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Wahlen Schweiz 2023: Die spannendsten Aspekte hier im Liveticker

v.l. Michael Goette, SVP, Nationalrat Kanton St. Gallen, Esther Friedli, SVP, Staenderatskandidatin Kanton St. Gallen, Walter Gartmann, SVP, Nationalratskandidat Kanton St. Gallen, Roland Rino Buechel ...
Grosser Jubel bei der SVP im Kanton St. Gallen.Bild: keystone
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Die Endresultate: SVP holt 9 Sitze, Grüne verlieren 5 ++ Wahlbeteiligung bei 46,6 Prozent

22.10.2023, 05:0023.10.2023, 03:09
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Das Wichtigste in Kürze:

  • Heute Sonntag hat die Schweiz ein neues Parlament gewählt. Die SVP erobert im Nationalrat acht Sitze und hält neu 61 Mandate. Die Grünen verlieren fünf ihrer bisher 28 Sitze, die GLP gar sechs ihrer bisher 16 Sitze. Die Mitte hält neu 29 Sitze und damit einen mehr als die FDP.
  • Die SVP ist mit einem Wähleranteil von 28,6 Prozent (plus 3,0 Prozent) klare Gewinnerin der Nationalratswahlen. Die Grünen verlieren 3,8 Prozentpunkte und fallen deutlich unter zehn Prozent (9,4 Prozent). Die Mitte legt derweil um 0,8 Prozent zu auf 14,6 Prozent und zieht so an der FDP vorbei (-0,7 Prozent), die auf 14,4 Prozentpunkte kommt.
  • Das Resultat entspricht in etwa den Prognosen und Umfragen vor den Wahlen.
  • Bei der Wahl kam es zu einigen Überraschungen: Im Kanton Zürich wurde Influencerin Anna Rosenwasser gewählt, im Tessin verpasste SVP-Präsident Marco Chiesa die Wiederwahl in den Ständerat im ersten Wahlgang. Mauro Poggia vom rechtspopulistischen MCG überholt in den Ständeratswahlen in Genf die linksgrünen Kandidaturen. Die Grüne Meret Schneider verliert ihren Sitz in Zürich, Nicolas Rimoldi steht weit von einem Nationalratssitz entfernt.
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3:07
Wahlbeteiligung für Nationalratswahlen steigt auf 46,6 Prozent
46,6 Prozent der Wahlberechtigten sind am Sonntag für die Nationalratswahlen an die Urne gegangen. Die Stimmbeteiligung stieg im Vergleich zu 2019 um 1,5 Prozentpunkte. Nur in vier Kantonen ist sie gesunken – besonders stark war der Rückgang in Appenzell Innerrhoden.

Dort lag die Wahlbeteiligung dieses Jahr bei 24,5 Prozent, wie aus den Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervorgeht. 2019 warfen noch 48,7 Prozent der Wahlberechtigten in Appenzell Innerrhoden für den Nationalrat ihre Stimme ein (-24,2 Prozentpunkte).

In Appenzell Innerrhoden kandidierte Mitte-Politiker Thomas Rechsteiner ohne Gegenkandidatur für seine Wiederwahl. Das geringe Wahl-Interesse sei sicherlich dadurch erklärbar, dass er der einzige Kandidat gewesen sei, so Rechsteiner.

Glarus legt am stärksten zu

Im Wallis sank die Wahlbeteiligung für die Nationalratswahlen laut BFS von 54,1 Prozent im Jahr 2019 auf 48,7 Prozent 2023 (-5,4 Prozentpunkte). Im Tessin sank die Beteiligung um 1,6 Prozentpunkte auf 48,0 Prozent. Im Kanton Waadt ging die Stimmbeteiligung von 41,4 Prozent im Jahr 2019 auf 40,1 Prozent in diesem Jahr zurück.

In allen anderen Kantonen stiegt die Wahlbeteiligung für die Nationalratswahlen an. Am stärksten legte der Kanton Glarus zu: Dort gingen dieses Jahr 48,0 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne. 2019 waren es 39,9 Prozent gewesen.

Die höchste Wahlbeteiligung wies der Kanton Schaffhausen auf: 61,6 Prozent wählten dort den Nationalrat. In Schaffhausen sind Wahlen und Abstimmungen obligatorisch – wer nicht wählt, zahlt pro verpasstem Urnengang sechs Franken. (sda)
1:54
Der Nationalrat wird wieder männlicher
Der Frauenanteil des neu gewählten Nationalrats ist im Vergleich zu den Wahlen 2019 gesunken: 77 Politikerinnen wurden am Sonntag in den Nationalrat gewählt. Das sind sieben Frauen weniger als vor vier Jahren.

Der Frauenanteil beträgt neu 38,5 Prozent, wie aus den jüngsten Zahlen des Bundesamts für Statistik hervorging.

Frauen hatten bei den Nationalratswahlen 2019 stark zugelegt. Sie holten sich 84 der 200 Mandate in der grossen Kammer. Der Frauenanteil betrug damals 42 Prozent. Während der vergangenen Legislatur sank der Anteil an Frauen leicht aufgrund von Abgängen.

Das Durchschnittsalter der am Sonntag gewählten Nationalrätinnen und Nationalräte ist 49,5 Jahre. Am ältesten ist der 76-jährige Genfer Charles Poncet (SVP). Die Bernerin Katja Riem (SVP) ist mit 26 Jahren das jüngste Nationalratsmitglied. In der abgelaufenen Legislatur waren die Mitglieder der grossen Kammer durchschnittlich 51,7 Jahre alt. (sda)
22:53
So sieht die neue Sitzverteilung im Nationalrat aus
Nach der Auszählung aller 26 Kantone hat die SVP neun Sitze gewonnen, die Mitte drei und die SP zwei. Die Grünliberalen haben sechs Sitze verloren, die Grünen fünf.

Das Zwischenresultat der Nationalratswahlen im Überblick:

SVP: 62 (+9 zu 2019)
SP: 41 (+2)
Mitte: 29 (+1)
FDP: 28 (-1)
Grüne: 23 (-5)
GLP: 10 (-6)
MCG: 2 (+2)
EVP: 2 (-1)
EDU: 2 (+1)
Grün-Alternative: 1 (+/- 0)
Lega: 1 (+/- 0)
LDP: 1 (+/- 0)
PdA: 0 (-1)
Ensemble à Gauche: 0 (-1)
22:25
Bern: SVP und SP gewinnen einen Sitz
Im Kanton Bern hat im bürgerlichen Lager die SVP zu Lasten der FDP einen Sitz gewonnen. Im linken Lager verloren die Grünen einen Sitz und die SP legte einen zu. Die Kräfteverhältnisse zwischen links und rechts verändern sich somit nur leicht. Das gab die Staatskanzlei am Sonntagabend bekannt.

