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«Mehr Bäume, weniger Arschlöcher»: Diese Menschen sind am Klimastreik aufgefallen

Streikende in der ganzen Schweiz sprechen mit watson Klartext – und zeigen uns ihre Plakate.

Team watson
Team watson



Zehntausende Klimaaktivisten gingen am Freitag in der ganzen Schweiz auf die Strasse. watson-Reporterinnen und Reporter haben in Bern, Zürich und Aarau Leute mit spannenden Plakaten herausgepickt.

Kate, 31, aus Bern (und Texas)

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Was bedeutet dein Plakat?
Es gibt viel zu viele Arschlöcher, pardon Politiker auf diesem Planeten, die nur ans Geld denken. Besonders in den USA, wo ich herkomme. Diese Leute sollte man aus ihren Ämtern verbannen. Und dazu viele Bäume pflanzen, die C02 aufnehmen.

Was war deine letzte gute Klima-Tat?
Ich arbeite in Bern beim Theater und mache immer wieder an Clean-Up-Aktionen mit. So kämpfe ich gegen die Vermüllung unserer Zivilisation!

Deine letzte Klima-Sünde?
Heute morgen habe ich mir Essen in einer Plastikverpackung gekauft. Das versuche ich wann immer möglich zu verhindern. ​

Petra Frey, 28, Bern

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Was bedeutet dein Plakat?
Velo statt, Tram reparieren statt wegwerfen. Ich habe einfach jene Sachen aufgeführt, mit denen man im Alltag das Klima schonen kann. An dem Plakat haben wir eine halbe Stunde gebastelt. Dabei haben mich meine Kolleginnen kurzerhand in eine Kartonschachtel gesteckt und diese mit verschiedensten Sujets bemalt.

Was war deine letzte gute Klima-Tat?
Ich Winter ziehe ich mich in meiner Wohnung einfach sehr warm an und heize kaum.

Deine letzte Klima-Sünde?
​Ich habe gerade heute morgen einen Kaffee getrunken. Dies obschon ich eigentlich nur noch lokale Produkte konsumiere. Aber Kaffee wächst in der Schweiz leider nicht.

Die besten Bilder des Klimastreiks

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Die besten Bilder des Klimastreiks
quelle: epa/keystone / walter bieri
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Lino, 15, Aarau

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Lino (mitte) mit seinen Freunden.

Wie kam es zu diesem Plakat?
«Rick and Morty» ist meine Lieblingsserie. Deshalb ist auf unserem Plakat der Arm von Rick zu sehen, der aus seinem Portal herausschaut und Donald Trump den Mittelfinger zeigt. Wir haben dann in unserer Klasse Geld zusammengelegt und haben das Sujet in Aarau in einer Druckerei drucken lassen. Am Schluss haben wir es an einem alten Besenstiel befestigt, um es in die Höhe strecken zu können.

Was macht dich besonders wütend in der Klimafrage?
Mich macht wütend, dass viele Leute den Klimawandel weiterhin nicht anerkennen und uns ignorieren wollen. Aber wir wollen nicht ignoriert werden. Wir wollen, dass sich jetzt etwas ändert, denn irgendwann bringt das nichts mehr. Für was soll ich jetzt in die Schule gehen, wenn ich in 15 Jahren keine richtige Erde mehr habe, auf der ich leben kann? Dann verpasse ich lieber ein paar Schulstunden, aber mache dafür etwas für unsere Zukunft.

Deine beste Tat fürs Klima?
Ich versuche möglichst oft die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen oder bin zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs. Wenn ich in die Ferien fahre, verzichte ich wo es geht aufs Flugzeug. Ich versuche mich so, fürs Klima einzusetzen.

Wo bist du Klimasünder?
Ich sollte weniger Fleisch essen. Und beim Reisen kann ich mich auch noch verbessern. Ich würde gerne die Kontinente dieser Erde besichtigen, aber wenn man dafür das Flugzeug braucht, ist das natürlich nicht gut. Diesen Sommer zum Beispiel mache ich einen Sprachaufenthalt in den USA. Dafür nehme ich das Flugzeug. Darauf will ich in Zukunft mehr acht geben.

Michael Bühler, 32, Bern

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Was bedeutet dein Plakat?
«Ist euch unsere Zukunft egal?»: Es soll zeigen, wie unsere rechten Politiker und vor allem die Banken aufs Klima pfeiffen und rücksichtslos Gewinne einfahren.
Wir verbrennen das Geld und heizen so das Klima an! An dem Plakat habe ich etwa eine Stunde gebastelt,

Was war deine letzte gute Tat fürs Klima?
Ich habe mein Auto verkauft und bin mit dem Zug statt mit dem Flugzeug nach Rom gefahren.

Elvira (11) und Ursula, Zürich

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Was bedeutet euer Plakat?
Wir wollen damit den Tieren eine Stimme geben. Auf sie achtet man in der ganzen Diskussion zu wenig.

Elvira, was macht dich besonders wütend in der Klimafrage?
Ich finde es nicht cool, dass alles kaputt gemacht wird. Die Tiere sollten auch entscheiden können. Sie werden total ungerecht behandelt.

Eure beste Klima-Tat?
Wir essen beide wenig Fleisch, und wenn, dann nur aus biologischer Haltung. Wir fliegen sehr selten. Diesen Sommer beispielsweise bleiben wir in der Schweiz. Ausserdem versuchen wir beim Heizen Energie zu sparen. Bei uns zuhause ist es nur 19 Grad warm, dafür tragen wir dicke Pullis.

Nicole, 16, Aarau

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Wie kam es zu diesem Plakat?
Das ist ganz simpel. Wir haben im Internet gestöbert und sind dann auf diesen Spruch gekommen.

Was macht dich besonders wütend in der Klimafrage?
Am meisten stört mich, dass die Politiker nichts tun. Sie reden zwar darüber, aber keiner ergreift die Initiative und handelt.

Deine beste Tat fürs Klima?
Ich achte beispielsweise stark darauf, dass ich so wenig Plastik wie möglich brauche beim Einkaufen. Etwa bei Gemüse und Früchten. Ich gehe auch extra in «Unverpackt-Läden» einkaufen.

Wo bist du Klimasünder?
Ich glaube, jeder hat Potenzial, sich zu verbessern, auch ich. Das können ganz kleine Dinge sein. Etwa weniger lang zu duschen oder weniger warm. Denn so kann man auch Energie sparen.

Sämi, 14, Zürich

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Was bedeutet dein Plakat?
Meine selbst gebastelte Puppe stellt ein Spermium dar. Weil: Es geht hier um unsere Zukunft!

Was macht dich besonders wütend in der Klimafrage?
Der klare Fakt, dass es uns, wenn wir so weiter machen, bald nicht mehr gibt.

Deine beste Klima-Tat?
Ich fliege nicht und kaufe mir nicht immer das neuste Handy. Eigentlich achte ich in allen Bereichen meines Lebens darauf, mich möglichst nachhaltig zu verhalten.

Olive, 15, Zürich

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Weshalb bist du heute hier?
Ich denke, dass die Politiker endlich wachgerüttelt werden müssen. Schlussendlich müssen wir aber auch Eigenverantwortung wahrnehmen.

Deine beste Klima-Tat?
Ich fahre mit dem Fahrrad zur Schule, konsumiere hauptsächlich Bio-Produkte und verzichte teilweise auf Fleisch.

Deine grösste Klima-Sünde?
Ich fliege diesen Sommer nach Georgien.

*Olives Antworten wurden auf Ihren Wunsch hin nach Publikation des Artikels angepasst.

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