Feuerwehrchef von Crans-Montana muss als Zeuge antraben
Der Feuerwehrchef von Crans-Montana VS, wo in der Silvesternacht bei einem Brand in der Bar «Le Constellation» 41 Menschen ums Leben kamen und 115 verletzt wurden, ist am Montag als Zeuge vernommen, worden. Er betrat die Polizeistation in Sitten durch eine Hintertür, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.
Die Untersuchung hatte ergeben, dass der Brand durch Funken von Sprüh- oder Wunderkerzen ausgelöst wurde, die einen schalldämmenden Schaumstoff an der Decke des Untergeschosses der Bar entzündeten.
War er bei der letzten Kontrolle dabei?
Die Untersuchung soll Aufschluss geben über die genauen Umstände des Brandes, die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften durch die französischen Eigentümer und die Verantwortlichkeiten. Schliesslich hat die Gemeinde bereits eingeräumt, dass seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar durchgeführt wurden, obwohl diese jährlich vorgeschrieben sind.
Der Feuerwehrchef von Crans-Montana war gemäss verschiedenen Medienberichten bei der Kontrolle der Sicherheits- und Brandschutzmassnahmen im Jahr 2018 anwesend. Bei dieser Gelegenheit hatte der Sicherheitsbeauftragte der Gemeinde eine Liste mit Verstössen an den Walliser Eigentümer der Räumlichkeiten und den Geschäftsführer der Bar, Jacques Moretti, übergeben, der das Lokal dann 2022 zusammen mit seiner Frau kaufte.
Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung richten sich gegen die Eigentümer der Bar, die Morettis, sowie gegen den derzeitigen Leiter des Sicherheitsdienstes von Crans-Montana und dessen Vorgänger, der 2024 aus dem Amt ausgeschieden ist. (sda/afp)
