Schweiz
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Der Wind hat gedreht: Der Nationalrat will eine Flugticketabgabe einführen. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

Fliegen soll teurer werden: Parlament beschliesst Ticketabgabe zwischen 30 und 120 Franken

Wer ins Flugzeug steigt, muss künftig tiefer in die Taschen greifen. Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat einer Lenkungsabgabe zugestimmt. Ins Visier nimmt er auch Business-Jets.



Damit soll auf Flugtickets für kommerzielle Passagierflüge eine Lenkungsabgabe in der Höhe von 30 bis 120 Franken pro Fluggast erhoben werden können – je nach Reisedistanz und Klasse. Die Abgabe wird fällig bei jedem Abflug aus der Schweiz. Ausgenommen sind Transit- oder medizinische Flüge. Die Hälfte der Einnahmen wird an die Bevölkerung zurückerstattet. Der Rest fliesst in einen neuen geschaffenen Klimafonds.

Kritik kam am Mittwoch im Nationalrat vor allem aus den Reihen der SVP. Mike Egger warnte vor einer Zweiklassengesellschaft. Fliegen werde wie einst nur Gutverdienenden vorbehalten sein. Das sei falsch, entgegnete Priska Wismer-Felder (CVP/LU). «Wer wenig fliegt, hat am Ende mehr Geld im Familienbudget.» Sie führte auch die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung ins Feld.

Gebot der Fairness

Mehrere Redner argumentierten, Flüge seien heute gegenüber anderen Verkehrsträgern bevorteilt, weil Kerosin im internationalen Luftverkehr nicht besteuert werde. Aus Gründen der Fairness sei eine Gleichbehandlung sehr wichtig, sagte Bastien Girod (Grüne/ZH). Auch die FDP stellte sich mehrheitlich hinter die Flugticketabgabe. Über die Hälfte des Ertrages gehe an die Bevölkerung, sagte Matthias Jauslin (AG).

Für die Ratslinke genügte die Höhe der Abgabe nicht. Sie verlangte eine Abstufung nach Buchungsklasse. Zahlungskräftige Passagiere der Business- und First-Klasse müssten mehr zur Kasse gebeten werden, sagte Kurt Egger (Grüne/TG). Der Nationalrat blieb jedoch auf Linie des Ständerates und lehnte weitergehende Forderungen ab – etwa eine Abgabe auch für Transitpassagiere. Der Flugticketabgabe stimmte er mit 132 zu 56 Stimmen bei 15 Enthaltungen letztlich deutlich zu.

Minderheit sieht Regionalflugplätze gefährdet

Eine Lenkungsabgabe eingefügt hat der Nationalrat auch für Privatflüge. Passagierflüge ausserhalb des kommerziellen Luftverkehrs wie etwa Business-Jets sollen zwischen 500 und 5000 Franken bezahlen – abhängig von der Grösse des Flugzeugs. Eine links-grüne Allianz wollte weitergehen und den Höchstbetrag auf 20'000 Franken erhöhen.

Die SVP forderte einen Verzicht auf Abgaben für Privatflüge, scheiterte jedoch. Monika Rüegger (OW) verwies auf die wichtige regionale Rolle von kleineren Flugplätzen. Ohne Geschäftsflüge seien diese jedoch akut gefährdet und folglich auch Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. (jaw/rwa/chmedia)

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    Alle Leser-Kommentare
  • diesdasananas 11.06.2020 00:57
    Highlight Highlight Ich persöhnlich finde es lächerlich, dass rechte Politiker hier angeblich für die Ärmeren einstehen und Angst vor einer Zweiklassengesellschaft haben. Diese exisiert nämlich bereits: 95 % der Menschheit hat nicht die Möglichkeit zu fliegen.
  • dA_sHiN 10.06.2020 21:45
    Highlight Highlight Diese Flugticketabgabe macht mich und meine Familie traurig. Leider bin ich kein Grossverdiener. Meine Frau kommt aus Kambodscha, wir haben bis jetzt einen Sohn, und möchten gerne noch mehr Kinder. Diese Abgabe erschwert uns finanziell einen Besuch Ihrer Familie in Kambodscha. Ich habe nachgeschaut und festgestellt, dass ein Flug von ZH-Frankfurt-Kambodscha günstiger ist als ein Flug von ZH-Kambodscha mit Flugticketabgabe mit gleicher Airline. Ob mein nun aufgezwungenes Sparflugverhalten wirklich für das Klima sinnvoll ist wage ich zu bezweifeln. Ich denke dies werden viele nun machen müssen!
    • Swen Goldpreis 11.06.2020 16:47
      Highlight Highlight Du hast recht: Direktverbindungen wären fürs Klima besser als Umsteigeverbindungen.

      Das genannte Beispiel hat aber einen anderen Grund. Fluglinien wissen, dass vor allem Geschäftsleute bereit sind, für eine kürzere Flugzeit mehr zu bezahlen. Deswegen sind schlechte Verbindungen meist günstiger.

      Das Absurde ist: Der Swiss-Flug Züri-Phnom Penh wird günstiger, wenn du noch einen Zubringerflug buchst. Also mit Easyjet von Züri nach Frankfurt, mit Swiss zurück nach Züri und von dort nach PP ist günstiger als direkt von Züri nach PP.

      Eine solche Preispolitik müsste eigentlich verboten werden.

  • Barracuda 10.06.2020 21:03
    Highlight Highlight Das Gejammere ist peinlich. Selbst mit dieser Abgabe sind Flüge immer noch günstiger als vor 20 Jahren.
    • marmuel 10.06.2020 23:00
      Highlight Highlight Die Kommentare hier sind etwas vom bünzligsten was ich seit langem auf Watson gesehen habe.

      Füdlibürger so weit das Auge reicht.

      "Hey seht her! Ich umgehe eine CHF 30 Taxe indem ich ab Basel fliege."