Die SVP hat im Kanton Bern einen Wähleranteil von 29,3 Prozent erreicht. Sie gewinnt einen Sitz und bleibt klar stärkste Kraft im Kanton. Insgesamt wird sie mit acht Sitzen im Nationalrat vertreten sein.

Die andere Gewinnerin der Nationalratswahlen im Kanton Bern ist die SP. Die Frauen- und die Männerliste zusammen erhielten 19,8 Prozent der Stimmen. Gewählt sind vier Frauen und ein Mann.

Die Grünen Kanton Bern verlieren einen Sitz und sind in Zukunft nur noch mit drei Sitzen in der grossen Kammer vertreten. In den ersten Hochrechnungen wurde ihnen zwei Sitzverluste prognostiziert. Sie erhielten neun Prozent der Stimmen.

Auf Augenhöhe mit den Grünen ist neu die GLP im Kanton Bern. Sie konnte ihre drei Sitze mit den drei bisherigen Abgeordneten halten. Die Hauptliste konnte 7,9 Prozent der Stimmen für sich gewinnen.

Die Mitte Kanton Bern wird nächste Legislatur weiterhin mit zwei Sitzen vertreten sein. Die Hauptliste der Partei erhielt 6,2 Prozent der Stimmen. Fünf Unterlisten brachten ihr aber noch die nötigen Stimmen für einen zweiten Sitz.

Die FDP Kanton Bern hingegen musste einen Sitz abgeben. Mit 7,2 Prozent Stimmenanteil reichte es ihr nicht die zwei Sitze zu verteidigen. Für die EVP und die EDU ändert sich vom Sitzanteil nichts. Beide werden nächste Legislatur je mit einem Sitz vertreten sein. (sda)
22:21
Wahlanalyse sieht keine grossen Wechselszenarien für Bundesratswahl
Aus der Sicht des Meinungsforschungsinstituts GFS Bern drängen sich im Hinblick auf die kommenden Bundesratswahlen keine grossen Wechselszenarien auf. Weder Grün noch Grünliberale kämen auch nur in die Nähe einer Legitimität für Bundesratssitze, heisst es in einer Analyse des Instituts vom Sonntagabend.

Der Masterplan der Mitte, eine klare Sitz-Distanz zur grünen Anwärterin zu schaffen, sei augenscheinlich voll aufgegangen. Der marginale Vorsprung der Mitte gegenüber der FDP scheine zu klein, um einen bestehenden Bundesrat abzuwählen. Ein Bundeskanzlersitz als Gegengeschäft könnte die Mitte gut vertrösten. (sda)
22:04
Keine Rückkehr nach Bern für Chantal Galladé
Die ehemalige Nationalrätin Chantal Galladé (GLP) hat den Sprung zurück nach Bern nicht geschafft. Die Winterthurerin landete mit 51'217 Stimmen auf dem 8. Platz der GLP-Liste.

Damit machte sie zwar 13 Plätze gut. Gestartet war sie auf dem 22. Platz. Weil die Zürcher GLP aber nur 4 Plätze im Nationalrat hat, schaffte sie die Wahl nicht.

Galladé politisierte bereits von 2003 bis 2018 für die SP im Nationalrat, im Februar 2019 wechselte sie schliesslich von der SP zur GLP. Grund dafür war die Europapolitik der SP. Seit Februar diesen Jahres sitzt Galladé für die GLP im Zürcher Kantonsrat. (sda)
Alt-Nationalraetin Chantal Gallade, GLP-ZH, vom ueberparteilichen Komitee aeussern sich an einer Medienkonferenz zur Initiative zur Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen, am Dienstag, 11. August 2020, ...
Bild: keystone
21:58
Mass-Voll-Rimoldi wird nicht Nationalrat – dafür profitiert die EDU
Nicolas Rimoldi wird nicht Nationalrat: Der Mass-Voll-Präsident hat die Wahl mit nur 10'398 Stimmen aus dem Kanton Zürich deutlich verpasst. Von der Listenverbindung zwischen Aufrecht, Mass-Voll, den Schweizer Demokraten und der EDU profitierte einzig die EDU.

Die EDU holte sich mit Erich Vontobel (9390 Stimmen) ihren ersten Zürcher Nationalratssitz. Sie schaffte einen Wähleranteil von 1,49 Prozent. Aufrecht holte 1,1 Prozent Wähleranteil, die Schweizer Demokraten 0,1 Prozent und Mass-Voll 0,65 Prozent.

Einen Tag vor dem Wahltag war Rimoldi in Basel noch wegen der Teilnahme an einer illegalen Demonstration in Polizeigewahrsam genommen worden. (sda)
Coronamassnahmen-Kritiker Nicolas Rimoldi diskutiert mit anderen Gegnern der Vorlage zum Covid-19 Gesetz, welche an diesem Sonntag zur Eidgenoessischen Abstimmung kam, am Sonntag, 18. Juni 2023 am Sta ...
Bild: keystone
21:48
Zürcher EVP-Kandidat schafft die Wahl trotz höchstem Budget nicht
Trotz Rekord-Wahlkampfbudget hat der Zürcher EVP-Kandidat Donato Scognamiglio die Wahl in den Nationalrat nicht geschafft. Scognamiglio investierte stolze 365'000 Franken in seinen Wahlkampf. Es war die landesweit höchste Summe für eine Einzelperson im Nationalratswahlkampf.

Genützt hat es dem Wirtschaftsprofessor, Immobilienexperten und Schlossherren wenig: Er holte nur 17'924 Stimmen. Damit landete er auf dem zweiten Platz der EVP-Liste. Gewählt wurde erneut Nik Gugger. (sda)
Donato Scognamiglio EVP
Bild: Alex Spichale
21:44
Blocher-Schwiegersohn Roberto Martullo geht leer aus
Der Wahlsonntag hat Roberto Martullo (61) eine weitere politische Niederlage beschert: Der Ehemann von SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher und Schwiegersohn von Christoph Blocher hat seinen Einzug in den Nationalrat deutlich verpasst. Er holte auf der Ü-55-Liste der SVP nur 1409 Stimmen.

