Schweiz
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ZUM 75. GEBURTSTAG VON ALT-BUNDESRAT KASPAR VILLIGER AM FREITAG, 5. FEBRUAR 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Bundesrat Kaspar Villiger verfolgt am Donnerstag, 18. Dezember 2003 in Bern die Debatte ueber das Bundesgesetz ueber den Versicherungsvertrag in der Session im Staenderat. Villiger hat nach 14 Jahren Amtstaetigkeit als Bundesrat somit seinen letzten Auftritt im Parlament. (KEYSTONE/Yoshiko Kusano)

Alt-Bundesrat Kaspar Villiger ist in der Kritik. (Archivbild) Bild: KEYSTONE

Crypto-Affäre: Alt-Bundesrat Kaspar Villiger wehrt sich gegen den Mitwisser-Vorwurf

Die Affäre um die Crypto AG weitet sich aus: Wer wusste was über die Spionageoperation? Alt-Bundesrat Kaspar Villiger wehrt sich gegen Vorwürfe.

Doris Kleck, Sven Altermatt / ch media



Es ist ein Schlüsselsatz. Im Jahr 1994 erklärte ein ehemaliger Kadermann der Crypto AG in der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens:

Ich weiss, dass deutsche und amerikanische Geheimdienste Crypto-Geräte so manipulierten, dass sie für diese Dienste abhörbar wurden.

26 Jahre ist es her, seit P. F. diesen Satz in aller Öffentlichkeit sagte. In einem Land, das die Neutralität zu seinen wichtigsten Werten zählt, blieb er ohne Konsequenzen. Weshalb? P. F. äusserte sich nur anonym, er hatte Angst. «Es wäre lebensgefährlich», sagte er zu Frank Garbely, dem Autor des damaligen Fernsehbeitrages. Ebenso fehlte das Interesse an einer Aufklärung seitens der Behörden.

1977 hatte die Crypto den Ingenieur P. F. entlassen. Der amerikanische Geheimdienst NSA hatte sich beim Crypto-Chef Heinz Wagner beschwert, dass diplomatische Depeschen aus Syrien nicht mehr lesbar waren. P. F. war zuvor mehrmals nach Damaskus gereist, um die Schwächen der syrischen Kryptogeräte zu beheben. In den Papieren der CIA heisst es: «P. F. hatte das Rubikon-Geheimnis herausgefunden, und es war bei ihm nicht sicher.»

P. F. lebt noch, will sich aber nicht äussern. Garbely hat mehrere Gespräche mit ihm geführt. Der Journalist sagt dieser Zeitung: «P. F. war ein hoher Offizier beim Nachrichtendienst. Er war der Chiffrierexperte.» Nach seinem Weggang meldete er seinen Verdacht dem Verteidigungsdepartement (damals EMD) und einem befreundeten Offizier. Dieser schaltete die Bundesanwaltschaft ein, P. F. wurde mehrfach angehört, doch die Übung wurde später abgebrochen. Der zuständige Ermittler der Bundesanwaltschaft liess P. F. wissen: «Mein Chef hat mich zurückgepfiffen.»

Schon in den 1990er-Jahren gab es starke Indizien

1994 kam es zu einer zweiten Untersuchung durch die Bundesanwaltschaft, auch diese wurde eingestellt. Gemäss dem CIA-Bericht, aus dem die «Rundschau» zitiert, halfen Mitwisser des Schweizer Nachrichtendienstes aktiv mit, die Untersuchungen gegen die Crypto AG abzuwenden.

Garbely sagt, P. F. habe immer gehofft, dass die Wahrheit ans Licht komme, zum Beispiel im Zuge der Fichenaffäre. Doch: «Die Fichen von P. F. waren gesäubert, kein Wort über die Crypto AG.» Zudem seien wenigstens zwei Schlüsseldossiers der Bundesanwaltschaft zur Crypto verschwunden: «Man kennt die Signaturen, doch die Dossiers sind unauffindbar», sagt Crypto-Kenner Garbely. Nach seinen Informationen hätten mindestens ein halbes Dutzend Offiziere des Nachrichtendiensts gewusst, dass die Crypto AG Chiffriergeräte manipulierte und die Neutralität der Schweiz massiv verletzte. Die blockfreien Staaten kauften ihr Material nämlich deshalb in Zug ein, weil sie der neutralen Schweiz vertraut hatten.

Für Garbely ist offensichtlich, dass die Schweizer Behörden inklusive dem Bundesrat über die Verbindungen zwischen der Crypto AG und dem amerikanischen und deutschen Nachrichtendienst Bescheid gewusst hatten. Zu diesem Schluss kommen auch die nun publik gewordenen Recherchen.

Besonders pikant: Nach Informationen der «Rundschau» hatte der damalige Verteidigungsminister Kaspar Villiger (FDP) Kenntnisse darüber, dass die Crypto den beiden Geheimdiensten gehörte. Ebenso über die Operation Rubikon. Trotz moralischer Bedenken habe der FDP-Bundesrat die Sache unter den Tisch gewischt: «Villiger wusste, wem das Unternehmen gehörte und fühlte sich moralisch verpflichtet, dies offenzulegen», heisst es im CIA-Papier. Doch Villiger habe nichts unternommen: «Offensichtlich hat Villiger den Mund gehalten.»

Der Vorwurf wird indirekt erhoben, von einer anonymen Quelle. Villiger schreibt in einer Stellungnahme dazu:

«Ich war in diese nachrichtendienstliche Operation nicht eingeweiht. Handlangerdienste für Drittstaaten, die den Ruf der Schweiz als verlässlich neutrales Land beschädigen können, hätte ich niemals gedeckt und auf jeden Fall im Bundesrat zur Sprache gebracht. Wer und was auch immer hinter den CIA-Notizen zu meiner Person stecken mag: Sie stimmen in dieser Form nicht, denn eine detaillierte Information über die neutralitätspolitisch problematische Übungsanlage hätte mich alarmiert und zur Information des Bundesrates veranlasst.»

Kaspar Villiger

Villiger schreibt, dass er heute davon ausgehen muss, dass er während seiner Amtszeit «nicht hinreichend informiert» worden sei. Mit anderen Worten: Er könnte von seinen Mitarbeitern hintergangen worden sein.

