Schweiz
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Licht dringt in eine Zelle am Freitag, 29. April 2011 im Zentralgefaengnis in Lenzburg. Nach zweieinhalbjaehriger Bauzeit wird die multifunktionale Vollzugseinrichtung mit 107 Zellenplaetzen eroeffnet.(KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

«Sterbezimmer» im Gefängnis – für Schweizer Häftlinge soll es Suizidzellen geben

Ein Strafvollzugsexperte fordert drei Sterbezimmer in Schweizer Gefängnissen – der Bischof warnt davor.

andreas maurer / schweiz am wochenende



Ein Artikel von

Peter Vogt, 68, pädophiler Serien-Vergewaltiger, lädt das Schweizer Fernsehen in die Strafanstalt Bostadel (ZG) ein. Ein fetter alter Mann tritt vor die Kamera, er atmet schwer. Seit 14 Jahren hat Vogt seine Strafe abgesessen, doch voraussichtlich wird er für immer verwahrt bleiben, denn er gilt als gemeingefährlich. Irgendwann wird er hier sterben. Vogt möchte den Zeitpunkt selber bestimmen. Er ist der erste Schweizer Häftling, der Suizidhilfe für sich verlangt. Er spricht ins Mikrofon: «Das Leben hat doch keinen Sinn mehr. Wofür soll ich am Leben bleiben? Damit man mich einsperren kann?»

Rechtlich war bisher ungeklärt, wie der Staat mit diesem Gesuch umgehen soll. Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren hat deshalb ein Grundlagenpapier in Auftrag gegeben, das 2019 vorliegen soll.

Benjamin Brägger prescht nun vor. Er ist Sekretär des Strafvollzugskonkordats der Nordwest- und Innerschweiz, das die Anstalten von elf Kantonen koordiniert. Zudem ist er Chefredaktor der Schweizerischen Zeitschrift für Kriminologie. Dort analysiert er in einem Fachbeitrag die rechtlichen Rahmenbedingungen des Sterbens hinter Gittern. Er kommt zum Schluss, dass Justizvollzugsanstalten Suizidhilfe in ihren Räumen zulassen müssten. Das Recht auf Selbstbestimmung des Todes dürfe bei Gefangenen nicht von ihrem strafrechtlichen Status abhängig gemacht werden. Dies gelte nicht nur für Verwahrte, die ihre Strafe abgesessen haben, sondern auch für Täter im Strafvollzug. Sogar nicht rechtskräftig verurteilte Häftlinge sollten sich umbringen dürfen.

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Brägger sagt auf Anfrage: «In jedem der drei Strafvollzugskonkordate der Schweiz sollte je eine Anstalt ein Sterbezimmer einrichten.» Dafür fordert er spezialisiertes Aufsichtspersonal, das die Insassen gemeinsam mit Freitodorganisationen betreut. Die Sterbebegleitung müsse professionalisiert werden. In der Fachwelt werde das Thema schon länger diskutiert: «Jetzt ist dringend eine politische Diskussion nötig.»

Ein gesellschaftlicher Trend

Suizidhilfe hinter Gittern wird in der Schweiz aus drei Gründen zum Thema. Erstens steigt die Zahl der über 60-jährigen Insassen, weil die Leute generell immer älter werden. Zweitens wird die Haftdauer tendenziell länger, weil die Bereitschaft, Rückfälle zu riskieren, gesunken ist. Drittens entspricht Suizidhilfe einem gesellschaftlichen Trend, immer mehr Leute wählen diesen Weg.

In der Fachwelt stösst der Vorschlag auf kontroverse Reaktionen. Ein Ethiker stimmt dem Juristen zu. Ein Psychiater ist hin- und hergerissen. Ein Gefängnisseelsorger und der Bischof sind dagegen. Aber der Reihe nach.

