Schweiz
Luftfahrt

Adria Airways übernimmt Flüge ab Flughafen Bern-Belp

Adria Airways übernimmt Flüge ab Flughafen Bern-Belp

29.10.2017, 14:3229.10.2017, 15:14

Nach dem Grounding von Skywork springt Adria Airways in die Bresche. Die slowenische Fluggesellschaft stationiert zwei Flugzeuge in Bern und bedient ab dem 6. November die Städte Berlin, Hamburg, München und Wien.

Das gab die zur Luftfahrtallianz Star Alliance gehörende Fluggesellschaft am Sonntagnachmittag in einem Communiqué bekannt. Adria Airways ist die grösste Fluggesellschaft Sloweniens mit Sitz in Ljubljana und Basis auf dem Flughafen Ljubljana.

Wie geht's weiter?

Weiter unklar ist indes, wie es mit der Berner Fluggesellschaft Skywork weitergeht. Der Konzern kündigte im Tagesverlauf weitere Informationen an. Am Sonntag blieben sämtliche Flugzeuge von Skywork am Boden. Der Gesellschaft war es nicht gelungen, rechtzeitig einen Finanzierungsplan vorzulegen. Somit erhielt sie auch keine Betriebsbewilligung vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) für den Winterflugplan.

Am Flughafen Bern ging es am Sonntagmittag denn auch sehr ruhig zu und her. Nur gut ein Dutzend Personen waren in der Schalter und Abflughalle zu sehen, wie ein Augenschein eines SDA-Korrespondenten zeigte. Zwei Skywork-Angestellte sassen an einem Schalter bereit, um allenfalls auftauchenden Reisenden Auskunft zu geben.

Am Bildschirm mit den Ankunfts- und Abfluginformationen stand neben allen Skywork-Flügen das Wort «cancelled», abgesagt. Wie Airline-Sprecher Max Ungricht auf Anfrage sagte, erhielten Personen, die am Sonntag mit Skywork fliegen wollten, entweder das Geld zurück oder ihnen wurde ein Flug mit einer anderen Gesellschaft ermöglicht. Dies mitsamt Bahnticket zum anderen Flughafen. Das seien die Regeln des Fluggastrechts, so Ungricht.

(dsc/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Eigentlich sind wir überfordert» – Russland-Experte zum hybriden Krieg
In den letzten Monaten sichteten europäische Staaten immer wieder ausländische Drohnen in ihrem Luftraum. Die Vermutung: Sie kommen aus Russland. Warum der Kreml auf Drohnen setzt und ob seine Einmischung in den aktuellen Abstimmungskampf hybride Kriegsführung ist, sagt Russland-Experte Jeronim Perovic.
Seitdem man am Leipziger Flughafen eine Drohne gefunden hat, mit welcher Russland gemäss Bundeskanzler Friedrich Merz einen Angriff auf Deutschland geplant haben soll, scheinen die Mikro-Aggressionen des Kremls auf europäische Länder zuzunehmen. Manche Fachleute befürchten, dass Russland die Angst vor einem Angriff auf Nato-Staaten verliert. Sie auch?
Jeronim Perovic:
Solche Provokationen sind nichts Neues. Der Kreml verfolgt damit das Ziel, den Westen beschäftigt zu halten und auszutesten, wie weit er gehen kann. An einer direkten militärischen Konfrontation mit der Nato hat Putin jedoch kein Interesse. Das wäre ein potenziell grosser Krieg mit völlig unsicherem Ausgang, zumal Russland militärisch in der Ukraine festgefahren ist. Viele Russinnen und Russen wollen sich nicht mit dem Krieg in der Ukraine beschäftigen, solange sie nicht unmittelbar davon betroffen sind. Eine Massenmobilisierung wäre dagegen unpopulär, und das will Putin möglichst verhindern.
Zur Story