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Vierjährige Freiheitsstrafe für Ex-DJ Christopher S bestätigt



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Bild: Twitter

Das Bundesgericht hat die Verurteilung des ehemals national bekannten Ex-DJs Christopher S aus der Region Bern zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren bestätigt. Der Mann wurde der Anstiftung zu Brandstiftung und weiterer Delikte schuldig gesprochen.

Der Christoph Spörri, wie er mit bürgerlichem Namen heisst, beantragte einen Freispruch von allen Anklagepunkten, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichts hervorgeht. Er rügte unter anderem, dass der Grundsatz «im Zweifel für den Angeklagten» verletzt worden sei. Er argumentierte, aufgrund der Beweislage hätte das Obergericht des Kantons Bern erhebliche Zweifel an seiner Täterschaft haben müssen.

Das Bundesgericht stützt in seinem Entscheid jedoch die Sicht der Vorinstanz. Diese habe aufgrund des sehr dichten Mosaiks von Indizien ein klares Bild aufgezeichnet und keine willkürlichen Schlüsse gezogen.

Im Prozess gegen den Ex-DJ und zwei weitere Personen ging es im Wesentlichen um einen Brand in einer Lagerhalle in Ostermundigen im Jahr 2012. Kurz vor dem Brand hatte der DJ seine 13'000 Stück umfassende Plattensammlung in die Lagerhalle verlegt.

Er hatte die Sammlung für 200'000 Franken versichert und die ausstehenden Prämien endlich nachbezahlt. Vor dem Brand erkundigte er sich zudem bei der Versicherung, ob ein solches Ereignis tatsächlich gedeckt sei.

Danach gab der Verurteilte zwei Bekannten den Auftrag, die Sammlung in Brand zu stecken. Die beiden Männer verwendeten dafür Brandbeschleuniger und lösten ungewollt eine Explosion aus. Beide wurden verletzt, einer von ihnen mittelschwer.

Einer der beiden Mittäter zog sein Urteil ebenfalls bis vor Bundesgericht weiter. Die Lausanner Richter bestätigten seine Verurteilung in einem separaten Verfahren zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten.

Auch bei Christopher S bleiben Schuldspruch und Strafe wie vom Berner Obergericht ausgesprochen: 48 Monate Freiheitsstrafe für die Anstiftung zur Brandstiftung, die ungetreue Geschäftsbesorgung und die Anstiftung zu falschem Zeugnis. (dfr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Papirossi 04.10.2019 17:19
    Highlight Highlight So sehen Abgründe aus wenn es nicht mehr klappen will mit dem Geld. Viele Exponaten der Musikbranche haben ein Problem wenn der Statusverlust droht, dann werden krumme Sachen gedreht, mit "superprofessioneller" Vorbereitung. Aktuelles Beispiel: Loredana.

    Eigentlich tut mir hier nur seine Frau und seine Kind leid. Denen wünsche ich viel Kraft..
  • Ueli der Knecht 03.10.2019 14:30
    Highlight Highlight Da hoff ich doch wenigstens, dass er seine "Auszeit" kreativ (und zwar für die Musik) nutzen wird.

    Christopher S. →→→ FUCK THE DJ!

    Mixed by Lauren M.
    Play Icon
  • Miky 03.10.2019 14:18
    Highlight Highlight Muss man den kennen?🤔😳
    • Bin nur wegen der Kommentare hier 03.10.2019 15:40
      Highlight Highlight In Bern kein Unbekannter. Mit etwas Goodwill ginge er als Lokalprominenz durch
    • Miky 03.10.2019 16:13
      Highlight Highlight Ach je, ich bin zu alt für den Scheiss... 😏
  • Publicagent 03.10.2019 12:54
    Highlight Highlight Ich finde es erschreckend, dass man bei Betrugsdelikten 4Jahre einsitzen muss, aber Vergewaltiger wie etwa die 3Typen in Bern, die ein 13jähriges Mädchen vergewaltigt haben, ohne Freiheitsstrafe davon kommen (Bewährung). Bin ich der Einzige der diese Gesetzgebung sehr fragwürdig findet?
  • michiOW 03.10.2019 12:26
    Highlight Highlight Eine richtige Intelligenzbestie.

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