Seine Nichtwahl reiht sich in eine ganze Reihe von politischen Fehlstarts ein. Der gebürtige Italiener scheiterte bereits bei zwei lokalen Schulpflege-Wahlen und trat drei Mal vergeblich für den Zürcher Kantonsrat an.

Für drei Jahre war er Präsident der SVP Sektion Meilen, musste aber 2013 wegen interner Querelen zurücktreten. Er hatte die Abzocker-Initiative von Thomas Minder befürwortet, im Gegensatz zu Christoph Blocher und zur SVP-Mutterpartei. (sda)
Komiteemitglied Roberto Martullo, Unternehmer und Schwiegersohn von Christoph Blocher, spricht an einer Medienkonferenz des Schweizerischen Patronatskomitees zur Unterstuetzung der Volksinitiative &qu ...
Bild: KEYSTONE
21:36
Keine Chance für umstrittene Winterthurer SVP-Kandidatin Maria Wegelin
Die Winterthurer SVP-Nationalratskandidatin Maria Wegelin hat die Wahl nicht geschafft. Sie geriet landesweit in die Schlagzeilen, weil sie im Wahlkampf mit zwei vorbestraften Mitgliedern der rechtsextremen «Jungen Tat» zusammenarbeitete.

Wegelin holte 108'246 Stimmen und landete damit auf dem 30. Platz. Angetreten war sie auf dem 29. Platz. Sie habe zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe noch nie von der Gruppierung «Junge Tat» gehört, beteuerte Wegelin in Interviews. Die beiden jungen Männer seien ihr sympathisch gewesen, zudem habe es Gemeinsamkeiten gegeben.

Nachdem bekannt wurde, dass Rechtsextreme ihre Auftritte auf Social Media betreuen, musste Wegelin ihr Amt als Winterthurer Parteipräsidentin einstweilen abgeben. Am 31. Oktober wird die Winterthurer SVP an einer ausserordentlichen Versammlung entscheiden, ob sie dieses wieder aufnimmt oder nicht.

Die «Junge Tat» steht unter Beobachtung der Bundespolizei (Fedpol). Gegen Mitglieder dieser rechtsextremen Gruppierung laufen mehrere Verfahren. Bekanntheit erlangte die «Junge Tat» etwa 2022, als sie eine Veranstaltung störte, bei der Dragqueens Kindern vorlesen. (sda)
Die Gemeinderaetin aus Winterthur Maria Wegelin bei ihrer Rede anlaesslich einer Kundgebung des Aktionsbuendnis Urkantone fuer eine vernuenftige Corona-Politik auf dem Hauptplatz in Schwyz vom Samstag ...
Bild: KEYSTONE
21:31
So freut sich Neo-Nationalrätin Rosenwasser über ihre Wahl
21:23
SP holt zusätzlichen Sitz in Zürich – Rosenwasser gewählt
Grosse Überraschung in Zürich: Polit-Influencerin und Aktivistin Anna Rosenwasser hat für die SP den Sprung in den Nationalrat geschafft. Sie profitiert davon, dass die SP um 3,83 Prozentpunkte zulegte, was zu einem zusätzlichen Sitz führte. Ebenfalls gewählt ist für die SP Inklusionspolitiker Islam Alijaj. Sein Ziel ist eine «Behindertenrevolution»: Alijaj kämpft dafür, dass Menschen mit Behinderungen in der Schweiz komplett gleichgestellt sind. Der SP-Politiker mit Wurzeln im Kosovo politisiert seit 2022 im Zürcher Stadtparlament. Für seine Voten benötigt er die Hilfe einer Assistenzperson, die für ihn vorliest. Mit dem Einzug Alijajs in Bern politisieren nun drei Menschen mit Behinderung im Nationalrat, neben Alijaj sind dies die bisherigen Philipp Kutter (Mitte, ZH) und Christian Lohr (Mitte, TG).

Ebenfalls grosse Gewinnerin im Kanton Zürich ist die Mitte, welche ihren Wähleranteil um 2,1 Prozentpunkte auf 8,15 Prozent steigerte und damit zwei zusätzliche Sitze holte. Die Grünen verlieren derweil nur einen Sitz und nicht zwei – Katharina Prelicz-Huber bleibt also doch im Nationalrat, nachdem sie schon diverse Interviews zu einer angeblichen Abwahl gegeben hatte. Zwei Sitze verliert hingegen die GLP – womit der ehemalige Radiomoderator und Neo-Politiker Patrick Hässig die Wahl knapp verpasst.

Stärkste Partei bleibt die SVP mit einem Wähleranteil von 27,35 Prozent (+0,65 Prozentpunkte) und unverändert 10 Sitzen. Die FDP konnte ihre fünf Sitze verteidigen. Die Zürcher EDU hat – dank einer Listenverbindung mit den Massnahmenkritikern von Aufrecht und Mass-Voll – neu auch einen Sitz im Nationalrat. (sda)

21:19
Mitte und SP behalten Ständeratssitze im Jura
Die Mitte und die SP behalten im Kanton Jura jeweils ihren Sitz im Ständerat. Die Amtsinhaber Charles Juillard und Mathilde Crevoisier Crelier wurden wiedergewählt. Der Allianz aus FDP und SVP blieb im Ständeratskampf der Erfolg verwehrt.

Juillards Wiederwahl war nie gefährdet. Der Mitte-Politiker blieb mit 8247 Stimmen um 800 Stimmen vor Crevoisier Crelier (7447). Der FDP-Regierungsrat Jacques Gerber kam mit 6257 Stimmen auf den dritten Platz.

Die ebenfalls zur Wahl stehende SP-Regierungsrätin Nathalie Barthoulot belegte mit 5467 Stimmen den fünften Platz. Einige Bürger waren wohl der Ansicht, dass es für Gerber und Barthoulot nicht an der Zeit war, die Exekutive zu verlassen, da der Kanton seine Finanzen ausgleichen muss.

