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Sonntagsnews: Bund plant 670-Millionen-Investition zu Drohnen-Bekämpfung

Bund plant 670-Millionen-Investition zur Drohnen-Bekämpfung – die Sonntagsnews

Rund 670 Millionen Franken zur Bekämpfung von Minidrohnen, Millionen-Ausgaben weil Italien Dublin-Flüchtlinge nicht aufnimmt und über 500 Schweizerinnen und Schweizer im Dienst der israelischen Armee: die Sonntagsnews.
01.03.2026, 09:1301.03.2026, 09:13

Bund plant 670-Millionen-Investition zur Drohnen-Bekämpfung

Der Bund will nach Informationen der «NZZ am Sonntag» für rund 670 Millionen Franken Systeme zur Bekämpfung von Minidrohnen beschaffen. Das entnahm die Zeitung einem internen Bericht des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) zuhanden der Sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats, wie die Zeitung schrieb. Bis Ende 2027 rechnet das VBS demnach mit Kosten von 70 Millionen Franken, danach sollen die Ausgaben sukzessive steigen. Im Bericht werde etwa der Kauf von Hochenergie-Laser-Waffen erwähnt. Welche Beschaffungen das VBS konkret anvisiert, habe es nicht kommentieren wollen. Sicherheitspolitiker von rechts bis links begrüssten laut der Zeitung die Pläne, kritisierten aber die späte Reaktion auf die Bedrohung aus der Luft.

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Der Bund will Minidrohnen bekämpfen.Bild: IMAGO / NTB

Italiens Dublin-Blockade kostet die Schweiz Millionen

Weil Italien keine Dublin-Flüchtlinge aus der Schweiz zurücknimmt, haben hierzulande laut der «NZZ am Sonntag» in den letzten gut drei Jahren über 800 Personen Asyl erhalten oder wurden vorläufig aufgenommen. Den Bund kostete dies rund 60 Millionen Franken, wie die Zeitung schrieb. Die neuen Zahlen zur Anzahl Personen erhielt die Zeitung vom Staatssekretariat für Migration (SEM). Hinzu kämen die Ausgaben für Asylbewerberinnen und -bewerber, die einen negativen Entscheid erhalten haben. Die Schweizer Behörden haben laut der Zeitung in dieser Zeit insgesamt bei 2540 Personen ein Asylverfahren durchgeführt, obwohl Italien dazu verpflichtet gewesen wäre. Das SEM erwartet laut der «NZZ am Sonntag», dass sich Italien wieder an die Dublin-Regeln hält, sobald der europäische Migrations- und Asylpakt umgesetzt ist.

Über 500 Schweizer dienten in Israels Armee

Mehr als 500 Schweizerinnen und Schweizer haben nach Angaben von Tamedia 2025 den israelischen Streitkräften (IDF) gedient. Diese Zahl entnahmen die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» einem Dokument der israelischen Armee, das die britische Rechercheplattform Declassified UK zuerst veröffentlicht habe. Für Schweizer Staatsangehörige, die auch den israelischen Pass besitzen, sei dies legal. Der Bund habe keine Informationen zu den schweizerisch-israelischen Doppelbürgern in den Reihen der IDF, schrieb die Zeitung. Dabei sei der zivile Wohnsitz «das entscheidende Kriterium bei der Beurteilung, ob ein Schweizer Doppelbürger in einer ausländischen Armee dienen darf oder nicht», sagte Strafrechtsprofessor Thierry Godel zur Zeitung. Der Bund hat laut der Zeitung diesbezüglich seit dem 7. Oktober 2023 drei Strafverfahren gegen Schweizer eröffnet.

Tritt Cassis zurück? Personalrochaden im EDA deuten auf Abgang hin

Die Hinweise auf einen Rücktritt von Aussenminister Ignazio Cassis bis spätestens Mitte 2028 haben sich laut «SonntagsBlick» verdichtet. Denn dann wechselt sein diplomatischer Berater Cédric Stucky nach Singapur, wie die Zeitung mit Verweis auf Informationen von Parlamentarier schrieb. Ein weiterer Hinweis sei, dass Markus Seiler, derzeit Generalsekretär des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), per 1. Dezember neuer Botschafter der Schweiz in Kanada wird. Für «SonntagsBlick» sind die Rochaden ein Zeichen dafür, dass Cassis seine engsten Mitarbeiter vor seinem Abgang ins Trockene bringen wolle. Auch in Berlin stehe ein Wechsel an. Im Gespräch sei Patric Franzen, schrieb «SonntagsBlick». Je nachdem, wie schnell es diesbezüglich vorwärts gehe, wolle Cassis Ende 2027 oder Mitte 2028 abtreten.

