Schweiz
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Fall Paul: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs und Kinderpornographie



epa05392482 Members of the German police stand in front of a house during a police operation aimed at finding a twelve-year-old boy from Switzerland, in Duesseldorf, Germany, 26 June 2016. Nearly one week after a boy from Switzerland disappeared, German police found the twelve-year-old in Duesseldorf and took a 35-year-old man into custody. A special task force unit raided the apartment of the man in the night of 25 June 2016 and found the missing boy unscathed, police said.  EPA/DAVID YOUNG BEST QUALITY AVAILABLE

Beamte der SEK vor dem Haus des mutmasslichen Entführers in Düsseldorf.
Bild: EPA/DPA

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft bestätigt in einer Pressemitteilung Medienberichte, wonach gegen den Entführer des 12-jährigen Pauls unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt wird. Weiter wird wegen Freiheitsberaubung, Entziehung Minderjähriger, sowie des Besitzes kinderpornographischer Schriften ermittelt. Der 35-Jährige wird heute Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt.

Der Mann ist Deutscher, von Beruf Hilfskoch und lebt seit einigen Jahren in Düsseldorf. Die Polizei hatte den Knaben in der Nacht auf Sonntag in der Wohnung des Deutschen aufgefunden. Er war äusserlich unversehrt und ist wieder bei seinen Eltern.

Das Ortsschild

Ortsschild der Solothurner Gemeinde Gunzgen.  Bild: KEYSTONE

Der 35-Jährige wird verdächtigt, für das Verschwinden des Kindes aus Gunzgen vor gut einer Woche verantwortlich zu sein. Der Mann war aufgrund eines von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt erwirkten Haftbefehls festgenommen worden, wie ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft mitteilte. Gemäss Medienberichten ist der Mann wegen kleinerer Vermögensdelikte vorbestraft. Wie der Express meldete, beobachteten Nachbarn, dass der 35-Jährige Kinder mit in seine Wohnung nahm, um «mit ihnen im Internet zu spielen».

Die Düsseldorfer Ermittler müssten jetzt klären, was in der Wohnung passiert sei, sagte der Sprecher. Die Solothurner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Entführung.

Gemäss Staatsanwaltschaft kam der Knabe über ein Internetspiel mit dem Mann in Kontakt. Die Ermittler machten noch keine Angaben, wie der Zwölfjährige nach Düsseldorf gekommen ist. Gemäss Medienberichten holte der Deutsche den Jungen in der Schweiz ab. Offenbar ist der 35-Jährige nicht im Besitz eines Führerscheins. (wst/sda)

Mehr Informationen folgen.

