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Klima-Forscher: 2019 war das wärmste Jahr in Europa

08.01.2020, 17:2908.01.2020, 17:38

Die Schweiz und Mitteleuropa im Griff der Hitze, Juli 2019

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Die Schweiz und Mitteleuropa im Griff der Hitze, Juli 2019
quelle: epa / phil nijhuis
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Europa hat 2019 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Weltweit war es das zweitwärmste Jahr - in einer Reihe gleich fünf aussergewöhnlich warmer Jahre, wie der Copernicus-Klimawandeldienst (Copernicus Climate Change Service) am Mittwoch im britischen Reading mitteilte.

Den Auswertungen zufolge sind auch die klimaschädlichen Kohlendioxid-Konzentrationen (CO2) in der Atmosphäre gestiegen. Die Experten sprachen von «zweifelsohne erschreckenden Alarmsignalen».

Speziell auf Europa bezogen herrschten das ganze Jahr überdurchschnittlich warme Temperaturen. Zwar brachen die Durchschnittswerte der einzelnen Jahreszeiten keine Rekorde. Über das gesamte Jahr gesehen hat Europa in den Statistiken aber sein wärmstes Kalenderjahr erlebt, knapp vor 2014, 2015 und 2018.

«Hört auf, die Hitzewelle schönzureden! Es ist nur sch**sse!»

Video: watson/Leo Helfenberger, Emily Engkent

«2019 war erneut ein aussergewöhnlich warmes Jahr: Weltweit gesehen das zweitwärmste, wobei gleich mehrere Monate Temperaturrekorde brachen», sagte der Wissenschaftler Carlo Buontempo. Copernicus ist das wichtigste Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union. Auch nach vorläufigen Daten der US-Wetterbehörde Noaa war 2019 weltweit das zweitwärmste Jahr. Eine endgültige Berechnung von ihr steht noch aus.

Zu warm in Alaska und der Arktis

Deutlich wärmer im Vergleich zum Durchschnitt von 1981 bis 2010 war es demnach in Alaska und über weiten Teilen der Arktis. Nahezu alle Landmassen waren den Statistiken zufolge überdurchschnittlich warm, vor allem in Ost- und Südeuropa, Südafrika sowie Australien, wo derzeit grossflächige Brände wüten. In Teilen Kanadas lagen die Jahrestemperaturen dagegen unter dem Durchschnitt.

«Die letzten fünf Jahre nehmen die Plätze 1 bis 5 der wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen ein», erklärten die Forschenden des Copernicus-Klimadienstes. «2019 war knapp 0.6 Grad Celsius wärmer als der Durchschnitt in den Jahren 1981 bis 2010.» Die durchschnittliche Temperatur der vergangenen fünf Jahre habe zwischen 1.1 und 1.2 Grad über dem vorindustriellen Durchschnitt gelegen, teilten die Experten weiter mit.

Für die Schweiz rangiert 2019 laut Meteoschweiz auf Platz fünf der wärmsten Jahre seit Messbeginn im Jahr 1864. Alle fünf extremen Jahre fallen in den Zeitraum seit 2010, dies sind neben 2019 auch 2011, 2014, 2015 und 2018. (aeg/sda/dpa)

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