DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV - Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen, aufgenommen am 5. Juni 2009 in Zuerich, Schweiz. - Zu den Ergebnissen der 2. SRG-Trendumfrage der eidgenoessischen Volksabstimmung am 28. September 2014 stellen wir Ihnen dieses Themenbild zur verfuegung. Die beiden Abstimmung laufen unter den Titeln

Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen.
Bild: KEYSTONE

Rund 700'000 Personen wechselten Anfang 2016 die Krankenkasse – Junge und Romands sind Wechselmeister

Rund 700'000 Versicherte in der Schweiz haben auf Anfang 2016 ihre Krankenkasse gewechselt. Das hat der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch mit einer Umfrage bei 4000 Personen ermittelt.



Comparis.ch sprach in einer Mitteilung vom Dienstag von einer Wechselquote von 8,6 Prozent. Der Anteil der Kassenwechsler und -wechslerinnen sei seit 2012 stetig gestiegen. Westschweizer wählten weit häufiger eine neue Kasse als Deutschschweizer und Tessiner.

1. Höhere Wechselquote in der Romandie

In der Romandie lag die Wechselquote bei 12 Prozent. In der Deutschschweiz ermittelte die Umfrage eine Quote von je 8 Prozent. comparis.ch führt den Unterschied darauf zurück, dass die Kantone Neuenburg und Jura die landesweit höchste Prämienerhöhung hatten.

Zudem habe die Krankenkasse Assura, die in der Westschweiz grosse Marktanteile habe, ihre Prämien im Gegensatz zu den Vorjahren stark erhöht, liess sich comparis.ch-Krankenkassenexperte Felix Schneuwly zitieren. «Das hat bei vielen Westschweizern einen Wechsel nach sich gezogen.» Landesweit gehöre Assura aber immer noch zu den günstigsten.

Assura erhöhte ihre Prämien für 2016 um durchschnittlich 9,3 Prozent. 2015 gewann die Kasse 150'000 Versicherte dazu. Für 2016 konnte sie noch keine genauen Zahlen liefern. Es gebe eine Tendenz zur Stabilisierung, hiess es auf Anfrage lediglich.

Jünger wechseln häufiger als ältere

Die Umfrage zeigt zudem Tendenzen: Wer eine hohe Franchise gewählt hat, ist eher bereit, die Kasse zu wechseln. Und während sich von den 61- bis 75-Jährigen nur 3 Prozent für eine andere Kasse entschieden, taten dies 15 Prozent der 18- bis 30-Jährigen.

Beliebt sind «Telemedizin»-Modelle sowie HMO- und Hausarzt-Modelle: Und 41 Prozent der Wechsler stiegen von einem Standardmodell auf ein solches Alternativmodell um. Die Nachfrage nach solchen Modellen bestätigten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur sda mehrere Kassen, darunter Swica, KPT, Atupri, CSS und Concordia.

Swica hält dazu fest, dass 85 Prozent ihrer Versicherten ein Managed-Care-Modell hätten. Bei Neukundinnen und -kunden liege der Anteil bei 95 Prozent. Beide Werte hätten im Vergleich zum Vorjahr noch zugenommen. Swica ist nach eigenen Angaben die Kasse mit dem höchsten Anteil an Versicherten mit Managed-Care-Modell.

Kritik für tiefere Rabatte bei hohen Franchisen

Comparis.ch liess die Umfrageteilnehmer auch zur deren Haltung zur vom Bundesrat vorgeschlagenen Aufhebung der Franchisen von 1000 und 2000 Franken befragen. Je rund 45 Prozent der Betroffenen würden bei einer Abschaffung zur nächsttieferen oder -höheren Franchise wechseln, schrieb comparis.ch.

Kritisiert wurde die Absicht des Bundesrates, die Prämienrabatte für Versicherte zu kürzen, die hohe Franchisen wählen: Die Mehrheit der Befragten findet das «nicht in Ordnung», wie comparis.ch schrieb. Einverstanden mit der Kürzung der Rabatte wären 19 Prozent.

Der Vorschlag des Bundesrates, die Prämien für Personen mit hohen Franchisen zu erhöhen, fiel auch in der Anfang November 2015 beendeten Vernehmlassung durch. Junge Leute müssten damit für die Krankenkasse noch mehr zahlen, und auch Familien und der Mittelstand würden stärker belastet, lautete der Tenor.

Comparis.ch liess die Umfrage Ende Dezember 2015 vom Marktforschungsinstitut GFK durchführen. Befragt wurden 4000 Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 18 bis 75 Jahren aus allen Sprachregionen. (wst/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Homosexuelle dürfen in England Blut spenden: Schweiz verbietet es (noch)

Männer, die mit Männern Sex haben, dürfen in vielen Ländern nicht Blut spenden. England hat dieses Verbot nun aufgehoben, doch die Schweiz bleibt dabei. Allerdings tut sich was.

Seit Anfangs Woche können in England, Schottland und Wales alle unter den gleichen Bedingungen Blut spenden – ungeachtet ihrer Sexualität. Bisher war die Regel – gleich wie in der Schweiz – dass Männer, die mit Männern Sex haben, grundsätzlich nicht zur Blutspende zugelassen sind. Jetzt darf spenden, wer den Sexualpartner in den letzten drei Monaten nicht wechselte.

Es gehe um mehr als nur um ein gerechteres und inklusiveres System, sagt Ethan Spibey gegenüber dem britischen Magazin «Gay …

Artikel lesen
Link zum Artikel