DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Weil die Beizen zu sind, muss der Bierdurst zu Hause gestillt werden.
Weil die Beizen zu sind, muss der Bierdurst zu Hause gestillt werden.
Bild: KEYSTONE

Dafür gab man in der Schweiz Geld aus im Corona-Jahr (weniger Hotels, mehr Bier)

Dass sich die Pandemie auf unsere Ausgaben auswirkt, ist nicht zu bestreiten. Die Haushaltsbudgeterhebung des Bundes zeigt nun einen detaillierten Einblick in die Ausgaben und Einnahmen von Schweizer und Schweizerinnen.
17.08.2021, 19:4818.08.2021, 14:02
Lea Senn
Folgen

Die Corona-Pandemie hat im Haushaltsbudget der Bevölkerung deutliche Spuren hinterlassen: Am markantesten gingen wenig überraschend die Ausgaben für Mahlzeiten in Restaurants, Cafés und Bars zurück.

Um die Schwankungen durch die unterschiedlichen Einschränkungen durch die Pandemie sichtbar zu machen, hat das Bundesamt für Statistik das monatliche Haushaltsbudget erstmals quartalsweise ausgewiesen.

Markante Rückgänge bei Ausgaben in Restaurants, Cafés und Bars

So zeigt sich beispielsweise im zweiten Quartal (April bis Juni 2020), als in der Schweiz die Hotels und Restaurants grösstenteils geschlossen waren, ein deutlicher Rückgang in dieser Kategorie: Pro Haushalt gab man (unter anderem für Take-Away-Mahlzeiten) nur noch 222 Franken aus – der Schnitt der vorherigen Jahre lag bei 539 Franken pro Monat und Haushalt.

Beachtet man nur die Ausgaben für Mahlzeiten in Restaurants, Cafés und Bars (ohne Take-Aways, Selbstbedienungsrestaurants und Kantinen), sieht der Rückgang noch deutlicher aus: Nur 67 Franken gab ein Haushalt pro Monat noch aus. Das entspricht noch rund einem Drittel des Niveaus der Vorjahre.

Während sich diese Ausgaben im dritten Quartal etwas erholten (167 Franken), war die erneute Schliessung im vierten Quartal wieder deutlich sichtbar (112 Franken).

Deutlich höherer Bierbedarf, weniger Kinobesuche

Bei den Ausgaben für alkoholische Getränke und Tabakwaren war grundsätzlich kein grosser Anstieg des Konsums zu verzeichnen – einzig beim Bier: Hier beobachtete das Bundesamt für Statistik im zweiten Quartal 2020 mit durchschnittlich 17 Franken pro Monat Haushalt eine Steigerung um fast die Hälfte im Vergleich zu den Vorjahren. In der zweiten Jahreshälfte gingen die Werte wieder auf das Niveau der Vorjahre zurück.

Ebenfalls bedingt durch das Konsumverbot in Restaurants stiegen die Ausgaben für die restlichen Lebensmittel, insbesondere Milch, Käse, Eier und Gemüse.

Auch im Bereich Unterhaltung, Erholung und Kultur wurde ab dem zweiten Quartal 2020 mit 323 Franken pro Monat und Haushalt deutlich weniger ausgegeben als in den Vorjahren (525 Franken). Diese Ausgaben gingen auch im vierten Quartal zurück von 542 Franken auf 375 Franken. Dies betrifft vor allem Sport- und Freizeitaktivitäten mit einem Rückgang von 91 Franken auf 61 Franken im zweiten Quartal.

Noch ausgeprägter war der Rückgang bei Ausgaben für Kinobesuche. Diese Ausgaben blieben auch in den nachfolgenden Quartalen auf einem auffallend tieferen Niveau.

Warst du seit Beginn der Pandemie im Kino?

So viel kann ein Haushalt pro Monat sparen

Laut der heute veröffentlichten Statistik verfügte der durchschnittliche Schweizer Haushalt im zweiten Quartal 2020 über 9835 Franken Einkommen. Die monatlichen Ausgaben beliefen sich auf 7883 Franken. Das ergibt einen monatlichen Sparbetrag von 1951 Franken. In einem Haushalt leben im Schnitt 2,21 Personen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Dinge, die du nicht brauchst, aber trotzdem haben willst

1 / 36
Dinge, die du nicht brauchst, aber trotzdem haben willst
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Ehrlichkeit zahlt sich aus –Obdachloser findet Geldbeutel und wird reich beschenkt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Über 7300 Schulkinder sitzen schon in Quarantäne – und das ist nur die Spitze des Eisbergs

Mindestens 7353 Schulkinder sind in Quarantäne oder Isolation. Das hat die Umfrage von watson bei den Kantonen gezeigt. Ein wichtiger Player fehlt jedoch.

Die Quarantäneregel für Schulkinder sorgt momentan für Aufregung. Gründe dafür gibt es viele, zwei fallen besonders auf. Zum einen sind es die Eltern, die in den Medien über die zusätzliche Belastung klagen, wenn ihre Kinder nicht zur Schule gehen können. Zum anderen ist es Impfchef Christoph Berger mit seinem neuen Credo: «Mit dem repetitiven Testen braucht es in den Schulen keine Quarantäne mehr». Dies sagte der Präsident der eidgenössischen Kommission für Impffragen gegenüber …

Artikel lesen
Link zum Artikel