Die Crypto-Affäre und ihr freisinniger Anstrich

Die Crypto-Affäre könnte sich zu einer FDP-Affäre auswachsen. Im Verwaltungsrat der Crypto AG sassen Zuger Persönlichkeiten ähnlichen Zuschnitts: Anwälte an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik, tief verankert in der FDP und dotiert mit zahlreichen Mandaten. Besonders hervorgetan hat sich Georg Stucky, eine wirkungsmächtige Figur im Kanton.

Er sass von 1975 bis 1990 im Zuger Regierungsrat und auf nationaler Ebene von 1979 bis 1999 im Nationalrat. Neunmal senkte er als Finanzdirektor die Steuern, er gilt als «eigentlicher Architekt des Steuerdomizils Zug» (NZZ). Berufliche Stationen führten ihn in den Nahen Osten und nach Nordafrika, in den 1960er-Jahren war er Honorarkonsul in Libyen. Nach seiner politischen Karriere wurde er Geschäftspartner des Rohstoffhändlers Marc Rich.

Öffentlich kaum in Erscheinung trat Stucky als Verwaltungsrat der Crypto AG. Dabei gehörte er seit Anfang der 1990er-Jahre dem obersten Aufsichts- und Gestaltungsorgan des Unternehmens an, von 2002 bis 2016 amtete er als dessen Präsident. Bei seinem Rücktritt war Stucky 85 Jahre alt – aber bei bester geistiger Gesundheit, wie Weggefährten sagen. Noch im vergangenen Jahr betätigte sich Stucky als Leserbriefschreiber, zuletzt Ende Oktober. Auch sein Zutrittsbadge für das Bundeshaus wurde erst kürzlich erneuert.

War Stucky als Verwaltungsratschef über die wahren Besitzverhältnisse der Crypto AG im Bild? Wusste er, dass die Firma via Liechtensteiner Tarngesellschaften den Geheimdiensten gehörte? Dass sie eine Schaltstelle für Spionageoperationen war und manipulierte Chiffriergeräte auslieferte?

Langjähriger Crypto-Präsident dürfte im Bild gewesen sein

Georg Stucky selbst kann oder will sich nicht dazu äussern. Er sei schwer erkrankt, richtet seine Ehefrau aus. «Er erinnert sich leider nicht mehr daran, was bei der Crypto war.» Auch an allfälligen Untersuchungen der Behörden werde er sich wohl kaum beteiligen können.

Allerdings: Dokumente, die der «Rundschau» vorliegen, legen nahe, dass er Bescheid wusste über die Funktion der Crypto AG als Schaltstelle für Spionageoperationen. Darüber habe ihn der einstige CEO der Firma in Kenntnis gesetzt. Stucky könnte sogar den damaligen Verteidigungsminister Kaspar Villiger informiert haben. Der Altbundesrat bestreitet dies. Seiner Erinnerung nach könne er ausschliessen, von Stucky informiert worden zu sein, erklärt Villiger.

So hörte die CIA über eine Schweizer Firma 100 Staaten ab

Der zweite grosse Freisinnige im Verwaltungsrat der Crypto AG war Rolf Schweiger. Er gehörte dem Gremium von 2014 bis 2018 an. Der Zuger Ständerat (1999-2011) war Präsident der FDP Schweiz. Während seiner Ära bei Crypto traf sich die Zuger FDP sogar einmal zu einer Parteiversammlung in den Räumlichkeiten der Firma.

Als diese Zeitung im Jahr 2015 publik machte, dass die Crypto hochsensible Produkte für das neue Führungsnetz der Schweizer Armee liefern darf, wollte sich Schweiger nicht zu den Besitzverhältnissen der Firma äussern. «Dazu kann ich Ihnen leider keine Auskunft geben», beschied er.

Von SP bis SVP: Die Rufe nach einer PUK werden lauter

Kommt es im Zuge der jüngsten Geheimdienst-Affäre zur Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK)? Die Zeichen verdichten sich. Grünen-Fraktionschef Balthasar Glättli hat schon am Dienstag eine PUK gefordert. FDP-Präsidentin Petra Gössi sprach am Mittwochmorgen in den Tamedia-Zeitungen von einer «ernsthaften Option».

Am Mittwochnachmittag dann reichte SP-Fraktionschef Roger Nordmann beim Parlament einen detaillierten Antrag zur Einsetzung einer PUK ein. Dieser enthält 38 Forderungen zu sieben Fragekomplexen – von der Rolle der Nachrichtendienste über die Strafverfolgungsbehörden bis hin zum Bundesrat. Gegenüber den Online-Portalen von Tamedia sprach sich auch SVP-Doyen Christoph Blocher für eine Untersuchung aus. Seine Partei fordert eine «lückenlose Aufklärung». Zurückhaltend mit entsprechenden Forderungen waren einzig CVP und GLP.

Eine PUK gab es auf nationaler Ebene vier Mal: erstmalig bei der sogenannten Mirage-Affäre 1964, später unter anderem 1989 bei der Fichen-Affäre. Eine PUK ist das stärkste Mittel zur Aufsicht der Verwaltung.

Der Bundesrat hat bereits Alt-Bundesrichter Niklaus Oberholzer eingesetzt, um die aufgeworfenen Vorwürfe zu untersuchen. Bereits diese Woche will die Geschäftsprüfungsdelegation des Parlaments aktiv werden. (mg/sat)

Am Mittwochabend lässt Schweiger über eine Anwältin mitteilen: «Als normales Verwaltungsratsmitglied ohne jegliche Geschäftsführungsaufgaben befasste ich mich in erster Linie mit Fragen der Organisation, der Ausgestaltung des Rechnungswesens sowie der Finanzplanung, dem Schwerpunkt der Diskussionen in diesem Verwaltungsrat.» Verschlüsselungsfragen, wie sie heute diskutiert würden, sind laut Schweiger im Verwaltungsrat «kein Thema» gewesen. Dementsprechend habe er darüber auch keine Kenntnisse.

