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Das Bundesgericht hat zwei Verfügungen des Zwangsmassnahmengerichts Glarus aufgehoben. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

Leiter von Ferienlager missbrauchte Mädchen: Jetzt muss er sechs Jahre ins Gefängnis



Das Genfer Strafgericht hat am Mittwoch einen früheren Ferienlagerleiter wegen des Missbrauchs von 19 Mädchen im Alter von fünf bis neun Jahren zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren verurteilt. Er wird sich zudem einer ambulanten Behandlung unterziehen müssen.

Ausserdem untersagten ihm die Richter während zehn Jahren jegliche Aktivitäten mit Minderjährigen. Sie bezeichneten das Fehlverhalten des Angeklagten als äusserst schwerwiegend. Er habe seine Position und die Zuneigung der Mädchen ausgenutzt, um diese sexuell zu missbrauchen.

Druck ausgeübt

Damit diese ihm keine Widerstand leisteten, habe er psychologischen Druck auf die Opfer ausgeübt. Mit seinen Taten habe der Mann die Entwicklung und die sexuelle Unversehrtheit der Mädchen verletzt.

Sein einziges Motiv sei die Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse gewesen. Zu keiner Zeit habe er versucht, einen Spezialisten zu konsultieren und sich behandeln zu lassen. Ausserdem habe er sich bewusst dafür entschieden hat, weiterhin an Sommerlagern teilzunehmen.

Der 35-Jährige hatte vor Gericht die Taten gestanden. Beim Verlesen des Urteils brach er in Tränen aus. Er konnte das Urteil nicht unterzeichnen und musste den Gerichtssaal mit seinem Anwalt verlassen.

Übergriffe seit 2011

Der Mann hatte zwischen 2011 und 2018 insgesamt 19 Mädchen im Alter von fünf bis neun Jahren im In- und Ausland sexuell missbraucht. Im Februar 2018 wurde er verhaftet. Die Eltern eines jungen Opfers hatten Anzeige erstattet, nachdem es mit ihnen über die Vorfälle gesprochen hatte. Der alleinstehende Mann lebte noch bei seiner Mutter.

Der Verurteilte begann 2007, als Freiwilliger an Caritas-Sommerlagern für Kinder und Jugendliche teilzunehmen. Der Konsum pornographischen Internetseiten im Jahr 2010 führte dazu, dass er sich später auch Kinderpornographie im Netz ansah. Pro Jahr lud er sich mehr als 500 Bilder auf den Computer herunter. Auch begann er eine Ausbildung zum sozialpädagogischen Assistenten.

Im August 2011 begannen die Übergriffe, die er teilweise auch filmte. Einige der Mädchen missbrauchte er mehrmals. Die Fotos und Filme teilte er in Pädophilen-Foren. Der Mann räumte ein, dass seine Fotos weiterhin im Darknet zirkulieren könnten. (sda)

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