Seit 1995 führten die Ständeratswahlen im Jura stets zu einer Sitzaufteilung zwischen der SP und der Mitte (vormals CVP). (sda)
Mathilde Crevoisier Crelier, candidate du Jura pour le Conseil des Etats, Parti socialiste, pose dans la salle du Parlement lors des elections federales du Conseil national et du Conseil des Etats le  ...
Bild: keystone
21:14
Daniel Jositsch freut sich über Wiederwahl
Der Zürcher SP-Ständerat Daniel Jositsch freut sich über seine deutliche Wiederwahl und erklärt, was das im Hinblick auf die kommenden Bundesratswahlen bedeutet.
21:00
31 Ständeratssitze sind vergeben – Mitte liegt leicht vor FDP
Bei den Ständeratswahlen hat nach Auszählung aller Stimmen die Mitte-Partei zehn Sitze in der kleinen Kammer auf sicher. Die FDP ist bisher mit neun Sitzen zweitstärkste Kraft. Vergeben sind 31 der 46 Mandate. In zehn Kantonen sind zweite Wahlgänge nötig. (sda)
20:56
Schneider meldet sich nach Abwahl
Noch ist der Kanton Zürich nicht definitiv ausgezählt, trotzdem ist schon jetzt klar, dass Grüne-Nationalrätin Meret Schneider ihren Sitz nicht verteidigen kann. «Ja Freunde, ich bin abgewählt», so Schneider auf X (zuvor Twitter). Sie nennt die Abwahl «brutal schmerzhaft».
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Die FDP verliert erneut
von corsin.manser
Hat die Partei von Thierry Burkart trotzdem Anspruch auf zwei Bundesratssitze? Politologe Oliver Strijbis ordnet im watson-Wahlbüro ein.
20:40
SP verliert Sitz in Basel – Atici schafft Wiederwahl nicht
Der Basler SP-Nationalrat Mustafa Atici hat am Sonntag die Wiederwahl in den Nationalrat nicht geschafft. Die SP verliert einen ihrer beiden Sitze. Die vier anderen Bisherigen Sarah Wyss (SP), Patricia von Falkenstein (LDP), Sibel Arslan (Grüne/Basta) und Katja Christ wurden wiedergewält.

Somit schickt der Kanton Basel-Stadt in der neuen Legislatur vier Frauen in die grosse Kammer.

Das bürgerliche Bündnis zwischen LDP, FDP, Mitte, GLP und EVP konnte ihre beiden Sitze halten. Die Listenverbindung erreichte 34,4 Prozent der Stimmen. Die Listenverbindung zwischen SP, Grünen und Basta kam auf 48,9 Prozent.

Am meisten Stimmen unter den Gewählten machte Sarah Wyss mit 22'032 Stimmen gefolgt von Sibel Arslan (14'239), Patricia von Falkenstein (9792) und Katja Christ (6655). Die Wahlbeteiligung betrug 49,73 Prozent.

Die Wiederwahl nicht geschafft hat der SP-Nationalrat Mustafa Atici mit 20'138 Stimmen. Somit ist es in Basel-Stadt zu einer Überraschung gekommen. Als gefährdet galt vor allem der SP-Sitz von Sarah Wyss.

Die beiden grossen Blöcke kämpften um die nur noch vier statt fünf Sitze für Basel-Stadt im Nationalrat. (sda)
Nationalratskandidatin Sarah Wyss (SP, bisher), links, und Nationalratskandidat Mustafa Atici (SP, bisher), rechts, bei der Bekanntgabe der Zwischenresultate im Wahlforum fuer den Kanton Basel-Stadt a ...
Bild: keystone
20:27
SVP wirft im Jura die Mitte aus dem Nationalrat heraus
Im Kanton Jura ist es am Sonntag zu einem politischen Erdbeben gekommen. Die SVP warf die Mitte aus dem Nationalrat. Der Jura wird künftig mit dem Bisherigen Pierre-Alain Fridez (SP) und neu dem SVP-Politiker Thomas Stettler im Nationalrat vertreten sein.

Die Verbindung FDP-SVP hat damit perfekt funktioniert. Dies zum Nachteil der Mitte, die ihren Sitz, der durch den Rücktritt des bisherigen Amtsinhabers Jean-Paul Gschwind frei geworden war, nicht halten konnte. Der Wahlausgang erinnert an die Wahl von Dominique Baettig (SVP) in die Volkskammer im Jahr 2007, die bereits dank der Allianz mit der FDP zustande kam.

Die Rückkehr der SVP in den Nationalrat ist eine Überraschung. Doch die aktuellen Themen der Partei haben viele Jurassier überzeugt und Stettler, ehemaliger Präsident der SVP Jura und ehemaliger Landwirt aus Courroux, führte eine aktive Kampagne vor Ort.

Der bisherige SP-Nationalrat Fridez, der eine Ausnahmegenehmigung für eine vierte Amtszeit erhalten hatte, wurde mit 6665 Stimmen deutlich wiedergewählt. Stettler erhielt 4380 Stimmen. Die Mitte verfehlte den zweiten Platz nur knapp. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,6 %. (sda)
Thomas Stettler, candidat du Jura pour le Conseil des Etats, UDC, pose a cote du stamm de l'UDC du Jura lors des elections federales du Conseil national et du Conseil des Etats le dimanche 22 oct ...
Bild: keystone
20:24
Nur die SVP kann im Kanton St. Gallen den Wähleranteil ausbauen
Bei den Nationalratswahlen im Kanton St. Gallen gehört die SVP als einzige Partei zu den Wahlgewinnern. Alle andere Parteien stagnieren entweder auf dem Niveau von 2019 oder büssten Wähleranteile ein.

Die SVP konnte ihren Wähleranteil verglichen mit 2019 um 3,2 Prozentpunkte auf 34,5 Prozent steigern. Damit liegt sie allerdings hinter dem Resultat von 2015 zurück, als sie 36,3 Prozent erreichte.

Exakt die gleichen Prozentzahlen wie vor vier Jahren verzeichneten die Mitte (damals noch CVP) und die SP. 18,8 Prozent der Stimmenden entschieden sich für die Mitte und 12,7 Prozent für die SP. 2015 erzielte die SP noch 14,4 Prozent und die CVP lag damals bei 16,8 Prozent.

Die FDP musste am Sonntag im Vergleich zu 2019 leichte Verluste (minus 0,6 Prozentpunkte) hinnehmen und kam auf einen Wähleranteil von 14,4 Prozent. Damit liegt sie nahe an ihrem Resultat von 2015 (14,5 Prozent).

Verluste für die Grünen nach «Klimawahl» von 2019

8,7 Prozent der Stimmenden entschieden sich dieses Jahr für die Grünen. Dies, nachdem die Partei in der «Klimawahl» 2019 ihren Wähleranteil von 5,8 Prozent im Jahre 2015 auf 10,5 Prozent verbessert hatte.