Peter Schaber, Ethikprofessor der Universität Zürich, unterstützt den Vorschlag: «Wenn ein Insasse die normalen Bedingungen für Suizidhilfe erfüllt, sollten aus humanitärer Sicht die gleichen Kriterien gelten wie ausserhalb des Gefängnisses.» Es müsste darum gehen, einem unheilbar Kranken ein qualvolles Leiden zu ersparen. Es sollte aber nicht darum gehen, dass sich ein gesunder Gefangener durch einen assistierten Suizid seiner Strafe entziehen könnte, sagt er.

Psychiater Josef Sachs sieht drei heikle Punkte. Die Gesellschaft müsse einen Konsens finden, wie sie mit diesen umgehe.

Erstens: «Hat die Person den Entscheid tatsächlich wohlerwogen? Für einen assistierten Suizid im Gefängnis bräuchte es zusätzliche Abklärungen.»

Zweitens: «Würde die Person auch Suizid begehen, wenn sie nicht in Haft wäre? Wenn nein, wäre das problematisch.» Das wäre wie eine freiwillige Todesstrafe, sagt Sachs. Bei Langzeitgefangene würde gesellschaftlicher Druck entstehen, weil die Öffentlichkeit viel Geld sparen könnte. «Das fände ich heikel. Zudem würde so auch die Todesstrafe rasch wieder ein Thema.»

Drittens: «Gefangene könnten mit der Forderung nach einem assistierten Suizid Druck auf die Haftbedingungen ausüben.» Wie bei einem Hungerstreik könnte die appellative Wirkung im Vordergrund stehen. Sachs fragt: «Wie gehen wir damit um?»

Der reformierte Pfarrer Alfredo Díez präsidiert den Schweizer Verein für Gefängnisseelsorge. Er persönlich sei in seiner 20-jährigen Laufbahn als Gefängnisseelsorger vielen Menschen begegnet, die Suizidabsichten äusserten. Aber niemand habe Suizidhilfe tatsächlich in Anspruch nehmen wollen. Er schliesse zwar nicht aus, dass dieses Bedürfnis bei anderen vorhanden sei. Er fände es aber falsch, wenn es erfüllt werden würde: «Ein Mensch in Haft ist in einer sehr vulnerablen Lebenssituation und nicht im gleichen Masse frei wie ein Mensch, der in Freiheit lebt.»

Lebensmüder soll umziehen

Der Basler Bischof Felix Gmür lässt über seinen Sprecher ausrichten, dass es in der Debatte vordergründig um das Selbstbestimmungsrecht gehe. Hintergründig gehe es jedoch darum, welche Lebensformen gesellschaftlich als lebenswert betrachtet würden. Die Debatte weite sich immer mehr auf vermeintlich «unproduktives» Leben aus, auf Langzeitpatienten, betagte Menschen und jetzt auf Verwahrte. «Insgesamt eine bedenkliche Entwicklung», sagt Gmürs Sprecher.

Die für Vogt zuständigen Justizbehörden versuchen derweil, den lebensmüden Verwahrten in einen anderen Kanton zu verlegen, in die Solothurner Justizvollzugsanstalt Schachen. Nach Vogts Fernsehbeitrag beantragten sie den Umzug. Vogts Anwalt Roger Lerf unterstellt den Behörden, sie wollten das Problem auf diese Weise vom Tisch haben. Vogt wehre sich dagegen: «Er hat keine Kraft mehr für einen Umzug.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • chorax 05.11.2018 08:18
    Highlight Highlight Benjamin Brägger will Häftlingen die Flucht erlauben, die Flucht in die Finsternis. Eine unerhört unmoralische Forderung. Strafgefangene dürfen sich nicht ihrer Strafe entziehen können.


    n.b.:
    "Flucht in die Finsternis" von Arthur Schnitzler. Sehr lesenswertes Buch über einen Rechtsanwalt, der dem Verfolgungswahn verfällt und schliesslich umkommt.
  • Mutbürgerin 04.11.2018 10:09
    Highlight Highlight Das Recht auf Selbstbestimmung der eigenen Lebensdauer fehlt noch in der EMRK.
  • Kramer 03.11.2018 22:43
    Highlight Highlight Es stellt sich hier die grundsätzliche Frage was eine humane Bestrafung ist. Die Todesstrafe ist nicht human und rückständig, jemanden den Rest seines Lebens in einer Zelle zu halten ist aber in Ordnung. Ich habe keine endgültige Meinung zu diesem Thema, und auch darum finde ich, eine offene Diskussion zu diesem Thema ist wichtig. Das ist genau das, was der Artikel anstösst.
    • Buff Rogene 04.11.2018 09:47
      Highlight Highlight V. sitzt seit 1996, 10 J. Zuchthaus, Verwahrung.

