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Wohnungsnot: Hunderte demonstrieren in Zürich gegen hohe Mieten

Stadtbewohner demonstrieren gegen die steigenden Wohnkosten und die zunehmende Gentrifizierung, am Samstag, 4. November 2023 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Stadtbewohnerinnen und -bewohner protestierten wegen der steigenden Wohnkosten – und einige wollen offenbar den Kapitalismus zerschlagen.Bild: keystone

Wohnungsnot: Hunderte demonstrieren in Zürich gegen hohe Mieten

04.11.2023, 20:2104.11.2023, 20:22

In Zürich haben am Samstagnachmittag Hunderte gegen den Zustand des Wohnungsmarkts demonstriert. Teilweise waren es wohl mehr als 1000 Menschen. Die Kundgebung zog friedlich vom Turbinenplatz zum Helvetiaplatz.

Hart waren vor allem die Parolen wie «Bonze schletze, Hüüser bsetze». Doch die vielen Linksautonomen und Häuserbesetzer im Zug hielten sich am Samstag bei strömendem Regen zurück.

Kaum Schäden

Wie ein Reporter von Keystone-SDA beobachten konnte, kam es zu keinen grösseren Sachbeschädigungen oder Angriffen auf die Polizei. Nur einen mitgebrachten «Miethai» zertrümmerten die Demonstrierenden symbolisch.

Stadtbewohner demonstrieren gegen die steigenden Wohnkosten und die zunehmende Gentrifizierung, am Samstag, 4. November 2023 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Hier zog der Protestmarsch der Hardbrücke entlang.Bild: keystone

Die Polizei beschränkte sich auf das Absperren der Strassen Richtung Bahnhof und liess die bewilligte Demonstration durch die Kreise 4 und 5 laufen. Sie dauerte gut drei Stunden und löste sich gegen 18 Uhr auf dem Helvetiaplatz auf.

Auf der Strecke legten die Demonstrierenden mehrere Zwischenhalte für Reden ein. Dabei wurden die Wohnungsnot in Zürich und Mieten mit hohen Renditen angeprangert. Alle hätten das Recht, eine bezahlbare Wohnung zu finden, hiess es.

Pyros und Parolen

Während der Kundgebung wurden mehrere Pyros gezündet. Die Wut richtete sich gegen den Kapitalismus, auch gegen die Polizei skandierten die Demonstrierenden Parolen. Mit dabei waren auch mehrere Wagen und Traktoren.

Auf grossen Bannern forderten die Demonstranten Wohnraum für alle und die Zerschlagung des Kapitalismus. Entlang der Strecke wurden mit Sprayereien Beispiele für teure Mieten angebracht.

Der Verkehr und diverse Bus- und Tramlinien waren für längere Zeit unterbrochen.

(dsc/sda)

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