      *Geht und kauft sich ein CHF 40 SBB Ticket von ZH HB nach Basel Euroairport*
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 11.06.2020 09:39
      Highlight Highlight Tolles Argument 🤦 und deshalb soll es wieder so teuer werden. Ich möchte günstig reisen können und nicht vom Staat noch mehr geplündert werden.
  • Locutus70 10.06.2020 20:40
    Highlight Highlight Ich hielte es für besser die Auflagen für Fluggesellschaften in Bezug auf CO2-Ausstoß deutlich zu verschärfen.
    Warum? Die Fluggesellschaften geben das Geld weiter und haben nix weiter zu machen.
    Es fehlt die "Motivation" selbst aktiv zu werden.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 11.06.2020 09:36
      Highlight Highlight Mit einem Bonus-Malus-System würde man primär die Swiss treffen, die man erst gerade gerettet hat und anscheinend so wichtig ist. Die Billigflieger, die jetzt besonders hart getroffen werden, haben den geringsten CO2-Ausstoss pro Flugkilometer.
    • Lissy Cloud 11.06.2020 13:43
      Highlight Highlight Swiss hat durchaus Projekte zur Umweltfreundlichkeit am laufen (recycling etc.) Und beteiligt sich auch schon länger an Forschung von alternativen/synthetischen Brennstoffen.
      Ich kann mir gerade auch nicht vorstellen wieso Billigflieger tiefere CO2-Ausstosse haben sollen wie Swiss.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 12.06.2020 11:19
      Highlight Highlight @Lissy Cloud Flugzeuge praktisch immer voll, wenig Platz, kein kostenloses Essen und Trinken, neue Flugzeuge mit den effizientesten Triebwerken, Piloten werden auf treibstoffsparendes Fliegen trainiert... Alles ist auf möglichst tiefe Kosten optimiert.
  • Locutus70 10.06.2020 20:36
    Highlight Highlight Die Flughäfen in den Nachbarländern wird diese Nachricht freuen :)
    • Barracuda 10.06.2020 20:59
      Highlight Highlight Klar, wegen 30 Stutz mache ich einen Umweg über Frankfurt oder so.... 🤦🏻‍♂️
    • Locutus70 10.06.2020 21:20
      Highlight Highlight @Barracuda - Flughafen Basel Mulhouse Freiburg oder Flughafen Memmingen. Die Flüge ab dort sind ohnehin schon einiges günstiger als von Zürich oder Genf. Also noch ein Grund mehr von dort zu fliegen.
    • Saraina 11.06.2020 11:08
      Highlight Highlight Du zahlst mehr als 30 Stutz weniger, wenn du eine Langstrecke über einen anderen Hub fliegst. Es gibt einen Preiskampf, und die Airlines vom Golf sowie Turkish haben grosse Unterstützung ihrer jeweiligen Regierungen. Die legen zur Not auch drauf. Das führt dazu, dass absurde, stundenlange Umwege geflogen werden, weil man ein paar hundert Euros einspart.
  • Pisti 10.06.2020 18:11
    Highlight Highlight Schizophrener geht es kaum! Einerseits unterstützt man die Swiss mit Milliarden-Beträgen dass sie nicht "hopps" geht, nur um danach eine Steuer einzuführen, dass die Leute weniger fliegen.
    Corona schlägt den Politikern wohl aufs Hirn.
  • marmuel 10.06.2020 18:09
    Highlight Highlight Grundtenor aus den Kommentaren:
    - Bringt nichts, weil die Schweiz so klein ist
    - Bringt nichts, weil Flugverkehr nur wenig Anteil hat
    - Bringt nichts, weil andere Länder das (noch) nicht machen
    - anderer Whataboutism

    1. Die Schweiz ist proportional zur Bevölkerung extrem klimaschädlich
    2. Insgesamt tragen die Effekte des Luftverkehrs mit ca. 4–5 % zur gegenwärtigen globalen Erwärmung bei [1]. 5% sind nicht nichts. Irgendwo muss man anfangen. Luftverkehr wird zunhemen.
    3. EU wird ziemlich sicher nachrücken


    [1] https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14693062.2018.1562871
  • Lupe 10.06.2020 17:52
    Highlight Highlight Da ich meist vom Euroairport Basel-Müllhausen aus Frankreich abfliege stören mich die Abgaben wenig bis gar nicht.
    • Locutus70 10.06.2020 21:21
      Highlight Highlight Richtig. Die Flüge von dort sind ohnehin günstiger als ab Zürich.
    • marmuel 10.06.2020 22:21
      Highlight Highlight Du bist ja ein richtiger Fuchs, Ouvrier!
  • K1aerer 10.06.2020 17:14
    Highlight Highlight Die ganze Textilindustrie verursacht mehr CO2-Ausstoss als die Flugbranche, hauptsache man hat das Opfer gefunden. Mit 30 Stutz kann man doch sicher nicht, Leute davon abbringen, zu fliegen?!
    • screnbrake 10.06.2020 17:47
      Highlight Highlight Naja, 30 Stutz ist in manchen Fällen eine Verdopplung des Preises. Logisch ist das nicht viel aber besser als gar nichts.