      Ich finde, dass auch ein extremer Straftäter, - wenn Strafe verbüsst - mit ca.75 Jahren wieder entlassen werden könnte, auch aus der Perspektive des Bevölkerungsschutzes.

      Realistischerweise würde sich dann aber die Frage stellen, was er in diesem Alter draussen genau soll...

      Altersheime für Ex-Knastis wären die bessere Lösung als Suizidzimmer, und die Nähe zur Todesstrafe wäre dann auch vom Tisch - und eine Menge problematischer ethischer Fragen.
    • chorax 05.11.2018 08:21
      Highlight Highlight Die Todesstrafe ist viel weniger grausam, als lebenslange Haft. Und viel billiger ist sie auch, dann nämlich, wenn das Urteil im Anschluss an dessen Verkündigung vollstreckt wird.
      Justizirrtümer sind hinzunehmen wie schlechtes Wetter, tödliche Verkehrsunfälle oder das Fernsehprogramm von SRF.
  • hendrick 03.11.2018 18:56
    Highlight Highlight was mich interessiert: gibt es länder/ gefängnisse, in welchen suizid für verwahrte menschen bereits ermöglicht wird?
  • no-Name 03.11.2018 18:03
    Highlight Highlight „Da müssten weitere Abklärungen getroffen werden!“ Nein!

    Apellative Suiziddrohungen sind bereits Gefängnisalltag, und warum, wenn keine Aussicht auf Freiheit besteht, soll eine „freiwillige Todesstrafe“ verwerflich sein? Es wäre also nicht „strafe“ sondern „erlösung“.

    Und was die Gesellschaft will ist in der Rechtssprechung eh irrelevant. Dafür gibt es (zum Glück) Gerichte und Kataloge! Da ist der Tod als Strafe nicht vorgesehen.

    Ach, wie der Psychiater sich anmasst Beweggründe und Konsequenzen für weisnichtwas und wegen diesunddas besser beurteilen zu können als die Betroffenen... 🙄
    • David Rüegg 04.11.2018 07:38
      Highlight Highlight Der Psychiater wirft drei, meiner Ansicht nach, gute Fragen auf, die Konfliktpotential beinhalten. Es macht durchaus Sinn, dass zu diesen Fragen ein Konsens gefunden wird, bevor man eine Entscheidung trifft. Würde in der heutigen Zeit vermehrt so vorgegangen, hätten wir bedeutend weniger Probleme auf der Welt.
  • Astrogator 03.11.2018 17:26
    Highlight Highlight Wieso werden ein Bischof und ein Pfarrer auf dieselbe Stufe gestellt wie Fachpersonen?

