Schweiz
Klima

Wetter am Wochenende: Die Nacht auf Samstag wird in der Schweiz heikel

Schnee in der Schweiz am 26. und 27. März 2026.
Am Freitagmorgen lag in Oberdorf im Kanton Solothurn mehr als nur ein Häubchen Schnee.Bild: userinput

Die Nacht auf Samstag wird heikel: Das erwartet uns wettermässig am Wochenende

27.03.2026, 13:4427.03.2026, 13:44

In Teilen des Flachlands gab es am Freitagmorgen ein weisses Erwachen. Sogar in der Stadt Zürich lag ein weisses Fläumchen, hier wurde am Freitagmorgen eine Schneehöhe von zwei Zentimetern (Station Zürich / Fluntern) gemessen. Nicht zu vergleichen sind diese Verhältnisse mit dem Neuschnee, den es in den letzten zwei Tagen in den Bergen gab, wie ein Blick in die Messdaten von MeteoSchweiz zeigt:

  1. Säntis (AI): 79 Zentimeter
  2. Fionnay (VS): 61 Zentimeter
  3. Adelboden (BE): 60 Zentimeter
  4. Guttannen (BE): 56 Zentimeter
  5. Arosa (GR): 54 Zentimeter

In den tieferen Lagen sticht Meiringen im Kanton Bern heraus: Hier gab es seit Mittwochabend 38 Zentimeter Schnee, und das auf einer Höhe von 589 Metern über Meer. Das hat Folgen für die Lawinengefahr.

Lawinengefahr am 27. März 2026 in der Schweiz.
Grosse Lawinengefahr in den Schweizer Alpen.Bild: meteoschweiz

Der Bund warnt für den gesamten Alpenraum vor Lawinen. Vom Berner Oberland bis nach Glarus gilt sogar die Gefahrenstufe 4: «Spontane und oft auch sehr grosse Lawinen sind wahrscheinlich.»

Bodenfrost im Flachland

Doch auch im Flachland haben die tiefen Temperaturen Auswirkungen: Hier droht Bodenfrost. Der Bund empfiehlt in der Nacht auf Samstag: «Pflanzen mit Vlies abdecken oder empfindliche Topfpflanzen an geschützte Orte wie Hauswände oder ins Gebäudeinnere stellen. Empfindliche Materialien rechtzeitig gegen Frost schützen.»

Schnee in der Schweiz am 26. und 27. März 2026.
Die Vegetation liegt nach dem Schneefall vom Donnerstag unter einer Schneemasse begraben.Bild: userinput

Der Bodenfrost ist heuer besonders gefährlich, weil er auf eine sehr milde Phase folgt. MeteoNews schätzt, dass «der Vegetationsvorsprung gegenüber dem langfristigen Mittel mindestens zehn Tage bis zwei Wochen beträgt». So blühen im Flachland und in tieferen Alpentälern bereits erste Obstbäume, diese Blüten sind nun in Gefahr.

«In der Nacht auf morgen Samstag ist es dann überall mindestens teilweise klar, sodass die Temperaturen in tiefen Lagen mit der eingeflossenen kalten Luft verbreitet in den Frostbereich sinken, es sind zwischen etwa -6 und -2 Grad zu erwarten», schreibt der Wetterdienst weiter. Das bedroht sogar die eher frostbeständigen Blüten.

So geht es weiter

Aktuell ist mit einem Absinken der Temperaturen auf deutlich unter den Gefrierpunkt aber nur in der Nacht auf Samstag zu rechnen. Danach ziehen erneut Wolken auf, die Mindesttemperaturen pendeln sich dann um 0 Grad ein.

So wird das Wetter ab dem 28. März 2026.
Die Aussichten für den Standort Basel. Das Wetter aus deiner Region findest du hier.

Im Flachland fällt der Rest des Wochenendes und der Start in die nächste Woche dann eher nass und trüb aus, die Maximaltemperaturen bewegen sich zwischen 6 (in Zürich) und 10 Grad (in Basel). Sonnenstrahlen dürften Mangelware sein, dafür ist ab Samstag dann auch die Frostgefahr erstmal gebannt.

«Längerfristig gesehen ist es aber durchaus möglich, dass das Problem auch im April wieder auf uns zukommt, auch dann gab es in den letzten Jahren immer wieder Frost», schreibt MeteoNews. Besonders heikel wird es demnach in der zweiten Aprilhälfte, wenn neben den Obstbäumen auch die Reben blühen. (leo)

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