Postauto-Brand mit 6 Toten in Kerzers – Mutmasslicher Täter den Behörden bekannt
Das Neuste im Liveticker
Mutmasslicher Täter den Behörden bekannt
«Hier kennt man jeden um vier Ecken»
Italienischer Aussenminister bekundet Beileid nach Postautobrand
Esprimo il più profondo cordoglio per il tragico incidente di Kerzers nel Cantone Friburgo: l’Italia è vicina alla Svizzera. In questo momento di dolore il mio pensiero va alle persone che hanno perso la vita e alle loro famiglie. Auguro ai feriti che possano riprendersi presto e…
— Antonio Tajani (@Antonio_Tajani) March 11, 2026
«In diesem Moment der Trauer sind meine Gedanken bei den Menschen, die ihr Leben verloren haben, und ihren Familien», schrieb Tajani weiter. Der Minister wünschte den Verletzten gute Genesung. Dem «befreundeten Schweizer Volk» versicherte er «die Zuneigung und Solidarität aller Italiener». (sda/ask)
Eine Person nach Postautoband in Kerzers aus Spital entlassen
«Wir verfolgen die Spur einer vorsätzlichen Tat, die Ermittlungen und Untersuchungen werden fortgesetzt, erklärte Martial Pugin am Mittwochmorgen im Westschweizer Radio RTS. «Derzeit gib es jedoch keine Hinweise auf einen terroristischen Akt», fügte er an.
Fragen zur Täterschaft sind weiterhin offen. Die Identifizierung der sechs Todesopfer läuft laut Pugin. Wie lange diese dauert, liess er gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA offen.
Bei dem Brand wurden auch vier Passagiere und ein Rettungssanitäter verletzt. Die Identität der Verletzten konnte am Dienstagabend geklärt werden. Genauere Angaben zu den Personen, etwa zu Alter oder Geschlecht, machte die Polizei nicht.
Drei der Verletzten wurden ins Spital eingeliefert, zwei davon mit schweren Verletzungen. Eine Person «konnte in der Nacht entlassen werden», wie Pugin ausführte.
Zwei weitere Personen waren noch am Dienstagabend vor Ort von Rettungssanitätern kontrolliert worden. Sie brauchten keine Spitalpflege. (sda)
Grosses Medieninteresse am Brand in Kerzers
Augenzeugin erzählt: Plötzlich sah sie Rauch und Feuer
Gemeinde Kerzers betroffen über Postautobrand
Die Behörden bekundeten auf der Internetseite der Gemeinde ihr Betroffenheit mit den Familien und Angehörigen der Opfer. «Wir sind in Gedanken mit allen Personen, die vom Ereignis betroffen sind», heisst es in dem kurzen Statement. (sda)
Strasse wieder befahrbar, aber der Brand hat Spuren hinterlassen
Parlament legt Schweigeminute ein
«Mit grosser Bestürzung haben wir vom Brand eines Postautos in Kerzers im Kanton Freiburg erfahren. Dieses tragische Ereignis erschüttert nicht nur eine Region, einen Kanton, sondern weit darüber hinaus», sagte der Freiburger Nationalratspräsident Pierre-André Page (SVP).
«Im Namen des Nationalrats und in meinem eigenen Namen möchte ich den Familien und Angehörigen der Opfer unser Mitgefühl und unser aufrichtiges Beileid aussprechen und den Verletzten eine gute Genesung wünschen», fuhr Page fort. (leo/sda)
Keine Anhaltspunkte für Terrorismus
So sieht es am Morgen danach aus
Der Vorfall ereignete sich mitten in Kerzers.
Identifizierung der Toten nach Postauto-Brand dürfte länger dauern
Wie lange die Identifizierung genau dauern wird, könne er nicht mit absoluter Sicherheit abschätzen, sagte Martial Pugin, Chef der Abteilung Kommunikation und Prävention der Kantonspolizei Freiburg, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am frühen Mittwochmorgen.