    Die "fachliche" Meinung des Bischofs ist zum Thema so relevant wie die Meinung des Gärtners.
    • Phrosch 03.11.2018 20:01
      Highlight Highlight Seelsorger sind auch Fachleute ihres Gebiets, auch wenn nicht all glauben. Viele Leute in schwierigen Lebenslagen - dazu gehören z.B. Kranke, aber auch Gefangene - nehmen die Angebote der Seelsorge wahr und schätzen sie. Dabei hat ein Seelsorger einen anderen Fokus als beispielsweise ein Therapeut und bringt damit andere Aspekte ins Gespräch mit ein. Finde ich legitim und wichtig.
    • The oder ich 04.11.2018 10:56
      Highlight Highlight @Phrosch: Bezüglich Gefängnisseelsorger verstehe ich Deinen Einwand (sofern es nicht einfach um religiöse Indoktrination geht), aber bezüglich Bischof hat Astrogator recht. Denn dieser ist nicht Seelsorger, sondern Apparatschik einer immer noch viel zu ernst genommenen Institution. Da aber die AZ-Medien seit jeher einen dicken Draht zur Katholischen Kirche pflegen, wundert es nicht, dass man einen Repräsentanten dieser Kirche und nicht z. B. einen Freitodbegleiter befragt hat.
  • der_senf_istda 03.11.2018 16:36
    Highlight Highlight In den Kommentaren nehme ich immer wieder eine Art "Suizid-Romantik" wahr. Es ist ein wesentlicher Unterschied, ob jemand wg. unheilbarer Krankheit/Leiden Sterbehilfe in Anspruch nehmen will (m.E. legitim) oder wenn jemand einfach lebensmüde ist. Zweiteres ist ein temporärer, heilbarer psychischer Zustand und kann behandelt werden. Ich möchte keinen "Suizid-Hype" erleben, viele Menschen in temporären Lebenskrisen verzichten sonst auf Behandlungen, die ihnen ein lebenswertes Leben zurückgeben kann.
    Leider lassen sich viel zu wenig Menschen behandeln obwohl die Angebote existieren.
    • who cares? 04.11.2018 06:14
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Wenn dann jemand aus dem näheren Umfeld sich dafür entscheidet, ist das dann auch okay? Akzeptiert man das dann auch einfach so?
  • Garp 03.11.2018 15:18
    Highlight Highlight Bis jetzt ist es so, dass Sterbehilfe meist nur möglich ist, wenn schwere körperliche Krankheiten vorliegen. Sterbehilfe bei Lebensüberdrüssigkeit, ohne schwere körperliche Krankheiten, ist wirklich ein heikles Thema. Erlaubt man es, kann da eine Büchse der Pandora geöffnet werden, dass es irgendwann bei Menschen, die für die Gesellschaft keinen Mehrwert erarbeiten können und nur noch Kosten verursachen, dahin gedrängt werden.
  • Silent_Revolution 03.11.2018 13:27
    Highlight Highlight Ob in Haft oder nicht; Suizid ist verpönt wie eh und je. Nach einem gescheiterten Suizidversuch wirst du per Zwangsmassnahme in die Klapse gesteckt. Erzählst du deinem Therapeuten von ernsthaften Suizidabsichten genau dasselbe.

    Und wenn sich die Leute dann allen Widrigkeiten zum Trotz irgendwo von der Brücke stürzen oder vor einen Zug werfen kommt von der Gesellschaft (welche durch die Ablehnung legaler Möglichkeit die Ursache solcher Suizidmethoden sind) auch noch pure Verachtung.

    "Der arme Zugführer / Sanitäter / Polizist" "Hätte er das nicht woanders tun können"

    Nein, hätte er nicht!
    • Garp 03.11.2018 18:27
      Highlight Highlight Es gibt schon Methoden, die die Umwelt bzw. die Mitmenschen etwas schonen. Wer wirklich lebensmüde ist und nicht einfach eine Kurzschlusshandlung aus momentaner Verzweiflung begeht, der wählt einen Weg um möglichst wenig andere zu beeinträchtigen.
    • Silent_Revolution 03.11.2018 22:25
      Highlight Highlight Richtig, die Methoden gibt es und wenn sie legal wären hätte sie manch einer in Anspruch nehmen können, der sich bisher noch vor den Zug warf.

      Mal abgesehen davon, dass der reine Akt des Suizides immer eine Kurzschlusshandlung ist, ist deine Aussage; dass jeder der je Suizid begangen und mit der Art und Weise andere beeinträchtigt hat, eine Affekthandlung beging. Und nur wer versuchte möglichst keine Dritten teilzuhaben hat wohlüberlegt gehandelt.

