Schweiz
Gesellschaft & Politik

Badi-Verbot in Porrentury wieder aufgehoben – wegen schlechtem Wetter

CAPTION CORRECTION: CORRECTS NON-SWISS RESIDENTS TO NON-RESIDENTS OF SWITZERLAND - View of the public outdoor swimming pool in Porrentruy, Switzerland, Friday, July 4, 2025. The municipality of Porren ...
Das Badi-Verbot für Nicht-Ansässige hatte vor zwei Monaten für viel Aufsehen gesorgt, jetzt wurde es wieder aufgehoben.Bild: keystone

Nach Verbot für Auswärtige: Badi-Verbot in Porrentruy aufgehoben

30.08.2025, 20:5620.03.2026, 08:45

Das Badi-Zutrittsverbot in Porrentury JU für Nichtansässige wird laut dem Verantwortlichen für die Freizeitanlagen der Stadt nicht bis zum Ende der Saison verlängert. Grund für das Ende der Massnahme, die noch bis Sonntag gilt, sei das weniger schöne Wetter.

Man habe immer gesagt, dass das Verbot zeitlich begrenzt sei, weil es sich um eine Notmassnahme handle, sagte Lionel Maitre am Samstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit eine Information des «Quotidien jurassien».

Noch am Donnerstag hatte Porrenturys Stadtpräsident Philippe Eggertswyler im Gespräch mit Keystone-SDA gesagt, das Verbot habe für Ruhe gesorgt und werde deshalb sicherlich bis zum Ende der Badesaison im September verlängert.

Mit dem weniger guten Wetter und der sich zu Ende neigenden Saison habe sich die Gefahr einer Überbelegung nun aber verringert, erklärte Maitre. Der endgültige Entscheid werde am Montag getroffen.

«Wir gehen davon aus, dass die Massnahme wirksam war», sagte Maitre. Das Schwimmbad in Porrentruy habe doppelt so viele Abonnements verkauft wie in der vergangenen Saison und rund 10'000 zusätzliche Eintritte verzeichnet. Sie hätten viele positive und sehr wenige negative Rückmeldungen erhalten.

Einlassregeln seit zwei Monaten

Vor fast zwei Monaten hatten der Stadtrat von Porrentury und der Gemeindeverbund des jurassischen Bezirks aus Sicherheitsgründen ein Zutrittsverbot zum Freibad für Nichtansässige beschlossen. Nur schweizerische Staatsangehörige und Personen mit Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung in der Schweiz durften das Schwimmbad betreten. Diese Entscheidung löste bis weit über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus eine heftige Kontroverse aus.

Vor dieser Einlassbeschränkung hatte das Freibad gemäss Gemeinderat 20 Gästen Hausverbot erteilt. Gründe dafür waren unangemessenes Verhalten, Belästigungen, Gewaltandrohungen, Unhöflichkeit und Missachtung der Regeln des Bads. Die Mehrheit der Hausverbote richtete sich gegen Personen aus der nahe gelegenen französischen Nachbarschaft. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Wenn du denkst, deine Badi ist jetzt schon zu voll, …
1 / 48
Wenn du denkst, deine Badi ist jetzt schon zu voll, …
Wenn du diese Fotos gesehen hast, freust du dich sogar darüber, wenn dein Nachbar nur seinen Fuss auf dein Badetuch legt! Als Bonus ist auf jedem Wimmelbild eine gelbe Quietschente versteckt. Findest du sie? Im Bild: Haeundae Beach in Busan, Südkorea. (EPA/YNA)
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Hast du in der Badi früher «die Katze» gemacht? Dann zieh dir mal diese Norwegerin rein
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Bund hält 1,25 Millionen Franken für Ärzte ohne Grenzen zurück – die Sonntagsnews
Der Bund hat wegen eines Missbrauchsskandals 1,25 Millionen Franken für Ärzte ohne Grenzen zurückgehalten. Zudem schliesst Lindt-Präsident Ernst Tanner einen Rücktritt vorerst aus. Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Der Bund hat laut der «NZZ am Sonntag» wegen eines Missbrauchsskandals in Tschad eine Zahlung von 1,25 Millionen Franken an Ärzte ohne Grenzen zurückgehalten. Das Hilfswerk habe die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) nicht rechtzeitig über das Ausmass der sexuellen Ausbeutung geflüchteter Frauen und Mädchen durch eigene Mitarbeiter informiert. Eine interne Untersuchung habe 59 Vorwürfe ergeben und zur Entlassung von 18 Mitarbeitern geführt. Sechs davon seien bei der Schweizer Sektion angestellt gewesen. Obwohl die Deza bereits im November 2024 erste Hinweise erhalten habe, sei ihr das volle Ausmass erst durch Medienberichte im Juni 2026 bekannt geworden. Ärzte ohne Grenzen habe damit laut dem Aussendepartement seine vertragliche Meldepflicht verletzt. Die NGO räume ein, die Erkenntnisse nicht früh genug offengelegt zu haben. Der Bund prüfe weitere Sanktionen und eine externe Untersuchung. Ab 2027 würden zudem die Meldepflichten für sämtliche Schweizer NGO-Partner verschärft.
Zur Story