      Die Flugbranche macht allerdings in der Schweiz rund 20% des CO2-Ausstosses aus, deshalb lohnt es sich hier auf jeden Fall etwas zu tun. Natürlich sollten aber auch alle anderen CO2-Sünder nicht in Ruhe gelassen werden.
    • Pafeld 10.06.2020 20:20
      Highlight Highlight Das der CO2-Anteil der schweizer Luftfahrt im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch ist, ist eine Tatsache. Die 14% aber nun standardmässig bequem auf 20% aufzurunden, ist trotzdem unseriös.
      Das der Anteil in der Schweiz so hoch ist, liegt aber nicht nur an unserem Flugverhalten. Erstens haben wir für die tiefe Bevölkerungszahl viele Transferpassagiere und zweitens fehlen uns typische CO2-Grossproduzenten. Das relative Prozentvergleiche sowieso Quatsch sind, kommt als Tatsache noch dazu. Sprich, die "20%" immer und immer wieder runterzupredigen wirkt nur schlau.
    • screnbrake 10.06.2020 21:02
      Highlight Highlight "Die Fliegerei ist weltweit für knapp fünf Prozent des menschengemachten Klimaeffekts verantwortlich, in der Schweiz sogar für über 18 Prozent. Geht die Entwicklung so weiter wie bisher, wird dieser Anteil bis 2020 auf fast 22 Prozent anwachsen." - https://www.wwf.ch/de/unsere-ziele/flugverkehr
    Weitere Antworten anzeigen
  • Victor Paulsen 10.06.2020 17:09
    Highlight Highlight An alle, die sagen, dass man mit der Ticketabgabe eine Schicht vom Reisen ausschliesst: dann sollte man die Einnahmen der C02 Steuer der Luftfahrt in einen Fon stecken, der wiederum die Tickets für ÖV und Bahnfernverkehr senkt
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 11.06.2020 09:30
      Highlight Highlight Oje, noch mehr Geld für die Ineffiziente SBB? Warum denkst du, ist denn das Flugzeug so viel billiger als die Bahn?
    • Saraina 11.06.2020 11:11
      Highlight Highlight Weil die SBB im Fernverkehr gar nicht mitmischen?
    • Victor Paulsen 11.06.2020 11:52
      Highlight Highlight @neoliberaler Raubtierkapitalist
      Weil die SBB mit teueren Resourcen fährt. Schweizer Strom ist teurer(proportional) als arabisches Öl, also Kerosin
      Dazu sind airlines in vielen Bereichen Steuerfrei
    Weitere Antworten anzeigen
  • fantomas 10.06.2020 17:08
    Highlight Highlight Verstehe nicht, warum eine Abgabe nicht zu 100% Zweckgebunden sein kann. Die Abgabe muss da investiert werden, wo der Schaden entsteht bzw. vermindert werden kann. Z.B. in die Forschung und Entwicklung synthetischer Treibstoffe. Habe bisher die Flugmeilen automatisch kompensiert. Überlege mir aber jetzt, ob ich anstelle von weltweiten Umweltprojekten, Familien bei der Krankenkasse entlasten will.
  • Bruno S.1988 10.06.2020 16:16
    Highlight Highlight Nice... Der Flugverkehr ist für 2.5% der Weltweiten CO2 Emissionen verantwortlich. Nun darf ich 120.- mehr für die Flugtickets bezahlen damit diese Zahl auf 2.49999999999...9% runter fällt...Mir wäre es wirklich lieber wir würden in der Schweiz die Sonnen- und Windenergie mehr forcieren!!

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimawandel-flugverkehr-weltweit-erzeugte-2018-mehr-co2-als-deutschland-a-1287582.html

    "Insgesamt wurden durch den kommerziellen Luftverkehr im vergangenen Jahr 918 Millionen Tonnen CO2 emittiert. Das entspricht 2,5 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen."
    • popcornmaschine 10.06.2020 17:02
      Highlight Highlight Die 120 CHF wirst du bezahlen wenn du Langstrecke und im höchsten Preissegment fliegst. Da ist das durchaus noch verhältnismässig.
    • M. Bakunin 10.06.2020 17:08
      Highlight Highlight Diese 2.5% stimmen Weltweit gesehen, da die meisten Menschen nie einen Flieger von innen sehen werden. Nur unser Land betrachtet sieht da ein bisschen anders aus: Der Flugverkehr hat einen Anteil von 12 Prozent an den CO2-Emissionen der Schweiz. Der weltweite Anteil der Luftfahrt an den durch Menschen verursachten CO2-Emissionen beträgt 2 bis 2.5 Prozent. Das schreibt der Bundesrat in seiner Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss
    • Gubbe 10.06.2020 17:16
      Highlight Highlight Bruno S.1988
      Wenn du nicht die Windenergie mit einbezogen hättest, wäre ich voll dabei. Einfach wenn ich in 100 Jahren auf die Welt blicke, dabei überall diese Masten mit Rädern sehe. Wie ein Igel, wobei die fressen die Schnecken im Garten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • seventhinkingsteps 10.06.2020 15:54
    Highlight Highlight An alle die hier sagen, dass Fliegen wieder ein Luxusgut werden soll:

    Das Problem ist nicht, dass die breite Masse zu viel und zu oft fliegt, weil es zu guenstig und kein Luxusgut ist. Die reichsten 10 Prozent der Weltbevoelkerung produzieren mit ihrem Lifestyle die Haelfte des globalen CO2 Ausstosses.

    Das Problem sind nicht die Leute 10 mal im Jahr fliegen, sondern die wenigen reichen Schnoesel die jede Woche ihren Privatjet benutzen.

    Die SVP hat hier die richtige Meinung aus den falschen Gruenden. Die Linken die falsche Meinung aus den richtigen Gruenden. Und das sage ich als Linker.
    • Pachyderm 10.06.2020 16:12
      Highlight Highlight Die Leute, die 10 Mal im Jahr fliegen, gehören global gesehen höchst wahrscheinlich zu den reichsten 10%, und natürlich ist das auch ein Problem.

      Die Privatjets sind nochmal ein anderes Problem, aber dürften zahlenmässig viel weniger ins Gewicht fallen.
    • marmuel 10.06.2020 16:18
      Highlight Highlight "Die SVP forderte einen Verzicht auf Abgaben für Privatflüge, scheiterte jedoch."

