Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Regionalgefängnis Burgdorf. bild via pom.be.ch

Mutmasslicher Kopf der Schaffhauser IS-Zelle über die Schweizer: «Sie sind zum Enthaupten, nicht für Missionieren»



Seit rund einem Jahr befinden sich in der Schweiz drei Iraker in Haft, denen vorgeworfen wird, eine Zelle der Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) gebildet zu haben. Laut dem Bundesstrafgericht ist der Kopf der Gruppe offenbar enger mit dem IS verbunden als bislang bekannt, schreibt der Tages-Anzeiger.

Aus seinen Äusserungen gehe hervor, dass sich Osama M. «mit der terroristischen Tätigkeit des IS vollumfänglich identifiziert und sich als dessen Mitglied versteht», schreibt das Bundesstrafgericht. Er behaupte, selbst für den IS gekämpft zu haben und in der Organisation über grosses Ansehen zu verfügen. Für die Schweizer Justiz besteht somit der dringende Tatverdacht, dass er sich im Irak «sehr wohl funktionell in die kriminelle Organisation eingegliedert und an deren Aktivitäten teilgenommen hat».

Der Umstand, dass er sich nach seiner Verwundung zur medizinischen Behandlung in die Schweiz begeben habe, ändere nichts an seinen Verbindungen zum IS. Er betone im Gegenteil, dass er seine «Arbeit» vermisse und Sehnsucht nach der IS-Gemeinschaft habe. Nach der Genesung habe er in den Irak zurückkehren wollen. Der Iraker sitzt heute im Rollstuhl.

Die medizinische Versorgung und die Sozialhilfe, die ihm die Schweiz gewährt, hat offenbar keine positive Haltung gegenüber seinem Gastland bewirkt. «Ja, bei Gott. Sie (die christlichen Schweizer, Anm. d. Red.) sind zum Enthaupten, nicht für Missionieren», laute etwa eine Passage, schreibt das Bundesstrafgericht.

Während Osama M. mit solchen Aussagen seine Aussichten auf Haftentlassung mindert, versucht er offenbar zu erreichen, die von der Bundesanwaltschaft erhobenen Beweise gegen ihn und zwei Landsmänner für nichtig erklären zu lassen. Dabei geht es um Konversationen und Chats bei Facebook, welche die Bundesanwaltschaft via Rechtshilfegesuch in den USA erfragt hatte. Das Bundesstrafgericht hat die Beschwerde abgewiesen.

Osama M. hatte zuletzt in Beringen bei Schaffhausen gewohnt und sitzt ebenso wie seine zwei Landsmänner seit März 2014 in Untersuchungshaft. Ihnen wird zur Last gelegt: Verdacht der Unterstützung einer kriminellen Organisation, der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht sowie der strafbaren Vorbereitungshandlungen. (kri)

Islamistische Terroristen

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lucafr 18.05.2015 16:44
    Highlight Highlight Es ist einfach nur noch traurig in was für einem Land wir leben, wo Verbrecher Sozialhilfe erhalten und durchgefüttert werden. Es ist einfach nur unglaublich, da bleiben mir die Worte weg. Solchen Abschaum sollte man einfach nur entfernen wie früher. So etwas sollten wir uns nicht bieten lassen, diese Verbrecher würden uns ohni mit einer Wimper zu zucken umbringen und wir geben ihnen noch hilfe. einfach nur traurig.
  • zombie1969 18.05.2015 14:55
    Highlight Highlight Die Angst bei den Behörden wird immer offensichtlicher. Offenbar zweifelt man doch sehr an der Friedfertigkeit der Muslime, die man in die CH geholt hat und mit Sozialleistungen noch ruhig halten kann. Sogar in F greift man vor beklemmender Angst zu erheblichen Sicherheitsmassnahmen.
    http://www.france24.com/en/20140818-muslim-engineer-banned-french-nuclear-sites-edf/
  • Wilhelm Dingo 18.05.2015 13:53
    Highlight Highlight Rigoros international überwachen solche Typen und beim kleinsten Vergehen für möglichst lang sanktionieren.

Nationalratskommission ist für Präventivhaft bei potentiellen Terroristen

Die vom Bundesrat vorgeschlagene verstärkte Terrorismusbekämpfung stösst auch in der vorberatenden Nationalratskommission auf Anklang. Sie empfiehlt ein doppeltes Ja zu zwei Vorlagen. Verschärfend beantragt die Kommission, das Instrument der Präventivhaft einzuführen.

Die grosse Kammer hatte im vergangenen Herbst eine entsprechende Motion angenommen. Nun beantragt ihre Sicherheitspolitische Kommission (SiK) mit 11 zu 10 Stimmen bei 4 Enthaltungen, dass die polizeilichen Massnahmen um eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel