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Schweiz: Viola Amherd sorgt wohl für Polizeieinsatz in Wallisellen ZH

Amherd begrüsst Chinas Ministerpräsidenten – Polizeieinsatz in Wallisellen

14.01.2024, 17:1614.01.2024, 17:17
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Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang ist am Sonntag für einen mehrtägigen Besuch in der Schweiz eingetroffen. Bundespräsidentin Viola Amherd nahm den hohen Staatsgast am frühen Nachmittag auf dem Rollfeld des Flughafens Zürich in Empfang.

epa11076240 Swiss President Viola Amherd (R) welcomes Chinese Prime Minister Li Qiang (2-L) and his delegation upon their arrival at Zurich Airport, canton of Zurich, Switzerland, 14 January 2024. The ...
Li Qiang und Viola Amherd in Zürich.Bild: keystone

Die Schweiz bereitete dem Chinesen einen aussergewöhnlichen Empfang. Es ist selten, dass eine Bundespräsidentin einen ausländischen Regierungschef bereits am Flughafen trifft. Li Qiang ist der höchste chinesische Regierungsvertreter in der Schweiz seit Präsident Xi Jinpings Besuch 2017.

Polizeieinsatz in Wallisellen

Mit Amherds Treffen mit Li Qiang hängt wohl ein Polizeieinsatz vom Sonntagnachmittag in Zürich Wallisellen zusammen. Wie verschiedene Medien berichten, hielten sich rund um den Bahnhof mehrere Beamte, Security-Angestellte sowie ein Spürhund auf. Später tauchte dann eine Gruppe Leute auf, die Flaggen der Schweiz und Chinas schwenkten.

Die Polizei bestätigte zunächst nicht, dass der Einsatz wegen Amherd und Li Qiang durchgeführt wurde. Ein Sprecher der Kantonspolizei Zürich sagte aber gegenüber «TeleZüri», dass «eine völkerrechtlich geschützte Person» vor Ort gewesen sei. Bilder des Senders zeigen zudem Amherd in einem Zug mit einer Chinesischen Delegation, welcher mutmasslich auch Li Qiang angehörte.

Weiter nach Bern

Li Qiang will am Montag in Bern den Bundesrat treffen. Er soll auf dem Landgut Lohn bei Bern mit militärischen Ehren offiziell empfangen werden. Während des Besuches finden Gespräche zwischen den Delegationen Chinas und der Schweiz statt. Mit China dürfte die Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen im Mittelpunkt stehen.

Seit 2010 ist China der wichtigste Handelspartner der Schweiz in Asien und der drittwichtigste Handelspartner überhaupt hinter der EU und den USA.

Der chinesische Ministerpräsident, der erst seit März vergangenen Jahres im Amt ist, nimmt auch am diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos GR teil, das am Montag beginnt. China gilt als Verbündeter Russlands, und der Westen hofft, über Peking Einfluss auf Moskau etwa im Ukraine-Krieg nehmen zu können. (dab/sda)

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43 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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maruhu
14.01.2024 17:52registriert Januar 2021
Hat Sie ihm auch klar gemacht, dass Taiwan KEIN zweites Hongkong sein kann !
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stronghelga
14.01.2024 19:41registriert März 2021
Bevor es vergessen geht, Herr Li Qiang: Wir gratulieren William Lai, Gewinner der Wahlen in Taiwan!
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Magnum
14.01.2024 18:05registriert Februar 2015
Bitte dem Herrn Li Qiang folgendes mitteilen, ganz diplomatisch:
"Nach einer eingehenden Evaluation ist die Eidgenossenschaft zum Schluss gekommen, dass das Freihandelsabkommen mit China nicht für beide Seiten den gleichen Nutzen bringe und darum aufgekündet werde."

Klar: das wird leider nicht passieren. Aber ein Ausbau dieses Abkommens ist definitiv nicht angezeigt, angesichts gröbster Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen durch China in Xinjiang, Tibet und neuerdings auch Hong Kong.
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«God save the Queen...ah, nein!» – Wir erkennen Nationalhymnen (nicht)
«Trittst im Morgenrot daher ...» sagt uns wohl allen etwas. Erkennen wir aber unsere eigene Hymne, wenn wir nur die Instrumental-Version hören? Oder die von Georgien? Die watson-Redaktion hat sich der Herausforderung gestellt.

Die Fussball-Europameisterschaft 2024 der Männer steht vor der Tür. Eröffnungsspiel: 14. Juni, 21 Uhr, München. Gastgeberland Deutschland gegen Schottland. Die Schweiz spielt dann am Samstag um 15 Uhr ihr erstes Spiel gegen Ungarn. Der Final findet in einem Monat, am 14. Juli, in Berlin statt.

Doch nicht alle in der watson-Redaktion interessiert das. Man munkelt, die wenigsten ausserhalb der Sportredaktion verfolgen die Fussball-Europameisterschaft so richtig. Ausser fürs interne Tippspiel vielleicht, da geht's ja auch persönlich um etwas. Korrigiert mich, liebe watsonians. Nichtsdestotrotz wollten wir uns selbst wieder einmal testen und prüfen, wie sattelfest unser Nationalhymnen-Wissen ist. Spoiler: nicht so gut. Aber seht selbst.

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