      Die SVP wollte genau diese Gruppe zusätzlich schützen.
    • ast1 10.06.2020 16:54
      Highlight Highlight Quasi jede/r in der Schweiz zählt zu den reichsten 10 Prozent der Weltbevölkerung. Das Medianvermögen ist nirgends höher als hier.
    Weitere Antworten anzeigen
  • KBL SLT 10.06.2020 15:48
    Highlight Highlight Dass Fliegen mittlerweile recht günstig geworden ist, das ist schon so. Kurzstrecken sind umwelttechnisch suboptimal, wer will das bestreiten? Diese sollten ordentlich mit Abgaben belegt werden. Aber zur Langstrecke gibts keine realistischen Alternativen. Mir ist es geldtechnisch nicht relevant. Aber sehr sehr viele Migranten Arbeiten im Niedriglohnsektor. Diese müssen es sich schon jetzt vom Mund absparen um hin und wieder ihre Familien zu treffen
    • Knut Knallmann 10.06.2020 16:01
      Highlight Highlight Du sprichst einen guten Punkt an: Wieso muss man eigentlich Arbeitsmigranten über den halben Globus karren? Ist ein System wo es so etwas aus Kostengründen braucht wirklich so erstrebenswert? Wie wäre es mit ein bisschen mehr lokaler Wertschöpfung?
    • Sarkasmusdetektor 10.06.2020 16:13
      Highlight Highlight Geringverdiener können sich schon heute nicht sehr viele Langstreckenflüge leisten. Die fahren eher per Car nach Hause, die allermeisten kommen ja aus Europa.
    • KBL SLT 11.06.2020 05:47
      Highlight Highlight Sarkasmusdetektor, fahr du mal per Car in den Nahen Osten oder Sri Lanka. Oder nur schon Portugal...
  • Ricardo Tubbs 10.06.2020 15:46
    Highlight Highlight sehr schön...kaum ist corona vorbei wird wieder beim bürger abkassiert...sprit teurer, fliegen teurer...unfassbar, schade gibt es in der schweiz keine demokultur...in anderen ländern wären die leute schon auf der strasse.
    • M. Bakunin 10.06.2020 17:06
      Highlight Highlight Bei uns gibt es sehr wohl eine Demokultur. Aber unsere Demonstranten gehen zum Glück genau für das auf die Strasse.
      Die meisten Menschen die in der Schweiz an Demos Teilnehmen fordern seit Jahren das der Sprit teurer wird und das diese billig Fliegerei aufhört.

      Auch der Punkt das die hälfte der Einnahmen wieder den Bürgern zurückgegeben wird, treibt jetzt nicht gerade viele Menschen auf die Strassen, da der normal Bürger eher mehr bekommt, als er abgeben musste. Und die paar reichen Vielflieger werden diese 30CHF jetzt auch nicht wirklich schmerzen.
  • CmonSensePls 10.06.2020 15:44
    Highlight Highlight Klimawandel ist ein globales Problem und muss als solches angegangen werden. Der Anteil CO2 Ausstoss der Schweiz ist im globalen Vergleich gerade mal bei 0.1%. Ob wir jetzt ein paar Fränkli mehr für unsere Flüge oder das Benzin bezahlen, wird das Klima leider nicht verbessern. Es ist nichts anderes als eine unnötige Steuer und wirtschaftliche Wettbewerbsverzerrung. Facts not fiction please.
    • Knut Knallmann 10.06.2020 16:03
      Highlight Highlight Genau, nichts tun hilft ja bekanntlich am meisten. Machen die anderen ja auch darum funktioniert es so gut... - Achtung, Kommentar enthält Ironie...
    • Yunnan 10.06.2020 19:47
      Highlight Highlight Du widersprichst dir. Als globales Problem muss auch die Schweiz ihren Beitrag zu dessen Lösung leisten. Mit der gleichen Begründung könntest du für dich auch rechtfertigen, keine Steuern mehr zu bezahlen.
  • Schönbächler 10.06.2020 15:43
    Highlight Highlight Ich muss bereut zugeben dass ich für einmal den SVPlern recht geben muss. Dieser Entscheid ist reine Symbolpolitik. Die Linken und Mitte werden an Grünwählern gewinnen aber an hart Arbeitenden Mittelständern die sich ungerecht behandelt fühlen verlieren da hier offensichtlich eine Zweiklassengesellschaft angesteuert wird. Mal schauen ob uns dieses Gesellschaftsmodell retten wird ;)
    • Pafeld 12.06.2020 11:38
      Highlight Highlight Ach hör doch auf. Der Durchschnittsverbrauch von Fahrzeugen sinkt seit Jahrzehnten deutlich schneller als die Steuern auf fossile Treibstoffe steigen. Autofahren wird immer billiger, sofern man sich keinen Strassenpanzer mit einem Durchschnittsverbrauch von ~+22l/100km leistet. Wenn der hart arbeitende Mittelständer sein hart erarbeitetes Geld für einen Strassenpanzer verschleudert, hat er es auch nicht anders verdient, als für die von ihm verursachten, unnötigen Umweltschäden gerade zu stehen.
      Zudem: das sind Lenkungsabgaben. Das Geld landet nicht im Ofen sondern wird wieder verteilt.
  • tuco 10.06.2020 15:39
    Highlight Highlight Über den Wolken
    Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
    Alle Ängste, alle Sorgen
    Sagt man
    Blieben darunter verborgen
    Und dann
    Würde was uns groß und wichtig erscheint

    PLÖTZLICH NICHTIG UND TEUER SEIN...

    MAYDAY MAYDAY……………………………………………………..

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  • murrayB 10.06.2020 15:31
    Highlight Highlight Gut, dann können sich Leute die weniger verdienen als ich nicht mehr fliegen - resp. sparen dann anderswo, z.B. gehen dann nicht mehr ins Kino in der Schweiz - well done, good job!
  • Coburn 10.06.2020 15:23
    Highlight Highlight Wieso hat man sich eigentlich so aufs Fliegen eingeschossen, dass im Vergleich zu anderen Bereich weniger CO2 in die Welt pustet?

    Im Endeffekt zahlt nun jeder ein bisschen mehr und es wird wahrscheinlich in Kürze weitergeflogen wie bisher.