Dass ein gewöhnlicher Verwaltungsrat zuletzt nichts über das Gebaren der Crypto AG wusste, könne durchaus sein, sagt Jo Lang. Der Zuger Historiker war Grünen-Nationalrat und beobachtet das Unternehmen seit Jahrzehnten. «Bei der Crypto wurde eine Brandmauer der Geheimhaltung aufgezogen, grösste Teile der Belegschaft dürften nichts gewusst haben», vermutet er. Aber ein langjähriger Verwaltungsratspräsident wie Georg Stucky müsse über die Aktionen Bescheid gewusst haben.

Lang beschreibt den Ex-Regierungsrat als «mächtige Figur im Zuger Bürgertum». «Stucky verkörpert den alten Wirtschaftsfreisinn, er war Antikommunist und dürfte Spionagemissionen wohl auch ideologisch begrüsst haben.» Vielleicht, glaubt Lang, sei er überzeugt gewesen, die Welt ein Stück weit sicherer zu machen.

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LURCH 14.02.2020 08:37
    Highlight Highlight Nach Villiger gab es dann ja auch noch andere die sich bis bis zum heutigen Tag in Schweigen hüllen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Eidgen%C3%B6ssisches_Departement_f%C3%BCr_Verteidigung,_Bev%C3%B6lkerungsschutz_und_Sport#Vorsteher_des_Departements
  • Smeyers 13.02.2020 12:58
    Highlight Highlight Wie auch immer, make a Long story Short: Wie wird die Schweiz die CIA und den BND zur Rechenschaft ziehen.
  • Dirk Leinher 13.02.2020 12:56
    Highlight Highlight Halt das sind alles nur Verschwörungstheorien, die CIA, FBI, BND NDB etc würden sowas nie machen. Nie! Und wenn sie es taten, dann war das das allerletzte Mal und selbstverständlich halten sie sich in Zukunft an die Gesetze. Nach der 30 jährigen Sperrfrist der Dokumente geht es dann wieder von vorne los.
    • PC Principal 14.02.2020 12:22
      Highlight Highlight Diese Sicherheitsdienste sind dazu da, Informationen zu sammeln und sie waren offensichtlich erfolgreich. Alles richtig gemacht!
  • youmetoo 13.02.2020 12:46
    Highlight Highlight Wenn sich Herr Villiger an nichts erinnern kann, ist er beim Bundesanwalt G. Lauber in besten Händen: der kann sich auch an nichts erinnern.
  • Âventiure 13.02.2020 12:28
    Highlight Highlight Natürlich leugnet es jede/r/s der die das damit zu tun hatte. Würde ich auch tun. Danach sich tot stellen und aussitzen, wie beim Postautoskandal. Den haben mittlerweile ja auch schon alle vergessen.
  • Dogbone 13.02.2020 10:29
    Highlight Highlight Die Vorstellung, dass die involvierten Leute von nichts gewusst haben wollen würde darauf hindeuten, dass sie in ihrer führenden Position keine Ahnung hatten, was ihre Leute treiben. Oder aber sie liessen sich völlig infantil von der CIA und dem BND um den Finger wickeln und instrumentalisieren.
    Beides und den damit verbundenen Verrat an Werten, auf die sich andere Staaten bei uns verlassen, löst in mir starkes Unbehagen aus und gehört richtig hart bestraft!
    Hoffen wir, eine PUK wird wirklich alles schonungslos ans Tageslicht bringen, damit unser Ruf wenigstens teilweise repariert werden kann.
  • leu84 13.02.2020 10:25
    Highlight Highlight Ist es eigentlich kein diplomatischer Landesverrat wenn man als Schweizer Bürger davon gewusst hat oder selbst ein Teil davon war? Sie haben damit quasi unsere zweite heilige Kuh geschlachtet, unsere hochheilige Neutralität.
  • De-Saint-Ex 13.02.2020 10:18
    Highlight Highlight Peinlich... was gewisse Herren nicht gewusst haben wollen... übrigens Herr Villiger, wenn Sie tatsächlich nichts gewusst haben, haben Sie und Ihre Equipe Ihren Job nicht gemacht. So oder so jämmerlich.
    • joevanbeeck 13.02.2020 10:49
      Highlight Highlight Langsam wird es hier aber tatsächlich peinlich, es geht hier nicht um die Außendarstellung der Emmentaler Liebhaberbühne sondern um Geheimdienste. Wenn der Bundesrat etwas gewusst hat dann hat er sicher nicht gratis geschwiegen. In Deutschland wird dieser Coup, wenn überhaupt darüber berichtet wird, als Genialität abgefeiert und der naive in einer geschützten Werkstätte lebende Schweizer regt sich darüber auf das Aktionen des Geheimdienstes nicht über eine Volksabstimmung abgesegnet werden.
    • ChlyklassSFI 13.02.2020 13:39
      Highlight Highlight Joevanbeek: Du findest das okay? Wad denken beispielsweise die Iraner?
    • De-Saint-Ex 13.02.2020 14:34
      Highlight Highlight Und schon wieder so ein USA-Jünger... geht nicht darum, was „unsere“ Geheimdienste tun oder nicht, sondern was ein privates CH-Unternehmen im Auftrag von CIA und BND unter sehr wahrscheinlicher Absegnung unserer ach so neutralen Regierung treibt. 2 verschiedene paar Schuhe...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fernrohr 13.02.2020 09:42
    Highlight Highlight Und da geht diese viel beschworene Neutralität dahin 🤷
  • landre 13.02.2020 09:39
    Highlight Highlight Mit allem verdientem Lob an die Medien...

    (Nicht nur) Die Schweiz pflegt seit Jahrzehnten System relevante bis existenzielle Abhängigkeitsverhältnisse auf dem internationalen Parkett (vor allem zu den USA). Die Machtverhältnisse sind darin offensichtlich...

    Das heisst, auch in diesem "Fall Crypto" werden die CH-Institutionen und Untersuchungsbehörden (ob durch GPK, PUK, FedPol, BA usw.) wohl oder übel gezwungen sein so ziemlich alles Relevante unter dem Titel "nationale Sicherheit" zu versiegeln.

