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Seraina Schatz, Maitre de Cabine, steht im neuen Bombardier C Series Flugzeug der Fluggesellschaft Swiss, aufgenommen anlaesslich der Flugzeugtaufe am Mittwoch, 6. Juli 2016, in Kloten am Flughafen Zuerich. Am letzten Freitag war das erste der neuen Bombardier-Flugzeuge in Zuerich gelandet. Die Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge der C Series setzen dank ihrer neuen Technologie Massstaebe im Bereich Komfort, Wirtschaftlichkeit und Umweltvertraeglichkeit, wie Swiss mitteilte. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Eine Mitarbeiterin der Airline soll den serbischen Schönheitschirurgen Marko Lens wegen seiner Homosexualität diskriminiert haben. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

«Ugly faggot» – Swiss verliert bizarren Rechtsstreit gegen höchstes Gericht in Serbien



Ein bizarrer Rechtsstreit endet für die Fluggesellschaft Swiss mit einer Niederlage. Das höchste serbische Gericht in Belgrad kommt zum Schluss, dass eine Mitarbeiterin der Airline den serbischen Schönheitschirurgen Marko Lens wegen seiner Homosexualität diskriminiert hat.

Wie Recherchen der «SonntagsZeitung» ergeben, soll sie Lens unter anderem als «ugly faggot» (hässliche Schwuchtel) beleidigt haben. Die Swiss wird letztinstanzlich zu einer Schadenersatzsumme von umgerechnet 5000 Franken verurteilt. Sie hatte das Urteil weitergezogen, nachdem sie bereits von der Vorinstanz für schuldig befunden worden war.

«Swiss akzeptiert das Urteil, ist aber der Ansicht, dass es inhaltlich falsch ist», sagt eine Sprecherin gegenüber der «SonntagsZeitung» zum letztinstanzlichen Urteil in Serbien. Sie bezeichnet Lens als Einzelperson, die «eigennützige Ziele verfolgt». Zu den Details des Tatverlaufs will sich die Swiss nicht genauer äussern.

Die Fluggesellschaft weist aber den Vorwurf, man würde Homosexuelle diskriminieren, weit von sich. Wieso hat die Mitarbeiterin den Serben derart beleidigt? Gerichtsunterlagen aus Österreich legen den Schluss nahe, dass der Schönheitschirurg selber nicht ganz einfach ist im Umgang. Das Gericht im Wiener Prozess spricht von einem «auf Erfüllung von Sonderwünschen abzielenden Verhalten des Klägers».

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