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Die Hinweise auf einen Rücktritt von Aussenminister Ignazio Cassis haben sich verdichtet.Bild: keystone

Uber zahlt weiterhin keine AHV-Beiträge – neue Verfahren laufen

Trotz mehreren Gerichtsurteilen bezahlt der Fahrdienst Uber gemäss der «NZZ am Sonntag» weiterhin keine AHV-Beiträge für Uber-Beschäftigte. Kantonale Behörden schickten Dutzende Verdachtsmeldungen an die Ausgleichskasse des Kantons Zürich, wie die Zeitung in Erfahrung brachte. Diese sei für Uber zuständig. Es geht demnach um Kuriere und Fahrer, die von den Behörden auf der Strasse abgefangen wurden und nicht angemessen versichert waren. Der Fahrdienst bediene sich eines Kniffs. Er habe sein Geschäftsmodell angepasst – und damit einem Urteil des Bundesgerichts von 2022 die Grundlage entzogen. Der AHV-Status müsse erneut rechtlich geklärt werden, sagte eine Sprecherin der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich zur Zeitung. Es liefen neue Verfahren. In einer Stellungnahme schrieb Uber, dass die Kuriere unabhängig bleiben wollten.

Schweizer nach 26 Jahren auf freiem Fuss – drohende US-Haft

Der Schweizer, der rund 26 Jahre flüchtig war und letzten Herbst im süditalienischen Bari verhaftet wurde, ist laut der »NZZ am Sonntag« auf freiem Fuss. Die Zeitung traf den schweizerisch-französischen Doppelbürger in einem Genfer Hotelbistro. In den USA drohen dem Mann 125 Jahre Haft. Er wird beschuldigt, gemeinsam mit Komplizen in New York einen Betrug in Höhe von über 20 Millionen Dollar begangen zu haben. In seinen Geschäftsbeziehungen habe er nie etwas von Betrug bemerkt, sagte er der Zeitung. Auch bestritt er, dass er sich versteckt habe. Eine Genfer Bezirksrichterin habe ihn 1999 freigesprochen. Seither wurde er nach eigenen Angaben nie mehr von Schweizer Behörden kontaktiert. Unabhängig liessen sich die Angaben nicht bestätigen, wie die Zeitung schrieb. Die USA hatten wohl nie formell ein Auslieferungsgesuch an die Schweiz gestellt, wie die »NZZ am Sonntag" schrieb.

Walliser Kantonalbank vergab Morettis Millionenkredite

Die Kreditpolitik der Walliser Kantonalbank hat im Falle der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana nach Worten der «SonntagsZeitung» in starkem Widerspruch zu den für Gastronomiebetriebe üblichen Kredite gestanden. Die Bank stellte den Betreibern der Bar, dem Ehepaar Moretti, Millionen Franken zur Verfügung, obwohl diese kaum Sicherheiten geben konnten, wie die Zeitung schrieb. Die Bar sei jahrelang defizitär gewesen. Sie wäre gemäss der «SonntagsZeitung» wohl pleite gegangen, wenn sie nicht hätte expandieren können. Die Walliser Kantonalbank und der Anwalt der Morettis verweigerten laut der Zeitung eine Stellungnahme.

Fink und Hoffmann nun offiziell WEF-Präsidenten

Larry Fink und André Hoffmann sind gemäss Medienberichten offiziell Präsidenten des Weltwirtschaftsforums (WEF). Das bestätigte ein WEF-Sprecher dem «SonntagsBlick». Die «NZZ am Sonntag» berichtete ebenfalls darüber, dass Fink und Hoffmann den Zusatz «ad interim» gestrichen haben. Die «NZZ am Sonntag» verwies auf mehrere WEF-Insider. WEF-Gründer Klaus Schwab habe sich daraufhin an die Eidgenössische Stiftungsaufsicht gewandt, schrieb «SonntagsBlick». Er ersuche die Behörde, dass sie die Nachfolgevereinbarung mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde behandle. Schwab habe im April 2025 einen entsprechenden Deal mit Lagarde abgeschlossen. Der WEF-Gründer hoffe weiterhin auf sie als neue Präsidentin, stosse damit aber intern auf Widerstand, schrieb «SonntagsBlick».

Gérard Castella tritt nach langer Karriere im Schweizer Fussball zurück

Gérard Castella, ehemaliger Fussballer und Trainer, hat in «Le Matin Dimanche» per Saisonende seinen Rücktritt bekanntgegeben. Im Schweizer Fussball hat er alles erlebt, wie die Zeitung schrieb. Insbesondere bei Servette, Lausanne-Sport, Neuchâtel Xamax und bei den Young Boys. Sein Vertrag als Ausbildungsleiter beim Berner Klub laufe im kommenden Juni aus. Mit Servette wurde Castella im Jahr 1999 Schweizer Meister. Als Mitwirkender am Weltmeistertitel der U17 im Jahr 2009 und der Krönung von YB im Jahr 2024 blicke er auf ein «erfülltes und glückliches Fussballleben» zurück, sagte er. Der 73-Jährige freue sich darauf, die Zeit mit seiner Familie zu geniessen. In Westschweizer Fussballstadien wird er weiterhin anzutreffen sein, wie er der Zeitung sagte. (sda/hkl)

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