Schweiz
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HANDOUT - Undatierte Aufnahme eines F/A-18 Militaer-Flugzeuges. Das Ruestungsprogramm 2008 ist 917 Millionen schwer. Groesste Brocken sind die Werterhaltung der Kampfjets FA-18 und die Beschaffung von 220 geschuetzten Mannschaftstransportfahrzeugen aus dem Hause Mowag in Kreuzlingen TG, wie das VBS heute Mittwoch, 20. Februar 2008, mitteilte. (KEYSTONE/VBS) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***

Ein Kampfjet FA-18 der Schweizer Luftwaffe. Bild: VBS

USA kontrollieren GPS-System, Lenkwaffen und Software-Updates der Schweizer Luftwaffe

Geheimcode von der NSA, Programmierung der F/A-18, Steuerung der Lenkwaffen: Die USA entscheiden massgebend, wie die Schweizer Luftwaffe eingesetzt werden kann.

Stefan Schmid / Aargauer Zeitung



Ein Artikel der

Beginnen wir die Geschichte mit einem Beispiel aus dem Alltag: Was ein Navi bringt, weiss jedes Kind. Zielsicher steuert es Automobilisten von A nach B. Was aber die wenigsten wissen: Das GPS, welches das Auto-Navi oder unser Smartphone mit Daten füttert, ist störungsanfällig. Die USA, welche GPS kontrollieren, sind technisch in der Lage, die Genauigkeit jederzeit zu verändern, ohne dass dies die Empfängergeräte merken würden. 

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Dann führt Sie das Navi nicht mehr von A nach B, sondern in die Irre. Im Extremfall kann das System von den USA ganz abgeschaltet werden. Bis 2001 war das in Krisen gang und gäbe. Heute, in unserer digitalisierten Welt, wäre das Chaos perfekt: Pakete kommen nicht mehr an, Flugzeuge können nicht mehr landen, Menschen verfahren sich zu Hunderttausenden.

Das Super-Navi der USA

Für eine Armee, die vor allem in Krisenzeiten präzise navigieren muss, ist das zivile GPS deshalb höchstens eine Navigationshilfe. Wirklich darauf verlassen, darf sie sich nicht. Doch es gibt einen Ausweg: Die USA haben das zivile GPS zu einem hoch präzisen, störungsresistenten Super-GPS weiterentwickelt. Dieses wird von allen Teilverbänden der USA als Navigationsmittel genutzt. Das präzise GPS ermöglicht etwa die zentimetergenaue Landung von Kampfjets auf Flugzeugträgern.

Bild

Grafik: Aargauer Zeitung

Eine Drohne des Typs Hermes 900 startet am Montag, 8. Oktober 2012, auf der Airbase Emmen zu einem Testflug. Die Hermes 900 kommt als Nachfolgerin der bei der Schweizer Luftwaffe im Dienst stehenden Aufklaerungsdrohne ADS 95 in Frage. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Testflug einer Hermes-Drohne in Emmen: Die unbemannten Flieger navigieren über GPS. Bild: KEYSTONE

Die USA stellen das Super-GPS den Nato-Bündnispartnern sowie befreundeten Drittstaaten, darunter die Schweiz, zur Verfügung. Armeen, die darauf zurückgreifen können, operieren in der Luft und am Boden wesentlich präziser, sie können den Feind besser aufklären und treffen im Bedarfsfall zentimetergenau ins Ziel. Entscheidende Fähigkeiten, wenn es wirklich ernst gilt. Zu diesen privilegierten Armeen gehört auch die schweizerische. Entsprechende Recherchen der «Nordwestschweiz» werden von mehreren rüstungsnahen Quellen bestätigt.

ARCHIVE --- ZU 100 JAHRE LUFTWAFFE SCHWEIZ STELLEN WIR IHNEN DIESES BILD ZUR VERFÜGUNG --- F/A 18 Flugzeuge der Schweizer Luftwaffe stehen am Dienstag 14. Mai 2014 bereit fuer einen Militaerischen Uebungsflug der Uebung

Fa/A-18-Jets in Nidwalden. Bild: KEYSTONE

In der Schweiz profitiert primär die Luftwaffe vom Super-GPS. Die F/A-18-Kampfjets, aber auch die Helikopter Super-Puma, Cougar und Eurocopter sind mit entsprechenden GPS-Geräten ausgerüstet. Die F/A-18 sind mit dem Rüstungsprogramm 2008 auf den neusten Stand der GPS-Technik gebracht worden. Ob auch die Aufklärungsdrohne 95 und Teile der Bodentruppen – etwa das integrierte Artillerie Führungs- und Feuerleitsystem INTAFF damit operieren, ist offen. Fakt ist: Die Schweizer Armee verfügt dank der engen Anlehnung an die USA über ein hochpräzises, zuverlässiges Navigationsmittel.

USA wollen totale Kontrolle

Die Schweizer Luftwaffe bestätigt summarisch die Recherchen der «Nordwestschweiz». Auf brisante Details geht sie indes nicht ein. Auf Anfrage hält sie fest: «Ohne diesen Code wären die mit einem GPS ausgerüsteten militärischen Systeme immer noch einsetzbar, wenn auch mit einer schlechteren räumlichen Genauigkeit.» GPS werde von den USA kontrolliert. Sollte dereinst das europäische Navigationssystem Galileo funktionsfähig sein, würde die Schweiz dieses sicher prüfen.

Unabhängiger mit dem Gripen? 

Wäre der Kauf des schwedischen Gripen eine Möglichkeit gewesen, die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten und damit der Nato entscheidend zu reduzieren? Immerhin sind die Schweden neutral wie die Schweiz und verfügen erst noch über eine eigene Flugzeugindustrie. Die Antwort: Nein. Wie alle westlichen Kampfflugzeuge ist auch der Gripen E/F, dessen Anschaffung letztes Jahr in einer Volksabstimmung gescheitert ist, mit dem Super-GPS der US-Armee ausgerüstet, wie die «Nordwestschweiz» aus rüstungsnahen Quellen erfahren hat. Nur die infrage gekommenen Lenkwaffen für die Bekämpfung von Luftzielen benötigen offenbar kein GPS. Für die später geplante Beschaffung von Bomben für den Luft-Boden-Einsatz wäre indes das Super-GPS zumindest eine Option gewesen, wie es in der Botschaft des Bundesrats heisst. Speziell: Die Schweden nutzen gemäss Recherchen ebenfalls das Super-GPS, allerdings ohne Einsatz des geheimen P-Code. Sie setzen auf das zivile GPS und verbessern dessen Präzision durch ein landeseigenes DGPS (Differential GPS-Netz). Dies bedeutet: Die Skandinavier sind unabhängiger von den USA, müssen aber auf die hohe Störresistenz des GPS mit P- Code verzichten. (ssm/az) 

Die Abhängigkeit der Schweiz von den USA beschränkt sich indes nicht nur auf die Lieferung des P-Codes. Auch die Software-Updates von F/A-18 sowie insbesondere von dessen wirkungsvollster Lenkwaffe, Amraam, unterliegen exklusiver US-Kontrolle. Die Lenkwaffe, ein zentrales Element für die Luftverteidigung, muss periodisch für ein Software-Update in die USA geschickt werden, wie die «Nordwestschweiz» aus sicheren Quellen erfahren hat. Bei dieser Software-Aktualisierung – in der Armee ist lediglich vom «Änderungsdienst Amraam» die Rede – sei kein Schweizer Personal zugelassen. Welchen Quellcode die Amerikaner dabei programmieren, bleibt verborgen. 

Der Hintergrund: Die USA wollen die totale Kontrolle über strategische Waffen, die sie ins Ausland verkaufen. Ein Kenner der Nato sagt: «Die USA wollen damit sicherstellen, dass Waffen, die sie verkaufen, niemals gegen sie selber eingesetzt werden können.» Und auch ein ehemaliger Schweizer F/A-18-Pilot sagt: «Technisch und theoretisch ist es denkbar, dass die USA den Einsatz programmierbarer Waffen kontrollieren können – zum Beispiel durch den Einbau eines Verfallsdatums.» Die Lenkwaffe könne von den USA per Funksignal gestört und damit deren Flugbahn verändert werden.