Auch die GLP musste am Sonntag Verluste hinnehmen und kam noch auf 5,8 Prozent. 2019 lag die Partei bei 7,3 Prozent. Vier Jahre davor schnitt sie um 2,3 Prozentpunkte tiefer ab. (sda)
20:20
Im Wallis nichts Neues
Die Walliser Vertretung im Nationalrat bleibt unverändert. Die acht Bisherigen, drei Mitte-Politiker, zwei SVP-Vertreter sowie je ein Sozialdemokrat, Freisinniger und Grüner sind am Sonntag wieder gewählt worden.

An der Spitze lagen die drei Mitte-Vertreter Sidney Kamerzin (31'398 Stimmen), Philipp Matthias Bregy (28'872 Stimmen) und Benjamin Roduit (28'575 Stimmen). Die FDP konnte ihren Sitz dank ihres Zugpferds Philippe Nantermod (24'443 Stimmen) verteidigen.

Ihm folgen die SVP-Politiker Jean-Luc Addor (20'740 Stimmen) und Michael Graber (19'509 Stimmen). Der Grüne Christophe Clivaz (17'868 Stimmen) und der Sozialdemokrat Emmanuel Amoos (15'400 Stimmen) bilden das Schlusslicht der Gewählten.

Mit 48,69 Prozent sank die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2019 (54,06 Prozent) und 2015 (59,76 Prozent). Die Wahlbeteiligung variierte stark von einer Region zur anderen: im Oberwallis lag sie bei 59,39 Prozent, im Mittelwallis bei 49,07 Prozent und im Unterwallis bei 43,41 Prozent. (sda)
Sidney Kamerzin, Mitte-VS, links, spricht vor Nationalratspraesident Martin Candinas, Mitte-GR, fuer die Kommission zum Mietrecht, an der Fruehjahrssession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 7.  ...
Bild: keystone
20:18
Grüne-Fraktionschefin Trede: Die Zauberformel ist tot
Trotz der Wahl-Niederlage ist bei den Grünen ein Bundesratssitz nicht abgeschrieben. «Die Zauberformel ist tot», sagt Fraktionschefin Aline Trede. Die FDP und die Mitte seien praktisch gleichauf, was den Wähleranteil betrifft, dennoch habe die FDP noch zwei Sitze und die Mitte nur einen. «Und wir haben ganz klar, dass wir den Anspruch auf einen Sitz haben, auch arithmetisch.» Man habe nun vier Jahre lang trotz gut 13 Prozent Wähleranteil keinen Platz im Bundesrat gehabt, während die FDP mit etwa 15 Prozent zwei Bundesräte stellte. Nun müsse man darüber sprechen, wie der Bundesrat in Zukunft aussehen soll. Die Grünen wollen kommenden Freitag über eine mögliche Bundesratskandidatur entscheiden. «Die Tendenz ist, dass wir kandidieren», so Trede. «Aber ich weiss nicht, was das Parlament jetzt denkt nach den Resultaten heute.»
Aline Trede, Nationalraetin GP-BE, Mitte, spricht an der Seite von Balthasar Glaettli, Parteipraesident Gruene, rechts, und Lisa Mazzone, Staenderaetin GP-GE, waehrend einer Medienkonferenz der Gruene ...
Bild: keystone
20:00
Zweite SRG-Hochrechnung bestätigt SVP-Sieg und Verluste von Grünen und GLP
In der dritten SRG-Hochrechnung vom Sonntagabend weiten die Grünen ihre Sitzverluste auf sieben aus. Für die SVP bleibt es bei acht zusätzlichen Nationalratsmandaten. Die SP gewinnt zwei statt wie bisher errechnet einen Sitz hinzu.

In der zweiten Hochrechnung war die SRG noch von sechs Sitzverlusten der Grünen ausgegangen. Die Partei kommt demnach auf noch auf 9,2 Prozent der Wählerinnen- und Wählerstimmen, ein Verlust von 4,0 Prozentpunkten gegenüber den letzten Wahlen 2019. Das bringt ihr noch 21 Sitze in der grossen Kammer.

Die Grünliberale Partei (GLP), zweite Siegerin der Wahlen 2019, büsst gemäss der dritten Hochrechnung fünf Sitze ein und hat noch elf. Sie sank in der Wählergunst um 0,6 Punkte auf 7,2 Prozent.

Mit einem Stimmenanteil von 17,5 Prozent (+0,7 Prozentpunkte) hat die SP in der neuen Legislatur bei zwei Sitzgewinnen 41 Mandate inne, wie es in der neuesten Hochrechnung weiter heisst. Die zweite Hochrechnung war noch von einem Sitzgewinn ausgegangen.

Die Mitte legte um 0,8 Prozentpunkte auf 14,6 Prozent zu. Sie kommt neu auf 30 Mandate, zwei mehr als 2019. Erstmals überflügelt die Fusion von CVP und BDP die FDP, welche einen halben Prozentpunkt auf 14,6 Prozent verlor und ihre 29 Mandate halten konnte.

Grosse Wahlsiegerin bleibt in der neuesten Hochrechnung die SVP mit dem Gewinn von acht Sitzen. Sie hat bei einem Stimmenanteil von 29 Prozent künftig 61 Nationalrätinnen und -räte. Damit konnte sie den Verlust von zwölf Sitzen 2019 zu zwei Dritteln wieder wettmachen.

Die Partei der Arbeit (PdA) und Ensemble à Gauche verlieren ihren je einen Sitz und verschwinden aus dem Parlament. Dafür zieht die Genfer Protestpartei MCG wieder mit zwei Vertretern in den Nationalrat ein. Die in der Mitte-Fraktion politisierende EVP verlor den Sitz ihrer Parteipräsidentin Lilian Studer im Aargau und hat noch zwei Mandate.

