewinnorientierung kritischer Infrastruktur sei nötig weil Wettbeerb zu mehr Qualität und Innovation führe. Will die SVP also keine gute kritische Infrastruktur oder können wir das mit gutem Gewissen auf die Privatwirtschaft ausdehnen? Mindestens ins von beidem muss es sein...
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