Schweiz
Bern

Oberaargauer Halterin von getöteten Hunden steht selbst vor Gericht

Oberaargauer Halterin von getöteten Hunden steht selbst vor Gericht

09.10.2019, 09:2009.10.2019, 09:20
Nach dem Tod ihrer Hunde steht eine Hundebesitzerin in Burgdorf vor Gericht (Themenbidl).
Wer hat den Hunden das Gift gegeben?Bild: AP

Nach dem qualvollen Tod dreier Hunde muss sich deren Besitzerin seit Mittwochmorgen in Burgdorf vor Gericht verantworten. Ihr wird vorgeworfen, die Hunde getötet zu haben, um an Geld zu kommen.

Die drei Hunde der Angeklagten hatten im Februar 2018 Giftköder geschluckt und mussten notoperiert werden. In den Mägen der Tiere fanden sich Stecknadeln, Rasierklingen und Rattengift. Keines der Tiere überlebte, trotz Notoperation.

Die Frau trauerte öffentlich um ihre Hunde und rief in den Sozialen Medien zu Geldspenden auf für die Notoperation und für Leute, die sich in einer ähnlichen Lage befanden.

Und: «Ich wollte wissen, wer das getan hat», rechtfertigte die junge Frau vor einigen Tagen im «Blick» ihren seinerzeitigen Appell an die Öffentlichkeit. Die Spendensammlung brachte laut Überweisungsbeschluss rund 19'000 Franken ein.

Selbst im Fokus der Justiz

Doch nun steht die Oberaargauerin selbst vor Gericht. Die Behörden werfen ihr vor, dass sie ihre drei Hunde selbst vergiftet und die Geldspender an der Nase herum geführt habe. Anfang Januar wurde die Frau per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe von 170 Tagessätzen zu je 30 Franken verurteilt. Zudem erhielt sie ein Busse von 1000 Franken aufgebrummt. Sie focht diesen aber an, weshalb es nun zur Gerichtsverhandlung kam.

Die Angeklagte hat die Vorwürfe stets bestritten. «Ich habe meinen Hunden nichts getan!» wird sie im «Blick» vom 4. Oktober zitiert. Für die junge Frau gilt die Unschuldsvermutung. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
F-35 und Armeefinanzen: Ein Trauerspiel in Endlosschleife
Der Kampfjet F-35 wird zum Fass ohne Boden. Und die Finanzierung der Armee bleibt eine Dauerbaustelle. Die Wechselgerüchte um VBS-Chef Martin Pfister erstaunen deshalb nicht.
Der Rücktritt von Guy Parmelin setzt nicht nur das Nachfolgekarussell in der SVP in Gang. Bereits wird über mögliche Ressortwechsel spekuliert. Im Mittelpunkt steht SP-Bundesrat Beat Jans, der aus dem ungeliebten Justiz- ins Wirtschaftsdepartement «flüchten» könnte, worüber Bürgerliche, Wirtschaftsvertreter oder die NZZ nicht erfreut sind.
Zur Story