Schweiz
Literatur

Tessiner Schriftsteller Giovanni Orelli gestorben

Tessiner Schriftsteller Giovanni Orelli gestorben

04.12.2016, 19:4004.12.2016, 19:46

Der Tessiner Schriftsteller Giovanni Orelli ist am Samstagabend in Lugano im Alter von 88 Jahren gestorben. Mit seiner Prosa und Lyrik zählte Orelli zu den wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellern der Schweiz.

ARCHIV - ZUM TOD VON GIOVANNI ORELLI STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Giovanni Orelli, Schweizer Schriftsteller, aufgenommen in Lugano, September 1998. (KEYSTONE/Ayse Yavas)
Bild: KEYSTONE

Die Familie des Verstorbenen bestätigte der Nachrichtenagentur sda am Sonntag Medienberichte über den Todesfall.

Giovanni Orelli wurde am 30. Oktober 1928 in Bedretto TI geboren. Er studierte in Zürich und Mailand und war während 30 Jahren in Lugano Lehrer für italienische Literatur.

Schon seine erste Erzählung «L'anno della valanga» machte Giovanni Orelli bekannt. Es folgten verschiedene Romane und Gedichtbände. Auf Deutsch erschienen «Der lange Winter», «Ein Fest im Dorf», «Die Brille des Gionata Lerolieff» und «Monopoly».

2012 wurde Orelli zusammen mit Peter Bichsel mit dem Grossen Schillerpreis ausgezeichnet. Die Laudatorin Gertrud Leutenegger rühmte bei der Übergabe in Solothurn vor allem die «mutwilligen Verbindungen», die Orelli in seinen Büchern knüpfe, etwa zwischen antiken Philosophen und modernem Fussball. 1997 erhielt der Schriftsteller zudem den Gottfried-Keller-Preis der Martin-Bodmer-Stiftung.

Doch Giovanni Orelli war nicht nur Schriftsteller. Er engagierte sich auch politisch. So war er ab 1995 für die Sozialdemokratische Partei der Schweiz während einer Legislaturperiode Mitglied des Tessiner Kantonsparlaments. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
«Vertrau mir» – «Das tu ich zu 100 Prozent»: Das lief zwischen dem WEF-Chef und Epstein
Dutzende Nachrichten und SMS zeigen: Børge Brende, CEO des Davoser Weltwirtschaftsforums, steckt tiefer im Epstein-Sumpf als bisher bekannt. Zum Verhängnis könnte ihm eine politisch brisante Chat-Aussage werden.
«Ich hatte nichts mit Jeffrey Epstein zu tun», beteuerte WEF-Chef Børge Brende im November 2025 gegenüber der norwegischen Zeitung «Aftenposten». Zu diesem Zeitpunkt hatten andere mächtige Personen ihre Kontakte mit dem Sexualstraftäter längst zugegeben – manche traten zurück.
Zur Story