    Daher lautet die Frage weniger "Was, wann und wer?", sondern eher "Warum jetzt das?"
  • Babuschka11 13.02.2020 09:33
    Highlight Highlight Was sagte Alt-Bundesrat Leuenberger heute morgen im Radio: "Im Nachhinein, also nach der Verjährung, hat sich herausgestellt, dass viele der einvernommenen Zeugen (Fichenaffäre) gelogen haben."
    Ich glaube den Aussagen der "Mitwisser" ebenfalls kein Wort. Es ist eine Schande. Nun gilt es in die Zukunft zu schauen und die KONZERNVERANTWORTUNGSINITIATIVE bedingungslos anzunehmen. Ich möchte nicht wissen, was bspw. im Kanton Zug sonst noch für schmutzige Firmen angesiedelt sind, natürlich unter Duldung/Profit der verantwortlichen Behörden.
  • PeteZahad 13.02.2020 09:32
    Highlight Highlight Wenn man als ausländischer Geheimdienst in den richtigen Stellen in der Verwaltung Personen installiert, kannst man verhindern dass Untersuchungen sich ausweiten aber auch das selbst der Verdacht bis ganz nach oben geht. Nur weil in einem ausländischen (angeblich originalen) Geheimdienstbericht steht, dass Personen an der Spitze wie z.B. Villiger davon wussten, würde ich dem nicht per se Glauben schenken. Als ausländischer Geheimdienst bin ich ja im Nachhinein daran interessiert es so aussehen zu lassen, das die Aktion bis in die obersten Stellen zumindest Geduldet wurden.
  • THEOne 13.02.2020 09:22
    Highlight Highlight und schon herrscht wieder allgemeine demenz bei allen beteiligten... grossbetriebe führen, mitglied des bundesrats sein, überall im vr vertreten, danach totaler gedächtnisverlust.
    ist das etwa eine noch nicht erforschte krankheit? oder werden sie im ruhestand gar geblitzdingst ??
    • Babuschka11 13.02.2020 09:34
      Highlight Highlight Und kräftig abkassieren, selbstverständlich.
  • paule 13.02.2020 09:20
    Highlight Highlight Klar wissen alle von nichts, wo wären wir denn, wenn in der Politik Ehrlichkeit eingeführt würde, man müsste dann neue Politiker suchen.
  • what's on? 13.02.2020 09:15
    Highlight Highlight Natürlich arbeiten Geheimdienste nicht öffentlich. Das ganze Projekt war genial aufgezogen. Aus meiner Sicht hätte man jedoch keine "zivilen" Verkäufer ins Ausland schicken und in Lebensgefahr bringen dürfen. Aus meiner Sicht der einzige anzubringende Vorwurf.
  • FischersFritz 13.02.2020 08:29
    Highlight Highlight Auch schon aufgefallen, dass dieser "internationale Skandal" ausserhalb der Schweiz niemanden interessiert? Normale Geheimdiensttätigkeit, eigentlich nicht die kleinste Schlagzeile Wert.
    • Super8 13.02.2020 09:34
      Highlight Highlight Ja, es ist einfach lächerlich was für ein Gschiss hier gemacht wird von den Medien und der Politik. Die kleine Schweiz, das interessiert niemanden.
    • regen 13.02.2020 09:55
      Highlight Highlight es geht hier nicht um "normale geheimdiensttätigkeit", sondern um deklarierte und gelebte neutralitätspolitik, oder anders ausgedrückt um glaubwürdigkeit....capito?
    • Neruda 13.02.2020 10:18
      Highlight Highlight Die Tätigkeit selber empfinde ich auch nicht ein Skandal. Aber dass unsere Behörden und sogar Regierungsmitglieder und andere Politiker davon gewusst haben ist ein Skandal, denn sie haben gegen unser Neutralitätprinzip verstossen. Darum ist es auch nur für unser Land ein Skandal.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PC Principal 13.02.2020 08:23
    Highlight Highlight Ein Geheim Dienst, der spioniert! 😱😱😱 Jetzt bin ich total schockiert. Ich wusste ja nicht, das Geheimdienste dazu da sind, zu spionieren.
    • Neruda 13.02.2020 10:19
      Highlight Highlight Es geht nicht um Spionage, sondern um den Verstoss gegen das Neutralitätprinzip. Das ist der eigentliche Skandal.
    • leu84 13.02.2020 10:22
      Highlight Highlight Das Problem ist nicht der Geheimdienst. Andere Länder haben Produkte für eine sichere Kommunikation aus einem "offiziell" neutralen Land gekauft. Dahinter waren nun aber 2 Geheimdienste. 4 Staaten haben sichere Geräte erhalten, der Rest nicht. Eigentlich ist das Betrug und auch gegen "Treu & Glauben".
    • PC Principal 13.02.2020 11:31
      Highlight Highlight Spionage ist immer Betrug. Es ist einfach so dass das jeder Geheimdienst macht. Neutralitätsprinzip? Wenn eine Schweizer Firma Waffen an bestimmte Staaten verkauft, ist das ja mit der Neutralität vereinbar. Warum sollte es mit Spionagetechnik anders sein?
    Weitere Antworten anzeigen
  • felixJongleur 13.02.2020 08:18
    Highlight Highlight Es ist einfach interessant wenn man genau weiss, dass nach dem Rundschau Beitrag gestern der Herr Ständerat Müller und Herr Heer aus dem Studio laufen und dann beide miteinander besprechen könnten, was sie alles noch wissen und weshalb man schlicht weg den Ball flachhalten muss - weil wir nun mal komplett von den Amis abhängig sind. Diese Interviews in denen einfach nichts gesagt wird und doch ist klar dass man viel mehr weiss - immer wieder schön. Das nun nicht jeder Eingeweihte mit seinem Wissen hausieren geht in einer Angelegenheit des Nachrichtendienstes ist natürlich schon klar.
    • rodolofo 13.02.2020 16:25
      Highlight Highlight Heer grinste dem Moderator frech ins Gesicht und drohte ihm sogar, jetzt müsse er dann aufpassen, was er sage...
  • Stefan Morgenthaler-Müller 13.02.2020 08:11
    Highlight Highlight "Neutralität" hat in erster Linie die Aufgabe, daraus einen Standortvorteil zu ziehen. Das weiss doch jeder. Man soll jetzt nicht auf naiv machen und sich darüber empören. Man muss nur mal in die Geschichte der Schweiz schauen.
    • Kari Baldi 13.02.2020 09:23
      Highlight Highlight Den "Standortvorteil" hatten wohl der BND und der CIA. Die Crypto AG hat - vermutlich des Geldes wegen - manipulierte Geräte verkauft. Für mich ein eindeutig kriminelles Vorgehen. Und die Politik, sprich Bundesrat so:
      Benutzer Bild
  • Fairness 13.02.2020 08:09
    Highlight Highlight Dabei weiss man gerade bei Demenz viel von früher und wenig Aktuelles...
  • wasps 13.02.2020 08:08
    Highlight Highlight Immer das gleiche Schema: Geht es darum, Verantwortung zu übernehmen, sind so genannte Verantwortungsträger urplötzlich hochgradig dement.
  • rodolofo 13.02.2020 07:35
    Highlight Highlight Villiger ist das Musterbeispiel eines sich fleissig und bescheiden gebenden, biederen Schweizers, der auf den Fünfräppler genau abrechnen lässt, aber nicht nur mit einer doppelten Buchhaltung, sondern mit zusätzlich mit doppeltem Boden arbeitet.
    Als super-Integrierter Super-Patriot räumte er nach einer Laufbahn in Wirtschaft, Militär und Politik auch noch als Verwaltungsrats-Präsident bei einer Schweizer Grossbank gross ab.
    Und jetzt will er sich die letzten Jährchen in seiner Ruhestands-Villa nicht noch durch aufsässige JournalistInnen vermiesen lassen, die in Sachen Spionage spionieren...
    • Fruchtzwerg 13.02.2020 09:52
      Highlight Highlight Wunderschön gesagt!
  • _kokolorix 13.02.2020 07:27
    Highlight Highlight Mich wundert immer wieder, welch extrem schlechtes Gedächtnis die Wirtschafts- und Politelite hat. Wie können diese Leute ihre Arbeit ernsthaft tun, wenn sie alles vergessen? Sie wissen nicht wie viel Lohn sie haben, wissen nicht wie viele Entschädigungen sie erhalten und von wem, wissen nicht was sie als Verwaltungsräte gemacht haben, wissen nicht wer sie über was informiert hat...
    Also ich könnte so keinen Tag arbeiten, oder ich müsste mir alles aufschreiben. Aber genau das, machen diese Herrschaften ja konsequent auch nicht.
    Erstaunlich.
    • NotWhatYouExpect 13.02.2020 08:20
      Highlight Highlight Naja bei uns gilt ja meistens Unwissenheit schützt vor Strafe nicht... bei den Politikern aber schon.
  • Meyer Andrej 13.02.2020 07:21
    Highlight Highlight Wenn man die letzten Bundesräte der Schweiz anschaut, dann stellt man zwangsläufig fest, dass die Charaktereigenschaften ein nicht zwingendes Selektionskriterium darstellen. Vielleicht einmal die wahren Volksvertreter anschauen BR von 1950 und co., das waren noch Leute mit Charakter und Visionen, sie haben das Land dorthin gebracht wo es war, nun wird die ganze Reputation innert einer Generation zerstört.
  • Victor Paulsen 13.02.2020 07:12
    Highlight Highlight Ich frage mich, ob das bei der FDP noch Folgen gibt, denn immerhin stehen hier die meisten involvierten Namen im Zusammenhang mit der FDP
  • meliert 13.02.2020 06:53
    Highlight Highlight Wieder ein solch typischer Fall; nur zugeben was schon stichfest bewiesen ist!
  • Fairness 13.02.2020 06:40
    Highlight Highlight Die Globalisierung halt ;). Das „Ich kann mich nicht erinnern.“ gibt es scheinbar auf der ganzen Welt. Dafür kennen sie ihren Kontostand sehr gut.
  • Drummer 13.02.2020 06:33
    Highlight Highlight Und alle so: „I bi de René- I säge nüt„ 😂
  • DieserNicknamewirdschonverwendet 13.02.2020 06:22
    Highlight Highlight "...denn eine detaillierte Information.... " Herr Villiger gibt indirekt zu, dass er etwas wusste, aber keine Details... sonst hätte er einfach schreiben können, dass er keine Information hatte ohne das Wort "detailliert"
    • felixJongleur 13.02.2020 08:08
      Highlight Highlight Word. Da wird die Weisung evtl. in die Richtung gegangen sein "informiere mich, aber bleib vage, keine Namen, keine Details". Der eleganteste Weg die Kontrolle zu behalten ohne "Mitwisser" zu sein.
  • The Count 13.02.2020 06:09
    Highlight Highlight Ach Herr Villiger, immer noch das selbe Verhalten. Rückgrat hatten sie noch nie.
  • Spooky 13.02.2020 04:50
    Highlight Highlight Geheimdienste tauschen ihre Erkenntnisse untereinander aus. Quid pro quo. Sie arbeiten in einem Graubereich. Es ist darum gut möglich, dass die Schweizer Nachrichtendienste Herrn Villiger über diese Operation nichts erzählt haben. Die ausländischen Nachrichtendienste natürlich auch nicht.