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • reputationscoach 27.06.2016 17:12
    Highlight Highlight Zum Thema Anonymität, Privatsphäre Opfersxhutz und Datenschutz nachfolgend noch eine grafische Darstellung zu Krisenmanagement und Keiaenkommunikation... Meiner Meinung nach hat der Presserat nun die Verantwortung und Pflicht, die Rechte und auch die Privatsphäre des betroffenen Kindes vehement zu schützen! www.crisyscon.com
    Benutzer Bild
  • eskimolimon 27.06.2016 16:54
    Highlight Highlight Ich finde je länger je mehr dass man einen Weg finden soll um weltweit diese absolute Anonymität im Netz aufzuheben. Die Menschheit hat noch zu viele Abgründe um mit dieser Anarchie respektvoll umzugehen
    • reputationscoach 27.06.2016 17:05
      Highlight Highlight Wobei es abgesehen von diesem Fall natürlich auch vielfach um die Frage der Freiheit und der elektronischen Überwachung geht im Zusammenhang mit dem Datenschutz.
      Benutzer Bild
  • reputationscoach 27.06.2016 16:48
    Highlight Highlight Wenn Pädophile, Entführer und Vergewaltiger an den Pranger gestellt werden finde ich das notwendig und wichtig für die Abschreckung... aber nicht nach Angaben über das Opfer, die Familie, den Ort und Angaben zu den Eltern. Merken die Medien nicht, dass sie von nun an mit jedem Bericht nur noch den 12 jährigen Jungen und seiner Familie schaden? Liebes Watson, geh doch bitte mit gutem Beispiel voran und recherchiere mal zum Thema Nacharbeit in der Krisenintervention und bei der psychologischen Betreuung und bezüglich der Opfer-Begleitung. Danke: www.crisyscon.com
  • stiberium 27.06.2016 16:33
    Highlight Highlight Hätten wir überhaupt von Paul mitgekriegt, wenn seine Mutter nicht einen öffentlichen Suchaufruf über Facebook gestartet hätte? Vermutlich nicht. Ich kann deshalb mit den Medien nicht zu hart ins Gericht gehen. Boulevardjournalismus ist nun mal Boulevardjournalismus.
    • Laurent 27.06.2016 16:41
      Highlight Highlight @stiberium: Ja, spätestens ab der polizeilichen Vermisstmeldung. Bei Kindern werden die eigentlich von allen Medien abgedruckt.
    • stiberium 27.06.2016 16:45
      Highlight Highlight Stimmt, war auf dem Holzweg. :) Danke.
  • reputationscoach 27.06.2016 15:33
    Highlight Highlight Die Medien haben hier klar versagt, wie so oft ging es nach der Formel je Gelder desto gerüchter... Leider auf Kosten vom 12 jährigen Paul! Ich bin selber Vater eines 12 jährigen Kindes. Für Paul fordere ich vom Blick und 20 Minuten und allen anderen involvierten Medien, dass sie sich öffentlich entschuldigen und Schadenersatz als Wiedergutmachung bezahlen.
    • Randy Orton 27.06.2016 16:24
      Highlight Highlight Man sollte eine Klage prüfen gegen die Medien, die die Privatssphäre dieses Kindes und der Familie dermassen mit Füssen treten.
  • Randy Orton 27.06.2016 15:14
    Highlight Highlight Ich finde es daneben, hier auf Bild-Niveau Schlagzeilen zu machen. Die ganze Schweiz kennt den vollen Namen, das Gesicht und den Wohnort des Jungen. Muss jetzt wirklich jeder wissen, dass er vergewaltigt wurde? Das muss für ihn und seine Familie gerade noch einmal sehr schlimm sein. Stellt euch vor euer ganzes Umfeld (Verwandte, Bekannte, Schulkameraden) weiss, dass ihr gerade eine Woche lang von einem Pädophilen vergewaltigt wurdet und spricht euch womöglich noch darauf an. Nicht mal mehr auf 12 Jährige nehmen die Medien Rücksicht.
  • uersel.f 27.06.2016 13:37
    Highlight Highlight Es geht um einen 12 jährigen Jungen, für den und seine Familie die ganze Geschichte schon belastend und wohl auch peinlich genug wären. Wieso haben die Medien so wenig Feingefühl, dies zu berücksichtigen und entsprechend Rücksicht in der Berichterstattung zu nehmen? Nur wegen der wirksamen Schlagzeilen? Das ist echt eine Zumutung, insbesondere, da es sich nur um einen Verdacht handelt, welcher noch nicht bestätigt wurde.
    Kehrt endlich zu gewissenhafter Reportage zurück!
    • Bowell 27.06.2016 14:11
      Highlight Highlight Sie verpixeln aber Pauls Foto, d.h Privatsphäre ist den Medienschaffenden sehr wichtig, imphall.
    • ElenderKuschelwuschel 27.06.2016 14:33
      Highlight Highlight Als die Suchmeldung nach Paul rauskam, war sein Foto unverpixelt. Es ist also für seine Mitschüler, Lehrer und sämtliche Leute aus seinem Wohnort völlig klar, wer denn nun der sexuell missbrauchte kleine Paul ist. Von wegen Privatsphäre ist den Medienleuten wichtig.
    • äti 27.06.2016 15:38
