Schweiz
International

Gefangenenaustausch zwischen den USA und dem Iran – die Schweiz half mit

Gefangenenaustausch zwischen den USA und dem Iran – Biden bedankt sich für Schweizer Hilfe

18.09.2023, 18:1418.09.2023, 18:34

Der Iran hat im Rahmen eines Gefangenenaustausches fünf US-Staatsbürger freigelassen. Sie befänden sich an Bord eines Flugzeugs auf dem Weg von Teheran nach Katar, teilte ein hochrangiger Mitarbeiter der US-Regierung am Montag mit. Zwei Familienangehörige der zuvor im Iran Inhaftierten, die vom Iran mit einem Reiseverbot belegt worden waren, seien ebenfalls an Bord der Maschine.

U.S. President Joe Biden attends a business roundtable meeting at the Government Office in Hanoi, Vietnam, Monday, Sept. 11, 2023. (AP Photo/Minh Hoang, Pool)
Joe Biden
US-Präsident Joe Biden.Bild: keystone

Im Gegenzug begnadigen die USA demnach fünf Iraner, die wegen «gewaltfreier Straftaten» verurteilt oder angeklagt wurden. Ausserdem bekommt der Iran Zugriff auf rund sechs Milliarden US-Dollar (rund 5.4 Milliarden Franken) aus seinem eigenen Vermögen - das Geld war in Südkorea aufgrund internationaler Sanktionen eingefroren worden.

Der Gefangenentausch wurde seit Monaten vorbereitet. Bei den Verhandlungen halfen besonders der Oman, Katar, Südkorea – und die Schweiz. US-Präsident Joe Biden sagte, diese vier Länder hätten «unermüdlich» auf das Abkommen hingearbeitet.

«Fünf unschuldige Amerikaner, die im Iran festgehalten wurden, kehren endlich nach Hause zurück» und «werden nach Jahren der Angst, der Ungewissheit und des Leidens bald wieder mit ihren Lieben vereint sein», sagte der US-Präsident.

Der Demokrat sprach dem Emir von Katar und dem Sultan von Oman, «die beide bei der Aushandlung dieses Abkommens geholfen haben», seine Dankbarkeit aus.

«Illegal im Ausland festgehaltene Amerikaner mit ihren Familien wiederzuvereinen, ist seit dem ersten Tag eine Priorität meiner Regierung», schrieb Biden weiter, der nach eigenen Angaben «Dutzende Landsleute» zurückgeführt hat.

(sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Wieso die Brandopfer nun Monate bis Jahre lang tägliche Schmerzen ertragen müssen
Brandverletzungen stellen Ärzte vor enorme Herausforderungen. Selbst wenn schwerverwundete Patienten die erste kritische Phase überleben, beginnt für sie ein langer Weg täglicher, schmerzhafter Wundversorgung.
Was in der Silvesternacht in Crans-Montana als ausgelassene Party begann, verwandelte sich in eine der schlimmsten Katastrophen der jüngeren Schweizer Geschichte. Über 40 Menschen starben und werden noch identifiziert, rund 119 Personen überlebten bisher als Schwerverletzte.
Zur Story