    Politischen Massnahmen scheinen nur noch zu sein "Zahl halt etwas mehr", ohne das eigentlich Problem zu lösen. Wie soll man das ernst nehmen?
    • Knut Knallmann 10.06.2020 16:07
      Highlight Highlight Mit dem Preis lassen sie Menschen steuern - Das zeigen die Fluggesellschaften mit Ihrem dynamischen Preisen am besten auf. Folglich kann man auch mit Steuern und Abgaben die Nachfrage steuern. Und Fliegen macht global nur so wenig aus weil nur ein kleiner Teil der Menschheit effektiv fliegt. Deine persönliche CO2-Bilanz schiesst du mit Fliegen aber am einfachsten ab...
    • winglet55 10.06.2020 16:13
      Highlight Highlight Es wurde nicht nur auf die Fliegerei geschossen, auch unsere Blechkiste bekommt sein Mannah teurer bis 12 Rp. pro lt.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 11.06.2020 09:12
      Highlight Highlight Für die SP ist die Bahn heilig. Aus dem alten Kampf SBB (Kollektivismus) gegen Auto (Individualismus) ist ein zusätzlicher gegen das Flugzeug geworden, obwohl es auch ein öffentliches Transportmittel ist, auch wenn es in Konkurrenz zur staatlichen Bahn steht. Warum auch bürgerliche Parteien mitmachen ist mir ein Rätsel, aber das gehört wohl zur Klimahysterie.
  • Flie 10.06.2020 15:06
    Highlight Highlight Gut, dann fliege ich nur noch ab Mulhouse und München. Was soll das ehrlich? Wenn ihr schon mit so biräweichem Zeug kommt dann bitte europäische Regeln im Flugverkehr das ist sowas von dämlich. Dadurch verursache ich von jetzt an noch mehr CO2 wenn ich jedesmal auf München raus muss.
    • Pinhead 10.06.2020 16:05
      Highlight Highlight Und nach München kommt man gratis? Von Zürich dauert es dem Zug zum zum Münchner Flughafen mindestens fünf Stunden.
    • esmereldat 10.06.2020 16:40
      Highlight Highlight Auch Deutschland und Frankreich kennen eine Luftverkehrsabgabe. 😉
    • Saraina 10.06.2020 17:51
      Highlight Highlight Nimm Stuttgart. Das ist nah, da fährst du mit der Buchung über die Website von der DB für wenig Geld, und kriegst den Langstreckenflug locker einige hundert Euro günstiger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Knety 10.06.2020 14:59
    Highlight Highlight Dann buche ich statt ab Basel einfach ab Muhlhouse. Problem gelöst 🤷‍♂️
    • vescovo 10.06.2020 15:19
      Highlight Highlight Du hast recht, die Regelung ist nicht idiotensicher. Aber ich bin froh, dass überhaupt etwas unternommen wird.
      Bon voyage!
    • esmereldat 10.06.2020 16:42
      Highlight Highlight Ja, dann zahlst du einfach die Luftverkehrsabgabe in Frankreich oder Deutschland, hast eine längere Anreise an den Flughafen und kannst ev. keinen Direktflug haben. Viel Spass!
    • Szabolcs 10.06.2020 16:54
      Highlight Highlight @vescovo: Doch die Regelung ist gerade *idioten*sicher, es sind nämlich die klügeren die sie ausweichen können. ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phteven Phtiz 10.06.2020 14:51
    Highlight Highlight Bzgl. den Kommentaren zur „Zwei-Klassen-Gesellschaft“: Grundsätzlich kann das Fliegen sowieso nicht als „Grundbedürfnis“ resp. „Anspruch für alle“ gelten, sondern soll wieder das werden, was es früher war: Ein Luxusgut, das man sich hin und wieder mal gönnen mag. Dadurch kann nämlich auch die Wertschätzung wieder gesteigert werden.
    Auch wenn es noch ein weiter Weg ist, ist es schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
  • Chääschueche 10.06.2020 14:39
    Highlight Highlight Kratzt mich nicht. Ich verdiene mehr als genug. Weniger fliegen werde ich deswegen nicht 👌

    Symbolpolitik.
    Das richtige Drecksgeschäft vergessen die lieben Politiker und Klimaaktivisten.

    Vermutlich weil Sie Selber nicht auf ihre Billigprodukte aus China verzichten wollen.
    Benutzer Bild
    • Shikoba 10.06.2020 15:59
      Highlight Highlight Wenn alle immer nur mit dem Finger auf den zeigen, der noch schlimmer ist, passiert nie etwas. Irgendwo muss man ja anfangen und lieber mal einen kleinen Schritt machen statt stehen bleiben.
  • Tschowanni 10.06.2020 14:38
    Highlight Highlight Ich Frage mich ernsthaft wo der Sinn darin liegt, etwas zu verteuern was lediglich 2,5% der Weltweiten Co2 Emissionen ausmacht
    • PVJ 10.06.2020 15:28
      Highlight Highlight In der Schweiz sind es 12%, was durchaus relevant ist und Massnahmen rechtfertigt.

      https://www.watson.ch/schweiz/wissen/153004280-fluege-tragen-12-prozent-zu-schweizer-co2-emissionen-bei

      Ist halt so eine Sache mit den Vergleichen.
    • MasterPain 10.06.2020 15:34
      Highlight Highlight CO2 ist nicht das einzige Problem. Ist bei diesen 2,5% auch die ganze «graue Energie» eingerechnet? Also das ganze CO2 was zum Beispiel das Catering verursacht? Treibstoffgewinnung? Ersatzteile? Flugzeugbau? Etc.?
    • Uranos 10.06.2020 15:49
      Highlight Highlight Naja, bei Kurzstreckenflügen verstehe ich es. Dort kann man die Leute ein wenig lenken, dass sie auf Alternativen umsteigen. Jeder noch so kleine Schritt zählt für den Kampf gegen das Klima.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Perry_ 10.06.2020 14:36
    Highlight Highlight Basel-Molhouse it is. Bedient von 3 Ländern - da kann man sich 30.- sparen, einfach via .fr die tickets kaufen.