      So einfach ist das bestimmt nicht.
    • Lexxus0025 04.11.2018 09:50
      Highlight Highlight Manche suizide geschehen durch momentane überfordernung und verzweiflung. Die meisten suizide sind aber sehr lange im voraus geplant, und zwar bis ins detail. Vom ersten suizidgedanken bis zur handlung vergehen oft viele jahre mit einer intensiven auseinandersetzung mit dem tod. Nur so haben betroffene dann auch die „kraft“ den suizid tatsächlich durchzuführen. Es geht sogar soweit, dass suizidgefährdete ihren selbstmord vorher öfter „üben“ um die angst vor der tat zu verlieren. Meiner pers‘ meinung nach ein auswuchs der übertriebenen individualgesellschaft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheWall_31 03.11.2018 13:06
    Highlight Highlight Schön, dass hier zahlreiche Kommentare meine Meinung widerspiegeln und es erkannt wird, dass über den eigenen Körper jederzeit bestimmt werden sollte.

    Abgesehen davon: Warum wird die Meinung eines Bischofs überhaupt in einem Artikel erwähnt? Die verblendete Sicht verschiedenster Religionen sollten in der Politik nichts zu suchen haben, das sollten uns die vergangenen 2000 Jahre doch gelernt haben...
    • chorax 05.11.2018 08:25
      Highlight Highlight "..., dass über den eigenen Körper jederzeit bestimmt werden sollte."

      Ist eine Illusion.
      Jeder wird ungefragt geboren und stirbt irgendwann eben so wenig gefragt.
      Dazwischen wird sein Leben ab und an ungefragt gerettet.
  • Paddiesli 03.11.2018 12:41
    Highlight Highlight Wir haben das Recht des Schwangerschaftsabbruchs, wir steuern endlich auf die Legalisierung von Drogenkonsum zu, wir sollten auch das Recht auf Freitod einführen. Denn bei allen Punkten geht es um das Recht, über seinen eigenen Körper zu entscheiden.
    • who cares? 03.11.2018 16:30
      Highlight Highlight Eine Gesellschaft, die Suizid bei gesunden Menschen als normal und akzeptiert beachten will... Mir wird dabei übel. Man gibt Menschen in einer schwierigen Situation einfach auf.
      Und das mit Schwangerschaftsabbruch zu vergleichen, löst bei mir nur Kopfschütteln aus.
      Und nur ein paar Artikel weiter wird der Suizid einer 14jährigen betrauert. Ganz schön schizophren. Da hat niemand dazu geschrieben, dass das halt ihre Entscheidung sei und so zu akzeptieren.
    • who cares? 04.11.2018 06:17