    Ausserdem kann man ja auch argumentieren, dass die Daten, zu denen die Schweiz mittels dieser Operation Zugang bekam, durchaus im Interesse der Sicherheit der Schweiz waren. Zum Beipiel könnte Terror in der Schweiz verhindert worden sein.

    • Victor Paulsen 13.02.2020 07:17
      Highlight Highlight Jedoch sind seine Verbindungen zu der Crypto AG deutlich sichtbar. Auch wenn er nichts wusste, dann würde das die Sache nicht viel besser machen, denn immerhin war er Departementsvorsteher des heutigen VBS
    • rodolofo 13.02.2020 07:45
      Highlight Highlight "Sicherheit" verstanden diese Leute sehr selektiv und einseitig.
      Obwohl die Geheimdienste über die manipulierten Chiffriergeräte sehr gut darüber informiert wurden, wie grausam die argentinische Militär-Diktatir Oppositionelle zu tausenden mit Flugzeugen auf das Meer hinaus flog und die Menschen dort abwarf, so dass sie auf dem Wasser zerschellten, unternahm man NICHTS!
      Diese Menschen waren halt Linke, und darum Untermenschen.
      Die Nazis lassen grüssen!
      In der argentinischen Armee waren auch viele ehemalige Nazis als Berater tätig.
      Die USA und Deutschland als Beschützer von Nazis...
    • Spooky 13.02.2020 08:07
      Highlight Highlight @Victor Paulsen

      "Jedoch sind seine Verbindungen zu der Crypto AG deutlich sichtbar."