    Der Entscheid ist ein Witz. Wir brauchen das auf Globaler Ebene und zwar schnell.
  • iudex 10.06.2020 14:30
    Highlight Highlight (2/2)

    5. Für Schweizer werden dadurch Umsteigeverbindungen noch attraktiver, dank zunehmenden Self-Hubbing mit LCC (ggf. sogar ab MLH) kann auch in Zukunft günstig um die Welt geflogen werden, einfach mit einem noch grösseren CO2-Ausstoss.

    Für eine effektive Lenkungswirkung müssten viel höhere Abgaben erhoben werden, am besten im gesamten EU-Raum. Dann fliegen wirklich nur noch die vermögenden Personen. Zudem ist mir auch unverständlich, wieso man so gerne gegen die global gesehen ziemlich irrelevante Fliegerei schiesst, jedoch offenbar kein Problem mit Textilien und Beton hat.
    • Emma Jones 11.06.2020 01:29
      Highlight Highlight Der Flugverkehr macht in der Schweiz 12% der CO2-Emissionen aus. Von daher ist es doch ziemlich sinnvoll dort anzusetzen. Im Vergleich zu Häusern und Kleidern lässt es sich darauf auch leichter verzichten. Eine höhere Abgabe wäre sicher sinnvoll, aber erzähl das mal den Rechten.

      Ärmere Menschen werden durch die beschlossene Abgabe nicht am Fliegen gehindert, solange sie keine Vielflieger sind machen sie aufgrund der Rückverteilung kein Minus.
  • iudex 10.06.2020 14:28
    Highlight Highlight Hobbla, wollte eigentlich nicht abschicken. Ich sehe denn Sinn einer Steuer nicht:
    1. Dürfte der Zuschlag maximal den Mindestpreis erhöhen, das durchschnittliche Ticket wird kaum teurer werden, ausserhalb der y sowieso nicht.
    2. Wirklich am Fliegen ab ZRH/GVA gehindert werden dadurch einzig ärmere Personen und Familien, der Rest bezahlt vermutlich schon oftmals mehr für die Anfahrt.
    3. BSL wäre dank MLH kaum betroffen.
    4. Sofern es keine Ausnahmeregel für Transitpassagiere gibt (wovon jedoch ich stark ausgehe), wird einfach der Hub ZRH abgewertet und die Leute steigen an einem anderen Ort um

    • iudex 10.06.2020 15:29
      Highlight Highlight 4a. Wie oft kommt es in der realen Welt, ausserhalb von irgendwelchen Reisevlogs vor, dass einzig der Flugpreis über den Kauf entscheidet?

      Auch wir haben uns schon von der günstigsten Variante inspirieren lassen, wären aber sowieso während dieser Zeit verreist. Steht das Ziel allerdings schon vorher fest, dann wird der entsprechende Flug einfach gebucht, auch wenn dieser gefühlt "zu teuer" ist.
  • Torro991 10.06.2020 14:26
    Highlight Highlight Toll, jetzt wo der Postcorona Verteilungskampf zwischen den Hubs, ZRH, FRA, MUC und Wien beginnt, versetzt das Parlament unseren Flughafen in einen komparativen Nachteil und setzt die ausgezeichnete Angebundenheit Zürichs aufs Spiel. Shame on you FDP. Das hat nichts mit innovationagetriebener Transformation zu mehr Nachhaltigkeit zu tun.
  • Nonkonformist 10.06.2020 14:25
    Highlight Highlight Referendum! Mal schauen ob sich die Bevölkerung wirklich noch mehr vom Staat ausnehmen lassen will. Ich denke eher nicht. Erst recht nicht jetzt nach Corona.
    • Knut Knallmann 10.06.2020 17:40
      Highlight Highlight Der Klimawandel hat ja mit dem Coronavirus auch aufgehört, oder?
    • Torro991 10.06.2020 18:10
      Highlight Highlight Nein. Aber durch eine regionale Verschiebung des Flugverkehrs von ZRH zugunsten von anderen Hubs sinkt der CO2 Ausstoß aber auch nicht.
  • Azrat 10.06.2020 14:21
    Highlight Highlight Schön und gut, aber ich möchte gerne Europaweit ein schnelles und gut ausgebautes Schienennetz. Ich möchte "günstig" durch Europa reisen können und nicht das dreifache zahlen wie für ein Flugticket. Wenn ich meine Familie in Portugal besuchen gehe möchte ich zukünftig den Zug nehmen und nicht das Flugzeug, das macht aber zurzeit keinen Sinn aus zeitlichen sowie ökonomischen Gründen.
    • Gipfeligeist 10.06.2020 14:49
      Highlight Highlight @Azrat
      Im besten Fall macht die EU mit den Flugabgaben mit, und wir beteiligen uns mithilfe des Klimafonds. Ich sehe das sehr machbar und wünsche es mir auch!
    • Nussi2000 10.06.2020 16:06
      Highlight Highlight Das Geld aus der Flugticketabgabe wird ja nicht einfach in einen Tresor geschlossen und vergessen, damit können gerade kundenfreundliche Projekte wie den Nachtzug o.ä. finanziert werden. Also ist die Flugticketabgabe auch in deinem Sinne, auch wenn das auf den ersten Blick nicht erkennbar mit :).
    • Azrat 10.06.2020 17:12
      Highlight Highlight Ja das erhoffe ich mir. Ich begrüsse eine Ticketabgabe, aber damit ist noch nichts erreicht. Es benötigt Anstrengungen europaweit ein flächendeckendes Netz aufzubauen und instandzuhalten um Zugfahren attraktiver und Flugreisen unattraktiver zu machen. Ich hoffe unsere Regien glaubt nicht mit der Ticketabgabe sei es erstmal erledigt.
  • Pollo Loco 10.06.2020 14:18
    Highlight Highlight Grundsätzlich möchte man etwas für die Umwelt machen und irgendwo muss man halt anfangen.
    Was mich stört ist, dass immer der kleine Bürger zusätzlich zur Kasse gebeten wird, wiso können Firmen z.B. nicht vom Staat unterstützt werden, dass Homeoffice für Angestellte attraktiv gemacht wird (=weniger Verkehr)
    Zudem ist die Schweiz ein kleines Land, wenn es solche Massnahmen nur in der Schweiz gibt, weichen viele aufs Ausland aus. In Basel Mulhouse könnte dies vielleicht umgangen werden.
    Die Übung bringt dann auch nicht viel wenn die grossen Produzentenstaaten (China, Indien etc.) nichts ändern.
  • Stambuoch 10.06.2020 14:17
    Highlight Highlight Und im Elsass lacht man sich ins Fäustchen, da am Euro-Airport französisches Steuer- und Umweltrecht gilt. Somit wird das Fliegen ab Basel noch günstiger als auch schon als ab Zürich. Quasi eine versteckte Subvention für den Flughafen Basel...so werden Flüge ab Basel via einem Transferflug über MUC/FFA/LHR/CDG/AMS massiv günstiger sein als ab ZRH/GVA.
  • Citizen321 10.06.2020 14:13
    Highlight Highlight Eine lokale Abgabe in der Schweiz bringt in der Luftfahrt fürs weltweite Klima leider herzlich wenig. Es müssten viel mehr globale Lösungen gepusht werden! Diese stünden auch bereits in dem Startlöchern. Hier bringt sich die Schweiz unnötigerweise selbst in den Nachteil.
    • PVJ 10.06.2020 15:49
      Highlight Highlight Was für globale Lösungen meinst Du?
    • Citizen321 10.06.2020 16:07
      Highlight Highlight Z.B. CORSIA
    • PVJ 10.06.2020 17:08
      Highlight Highlight Das ist die Initiative der Flugindustrie, welche "klimaneutrales Wachstum" möchte? Sicher löblich dass die Branche von sich aus aktiv wird (wohl um härtere Regulierungen zu vermeiden) und dass der Ansatz global ist. Aber in Summe zuwenig ambitioniert. Ziel ist hier ein weiter wie bisher, zum tiefstmöglichen Preis.
  • Canuck79 10.06.2020 14:12
    Highlight Highlight Damit dürfte Kloten wohl für den Grenztouristen gestorben sein. Da wird nun vorher von München oder Stuttgart geflogen. Ueli Maurer wird sich für die entgangenen Steuern bedanken.