Thema in Bushs Irak-Krieg

Gemäss Informationen der «Nordwestschweiz» findet auch die Software-Aktualisierung beim Kampfjet selber – der sogenannte «Änderungsdienst F/A-18» – in den entscheidenden Momenten ohne Schweizer Personal statt. «Programmierung und Freigabe erfolgen ausschliesslich in den USA und durch US-Personal», sagt der ehemalige F/A-18-Pilot. Die USA programmieren dabei das «Operation of Flight Program», die sogenannten «Swiss Tapes», die derzeit nach zwei bis vier Jahren wieder erneuert werden. Alles sei von den USA gesteuert. Andere Nationen bekommen andere Fähigkeiten als die Schweiz. Die Wünsche der Schweiz können aber berücksichtigt werden.

Eine FA-18 der Schweizer Luftwaffe begleitet eine PC-7, am Sonntag, 31. August 2014, an der AIR14 ueber dem Flugplatz Payerne VD. Die Schweizer Luftwaffe feiert mit der grossen Flugschau ihr 100-Jahr Jubilaeum. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Eine F/A-18 begleitet eine PC-7 am 31. August 2014, an der AIR14 über Flugplatz Payerne VD.  Bild: KEYSTONE

In der Öffentlichkeit war die ausgeprägte Abhängigkeit von den USA 2003 letztmals ein Thema, als sich der damalige US-Präsident George W. Bush anschickte, den Irak anzugreifen. Im Februar 2003 verhängte der Bundesrat ein Überflugsverbot. Kurze Zeit später wollte der Thurgauer SVP-Nationalrat Alexander J. Baumann wissen, ob die Gerüchte stimmen, dass die Schweizer Luftwaffe aus technischen Gründen nicht in der Lage sei, die Flugverbotszone gegenüber den USA durchzusetzen. Verteidigungsminister Samuel Schmid stellte dies in Abrede.

So funktioniert das Super-GPS der USA 

Das Global Positioning System (GPS) ist ein weltweites, satellitenbasiertes Navigationssystem zur Bestimmung einer exakten Position. Es wurde in den 1970er Jahren vom US-Verteidigungsministerium entwickelt und seither laufend verfeinert. GPS ist seit Mitte der 1990er-Jahre voll funktionsfähig und ermöglicht seit der Abschaltung der künstlichen Signalverschlechterung (Selective Availability) am 2. Mai 2000 auch zivilen Nutzern eine Genauigkeit von oft besser als 10 Metern. Das militärische GPS hingegen ist exakter und vor allem: störungsresistent. Um es zu benutzen, brauchte es den geheimen P-Code des US-Geheimdienstes NSA. Bis 2008 gab es für militärische Partner der USA sogenannte «Black keys» und klassifizierte «Red keys». Aus den «Red Keys» konnte man jedoch kompromittierende Rückschlüsse auf den Aufbau des geheimen P-Code ziehen. Der NSA ist es deshalb zusammen mit Rockwell/Collins, einem der Hersteller der GPS-Geräte, gelungen, sogenannte SAAM-Module zu entwickeln. Aus diesem Modul kann nichts mehr herausgelesen werden und das SAAM-Modul selbst wird bei jedem Versuch, es zu öffnen, zerstört. Das Kryptomanagement sieht bei militärischen GPS-Geräten mit SAAM-Modulen wie folgt aus: Es braucht nur noch einen «Black key» und da dieser unklassifiziert ist, darf er zum Beispiel per E-Mail versandt werden. Das SAAM-Modul im betreffenden modernen GPS- Gerät vermag nun aus diesem «Black key» durch einen komplizierten kryptologischen Rechenvorgang den jeweiligen «Red key» zu errechnen. 