Die der SVP-Fraktion angeschlossene EDU gewinnt einen Sitz auf zwei Mandate hinzu. Und die ebenfalls der SVP-Fraktion angehörende Lega aus dem Tessin behält ihren einen Sitz. (sda)
19:55
Glättli kritisiert die SVP
Vor den Medien prangert Glättli die SVP an. Diese habe im Wahlkampf den Respekt vermissen lassen, kritisiert er. «Politische Auseinandersetzungen darf man hart führen. Aber es gibt keinen Grund, Rassismus in eine Kampagne einzubauen.»
19:54
Glättli: Klimaschutz oder Rechtsrutsch – das war die Frage
«Klimaschutz oder Rechtsrutsch – das war die Frage vor diesen Wahlen», so Glättli. Das Klima warte nun nicht darauf, dass die SVP wieder schwächer werde. Damit müsse sich seine Partei nun umso mehr auch in dieser Legislatur engagieren.
19:50
Glättli spricht über die Niederlage
«Wir sind enttäuscht», gibt der Grüne-Chef zu Protokoll. Die Aufgabe sei aber auch nicht einfach gewesen. Vier Jahre nach einem «historischen Gewinn» 2019 sei es schwierig gewesen, alle Sitze zu verteidigen. Gleichwohl ist er stolz, immerhin zwei Drittel dieser Sitze verteidigt zu haben.
19:48
SP-Influencerin Anna Rosenwasser steht vor Wahl
Anna Rosenwasser, Aktivistin und Polit-Influencerin, dürfte im Kanton Zürich den Sprung in den Nationalrat schaffen. Nach 168 von 175 ausgezählten Gemeinden und Stadtkreisen belegt sie den achten Platz in der SP. Damit dürfte sie den neu eroberten Sitz ihrer Partei erhalten.
Anna Rosenwasser, SP, Besuch bei watson, Zürich 25.07.2023
Bild: larissa erni/watson
19:44
Die Grünen geben Auskunft zur Wahlpleite
Die Grünen, wohl die ganz grossen Verlieren dieser Wahlen, informieren ab 19.45 Uhr in einem Point de Presse über ihr Ergebnis.
19:33
Flavia Wasserfallen überflügelt Ständerat Werner Salzmann
Bei den Ständeratswahlen im Kanton Bern hat SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen den bisherigen Ständerat der SVP, Werner Salzmann, überflügelt. Da aber keiner der Kandidierenden das absolute Mehr erreichte, kommt es am 19. November zum zweiten Wahlgang.

Dass am Ende Wasserfallen ganz vorne lag, war doch eher überraschend. Lange Zeit verteidigte Salzmann scheinbar unangefochten die Spitzenposition.

Doch mit der Auszählung der Stimmen der rot-grün dominierten Stadt Bern wendete sich das Blatt noch zugunsten von Wasserfallen. Die SP-Nationalrätin erreichte 158'843 Stimmen. Der bisherige SVP-Ständerat Werner Salzmann kam auf 157'944 Stimmen.

Auf Rang drei, allerdings mit deutlichem Abstand, landete alt Regierungsrat Bernhard Pulver (Grüne). Er kam auf 97'275 Stimmen. Pulver blieb damit etwas hinter den Erwartungen. Überraschend gut schnitt hingegen FDP-Kandidatin Sandra Hess ab. Sie kam auf 93'123 Stimmen.

Die national kaum bekannte Nidauer Stadtpräsidentin und Grossrätin liess nationale Parteigrössen wie GLP-Präsident Jürg Grossen (72'860 Stimmen) und Mitte-Nationalrat Lorenz Hess (41'237 Stimmen) hinter sich. EVP-Nationalrat Marc Jost kam auf 28'377 Stimmen.

Würden ausser Salzmann und Wasserfallen alle anderen Kandidierenden auf einen zweiten Umgang verzichten, wären die beiden ohne Stichwahl gewählt.

Die übrigen Kandidierenden können nicht mehr zum zweiten Wahlgang antreten. Im Rennen waren insgesamt 17 Kandidierende, darunter mehrere Polit-Exoten. Die Stimmbeteiligung betrug 50,1 Prozent. (sda)
19:08
Waadt: Erhebliche Sitzverschiebungen im Nationalrat
Im Kanton Waadt kommt es zu erheblichen Sitzverschiebungen im Nationalrat. Die SP, die SVP und die Mitte gewinnen je einen Sitz, während die FDP, die Grünen und die Grünliberalen je einen Sitz verlieren.

Die 19 Sitze im Kanton Waadt werden neu wie folgt verteilt: Sechs Sitze für die SP (2019: 5), vier für die SVP (3), vier für die FDP (5), drei für die Grünen (4), einen für die Grünliberalen (2) und einen für die Mitte (0). Die äusserste Linke scheitert erneut daran, in die Volkskammer zurückzukehren.

Die Wahlbeteiligung lag bei gut 40 Prozent. (sda)
19:05
MCG gewinnt in Genf zwei Sitze im Nationalrat
Erfolg für das MCG (Mouvement citoyens genevois) in Genf: Die Partei hat zwei Sitze im Nationalrat erobert, nachdem sie bereits von 2011 bis 2019 in der Grossen Kammer vertreten war.

Für das MCG gewählt sind die beiden ehemaligen Nationalräte Roger Golay und Mauro Poggia. Falls Poggia die Wahl in den Ständerat schafft, dürfte Daniel Sormanni als drittplatzierter auf der Liste nachrücken.

Auch die Sozialdemokraten gewannen einen Sitz dazu und kommen nun auf insgesamt drei Sitze. Gewählt wurden die beiden Bisherigen Christian Dandrès und Laurence Felhmann-Rielle. Neu dazu kommt Estelle Revaz.

Die Grünen mussten hingegen Verluste hinnehmen: Sie verloren zwei von ihren vier Sitzen: Wiedergewählt wurden die beiden Bisherigen Delphine Klopfenstein Broggini und Nicolas Walder. Die Grünliberalen hingegen verloren ihren einzigen Sitz im Nationalrat: Parteipräsident Michel Matter muss nach nur vier Jahren seinen Sitz bereits wieder räumen.

Ihre Sitze verteidigen konnte die FDP wie auch die SVP. Bei der FDP wurde die bisherige Simone De Montmollin wiedergewählt. Cyril Aellen schaffte seinerseits neu den Einzug ins Parlament.

Bei der SVP gelang Charles Poncet den Sprung in die Grosse Kammer. Ponset amtete bereits in den 90er Jahren als Nationalrat. Céline Amaudruz wurden für SVP wiedergewählt. Auch die Mitte konnte mit Vincent Maitre ihren Sitz verteidigen.

Für die zwölf Genfer Nationalratssitze bewarben sich 251 Kandidierende. (sda)
Mauro Poggia, 3e gauche, conseiller d'Etat genevois, et Philippe Morel, 4e gauche, candidat MCG au Conseil d'Etat, arrivent a Uni Mail lieu de depouillement centralise pour l'election d ...
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19:04
Keine Sitzverschiebungen im Baselbiet trotz Absturz der Grünen
Bei den Nationalratswahlen im Baselbiet haben die sieben Bisherigen ihre Sitze verteidigen können. So bleiben auch die Grünen trotz massiven Stimmverlusten im Nationalrat vertreten.