      Highlight Highlight Wenn eine Freundin zu mir kommt und sagt, sie sei schwanger und will abtreiben. Dann höre ich ihr zu und finde es gar kein Problem, dass sie das will. Was ist die Reaktion wenn eine völlig gesunde Freundin zu mir kommt und sagt, dass sie sich umbringen will? Sicher eine andere. Oder wie würdest du reagieren?
    • David Rüegg 04.11.2018 07:49
      Highlight Highlight @ who cares? > Wie bei allem gibt's eben Nuancen: Ein Schwangerschaftsabbruch unterliegt regeln und vorhergehenden Beratungen, Suchmittel werden erst ab einem gewissen Alter abgegeben und die Herstellung wird kontrolliert. Ein betreuter Freitod, auf dessem Weg auch Alternativen thematisiert werden konnten, finde ich in Ordnung. Der Suizid eines Kindes aus dem Affekt ist eine Tragödie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antonio Bern 03.11.2018 12:12
    Highlight Highlight «Ein fetter alter Mann tritt vor die Kamera [...]». Überall wird gegen Mobbing angekämpft, was sehr zu begrüssen ist. Und was macht ihr als gut besuchtes Newsportal? Genau, ihr beginnt einen Artikel und greift dabei zu dieser äusserst verwerflichen Wortwahl. Unfassbar. Bitte ändern.
    • Paddiesli 04.11.2018 17:51
      Highlight Highlight @Antonio, ich verstehe, was du meinst und deine erste Reaktion. Die Worte fett und alt sind aber doch kein Mobbing. Oder wie sonst würdest du korrekt seine äussere Erscheinung beschreiben, um sich eine Vorstellung von ihm machen zu können? Bitte um Vorschläge.
  • Musikuss 03.11.2018 11:35
    Highlight Highlight Häftlinge werden wohl bald Schreiben erhalten, wie: „Sie haben ihr Höchstalter erreicht. Wir bitten Sie daher höflich, sich ins Suizid-Zimmer zu begeben, damit wir Sie fristgerecht entsorgen können. Mit Dank für Ihr Verständnis: Signatur“.
    Wenn sich das Verfahren bewährt, wird das „Vorrecht“ des Höchstalters generell eingeführt, bei diskret formulierter Strafandrohung: „Bei Überschreitung der gesetzlich vorgeschrieben Lebens-Frist, sehen wir uns leider gezwungen, ihr Vermögen einzuziehen, um die von ihrer Existenz verursachten Kosten abzudecken. Hochachtungsvoll: Signatur“
    • Neruda 03.11.2018 17:06
      Highlight Highlight Dümmer geht's nümmer 🙈 ist die einzige Antwort, die mir eingefallen ist, um deinem Niveau gerecht zu werden.
    • Fabio74 04.11.2018 08:39
      Highlight Highlight zum Glück nicht. Dazu muss aber der Kampf gegen Extremisten geführt werden
  • lilie 03.11.2018 11:24
    Highlight Highlight Ich finde: Auch ein eingesperrter Mensch, sollte das Recht haben, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen!

