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Zahl der Sexualdelikte im Kanton Zug hat sich fast verdoppelt

06.04.2022, 11:43
Bild: KEYSTONE

Im Kanton Zug sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Straftaten verübt worden. Zugenommen hat insbesondere die Zahl der Cyber- und Sexualdelikte. Die Zuger Polizei musste zudem mehrere Male andere Polizeicorps bei Demonstrationen von Covid-Massnahmengegnern unterstützen.

Im Rahmen von Covid-19-Aufgaben leisteten die Einsatzkräfte 2021 insgesamt 13'410 Stunden Arbeit, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden am Mittwoch mitteilten. Davon entfielen 1923 Stunden auf Kontrollen von Schutzkonzepten. Mit 5262 Stunden waren die Polizistinnen und Polizisten allerdings vor allem mit Kundgebungen und Demonstrationen beschäftigt.

Im Kriminalbereich stieg die Gesamtzahl der erfassten Straftaten um 13 Prozent auf 6039. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Anzahl Delikte gegen die sexuelle Integrität um 64 auf 144 Fälle. Deutlich zugenommen haben sexuelle Handlungen mit Kindern sowie Pornografie. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich liegt bei 93.1 Prozent.

Weiter zugenommen hat zudem die Cyberkriminalität. Gesamthaft wurden hier 417 Straftaten registriert. Das sind 106 mehr als im Vorjahr, bei über der Hälfte handelte es sich um Cyberbetrugsdelikte. Die Aufklärungsquote liegt bei bloss 22.2 Prozent.

Diese Entwicklung gelte es im Auge zu behalten, heisst es seitens der Zuger Kriminalpolizei. Die Komplexität steige, zudem seien grosse Mengen an digitalen Daten auszuwerten, Personal könne hier nicht durch Software ersetzt werden.

Pro Tag ein Fall von häuslicher Gewalt

Im Bereich der häuslichen Gewalt mussten die Zuger Polizistinnen und Polizisten 378 Mal intervenieren, was mehr als einem Fall pro Tag entspricht. Auch hier gab es einen leichten Anstieg.

Abgenommen hat dagegen die Zahl der Verkehrsunfälle um 56 auf noch 640. Dabei starben zwei Personen. Der Kanton Zug weist die höchste Fahrzeugdichte aller Kantone der Schweiz auf. Die Verkehrspolizei stelle vielfach Überforderung und unsicheres Verhalten im Strassenverkehr fest sowie ein Wechsel vom «Miteinander zum Gegeneinander», was die Unfallgefahr erhöhe.

Die Zuger Strafverfolgungsbehörden äusserten sich bei der Präsentation der Jahresstatistik auch zur Zukunft. So würden in den nächsten Jahren viele Zuger Polizistinnen und Polizisten pensioniert. Deshalb rekrutiere man bis zu zehn Aspirantinnen und Aspiranten pro Halbjahr, die an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch LU ausgebildet werden. (aeg/sda)

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