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Schweiz
Gesundheit

Organspende Schweiz: Neue Zahlen für 2019 zeigen, wie lange die Warteliste ist

ARCHIV - ZUR MELDUG DASS SWISSTRANSPLANT IM JAHR 2015 SO VIELE LEBENSRETTENDE ORGANE ZUGETEILT HAT WIE NOCH NIE, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG. NACH WIE VOR STIRBT ABER JEDE  ...
Bild: KEYSTONE

Immer mehr äussern sich zur Organspende – doch das Ziel ist noch weit entfernt

Im Jahresbericht zeigt sich Swisstransplant erfreut darüber, dass sich bereits knapp 80'000 Personen ins Nationale Spendenregister eingetragen haben. Doch die vorgelegten Zahlen zeigen auch: Um den Bedarf an Organen zu decken, fehlen noch viele Spender.
14.01.2020, 10:1530.03.2022, 12:39
Lea Senn
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Wer Organe gespendet hat

Insgesamt von 157 verstorbenen Personen wurden im letzten Jahr Organe transplantiert. Dieser Wert blieb in etwa stabil: Im Vorjahr war es eine verstorbene Spenderin oder ein verstorbener Spender weniger.

100 von ihnen sind einen Hirntod gestorben, die anderen 57 erlagen einem Hirntod nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand.

Grafik Spender
Bild: watson

Dazu kommen noch 110 Personen, welche zu Lebzeiten gespendet haben – beispielsweise einen Teil ihrer Nieren oder Leber.

Wer Organe erhalten hat

Für 582 Personen hatte das Warten auf ein neues Organ im Jahr 2019 ein Ende. Die Zahl der Personen, die weiterhin auf ein rettendes Organ warten, ist jedoch fast zweieinhalb Mal so hoch: Sie lag im vergangenen Jahr bei 1415 Personen.

Warteliste & Transplantierte
Bild: watson

Transplantierte Organe

Das am häufigsten transplantierte Organ war die Niere mit insgesamt 332 Transplantationen. Danach folgen 168 Personen, die eine Leber erhielten. 39 Mal wurde ein Herz und ebenfalls 39 Mal eine Lunge transplantiert. 25 Personen erhielten eine Bauchspeicheldrüse.

Organe
Bild: watson

Nationales Spenderegister

In Bezug auf das Nationale Spendenregister zieht Swisstransplant eine positive Bilanz. Seit dessen Einführung im Oktober 2018 haben sich bis Ende letzten Jahres 79'229 Personen registriert und ihren Willen so geäussert.

Gemäss der Mitteilung von Swisstransplant führt eine fehlende Willensäusserung von verstorbenen Patienten zu einer hohen Ablehnungsrate in den Spitälern. Die Hälfte der Angehörigen von Verstorbenen lehne demnach eine Organspende ab, wenn der Wunsch des Patienten oder der Patientin nicht bekannt ist.

Die Diskussion um die Willensäusserung wird derzeit auch auf politischer Ebene diskutiert. Eine Volksinitiative will, dass Personen, die nicht spenden wollen, sich explizit dazu äussern müssen. Wer das nicht tut, wird automatisch zum Organspender.

Der Bundesrat hat als indirekten Gegenvorschlag eine Änderung des Transplantationsgesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Die Revision sieht ebenfalls einen Systemwechsel vor, bezieht aber die Angehörigen mit ein.

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Erklärungsmodell als Gegenvorschlag zur automatischen Spende

Video: srf

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63 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Tartaruga
14.01.2020 13:00registriert Januar 2016
Das Thema ist wichtig und eine Änderung könnte mehr Menschenleben retten. Was ich aber bemerkt habe ist, dass viele Befürworter keine andere Meinung akzeptieren können. Vielleicht sind es eigene Schicksalsschläge oder jene eines Bekannten. Man darf bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass jeder frei über seinen Körper verfügen kann. Eine Organspende ist ein Geschenk, kein Anrecht.
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Franbon alias Mama²
14.01.2020 11:29registriert Juni 2018
Nun meine sehr radikale Meinung ist, nur Organspender sollen ein Recht auf Organe haben im Falle eines Falles. Natürlich gilt das nicht für Kinder, denn diese sind immer unschuldig und können da noch nicht zur Rechenschaft gezogen werden.
So und nun blitzt mich...
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Nik G.
14.01.2020 12:18registriert Januar 2017
Aus meiner Sicht gibt es kein Recht auf Organe. Schlussendlich ist es das Geschenk eines Menschen an einen anderen oder mehrere. Was eine schöne Gabe ist, wenn man dafür einverstanden ist. Ich finde jeder ab 18 muss sich äussern aber sicher nicht automatisch Spender sein wenn er es nicht gemacht hat. Eine Organentnahme ist immer noch ein Entfernen der Organe an einem körperlich lebenden Menschen, man ist nicht tot. Ich möchte nicht spenden aber auch nicht erhalten.
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