    Alle vorgebrachten Gegenargumente sind mE gegenstandslos, da sie sich auf (assistierten) Suizid beziehen und nicht auf Sterbehilfe.

    Bei einem Suizid geht es darum, sich das Leben zu nehmen, weil man nicht mehr mag, keine Perspektive mehr sieht, sein Leben als nicht lebenswert empfindet etc.

    Bei der Sterbehilfe geht es hingegen darum, das Leiden eines bereits totkranken Menschen abzukürzen und das Unvermeidliche selbstbestimmt einzuleiten.

    Auch der Artikel vermischt leider die beiden Fälle.
  • Zeit_Genosse 03.11.2018 11:23
    Highlight Highlight Und auch von mir: „fetter alter Mann...“ Bitte Redaktion ändert das im Artikel.

    ...Und warum wird Goodall, ein Mensch der den Freitod aus ideellen Gründen nach 104 Jahren in Freiheit gewählt hat, gezeigt. Hier wird einiges vermengt, das mit dem Inhaftierten wenig zu tun hat, ausser die Frage, darf man in Freiheit den begleiteten Freitod wählen und in Haft nicht. Da gibt es mehr Dimensionen und deshalb wäre man besser beim Inhaftierten geblieben und hätte auf den Abstecher ins Archiv für diesen Kurzbeitrag verzichtet. Da gibt es Material für einen Essay, der mehr Raum bietet.
  • SusiBlue 03.11.2018 11:12
    Highlight Highlight Um es vorweg zu nehmen: ich möchte an dieser Stelle einen ganz neutralen Gedanken einbringen, ohne dass ich mich dazu äussere, ob Verwahrung gut oder schlecht ist.
    Das Einsperren ist die Bestrafung für eine Straftat.
    Danach hat ein Krimineller sein Strafe abgesessen und wird theoret. wieder "in die Gesellschaft integriert" (resozialisiert).
    Wenn aber Jemand "auf unbestimmt" verwahrt wird, auch nachdem er nach juristischen Massstäben die Strafe abgesessen hat, so wird der Gedanke der Resozialisierung "unterlaufen".
    Ergo sollte dann mE auch die Freiheit des Suizids bestehen.
    • Bündn0r 03.11.2018 12:09
      Highlight Highlight Ich erlaube mir den Gedanken noch ein Wenig weiter zu spinnen: Die lebenslange Verwahrung dient dazu, die Gesellschaft für immer vor einem nicht terapierbaren Täter zu schützen. Es ist somit die teure und langatmige Version einer Todesstrafe. Der Unterschied ist einzig, dass eine Verwarung weniger definitiv ist, man kann im Falle eines Justizirrtums noch Handlungsspielraum.
    • Phrosch 03.11.2018 20:09
      Highlight Highlight Ich glaube hier setzen einige der vorgebrachten Bedenken ein. Wenn man eure Gedanken weiterverfolgt, wäre es konsequent, am Ende der Strafe anstelle einer Verwahrung den Suizid vorzuschlagen, um die Kosten der Verwahrung zu sparen. Dann wären wir schon fast beim Todesurteil, das bislang in der Schweiz abgelehnt wird.
    • Herren 04.11.2018 02:24
      Highlight Highlight Das wäre unethisch. Der Wunsch nach dem Suizid muss vom Verwahrten her kommen.
  • dorfne 03.11.2018 11:12
    Highlight Highlight Endlich! Die Regeln für das selbstbestimmte Lebensende müssen weiter gelockert werden. Wo sind all die atheistischen Politiker, die immer gegen staatliche Bevormundung wettern, Selbstverantwortung predigen und ausrufen, die Alten stürben ewig nicht und kosteten die Jungen einen Haufen Geld. Dann lasst doch wenigstens jene gehen, die gehen wollen.
  • Michael Scott 03.11.2018 11:07
    Highlight Highlight Genau deswegen sitzen Mörder und Vergewaltiger lebenslänglich um zu büssen und die Strafe abzusitzen. Wieso vorher erlösen? Seine Opfer bekamen auch kein Mitleid und wurden gequält, gebrochen und deren Leben zerstört.
    • satyros 03.11.2018 12:04
      Highlight Highlight Der Mann hat seine Strafe vor 14 Jahren abgesessen. Er ist lediglich verwahrt. Der Zweck der Verwahrung - der Schutz der Bevölkerung vor einem gefährlichen Täter - wird durch einen Freitod des Verwahrten nicht unterlaufen.
  • Misky 03.11.2018 11:01
    Highlight Highlight Auch wenn Herr Vogt ein pädophiler Serien-Vergewaltiger ist, finde ich es unprofessionell, ihn in einem Newsportal, wie Watson eines ist, als "fetten" alten Mann zu bezeichnen.
    • ChSt 03.11.2018 11:32
      Highlight Highlight Bin der gleichen Meinung.
    • bebby 03.11.2018 11:44
      Highlight Highlight Der Autor verrät damit nur seine Herkunft...
    • häxxebäse 03.11.2018 12:18
      Highlight Highlight Finde ich auch... man hätte ihn viel schöner bezeichnen können... ich hätte da so einige wörter, aber dann würde der kommentar nicht veröffentlicht werden.

