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Bieler Dschihadist kritisiert IS – und wird brutal hingerichtet



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2012 sass Majd. N. wegen seiner Nähe zu den Islamisten in Kenya vor Gericht. Bild: Keystone

Vier Jahre war der Bieler Majd N. im Namen des Dschihad unterwegs – nun hat seine Reise in Syrien ein brutales Ende gefunden. Kämpfer des Islamischen Staates (IS) haben den 24-Jährigen hingerichtet, berichtet die «SonntagsZeitung» in Berufung auf arabische Medien.

Drei Monate ist Majd N. für den IS tätig, zeitweise als Scharia-Richter. Doch nach drei Monaten bricht er mit der Terrormiliz. In einer Audiobotschaft, welche die «SonntagsZeitung» übersetzen liess, lästert er über das Kalifat: Die Kämpfer seien schlecht organisiert, die Kriegsbeute würde ungerecht verteilt und Muslime bestohlen.

Nachdem er seine Kritik über soziale Medien verbreitet, müssen er und seine Frau abseits der anderen IS-Mitglieder hausen. Eines Tages stürmen Kämpfer ihr Zelt und schiessen Majd N. drei Kugeln in seine Füsse und bezeichnen ihn als «Murtad» – einen vom Glauben abgefallenen. Der Bieler überlebt drei Tage – dann stirbt er, je nach Quelle, an seinen Verletzungen oder durch einen Schuss in die Brust.

Die Reise des gebürtigen Jordaniers mit Schweizer C-Ausweis führte über Somalia, Kenia und Jordanien schliesslich nach Syrien. Er hatte ein Einreiseverbot in die Schweiz, da er eine Gefahr für die innere Sicherheit darstelle, so das Bundesamt für Polizei. (rey)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 29.06.2015 11:25
    Highlight Highlight Das Heer an frustrierten, perspektivlosen und daher leicht manipulierbaren Jugendlichen in Nordafrika und dem Vorderen Orient wird weiter wachsen. Der Flüchtlingsstrom nach Europa, und das Einsickern von Terroristen, wird weiter zunehmen. Bereits in Europa lebende Muslime werden sich weiter radikalisieren. Der Druck auf die europäischen Gesellschaften wird weiter steigen, nicht nur von Aussen. Wenn die europäischen freiheitlich-demokratischen Gesellschaften nicht destabilisiert bzw. zerstöt werden sollen, dann muss man endlich handeln.

    • zombie1969 29.06.2015 11:49
      Highlight Highlight 2)
      Die Welt hat sich verändert, Europa hat sich verändert. Letztlich wird man die Freiheit und und die Zivilisation nur durch Kampf verteidigen können. Nicht durch Worte. Das wird Menschenleben auf allen Seiten einfordern. Stellt man sich dem Kampf aber nicht, dann werden die Opferzahlen um ein Vielfaches höher sein und Europa wird langfristig untergehen.

  • mrgoku 29.06.2015 09:16
    Highlight Highlight ohhhh... pfff adé merci
  • Angelo Hediger 28.06.2015 18:56
    Highlight Highlight Ist doch gut wenn die sich selbst dezimieren.
  • Señor V 28.06.2015 18:46
    Highlight Highlight Er persönlich tut mir nicht Leid. Einzig seine Familie, die mit dem Verlust zurechtkommen muss.
  • Teslaner 28.06.2015 18:44
    Highlight Highlight Muss ich jetzt Mitleid haben?
  • LubiM 28.06.2015 16:53
    Highlight Highlight Interessanterweise wollte er ja zurück in die Schweiz, was ihm aber Versagt wurde. Jetzt ein Jahr später ist er in Syrien am kämpfen. Für einmal die richtige Entscheidung getroffen und ihn nicht solidarisch wieder aufgenommen!
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 28.06.2015 21:14
      Highlight Highlight ich denke unser aulandsgeheimdienst ist nicht schlecht.... die wissen schon was sie tun...

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