      "...denn immerhin war er Departementsvorsteher des heutigen VBS"

      Genau darum hatten doch die Amis und die Deutschen ein Interesse daran, dass Villiger nicht über die Operation informiert würde. Er hätte wahrscheinlich die Operation nicht erlauben dürfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pafeld 13.02.2020 03:47
    Highlight Highlight Dann nehmen wir die Herren doch zwischenzeitlich mal im Beugehaft, bis sie sich wieder erinnern können.
    • ChlyklassSFI 13.02.2020 13:45
      Highlight Highlight Das sollte man definitiv.
  • speedy42 13.02.2020 00:59
    Highlight Highlight ja klar doch! herr alt bundesrat villiger wusste von nichts wie er sagt, lieber herr alt bundesrat villiger, sollte doch herauskommen, dass sie es doch gewusst haben, würden sie als strafe auf ihre sehr grosse rente verzichten, die sie als alt bundesrat bekommen?
  • weissauchnicht 13.02.2020 00:22
    Highlight Highlight Für mich war die Schweiz noch nie blockfrei und ideologisch immer den USA zugewandt. Selbst heute unter Trump noch. Insofern überrascht mich diese Affäre nicht, auch nicht, dass unsere „ideologiefreien“ Antikommunisten brav dicht gehalten hatten.
    Wir waren (und sind immer noch😏) gerne die Handlanger der Grossen und Mächtigen und hüten gegen lukrative Bezahlung deren Geld und (Bank-)Geheimnisse...🙈🙉🙊🤷‍♂️
    • Track 13.02.2020 07:36
      Highlight Highlight @weissauchnicht
      Ich gebe ihnen recht, dass sehe ich auch so. Nur habe ich das Gefühl, dass dies nach dem 2. Weltkrieg gar nicht so daneben war und die Schweiz als ganzes davon profitiert hat. Am Ende schaut jeder zuerst für sich. Ich jedenfalls wende mich noch heute lieber den USA zu, als zu Russland oder China.
    • weissauchnicht 13.02.2020 11:13
      Highlight Highlight Warum muss man sich denn überhaupt einer fernen Grossmacht zuwenden? Ein unabhängiges föderales und vielseitiges Europa liegt uns viel näher. Da können wir uns und unsere humanitären und kulturellen Werte viel besser einbringen ohne uns einseitig abhängig zu machen oder vereinnahmen zu lassen. In der Vielfalt und Multilateralität liegt viel mehr (auch wirtschaftliches) Potential, und weniger Klumpenrisiko.
      Möglichst Finger weg von Partnern, die uns nicht auf Augenhöhe begegnen und die primär eigenen weltweiten Machtansprüchen hinterherrennen.
  • Hansens Hans 13.02.2020 00:21
    Highlight Highlight „...eine detaillierte Information über die neutralitätspolitisch problematische Übungsanlage hätte mich alarmiert und zur Information des Bundesrates veranlasst.». Bei “nicht detaillierter Kenntnis“ kann das natürlich unterlassen werden.... aiaiai
  • Gubbe 13.02.2020 00:10
    Highlight Highlight " Sie stimmen in dieser Form nicht, denn eine detaillierte Information..." In welcher Form stimmen den die Anschuldigungen? Das ist wohl der älteste und dümmste Satz der Verteidigung.
  • Kubod 12.02.2020 23:55
    Highlight Highlight Einige Offiziere des Nachrichtendienstes fanden´s gspässig und wollten die Sache und den Ruf der Schweiz klären.

    Die Vorgesetzten befahlen vorgeschriebene Bettruhe.
    In der Hoffnung, dass der geheime Vorgang nicht auf die Schweiz zurückfällt.

    Ich liebe dieses Land, in dem die effiziente, aufklärende, unbestechliche Arbeit und "Naivität" der Offiziere des Nachrichtendiensts Teil des Systems ist und der Spruch «Es wäre lebensgefährlich» langfristig Folgen für den Verursacher des Spruchs hat.
    Ich war schon in vielen Ländern mit den "Diensten" in Kontakt. Wir haben mit die Besten

  • M.Corleone 12.02.2020 23:50
    Highlight Highlight Das wird noch lustig weden.
    Oder auch nicht, für so manchen damals Involvierten.
    Fortsetzung folgt ...
    • Paul55 13.02.2020 06:31
      Highlight Highlight Das wird am Ende einfach einen grossen Hügel unter Teppich geben, den man und die Zeit flachtreten wird. Bedeckt eigentlich die Helvetia ihre Augen oder die Justitia oder beide?????
    • rodolofo 13.02.2020 07:55
      Highlight Highlight Spionage ergibt sich zwangsläufig aus der Tatsache, dass Politiker im Allgemeinen und Regierungen im Speziellen so viel lügen und betrügen.
      Im direkten Umgang mit einem -wohl typischen- Militärkopf und Karieristen habe ich herausgefunden, dass solche Leute mehr Schein sind, als Sein und das auch noch für selbstverständlich halten.
      Bei "Gesprächen" hören sie Dir gar nicht zu und wollen Dir eigentlich nur ihre Anweisungen geben.
      Sie gehen offenbar davon aus, dass das, was Du sagst, eh nicht stimmt und glauben darum auch, dass sie Dein ALLERLETZTES Angebot noch weiter herunterhandeln können...
  • Makatitom 12.02.2020 23:49
    Highlight Highlight Es ist erstaunlich wie schnell plötzlich etliche Leute dement werden. Wenn der von nichts gewusst hat war er wohl auch nie im VR der UBS, dieser Bankenbundesrat. Wer mehr über etliche Geheimdienstschweinereien erfahren möchte sollte mal ein paar "Romane" von Peter Butler lesen, die mehr Realität als Fiktion sind
  • armediu 12.02.2020 23:39
    Highlight Highlight Ich muss sagen, dass Journalisten-Team hat hier etwas brisantes aufgedeckt. Ja, sogar aufgezeigt, dass unser Rechtsstaat schmutzig sein kann.