Erlauchte E-Mail-Liste
Die Authentifikation funktioniert so: Man ist auf einer erlauchten E-Mail-Liste und verfügt über GPS-Geräte mit modernen SAAM-Modulen. Wer auf dieser Liste steht, entscheiden die USA. Ob nun die Schweizer Armee bei ihren GPS-Geräten alle sieben Tage einen «Black key» und einen geheimen «Red key» programmieren muss oder nur einen unklassifizierten «Black key», ist offen. Bezüglich Abhängigkeiten macht dies aber keinen Unterschied. (ssm/az) ​

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    Alle Leser-Kommentare
  • tomdance 13.08.2015 19:16
    Highlight Highlight Die USA haben GPS. Die Russen Glonass. Und Europa kriegt das eigene System Galileo nicht hin. Ich kann auf alle Fälle die Straßenkarte noch lesen.
  • Surri 13.08.2015 18:06
    Highlight Highlight Und alle kaufen die "tollen" amerikanischen Waffensysteme....Leider kan man sich damit nur gegen Feinde verteidigen welche von der USA als solche deklariert wurden.
    Was ist wen eines Tages die USA die Bösen sind?
    Es dind ja nicht nur die Waffen auch Computer Betriebssysteme, SPS Steuerungen usw.
  • 7immi 13.08.2015 12:12
    Highlight Highlight so gesehen wäre der gripen keine schlechte wahl... schweden ist ebenfalls neutral und hat keine grössenwahnsinnige absichten wie die usa...
  • Der Tom 13.08.2015 11:56
    Highlight Highlight Wir sind so oder so komplett abhängig von den USA. Alle bedeutenden IT Systeme sind made dort. Wir sollten uns als Bundesstaat bewerben.
  • dracului 13.08.2015 11:35
    Highlight Highlight Von dieser Haltung sollten sich vor allem die Schweizer Waffenexporteure eine Scheibe abschneiden. Leichtfertig verkauft die Schweiz immer noch Waffen an die ganze Welt mit guten Absichen, aber ohne Kontrollmöglichkeiten. Gerade kürzlich wieder diese News: "In Mexiko werden Schweizer Flugzeuge gegen Demonstranten eingesetzt" - http://wat.is/DT_nzBAAzkokdFRC

