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Hanta-Virus: Diese Fragen sind nach Ausbruch auf Hondius noch offen

The MV Hondius cruise ship departs the port in Praia, Cape Verde, Wednesday, May 6, 2026. (AP Photo/Misper Apawu)
Cape Verde Hantavirus Ship
Drei Menschen sind bis jetzt nach einem Ausbruch des Hanta-Virus auf der «Hondius» gestorben. Viele Fragen sind noch unklar. Bild: keystone

Flugbegleiterin mit Symptomen in Spital: Die neusten Entwicklungen zum Hantavirus-Ausbruch

Das Hantavirus, das auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» ausgebrochen ist, steht weiter im Fokus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und verschiedener nationaler Behörden. Die neusten Entwicklungen.
07.05.2026, 09:2807.05.2026, 12:23

Drei Menschen sind bis jetzt am Hantavirus gestorben und auch die Schweiz ist betroffen: Am Mittwoch wurde bekannt, dass ein Patient im Universitätsspital Zürich behandelt wird.

Viele Fragen zum Ausbruch auf der «Hondius» sind aber noch unklar. Das sind die neusten Entwicklungen.

Niederländisches Ministerium: 40 Personen von Bord gegangen

Das niederländische Aussenministerium hat am Donnerstag bestätigt, dass 40 Personen nach dem Auftreten der ersten Fälle auf der Insel St.Helena von Bord der «Hondius» gegangen sind. Die spanische Zeitung «El País» hatte zuvor von 23 Passagieren berichtet. Die WHO habe gemäss dem Bericht erst vor drei Tagen Kontakt mit diesen Passagieren aufgenommen.

Ein Passagier, der anonym bleiben möchte und immer noch auf dem Schiff ist, sagte gegenüber Journalisten der Zeitung, dass mehrere dieser Personen bereits wieder in ihre Heimatländer gereist seien, unter anderem nach Australien, Taiwan, Nordamerika, England und in die Niederlande.

Mit den 40 Passagieren ging auch eine Niederländerin von Bord, die dem Virus später in einem Spital in Südafrika erlag.

Stewardess mit Symptomen in Spital

Eine Stewardess, die im direkten Kontakt zu einer mit dem Hantavirus infizierten Frau stand, ist mit Krankheitssymptomen in ein Spital in Amsterdam eingeliefert worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Den Haag mit. Die Flugbegleiterin habe leichte Symptome und befinde sich in Isolation. Sie werde nun auf das Hantavirus getestet.

Sie war in Johannesburg an Bord des KLM-Flugzeuges, auf dem für kurze Zeit auch eine Niederländerin war, die kurze Zeit später an dem Virus starb. Die niederländischen Behörden haben Kontakt zu allen Passagieren an Bord der KLM-Maschine aufgenommen. Sie werden den Angaben zufolge regelmässig kontrolliert.

Flug mit krankem Crew-Mitglied der «Hondius» gelandet

Das zweite Evakuierungsflugzeug mit einem kranken Crew-Mitglied des vom Hantavirus getroffenen Kreuzfahrtschiffes ist auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol gelandet. Der Patient wurde nach Angaben der Behörden in ein Spital eingeliefert.

Insgesamt waren am Mittwoch drei Menschen von Bord des Schiffes, das zu dem Zeitpunkt vor Kap Verde lag, evakuiert worden. Zwei kranke Besatzungsmitglieder, ein Brite (56) und ein Niederländer (41), sowie eine deutsche Frau (65).

Eines der beiden Crew-Mitglieder sowie die deutsche Frau waren mit dem ersten Evakuierungsflugzeug am Abend am Flughafen Schiphol gelandet. Der zweite Flug musste wegen technischer Probleme auf Gran Canaria zwischenlanden und konnte erst am frühen Morgen seine Reise nach Amsterdam fortsetzen.

Hantavirus-Kontaktperson in Düsseldorfer Klinik

Die oben erwähnte deutsche Frau (65) kam am späten Mittwochabend mit einem speziellen Transportkonvoi zur vorsorglichen Untersuchung im Uniklinikum Düsseldorf (UKD) an. Einsatzkräfte der Feuerwehr Düsseldorf hatten die Person am Flughafen in Amsterdam übernommen.