Bei dem Brand wurden zudem vier Passagiere und ein Rettungssanitäter verletzt. Ihre Identität war am Dienstagabend geklärt. Genauere Angaben, etwa zu Geschlecht und Alter der Personen, konnte Pugin am Mittwochmorgen nicht machen.
Die Freiburger Behörden werden am Mittwoch um 14 Uhr bei einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage informieren. (sda)
Die wichtigsten aktuellen Informationen
Erneute Medienkonferenz am Mittwoch um 14 Uhr
Hast du Informationen zum Brand in Kerzers?
Bundespräsident Guy Parmelin zeigt sich bestürzt
Es bestürzt mich und macht traurig, dass wiederum Menschen in der CH bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind. Die Hintergründe werden geklärt. Den Angehörigen der Verstorbenen von Kerzers spreche ich mein Beileid aus. Und ich denke an die Verletzten & die Rettungskräfte.
— Guy Parmelin (@ParmelinG) March 10, 2026
Den Angehörigen der Verstorbene von Kerzers sprach der Bundespräsident sein Beileid aus. Seine Gedanken seien auch bei den Verletzten und den Rettungskräften. «Die Hintergründe werden geklärt», versprach Parmelin. (sda)
Genaue Anzahl Tote noch unbekannt
Schweizerische Post stellt Mitarbeitenden Care-Team zur Verfügung
«Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Angehörigen der Verstorbenen», liess die Post auf Anfrage verlauten. Ein Care-Team stehe ab Mittwoch für Mitarbeitende zur Verfügung.
Die Post stehe in engem Kontakt mit der Kantonspolizei Freiburg, die für die Untersuchung des Vorfalls unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Freiburg zuständig sei. (sda)
Drei Verletzte im Spital
Verletzte Person im Universitätsspital Zürich
Die Pressekonferenz ist vorbei
Brand auf Strecke von Düdigen nach Kerzers ausgebrochen
Drei der Verletzten in kritischem Zustand
Verbleib des mutmasslichen Verursachers unklar
Tote noch nicht identifiziert
Polizei macht keine Angaben zu Terroranschlag
Eine Person am Vorfall beteiligt
Mindestens 6 Tote
Die Medienkonferenz beginnt
Die Medienkonferenz verzögert sich
Lass dir helfen!
In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen und depressiven Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
– Die Dargebotene Hand: Tel 143, www.143.ch
– Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel 147, www.147.ch
– Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch
Das ist passiert
Sechs Menschen kamen am späten Dienstagnachmittag im freiburgischen Kerzers beim Brand eines Postautos ums Leben, fünf weitere wurden teils schwer verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Brand absichtlich verursacht wurde, wie sie an einer kurzfristig einberufenen Medienkonferenz am Dienstagabend mitteilte.
Die Medienkonferenz der Polizei findest du hier im Ticker zum Nachlesen.
Das ist zum Hergang bekannt
Laut der Freiburger Kantonspolizei war das Postauto von Düdingen nach Kerzers unterwegs gewesen, als der Alarm um 18.25 Uhr in der Zentrale einging.
Als die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, ist das Fahrzeug den Angaben zufolge bereits vollständig in Flammen gestanden. Verletzte Passagiere seien aus dem brennenden Fahrzeug gerannt, so Frédéric Papaux, Sprecher der Freiburger Polizei. Im Inneren des Busses hätten die Einsatzkräfte verstorbene Personen vorgefunden.
Das Postauto brannte in der Folge komplett aus, wie Bilder vom Unglücksort zeigten. Die Murtenstrasse wurde zunächst komplett gesperrt, die Einsatzarbeiten dauerten die ganze Nacht durch an. Am frühen Mittwochmorgen wurde sie wieder für den Verkehr freigegeben, das Postauto-Wrack wurde zwischenzeitlich weggeräumt.