    Zum Glück kennen wir die Pressefreiheit. Hoffen wir einfach Mal, dass jetzt nicht wieder USA hinter all dem steckt.

    Den Stein ins Rollen gebracht haben noch geheime aber zugespielte CIA und BND Akten/Affichen. Sehr interessant, wer wollte das ganze ins Rollen bringen und warum nicht schon viel vorher?!
    • rodolofo 13.02.2020 08:01
      Highlight Highlight DASS Verschwörungen im Gange sind, beweisen diese "Cryptoleaks" nach den Skandalen mit den "Nachrichtenlosen Vermögen" und dem "Panama-Papers-Skandal" wieder einmal sehr deutlich.
      Nun versucht aber das Organisierte Verbrechen mit seinen unzähligen Komplizen in Politik, Militär und Wirtschaft, gerade diejenigen zu diskreditieren und mundtot zu machen, die solche Fälle aufdecken!
      Sie beschimpfen solche professionelle Medien als "Fake News-mainstram-Lügenpresse" und verbreiten eigene, falsche Verschwörungstheorien, welche von den tatsächlichen Verschwörungen ablenken und verwirren sollen...
    • youmetoo 13.02.2020 12:57
      Highlight Highlight Meinst Du mit «organisiertem Verbrechen» die Politiker?
    • rodolofo 13.02.2020 13:43
      Highlight Highlight Ein Mafia-Jäger hat einmal sehr anschaulich von einer sichtbaren, grossen Gesellschafts-Machtpyramide gesprochen, auf deren Spitze eine umgekehrte, kleine Pyramide sitzt: Die unsichtbare Pyramide der Mafia-Bosse.
      An der punktuellen Verbindung sitzt ein Typ wie Trump, oder wie Putin, zugleich Staatspräsident und Oberster Boss aller Mafiabosse....
  • Schlaf 12.02.2020 23:33
    Highlight Highlight Vermutlich wird auch Herr Villiger noch die Ein oder Andere Erinnerungslücke aufweisen.

    Die Aussage scheint in die Mode zu kommen bei heiklen Angelegenheiten.
  • derEchteElch 12.02.2020 23:28
    Highlight Highlight Politiker, die das wussten, sollen verurteilt werden und eine lange Haftstrafe absitzen. Zusätzlich eine Kürzung aller Gehälter und Renten.

    Wenn die Schweiz kein deutliches Zeichen setzt, werden spätere CH-Politiker nur noch skrupelloser sein. Es geht um elementare Grundsätze unseres Landes.
    • Gantii 13.02.2020 07:23
      Highlight Highlight Kürzung der Gehälter? Die Bundesratsrente etc. gehören für solche Leute eingestellt und dann sollte man ihnen den Schweizer Pass entziehen, wie man es mit IS-Anhänger machen will
  • freeLCT 12.02.2020 23:28
    Highlight Highlight Ich habe keine Ahnung, was der Villiger in seinem Leben geschafft hat, aber mit seiner Stellungnahme zu der Sache bringt er eigentlich eine gleich glaubwürdige Version auf den Tisch, wie die, eines Auszugs aus einem CIA-Bericht.

    Immerhin hat dieser noch kein Gedächtnisschwund.
  • armediu 12.02.2020 23:22
    Highlight Highlight Jetzt erst, auch wenn es etwas länger her ist, ist es wichtig Klarheit und eine lückenlose Aufarbeitung der Geschehnisse zu widerlegen (PUK macht Sinn). Die Schweiz, hat -wenn auch nur gewisse Personen involviert waren- vorsätzlich einem anderen Staat einen klaren Vorteil verschafft, indem er andere Staaten wissentlich manipulierte Ware verkauft hat. Dies ist meiner Ansicht nach, keine Neutrale Haltung ggn. allen Parteien!
    Der Satz „man hat Millionen bezahlt, um ausspioniert zu werden“ ist und wird für den Schweizer Marktplatz nun eine grössere Herausforderung werden.
    • Leachim 13.02.2020 04:24
      Highlight Highlight Sorry, nur eine Verständnisfrage: Die Formulierung „eine lückenlose Aufarbeitung der Geschehnisse zu widerlegen“ verstehe ich nicht.
  • Platon 12.02.2020 23:18
    Highlight Highlight Ich frage mich gerade, was ich besser finde. BR, die immerhin wissen, was für Sauereien abgehen oder BR, die tatsächlich nichts vom grössten Spionageskandal checken? Das zweite ist eindeutig sorgenerregender und aus demokratiepolitischer eindeutig schlimmer. Wer sonst, wenn nicht der BR, soll denn wissen, was hinter den Kulissen abgeht?
    Daraus folgere ich: Villiger war seinem Amt entweder nicht gewachsen oder er lügt uns gerade an. Von beiden Optionen ist wiederum Zweiteres schlimmer.
    • winglet55 13.02.2020 07:00
      Highlight Highlight und Zweiteres ist wahrscheinlicher.
  • Satan Claws 12.02.2020 23:15
    Highlight Highlight Die neue Crypto-Währung heisst Bundesrat und ist gerade auf Talfahrt.
  • no-limit 12.02.2020 23:13
    Highlight Highlight Klar war er im Bild, es geht gar nicht anders. Wie auch über die Goldveruntreuung einer Grossbank
  • BratmirnenStorch 12.02.2020 23:12
    Highlight Highlight Wem kann man eigentlich noch vertrauen in dieser Welt? Das wüsste ich zu gern.
    • MartinZH 12.02.2020 23:27
      Highlight Highlight Unserem Rechtsstaat und den politischen Institutionen der Schweiz? Sowie der verfassungsrechtlich garantierten Presse-Freiheit als "vierte Gewalt"? 🙄👍
    • MartinZH 13.02.2020 00:13
      Highlight Highlight Wer nicht weiss, was "die politischen Institutionen der Schweiz" sind, macht sich mit einem Blitz leider nur lächerlich... 😂

      Hallo, "Du" bist damit auch gemeint, denn "Du" bist ein Teil des Volks, das wählen und abstimmen kann...! 😉