    Hauptsache wieder die SBB mit ihrem Monopol unterstützen.
    • Saraina 10.06.2020 17:54
      Highlight Highlight Ja, allerdings fliegt es sich von Stuttgart über Zürich an die Destination eh günstiger als von Zürich direkt... nur dem Klima hilft das natürlich gar nicht.
  • nichtMc 10.06.2020 14:05
    Highlight Highlight Was passiert mit der Abgabe?

    Gemäss der Medienmitteilung auf parlament.ch sollen 49% in den Klimaschutz fliessen.
    Bei über 58Mio. Passagieren pro Jahr sind Abgaben von mehr als CHF 3 Mrd. zu erwarten (Annahme: durchsch. CHF 60/Passagier). Wo fliesst der Rest hin?
    • esmereldat 10.06.2020 16:46
      Highlight Highlight Der Rest soll an die Bevölkerung zurückverteilt werden.
  • Sen 10.06.2020 14:05
    Highlight Highlight Dann fliege ich halt ab Deutschland. Kann ich gleich noch mein Auto tanken.
    • Gipfeligeist 10.06.2020 14:50
      Highlight Highlight @Sen
      Gratulation, du hast das kurzsichtige Problem mit unübertroffener Kurzsichtigkeit gelöst.
    • SeineEminenz 10.06.2020 16:14
      Highlight Highlight Benzin in Deutschland ist doch teurer als bei uns?
    • Saraina 10.06.2020 17:54
      Highlight Highlight ...und erst das Langzeitparking am Flughafen! Du ruinierst dich!
  • Ascorbin 10.06.2020 13:59
    Highlight Highlight ..dann sind wir mal gespannt für welche Flughäfen diese Ticketabgabe gilt..sonst geht die Kutsche retour zu den EU Flughäfen.
    Milano, Stuttgart, Mulhouse etc.
    Ergo wird nicht weniger gereist/geflogen ...
  • Antichrist 10.06.2020 13:57
    Highlight Highlight Dann muss man halt das Personal noch mehr drücken, damit die Flugpreise nicht steigen.
    Bei einer 4-Köpfigen Familie fahre ich halt zuerst mit dem Flixbus nach München und flieg von dort und spare 480 CHF.
    • Super8 10.06.2020 14:05
      Highlight Highlight Fliegen Sie doch einfach mal gar nicht!
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.06.2020 14:15
      Highlight Highlight Das mag für Antichristen passen...christlich ist solches Verhalten nicht...sag ich als Atheist.
    • Antichrist 10.06.2020 14:47
      Highlight Highlight Ich lebe in der Schweiz anstelle Nordkorea, weil ich selber bestimmen möchte, wie und wo ich in meinem kurzen Leben in die Ferien möchte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fox on the Run 10.06.2020 13:56
    Highlight Highlight Zum Glück wurde von der SVP bereits das Referendum angekündigt, gegen diese neuen Benzin- und Flugsteuern.
    • RicoH 10.06.2020 14:19
      Highlight Highlight Da kommt mir doch gleich das in den Sinn: "Trötzele, wenn einem ein Entscheid nicht in den Kram passt". Das muss ein Reflex bei unserer Verhindererpartei sein.

      Aber sollen sie nur machen – die Niederlagen sind vorhersehbar.
    • Adi E. 10.06.2020 14:34
      Highlight Highlight Ich wäre mir da nicht so sicher. Kommt was vor's Volk, was das Portemonnaie des Einzelnen schädigt, hat's gute Chancen.
  • Hans12 10.06.2020 13:56
    Highlight Highlight Cool, dann hat es enlich nicht mehr so viele Arme Leute im Flieger (Ironie Off)
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.06.2020 14:15
      Highlight Highlight Wegen 30 Franken ?
    • kettcar #lina4weindoch 10.06.2020 14:30
      Highlight Highlight Es hat auch so nicht viel arme Leute im Flieger.
  • einmalquer 10.06.2020 13:54
    Highlight Highlight (M)Ein "Problem" dabei:

    Mittlerweile ist ja nicht nur die Wirtschaft globalisiert. Sondern, wie in meinem Fall, auch die Familie.

