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Nach Lauber-Abgang: Bundesanwaltschaft ist auf gutem Weg

22.04.2021, 10:0022.04.2021, 10:16

Nach dem Abgang von Bundesanwalt Michael Lauber ist die Bundesanwaltschaft auf dem Weg der Stabilisierung. Dies hält die Aufsichtsbehörde (AB-BA) in ihrem Jahresbericht fest.

Die Behörde habe die interimistische Leitung der Bundesanwaltschaft im vergangen Jahr begleitet, schreibt die Aufsichtsbehörde am Donnerstag in einer Mitteilung zum Jahresbericht. «Für die AB-BA ist eine Stabilisierung der Bundesanwaltschaft erkennbar», heisst es.

Michael Lauber leitete die Bundesanwaltschaft bis August 2020.
Michael Lauber leitete die Bundesanwaltschaft bis August 2020.
Bild: keystone

Lauber schied per Ende August 2020 vorzeitig aus dem Amt aus, seither wird die Bundesanwaltschaft von den beiden Stellvertretern geführt.

Das Jahr 2020 war für die Aufsichtsbehörde «eines der intensivsten Jahre seit Aufnahme ihrer Tätigkeit», steht in dem mehr als 50 Seiten umfassenden Jahresbericht. Geprägt war die Arbeit von der Affäre Lauber.

So schloss die AB-BA die Disziplinaruntersuchung gegen Lauber Anfang des Jahres ab und sanktionierte ihn im März 2020 mit einer Lohnkürzung. Lauber hatte wiederholt verschiedene Amtspflichten verletzt.

Gegen die Disziplinarverfügung führte er Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht, das die Lohnkürzung bestätigte. Im Anschluss an das Urteil reichte der ehemalige Bundesanwalt seinen Rücktritt ein.

Ende Juni ernannte die AB-BA Stefan Keller zum ausserordentlichen Staatsanwalt des Bundes. Die Behörde beauftragte ihn, die Strafanzeigen gegen Lauber, Gianni Infantino sowie weitere Personen zu prüfen. Die Strafverfahren sind derzeit hängig.

Die unabhängige Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft umfasst als Kollegialbehörde sieben Mitglieder. Das Fachgremium arbeitet unabhängig vom Parlament. Die Mitglieder werden jedoch durch die Vereinigte Bundesversammlung für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt. (sda)

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