  • Franko Steinert 13.08.2015 10:26
    Highlight Highlight Es ist zu begrüssen, dass die Amerikaner so weit denken, dass sie die verkauften Waffen nicht eines Tages gegen sich selber gerichtet sehen wollen. Es gibt keinen Grund, dass sich die Schweiz davon ausgenommen sehen sollte, da man als "neutrales Land" höchstens dankbar sein darf, dass man weitergehend supported wird und indirekt dennoch weitgehend unter dem Schutz der Nato-Länder steht. Aber genau so wie die Schweiz sich ungebunden gibt, können das die USA im umgekehrten Fall genau so.
  • Nico Rharennon 13.08.2015 09:43
    Highlight Highlight Üble Sache Malloney... Ich würde statt auf High-Tech eher auf bewährtes setzen. Sprengstoffe und Kleinwaffen sollten reichen, jeglichen Gegner empfindliche Schläge versetzen zu können.
    Wenn das keine Lösung ist, dann halt doch High-Tech... aber dann eher so Schwarmtechnologie welche ja die ETH entwickeln könnte... Milliarden Kleinstroboter die günstig zu produzieren sind und im Ernstfall aktiviert werden können um den Gegner das Fürchten zu lehren. ;-)
    • EvilBetty 13.08.2015 10:13
      Highlight Highlight Sprengstoff und Kleinwaffen gegen Dronen. Ja ne, is klar. Packen wir doch die Helebarden wieder aus.
    • Franko Steinert 13.08.2015 10:14
      Highlight Highlight Innovation ist in jedem Fall ratsam. Die Schweizer Armeeführung hat eine veraltete Denkweise wenn sie tatsächlich meint, dass man sich am klassischen Aufbau der Landesverteidigung anderer Länder orientieren könnte. Die Schweiz kann sich ausschließlich auf Abschreckung berufen. Das heißt massive Flugabwehr, massive Panzerabwehr. Festungen in den Alpen hingegen interessieren keinen Mensch wenn die Städte eingenommen werden sollen. 2015 muss niemand erst mal die Alpen überqueren damit in Bern kapituliert wird. Im Prinzip bräuchte die Schweiz, ähnlich wie Israel, Atomwaffen und Zweitschlagfähigkeit.
    • Nico Rharennon 13.08.2015 10:41
      Highlight Highlight EvilBetty, naja die Taliban gibts ja auch noch. Auch nach jahrelanger Konflikte mit der wirklich besten Armee der Welt. Unsere Voraussetzungen wären wohl vergleichbar, da unser Terrain dem von Afghanistan doch nicht unähnlich ist. Bis an die Zähne bewaffnet sind wir ja auch schon. ;-)
  • Zeit_Genosse 13.08.2015 09:39
    Highlight Highlight Können Windows 10, OSX, Android, etc. auch "ferngesteuert" werden? Im Beadarfsfall shut down........
    .....chaos....
  • Bowell 13.08.2015 08:46
    Highlight Highlight Nur so nebenbei, die Flugzeuge wurden imphall auch von den Amis gebaut :O!
  • Hand-Solo 13.08.2015 08:31
    Highlight Highlight Mit dem aktuellen Armeebudget lässt sich das aber auch nicht ändern. Mann bräuchte selbst entwickelte Waffen- und Navigationssysteme. Das würde Unmengen an Geld kosten. Russland z.B. hat komplett eigene Systeme, China auch. Die Entwicklung eines modernen Jets kostet Miliarden! Eine eigene Lenkwaffe wird auch nicht billig (Btw: Wo wird die dann getestet?) Ein vollständig eigenes Navigationssystem wird schon nur aufgrund des fehlenden Raumprogramms nicht möglich sein. All das wäre für die Schweiz schlicht und ergreifend nicht finanzierbar.
    • tower204 13.08.2015 09:06
      Highlight Highlight So ist es alles andere wär ja vollkommen unrealistisch. Jedoch war es in meiner WK Zeit so das sehr viel über Mobiltelephone kommuniziert wurde. Das könnte mann sich ändern, zudem wenn mann nachgefragt nach Cyberwar mass nahmen wird man Böse angeschaut. Sorry aber die Schweizer Armee ist in einem sehr schlechten zustand und bei weitem nicht mehr Zeitgemäss.
    • mope 13.08.2015 09:24
      Highlight Highlight Genau so. Knorr konstruiert schliesslich auch keine Landwirtschaftsmaschinen. Also kompletter Ausstieg aus der Armee. Dieses Budget kann man sinnvoller einsetzen.
  • Angelo Hediger 13.08.2015 08:26
    Highlight Highlight Aber nur von 9-5!
  • stadtzuercher 13.08.2015 08:23
    Highlight Highlight Und derselbe Armee-Ueli und seine SVP-Parteifreunde propagieren bei jeder Gelegenheit, dass die Schweiz autonom sein müsse und unabhängig vom Ausland. Wie dumm sind die eigentlich?
    • Daylen 13.08.2015 09:10
      Highlight Highlight Beste Armee der Welt ;-)
  • djangobits 13.08.2015 08:19
    Highlight Highlight Das ist ja nicht wirklich neu. wurde beider Abstimmung über die FA18 schon diskutiert.
    • amore 13.08.2015 11:51
      Highlight Highlight Genau so ist es. Komisch, dass die bereits bekannte Information ein Primeur sein soll und sich so viele Leute darüber auslassen. Hier sieht man wie "vergänglich" Informationen sind.
    • philipp meier 13.08.2015 17:37
      Highlight Highlight könnte die vergänglichkeit der informationen ein grund dafür, dasselbe öfters zu bringen?
  • YesImAMillenial 13.08.2015 08:13
    Highlight Highlight oha, damit hätte nun aber wirklich gar niemand gerechnet.
    • herschweizer 13.08.2015 08:22
      Highlight Highlight ja unglaublich... ;-) haben wir damals nicht wg ähnlichen Bedenken die Mirage gemoddet?
  • Caturix 13.08.2015 08:06
    Highlight Highlight Wie dumm sind wir eigentlich ?
    • herschweizer 13.08.2015 08:20
      Highlight Highlight nein... wie korrupt ;-)
    • Triumvir 13.08.2015 08:30
      Highlight Highlight Wieso dumm!? Seit wann besitzen wir ein eigenes GPS-System im Weltall!? Oder willst Du ein solches System künftig lieber bei den lieben, friedfertigen Russen kaufen!?
    • herschweizer 13.08.2015 08:35
      Highlight Highlight wieso ist echt das europäische System seit etlichen Jahren "in Planung" ?
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