      Highlight Highlight @pack: zu jenem Zeitpunkt wurde er gesucht u die Bevölkerung um Hilfe gebeten. Geht verpixelt eher schlecht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miicha 27.06.2016 13:21
    Highlight Highlight Über Chats ist es für solche Menschen viel zu einfach an Kinder heranzukommen. Gut lebt der Junge noch.
  • ElenderKuschelwuschel 27.06.2016 13:17
    Highlight Highlight Absolut verantwortungslos von den Medien, dies jetzt zu veröffentlichen. Nur zur Erinnerung: Es geht um einen Zwölfjährigen und damit, dass dies nun veröffentlicht wird, verletzt man meiner Meinung nach seine Privatsphäre und sein Recht als Opfer eines Verbrechens auf öffentlichen Schutz massiv.
    Aber für Klicks und Auflage kann und darf man natürlich alles machen. Und sich dann wieder darüber beklagen, dass einem kein Mensch mehr als vierte Gewalt ernst nimmt.
    • Sonnentanz 27.06.2016 13:57
      Highlight Highlight Indem hier ein Kommentar hinterlegt worden ist, wurde auf diesen Bericht geklickt und schon wurde schon das erreicht, was die Medien erreichen wollten. Also machst Du dich auch dafür verantwortlich, dass weiterhin solche Meldungen veröffentlicht werden. Just for saying...
    • ElenderKuschelwuschel 27.06.2016 14:23
      Highlight Highlight Hm ja, das ist wohl wahr, aber seine Meinung dazu äussern kann und soll man meiner Meinung nach dennoch. Und Du hast übrigens ebenfalls hier drauf geklickt.
    • Sonnentanz 27.06.2016 14:53
      Highlight Highlight Ich habe ehrlich gesagt darauf geklickt, weil es mich interessiert. Und ich nehme an, so geht es den meisten Menschen. Ich wollte mit meinem Kommentar @ElendesPack nicht angreifen, sondern einfach nur mitteilen, dass wir durch solche Aktionen vielmehr den Medien helfen noch mehr Informationen zu veröffentlichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tom Garret 27.06.2016 13:08
    Highlight Highlight So wie ich das verstehe besteht bisher erst der Verdacht (der ja allerdings leider sehr nahe liegend ist...). Sehr tragisch und ich sehe es ebenfalls so das es doppelt so schlimm ist für das Kind weil das ganze so öffentlich gemacht wurde (werden musste). Jeder kennt sein aussehen und immer mehr Details. Das wird doppelt schlimm für ihn wenn er dann zurück in sein Umfeld/Schule kommt...
  • R&B 27.06.2016 12:29
    Highlight Highlight Tragisch ist nun, dass das Geschehene in die Öffentlichkeit getragen wurde. Dies wird Paul und seiner Familie für immer anhaften. Hätten die Behörden nicht einfach eine Lüge à la Paul hatte sich irgendwo im Wald versteckt, weil er Streit mit den Eltern hatte oder ähnliches erfunden werden können, um Paul zu schützen?
    • SemperFi 27.06.2016 13:28
      Highlight Highlight Schön wär's ja. Den Behörden bleibt da kein Spielraum. Sie müssen wahrheitsgetreu informieren. Aber dass man (bzw. die Medien) glaubt, das jetzt breit treten zu müssen, finde ich auch fragwürdig.
      Spätestens beim Prozess kommt die ganze Sache noch mal mit allen widerlichen Details in den Medien. Die Motivation von Watson in dieser Thematik würde mich wirklich interessieren.
    • R&B 27.06.2016 13:56
      Highlight Highlight @ PLOmaha90: Haben Sie eine bessere Idee?
    • http://bit.ly/2mQDTjX 27.06.2016 14:50
      Highlight Highlight Ich geh mal davon aus, dass zum Schutz des Kindes das Verfahren und der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.

      Ich finde auch, dass die Medien sich bereits jetzt daran halten könnten. Zum Schutz des Kindes.

      Was auch immer war. Es ginge uns nichts an!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raembe 27.06.2016 12:26
    Highlight Highlight Traurig, einfach nur traurig

«Neue Stufe der Gewalt erreicht» – was dieses Wochenende in Frankfurt passiert ist

Nach den Ausschreitungen Ende Juni in Stuttgart ist es in der Nacht auf vergangenen Sonntag auch in Frankfurt zu Krawallen gekommen. So etwas habe er in Frankfurt «noch nie erlebt», sagte Polizeipräsident Gerhard Bereswill.

Gemäss dem Frankfurter Polizeipräsidenten Gerhard Bereswill wurden Einsatzkräfte in der Nacht auf Sonntag aus einer Menschenmenge mit Flaschen angegriffen, dies obwohl sie «deeskalierend» gehandelt hätten. Als die Randalen ausbrachen, hatten rund 3000 Menschen auf dem Opernplatz gefeiert. Bei den Zwischenfällen wurden mindestens fünf Polizisten verletzt.

39 Menschen seien in der Folge festgenommen worden, alle wurden inzwischen jedoch wieder auf freien Fuss gesetzt. Es werde wegen …

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