      Und zum thema: er will gehen? Und tschüss.
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  • Follower 03.11.2018 10:57
    Highlight Highlight Ein langjähriger Gefängnisaufenthalt ist eine Kriesensituation für die betreffende Person. Das ist wohl auch der Sinn der Strafe. Einerseits gibt es das Feld der „dargebotenen Hand“, dass man Kriesen nicht alleine bewältigen muss, andererseits wird relativ offen für Suizid „Werbung“ gemacht. Mich schaudert‘s beim Gedanken, dass das Beseitigen von unproduktivem Leben billiger kommt...
    • Neruda 03.11.2018 17:11
      Highlight Highlight Hat es deinen Augen wirklich nicht wehgetan, zwei mal Kriese zu schreiben? Mir stehen schon nur beim lesen die Haare zu Berge 😂
  • Finöggeli 03.11.2018 10:53
    Highlight Highlight Warum meldet sich eigentlich zu dem Thema ein Bischof? Das sollte doch eigentlich Sache vom Staat bzw Ärzten/Psychologen sein.
    • Hayek1902 03.11.2018 14:17
      Highlight Highlight Weil er viele Gefangene betreut und begleit. In meinen Augen hat er hier durchaus etwas zu sagen und seine Werthaltung ist uns ja bekznnt, so dass wir sein Votum einordnen können.
  • foe (1) 03.11.2018 10:50
    Highlight Highlight «Ein fetter alter Mann (...)», ernsthaft?
  • Passierschein A38 03.11.2018 10:42
    Highlight Highlight Ein schwieriges Thema - Respekt vor all den Fachpersonen, die sich dessen annehmen! Diskussion & Enttabuisierung ist wichtig, damit die Gesellschaft diesen Bedürfnissen auch eher gerecht wird.
  • Hayek1902 03.11.2018 10:39
    Highlight Highlight Jeder urteilsfähige Mensch har für mich das Recht, den Tod selber zu bestimmen. Ich finde die Bedenken sehr gut, die der Psychiater einwirft. Aber dann wiederum: ist eine freiwillige "Todesstrafe" so schlimm? Besser, man kann in würde sterben als sich irgendwie auf dem klo erhängen oder mit einer geschmuggelten klinge die pulsader aufschneiden.
    • Charlie Runkle 03.11.2018 13:59
      Highlight Highlight Gebe ihnen recht, wie urteilsfähig ist jedoch herr vogt. Ich finde das ist in gewissen fällen nicht akzeptabel. Zuerst ruiniert er anderen das leben und dann willer sich einfach in den tod verdrücken? Nein der herr soll bis zu seinem natürlichen tod über seine taten nachdenken können.
      Was heisst den für ihn ein lebenswertes leben? Kinder mishandeln?
    • TJ Müller 03.11.2018 18:30
      Highlight Highlight Beängstigen, all diese rachsüchtigen Kommentare hier. Ein sehr beunruhigender Trend.
    • Fabio74 03.11.2018 22:03
      Highlight Highlight Ja Maya Weil er ein Mensch ist und auch verurteilte Straftäter Rechte haben.
      Und weil wir nicht mehr im Mittelalter leben und von Auge um Auge weg gekommen sind
    Weitere Antworten anzeigen
  • what's on? 03.11.2018 10:35
    Highlight Highlight Sehr interessant: Wenn es um die Bevormundung von Menschen geht, stehen Psychiater und "Seelsorger" in der ersten Reihe!
  • Gubbe 03.11.2018 10:22
    Highlight Highlight "Würde die Person auch Suizid begehen, wenn sie nicht in Haft wäre?" Nun, diese Frage stellt sich nicht, die Person ist in Haft. Für einen Stadtmenschen stellt sich die Frage auch nicht, ober er denn auf einer Palmeninsel auch sterben möchte. Wer sterben will, sollte das begleitet tun können. Allerdings nicht in jungen Jahren.
    • victoriaaaaa 04.11.2018 09:32
      Highlight Highlight ich verstehe nicht ganz wieso sie das ganze vom Alter her abhängig machen wollen...weil schlussendlich kann es einem jungen menschen genauso schlecht, oder sogar noch schlechter gehen als einem älteren menschen...dem jungen dann die rechte zu verweigern die andere haben, das fände ich sehr unfair.
    • sowhat 04.11.2018 09:54
      Highlight Highlight Den ersten Teil deines Kommentars unterschreibe ich. Bloss warum die Einschränkung des Alters?
  • Rolf Stühlinger 03.11.2018 10:18
    Highlight Highlight Suizid begehen zu dürfen währe ja ein entzug vor der bestrafung .
    • viella 03.11.2018 12:17
      Highlight Highlight Doe Strafe ist abgesessen. Der Sinn der Verwahrung ist ein anderer.
    • Saraina 03.11.2018 12:47
      Highlight Highlight Der Mann hat seine Strafe seit längerem abgesessen. Er ist verwahrt, zum Schutze der Öffentlichkeit. Für diese wäre er tot auch keine Gefahr.

      Es ist auch zu bedenken, dass Menschen, die untherapierbar sind, sich diese Situation nicht selbst ausgesucht haben.

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