      Offensichtlich hat man die Schulhäuser falsch gebaut – weniger "Fenster-Plätze" wären sicher besser gewesen... 😔
      Benutzer Bild
    • Neruda 13.02.2020 00:24
      Highlight Highlight Haha frag mal den Adam Quadroni zum Thema Rechtsstaat. Oder alt-Bundesrat Blocher, warum er auf Geheiss der USA gegen den Entscheid von Gerichten einfach so Beweismittel vernichtet. Die Schweiz ist ganz OK, was die Justiz anbelangt, aber es gibt noch enorm viel Luft nach oben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • der nubische Prinz 12.02.2020 23:12
    Highlight Highlight Weiss nicht was schlimmer ist.
    Der Verteidigungsminister weiss von den Aktivitäten und hält dicht, oder er weiss von nichts.
    Beides lässt die Schweiz in einem seeehr miesen Licht dastehen.
  • Juliet Bravo 12.02.2020 23:10
    Highlight Highlight Villiger, Schweiger und Stucky wissen mE mehr als sie zugeben. Was weiss Cassis?
  • Alteresel 12.02.2020 23:04
    Highlight Highlight 🙈🙉🙊 keine guten Eigenschaften für aktive und passive Bundesräte.
  • Scaros_2 12.02.2020 23:00
    Highlight Highlight Klar, als ob Villiger nichts davon "wusste"
    • Paul55 13.02.2020 06:28
      Highlight Highlight und auch hier wiedermal die Frage: Welcher Partei gehört Villiger genau an und übte für die seine politische Tätigkeit aus?????
      auch ja, wieder mal (oder eher "wie immer"): Er ist in der FDP (F..k De Planet, F..k De People).
      Und wiedermal meine Gebetsmühle: wählt diä Tschumplä eifach nöd!!!)
    • rodolofo 13.02.2020 07:37
      Highlight Highlight Vom scheinheiligen Biedermann Villiger habe ich nichts Anderes erwartet.
      Noch mehr enttäuscht mich, dass Carla Del Ponte, die bekannte Jägerin von Kriegsverbrechern und Mafiosi, sich nicht mehr erinnern kann...
    • Paul55 14.02.2020 06:26
      Highlight Highlight @rodolofo: Ja auch das! Einfach unglaublich!
      Würde die Bibel "wer frei von ..... ist, der werfe den 1. Stein" beherzigt, würden zumindest in den höheren Sphären der Politik und Justiz sowas von keine Steine mehr fliegen. Man könnte hier auch "Carla die Elephantenkuh im Porzellanladen" zitieren, you name it; es ist einfach wieder mal gschämig, dass eine als intergere, saubere, mit klarer Linie angedachte Person, zu einem genauso gruusigen Soihäfeli Soideckeli Mensch wird, wie die von ihr Verfolgten, wenn man nur genauer unter den Teppich schaut!
  • MartinZH 12.02.2020 22:46
    Highlight Highlight Ich habe Villigers Statement in der SRF-"Sonder-Rundschau" gesehen – und die Frage beschäftigt mich...

    Ich schätze den Alt-Bundesrat als eine integre Persönlichkeit ein. In der Politik hat er sicher gute Arbeit geleistet und bestimmt auch als loyaler Armee-Kader. Der Schritt am Ende seiner Karriere in die harte Welt der Banken-/Finanzwirtschaft (UBS) war sicher weniger glorreich... Trotzdem, ich schwanke zwischen "ihm glauben" und "unmöglich, als ehem. VBS-Chef und Bundesrat". Vielleicht ist er – auf Grund seines Alters – einfach zu müde, sich dem nun auch noch zu stellen? Wirklich schwierig.
    • Makatitom 12.02.2020 23:57
      Highlight Highlight Jeannaire war 18Jahre im Knast weil er einem Russen angeblich das Büchlein "Zivilverteidigung" gegeben haben soll. Deshalb sollte jemand der 100 Staaten verraten hat auch keinen gemütlichen Lebendabend haben, und schon gar nicht mit einer BR-Rente
    • MartinZH 13.02.2020 10:16
      Highlight Highlight @Makatitom: Das stimmt nicht, was Du schreibst: Jeanmaire übergab wiederholt klassifizierte Angaben über die Schweizer Armee an den Militär-Nachrichtendienst der Sowjetunion (GRU). Knast: 1976-88 = 12 Jahre!

      Was ich merkwürdig finde: Du leitest Deinen Post mit Jeanmaire ein und leitest über zu einer Vorverurteilung von Ex-BR Villiger... Das finde ich völlig daneben, denn schliesslich ist die Unschuldsvermutung eines der Grundprinzipien eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens! Und bevor ein solches Verfahren eröffnet werden kann, benötigt die Bundes- / Staatsanwaltschaft einen Anfangsverdacht.
    • ChlyklassSFI 13.02.2020 13:51
      Highlight Highlight Ja, MartinZH. Er hat es nur vergessen. Wie Lauber auch! Sie sind doch so glaubwürdig.
  • Sapere Aude 12.02.2020 22:40
    Highlight Highlight Immer wieder köstlich, wie in solchen Fällen alle behaupten, von nichts gewusst zu haben. Will uns da jemand wieder einmal für dumm verkaufen? Entweder einige in den höchsten Stellen davon gewusst, oder sie waren dumm und inkompetent. Beides keine berauschende Vorstellung.
    • bokl 12.02.2020 23:27
      Highlight Highlight Auch Erinnerungslücken sind in diesen Kreisen erschreckend häufig.

Klar, wer gesund sein will, geht 10'000 Schritte pro Tag – doch warum eigentlich?

Man sieht sie an unzähligen Handgelenken: Sogenannte Aktivitäts-Tracker. Sie sollen uns dabei helfen, gesünder zu sein. So werden unter anderem der Herzschlag und der Schlaf gemessen sowie die Schritte gezählt. Wer kein solches Gerät besitzt, der schaut auf seine Smart-Watch oder sein Handy. Und wir sehen immer, wo wir stehen und wie weit wir von unserem Tages- oder Monatsziel entfernt sind.

Und was ist eigentlich das Ideal im Bezug auf Aktivität und Schritte? Nun, den meisten ist die Antwort …

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