Die Grüne Partei verlor 8 Prozent der Stimmen im Vergleich zum Allzeithoch vor vier Jahren, als sie mit 18 Prozent Wählerstimmen zur drittstärksten Kraft der Baselbieter Vertretung im Nationalrat geworden war. Die Bisherige Florence Brenzikofer schaffte ihre Wiederwahl dennoch.

Auf der anderen Seite schaffte es die SVP als klare Wahlsiegerin mit einem Plus von 3,8 Prozent auf einen Stimmenanteil von 28,9 Prozent nicht, einen zusätzlichen dritten Sitz zu sichern. Wiedergewählt wurden Thomas de Courten und Sandra Sollberger.

SP gewinnt Wählerstimmen

Die SP machte 2,9 Prozent an Wählerstimmen gut. Mit 24,7 Prozent der Stimmen sicherte sie ihre zwei Sitze mit Eric Nussbauer und Samira Marti und wurde über die Listenverbindung auch Wahlhelferin für die Grünen.

Die FDP konnte ihren Sitz von Daniela Schneeberger trotz eines Minus von 2,3 Prozent der Stimmen auf einen Anteil von 14,2 Prozent verteidigen. Die Mitte wiederum kam mit ihrer Kandidatin Elisabeth Schneider-Schneiter auf 10,6 Prozent der Stimmen, was im Vergleich zu den Resultaten der Vorgängerparteien CVP und BDP vor vier Jahren einem Plus von 0,9 Prozent entspricht.

Die Wahlbeteiligung lag bei 44,82 Prozent. (sda)
18:52
Poggia in Genf bei Ständeratswahlen vorne
In Genf kommt es bei den Ständeratswahlen am 12. November zu einem zweiten Wahlgang. Der Politiker des MCG (Mouvement citoyens genevois), Mauro Poggia, liegt nach der ersten Runde mit über 700 Stimmen vor den Bisherigen Lisa Mazzone (Grüne) und Carlo Sommaruga (SP).

Der 64-jährige Poggia erhielt 38'761 Stimmen und blieb damit deutlich unter dem absoluten Mehr von 55'057 Stimmen. Hinter der Wahllokomotive des MCG folgte die 35-jährige Mazzone mit 38'019 Stimmen, knapp vor dem 64-jährigen Sommaruga mit 37'838 Stimmen.

Zur viertklassierten SVP-Kandidatin Céline Amaudruz (28'365 Stimmen) ergab sich eine deutliche Zäsur. Die Nationalrätin und Präsidentin der SVP Genf distanzierte ihrerseits die FDP-Nationalrätin Simone de Montmollin mit 19'993 Stimmen deutlich.

Amaudruz kündigte umgehend an, dass sie zum zweiten Wahlgang antreten werde, und sie hofft, dass die Genfer Allianz - bestehend aus FDP, Mitte, SVP und MCG - ihr die Wahl in den Ständerat ermöglichen wird. Die vier Parteien haben sich verpflichtet, ihre beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen in den zweiten Wahlgang zu schicken. Der Präsident der FDP Genf, Pierre Nicollier, sagte: «Wir müssen mobilisieren, um mit dieser grossen Allianz einen Sitz zu erringen.»

Wenn bis Dienstagmittag, dem Stichtag für die Einreichung der Kandidaturen, keine Überraschung passiert, wird am 12. November das Duo Poggia und Amaudruz auf dem Ticket der Rechten stehen. Ihnen gegenüber stehen die beiden bisherigen Ständeräte Sommaruga und Mazzone. Seit 2007 besetzte in Genf jeweils die Linke beide Sitze für die kleine Kammer.

Die Wahlbeteiligung lag bei 40,9 Prozent. (sda)
Mauro Poggia, candidat MCG a l'election au Conseil aux Etats, parle a une journaliste a Uni Mail le lieu de depouillement centralise des bulletins de vote du canton de Geneve, lors de la journee  ...
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18:51
Marco Chiesa verpasst Wiederwahl im ersten Wahlgang
Im Tessin ist bei den Ständeratswahlen am Sonntag keiner der elf Kandidaten im ersten Durchgang gewählt worden. Der Bisherige Marco Chiesa (SVP) verpasste die Wiederwahl. Es kommt zu einem zweiten Wahlgang am 19. November. (sda)
Staenderat Marco Chiesa, SVP-TI, verfolgt die Debatte an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Dienstag, 19. September 2023, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
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18:51
SVP gewinnt im Tessin auf Kosten der Mitte-Partei
Die SVP gewinnt im Tessin einen zweiten Nationalratssitz. Neu stellt sie zusammen mit der Lega drei der insgesamt acht Tessiner Nationalräte. Verliererin ist die Mitte-Partei mit nur noch einem Sitz in der grossen Kammer. Rot-Grün bleibt im Südkanton stabil. (sda)
18:50
Keine Sitzverschiebungen in Baselland trotz Verlusten der Grünen
In Baselland haben alle Bisherigen ihre Wiederwahl in den Nationalrat geschafft. Neben je zwei Vertreterinnen und Vertreter der SVP und SP, sind das je eine Vertretung für die FDP, die Mitte und die Grünen, die trotz massiven Verlusten ihren Sitz verteidigen konnten. (sda)
18:50
Chiesa konfrontiert Meyer
Zur Nachfolge von Alain Berset fragt Marco Chiesa Mattea Meyer: «Muss dieser zwingend ein Mann sein?» Schliesslich seien bei der Sommaruga-Nachfolge nur Frauen möglich gewesen. Eine konkrete Antwort darauf kommt nicht. «Ich sehe, dass ihnen Gleichstellung nicht so wichtig ist», sagt Meyer. Zum Zeitpunkt der Sommaruga-Nachfolge sei es wichtig gewesen, dass man nur Frauen zur Wahl gestellt habe. Nun habe man diverse Kandidaten sowie eine Kandidatin, die alle gut seien. «Und ich bin gespannt, wie das Rennen ausgeht.»
18:45
Meyer kritisiert FDP und SVP
SP-Co-Chefin Mattea Meyer sagt, man sehe, dass das Volk kein Interesse an einer SVP-FDP-Mehrheit im Bundesrat habe. Diese präsentiert keine Lösungen für die Hauptsorgen der Menschen. So nennt sie etwa die Thematik Prämienentlastung. Burkart widerspricht: «Das zuständige Departement wurde in den letzten Jahren von ihrem SP-Bundesrat geführt und richtige Reformen blieben aus.»
Mattea Meyer, Co-Parteipraesidentin der Sozialdemokratischen Partei Schweiz und Nationalraetin SP-ZH, trinkt Wasser neben Balthasar Glaettli, Parteipraesident Gruene Schweiz und Nationalrat GP-ZH, rec ...
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18:41
Grossen: Sitz im Bundesrat kein Thema
Bei der GLP sieht die Antwort auf die Bundesrat-Frage anders aus. Ein Sitz sei mit diesem Resultat «kein Thema», so Jürg Grossen. Gleichzeitig sagt er, die «Zauberformel hat ausgezaubert». So seien die FDP und die SP im Bundesrat übervertreten.
18:39
Glättli spricht über Bundesratssitz der Grünen
Glättli will einen Angriff auf einen Bundesratssitz nicht sofort ausschliessen. Man werde das nun in der Fraktion besprechen, sagt er. «Arithmetisch ist dieser Anspruch immer noch legitim, aber politisch ist er wohl schwierig durchzusetzen.»
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Kann man den SVP-Erfolg mit jenem der AfD vergleichen?
von corsin.manser
Die SVP wird gemäss SRG-Hochrechnung acht Sitze gewinnen. Sie schnuppert damit an ihrem Rekordergebnis von 2015. Politologe Oliver Strijbis sagt, ob der Triumph der Rechtspartei mit jenem der AfD in Deutschland zu vergleichen ist.
18:37
Daniel Jositsch (SP) schafft Wiederwahl als Zürcher Ständerat
Der bisherige Zürcher Ständerat Daniel Jositsch (SP) hat die Wiederwahl geschafft. Gregor Rutz (SVP) erreichte den zweiten Platz, verfehlte aber das absolute Mehr. Am 19. November kommt es zum zweiten Wahlgang.