Nach Infektionen mit dem Hantavirus auf der «Hondius» hatte es auch drei Todesfälle gegeben – ein älteres niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau starben. Drei Menschen wurden unter medizinischer Begleitung von Bord des Schiffes geholt, wie die WHO und das niederländische Aussenministerium mitteilten.

Darunter war laut des niederländischen Aussenministeriums eine 65 Jahre alte Deutsche. Sie werde nun in Düsseldorf untersucht. Aktuell sei der Zustand der Person stabil und sie zeige keine Symptome einer Infektion, teilte die Feuerwehr Düsseldorf nach der Übernahme der Kontaktperson am Flughafen Amsterdam Schiphol mit.

«Es handelt sich um eine Kontaktperson ohne bestätigten Nachweis einer Hantavirus-Infektion», hatte das Klinikum bereits am Mittag vor der Ankunft mitgeteilt. Die Aufnahme der Person aus Deutschland erfolge vorsorglich zur medizinischen Abklärung. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Auf der Infektionsstation stehen demnach eine klinische Ersteinschätzung sowie infektiologische Untersuchungen an.

Die Suche nach dem Ursprung

Momentan läuft die Suche nach Patient Null. In Argentinien, von wo das Kreuzfahrtschiff auslief, laufen Untersuchungen dazu.

Gemäss der Nachrichtenagentur AP hat sich ein niederländisches Ehepaar bei einer Vogeltour in der Stadt Ushuaia im Süden Argentiniens mit dem Virus infiziert. Zudem gibt es auch Berichte, dass sich das Paar bei einer Besichtigung einer Mülldeponie angesteckt hat. Eine offizielle Bestätigung gibt es allerdings nicht.

Spezialisierte Klinik auf Teneriffa

Immerhin gibt es nach tagelanger Unsicherheit eine klare Perspektive für die knapp 150 Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffs. Spanien erteilte dem unter niederländischer Flagge fahrenden Schiff die Erlaubnis, einen Hafen auf den Kanarischen Inseln anzulaufen, und zwar auf Teneriffa.

Auf der Urlaubsinsel gibt es eine auf Epidemien spezialisierte Klinik. Dort sollen Besatzung und Passagiere untersucht und gegebenenfalls medizinisch versorgt werden. Später könnten sie in ihre jeweiligen Heimatländer zurückkehren.

Die «Hondius» fuhr am Mittwochabend vor Kap Verde los Richtung Kanarische Inseln. Die Strecke werde voraussichtlich drei bis vier Tage in Anspruch nehmen, erklärte der Betreiber Oceanwide Expeditions. In Kap Verde seien zusätzlich drei medizinisch geschulte Personen zugestiegen, um für die Strecke eine optimale gesundheitliche Versorgung zu gewähren.

(ome mit Material der sda)

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Die beliebtesten Kommentare
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Raki
07.05.2026 12:00registriert Januar 2024
Jetzt mal etwas entspannt bleiben. Eine Stewardess hat "Symptome' und wurde noch nicht auf das Virus getestet. Die Symptome des Hanta-Virus sind unspezifisch und in der Früh-Phase vielen anderen Erkrankungen sehr ähnlich. Erst ein entsprechender Test kann Aufschluss geben, ob es sich um Hanta handelt oder nicht. Bitte, hört auf mit solchen Schlagzeilen, auch wenn es Teil Eures Geschäfts ist. Es gibt Menschen die drehen jetzt schon komplett am Rad.
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Könnten mit Hantavirus infiziert sein: WHO sucht 82 Flugpassagiere
Nachdem auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius das Hantavirus ausgebrochen ist, versucht die Weltgesundheitsorganisation die Ausbreitung zu verhindern. Eine mittlerweile verstorbene Infizierte war vor ihrer Kreuzfahrt in einem Flugzeug unterwegs. Nun werden die anderen Passagiere gesucht.
Bisher hat das Hantavirus, das auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius ausgebrochen ist, drei Tote gefordert. Es handelt sich um ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden und eine Person aus Deutschland. Die Niederländerin war am 25. April von St.Helena nach Südafrika geflogen. Im Spital starb sie schliesslich an den Folgen des Virus, nachdem bereits ihr Mann verstorben war.
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