Das ist über die Opfer bekannt
Nebst den sechs bestätigten Todesopfern wurden vier Passagiere und ein Rettungssanitäter beim Brand verletzt. Drei der Verletzten befinden sich laut Polizeiangaben in einem kritischen Zustand, eine Person wurde mit dem Helikopter ins Spital geflogen. Zur gesamten Anzahl der Passagiere im Postauto konnte die Polizei noch keine Angaben machen.
Die Identität der Verletzten ist geklärt. Die Identifikation der Toten steht laut der Polizei noch aus, die notwendigen Arbeiten seien angelaufen. Wie die Freiburger Kantonspolizei am frühen Mittwochmorgen meldete, dürfte die Identifikation der Todesopfer länger dauern. Gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA rechnete ein Kapo-Sprecher mit möglicherweise mehreren Tagen.
Für die Angehörigen hat die Polizei eine Hotline eingerichtet unter der Nummer 0800 261 700.
Das wissen wir über die Brandursache
Wie genau der Brand verursacht wurde, ist noch nicht klar. Die Polizei hat aber bestätigt, dass das Feuer absichtlich ausgelöst wurde. Die Ermittlungen dazu laufen.
Das Newsportal 20 Minuten berichtete unter Berufung auf Aussagen in einem Video von Augenzeugen, dass sich eine Person mit Benzin überschüttet und dann angezündet habe. Polizeisprecher Papaux sprach hingegen an der Medienkonferenz zunächst von einer Person, die «mit einem Brandsatz hantiert» habe. Er betonte, dass die Untersuchungen zur genauen Ursache und einem Motiv laufen würden.
Die Polizei gehe den Meldungen, wonach sich eine Person mit Benzin übergossen und angezündet habe, nach, so eine Polizeisprecherin später gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Nichts dazu sagen wollte sie, ob es sich möglicherweise um einen Terroranschlag gehandelt habe.
Die Freiburger Behörden haben eine weitere Medienkonferenz mit Beteiligung der politischen Führung des Kantons und der Justiz für den Mittwoch um 14 Uhr angekündigt.
Die Reaktionen
Die Schweizerische Post hat sich am Dienstagabend in einer ersten Reaktion auf den Postauto-Brand in Kerzers FR betroffen von der tragischen Nachricht gezeigt. «Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Angehörigen der Verstorbenen», liess die Post auf Anfrage verlauten. Ein Care-Team stehe ab Mittwoch für Mitarbeitende zur Verfügung.
Die Post stehe in engem Kontakt mit der Kantonspolizei Freiburg, die für die Untersuchung des Vorfalls unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Freiburg zuständig sei.
Auch Bundespräsident Guy Parmelin zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Es mache ihn traurig, dass erneut Menschen in der Schweiz bei einem schweren Brand ums Leben gekommen sind, schrieb Parmelin – wohl in Gedenken an die verheerende Brandkatastrophe in Crans-Montana VS in der Silvesternacht – auf X.
Den Angehörigen der Verstorbenen von Kerzers sprach der Bundespräsident sein Beileid aus. Seine Gedanken seien auch bei den Verletzten und den Rettungskräften. «Die Hintergründe werden geklärt», versprach Parmelin.
Auch der Freibuger Staatsrat kondolierte. Er sprach in einer Mitteilung den Familien und Angehörigen sein tiefstes Beileid aus. Die Anteilnahme der Kantonsregierung richte sich auch an alle anderen Personen, die vom Brand betroffen sind. Zudem würdigte die Regierung das Engagement der Einsatzkräfte.
Der Postauto-CEO zeigt sich in einer Medienmitteilung betroffen. «Es ist eine schreckliche Tragödie, die gestern in Kerzers passiert ist. Alle Mitarbeitenden von PostAuto und der Post sind wie ich schockiert und betroffen.» Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung sprechen den Opfern und Angehörigen ihr Beileid aus.
Diese Story wird laufend aktualisiert.
(con/sda/dpa)