Jositsch lag mit 236'775 Stimmen über dem absoluten Mehr von 218'128 Stimmen. Rutz verfehlte dieses mit 154'910 Stimmen. Dahinter folgen Regine Sauter von der FDP (120'571 Stimmen), Tiana Moser (GLP, 105'604) und Daniel Leupi (Grüne, 97'520).

Ohne Chance blieben Philipp Kutter (Mitte, 66'770) und Nik Gugger (EVP, 32'941) Beide dürften aber einen Nationalratssitz holen. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,47 Prozent.

Nun stellt sich die Frage, wer für den zweiten Wahlgang kandidieren wird. Gugger zog sich bereits am Sonntag zurück. Die anderen Parteien werden in den nächsten Tagen entscheiden, wer im Rennen bleiben soll. (sda)
Der wiedergewaehlte Staenderat Daniel Jositsch, SP, erhaelt Blumen an den Eidgenoessischen Wahlen, am Sonntag, 22. Oktober 2023 im Walcheturm in Zuerich. Die Schweizer Buergerinnen und Buerger waehlen ...
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18:36
Stichwahl soll über Berner Ständeratssitze entscheiden
Die beiden Berner Ständeratssitze werden wohl erst in einer Stichwahl am 19. November vergeben. Im ersten Wahlgang schaffte niemand das absolute Mehr, wie die Staatskanzlei am Sonntag mitteilte. (sda)
18:36
Chiesa widerspricht Glättli
SVP-Präsident Marco Chiesa reagiert auf die kritischen Worte seines Vorredners. «Das ist nicht Rassismus, das sind die Fakten, Herr Glättli», sagt er. «Und die Leute wissen das.»
18:34
Glättli: Klima wartet nicht, bis wir neue Wahlen haben
Grüne-Chef Glättli sagt, dass er habe Angst, dass in den nächsten vier Jahren nun einige Themen zu kurz kommen könnten. «Das Klima wartet nicht, bis wir neue Wahlen haben», warnt er. Man könne über verschiedene Lösungsansätze diskutieren, das Ziel müsse aber dasselbe bleiben. Gleichzeitig bemängelt er die Stimmung im Wahlkampf: «Es gab rassistische Kampagnen.»
18:32
Burkart widerspricht Pfister: Es stehen einige Herausforderungen an
Gerhard Pfister lobt die Arbeit des Parlaments in den letzten vier Jahren. Es habe sich um «die schwierigsten Legislaturperiode seit dem zweiten Weltkrieg» gehandelt. Trotzdem habe man einige gute Resultate erzielen können. FDP-Chef Burkart widerspricht: «Es gibt einige Herausforderungen, in die wir hineinzulaufen drohen», sagt er.
18:27
Grossen: Bin sehr enttäuscht
GLP-Präsident Jürg Grossen ist «sehr enttäuscht» über das Resultat. Das Ziel, die 10-Prozent-Marke, habe man deutlich verfehlt. Er hebt hervor, dass man zwar nur wenige Wählerinnen und Wähler, aber gleich Sitze verlieren wird, das «extrem bitter» sei.
18:24
Glättli: Wir sind auf der Verliererseite
Grüne-Präsident Balthasar Glättli ist mit dem Wahlresultat nicht zufrieden. «Wir sind auf der Verliererseite, das ist klar», sagt er. Gleichwohl will er das Positive hervorheben: Seine Partei habe vor vier Jahren ein «historisches Ergebnis» geholt. Dass man nun zwei Drittel dieser Sitze verteidigen konnte trotz anderen Themenschwerpunkten im Vorfeld, sei «eine gute Basis, um weiterzukämpfen».
18:22
«Eine bürgerlichere, liberalere Politik wird möglich sein»
Der Zürcher FDP-Nationalrat Beat Walti freut sich nicht über die Hochrechnung, hat aber auch (noch) keine Angst um sein eigenes Mandat.
18:22
Pfister: «Gewisse Befriedigung ist da»
Mitte-Präsident Gerhard Pfister sagt, er verspüre eine «gewisse Befriedigung». Man habe sich 13,8 Prozent als Ziel gesetzt und dieses scheint man nun zu erreichen. Richtig zufrieden sei er aber erst, wenn die definitiven Ergebnisse da seien.
18:19
Ueli Maurer feiert trotz Schulterbruch
Reporterin Juliette Baur hat bei der «Wahlparty» der SVP im Rössli in Illnau alt Bundesrat Ueli Maurer getroffen. Dieser freut sich über die aktuellen Hochrechnungen und ist in Feierlaune – trotz verletzter Schulter.