    Familienangehörige leben auf drei Kontinenten, auf einem vierten leben Freunde.

    Wenn ich sie besuchen will, kostet es viel mehr, wenn ich die Kinder mitnehme, noch mehr.

    Ich kann mir das leisten. Ich würde auch nie dagegen stimmen.

    Aber eigentlich wäre ich dafür, dass für Kurzstrecken, die auch mit dem ÖV bedient werden, verhältnissmässig weit höhere Abgaben bezahlt werden müssten, als für Langstrecken.

    Aber eben, es ist für jeden anders.....
    • Knut Knallmann 10.06.2020 15:47
      Highlight Highlight Wenn man jeden Einzelfall genau anschauen will, käme man mit den Ausnahmen in den Vorschriften nicht nach. Irgendwann muss man einfach zur Erkenntnis kommen, dass Fliegen die persönliche CO2-Bilanz über den Haufen wirft. Warum man schlussendlich fliegt und welchen vielleicht auch guten Grund man hat ist dem Klima ziemlich egal...
    • Sarkasmusdetektor 10.06.2020 16:17
      Highlight Highlight Tja, dann musst du halt mal auf einem Flug verzichten. Sorry, aber es gibt kein Menschenrecht darauf, mehrmals pro Jahr Verwandtenbesuch zu bekommen, nachdem man auf einem anderen Kontinent ausgewandert ist.
    • einmalquer 10.06.2020 16:36
      Highlight Highlight @Knut Knallman @ Sarkasmusdetektor

      Der Vorschlag ist eigentlich, dass die Abgabe für einen Flug zB von Zürich nach Genf oder Paris verhältnismässig höher sein müsste, als nach zB Vancouver. In absoluten Zahlen ist dann die Abgabe für den Atlantikflug immer noch höher.

      Ich wehre mich ja gar nicht gegen die Abgabe. Und dass es kein Menschenrecht ist, weiss ich ja. Und dass es dem Klima egal ist auch.

      Aber auch: ich bin kein Einzelfall.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TanookiStormtrooper 10.06.2020 13:50
    Highlight Highlight Bringt doch nicht viel, dann fahren die ganzen Vielflieger einfach ins grenznahe Ausland und fliegen von dort aus. Da wäre eine Steuer, die Vielflieger a.k.a. Leute mit hohen Einkommen höher besteuert zielführender.
    • fidget 10.06.2020 14:14
      Highlight Highlight Das musst Du aber gut kalkulieren, dass sich die Anfahrt ins "grenznahe" Ausland rechnet im Vergleich zur Flugticketabgabe. Wo würdest Du denn von Zürich hinfahren um die Abgabe zu umgehen? München, Mailand, Stuttgart, Frankfurt? Die Anfahrt und Parkgebühr kostet dich mehr als die Abgabe. Ganz abgesehen vom enormen zeitlichen Aufwand dorthin zu kommen.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.06.2020 14:16
      Highlight Highlight hätte aber mit dem Klima keinen Zusammenhang
    • Bratansauce 10.06.2020 14:45
      Highlight Highlight TanookiStormtrooper: Ja, das ist möglich. Aber wenn wir mit der Flugticketabgabe beginnen, ziehen möglicherweise/hoffentlich andere Länder bald nach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • solum 10.06.2020 13:49
    Highlight Highlight Ein erster Schritt in Richtung von Vernunft.
  • Paddiesli 10.06.2020 13:47
    Highlight Highlight Lachhaft, diese niedriegen Abgaben.
    Eine progressive Steigerung wäre effizienter. Der 1. Flug im Jahr bleibt für alle günstig. Danach wird jeder weitere Flug mit höhreren Abgaben besteuert. Die, die unbedingt mehrmals im Jahr fliegen "müssen", sollen auch dafür bezahlen.
    • Me, my shelf and I 10.06.2020 13:52
      Highlight Highlight Fände deine Argumentation toll, wenn nicht sogar ein Flug pro Jahr zuviel wäre.
    • ghawdex 10.06.2020 14:23
      Highlight Highlight Kontrolle am Flughafen mittels Lochkarte oder ein Nationales Sündenregister?
    • Tschowanni 10.06.2020 14:36
      Highlight Highlight Dir wünsche ich mal eine Fernbeziehung, wäre interessant zu sehen ob du immer noch so denkst
    Weitere Antworten anzeigen
  • murrayB 10.06.2020 13:46
    Highlight Highlight Fliegen ab Zürich ist jetzt bereits teurer als von München oder Mailand - eine zusätzliche Abgabe macht es nur attraktiver dorthin zu fahren...
    • wasps 10.06.2020 13:53
      Highlight Highlight Und die Fahrt nach München oder Mailand ist dann gratis? Wer rechnen kann ist klar im Vorteil!
    • The Rogue 10.06.2020 13:53
      Highlight Highlight nimmt mich wunder wie das in Frankreich (Basel-Euroairport) umgesetzt werden kann...
    • esmereldat 10.06.2020 13:57
      Highlight Highlight Ist fraglich, ob die Anfahrt ins Ausland günstiger kommt als die relativ niedrige Abgabe. Zudem verliert man viel Zeit. Mir wärs das auf jeden Fall nicht wert, nur um 30 Stutz zu sparen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugh_Idiyit 10.06.2020 13:42
    Highlight Highlight Benzin Teuerer, Flugtickets Teuerer... Steuern immer höher, bzw. Abzüge kann man fast keine mehr machen. was passiert mit diesen Millionen..

    • Me, my shelf and I 10.06.2020 13:49
      Highlight Highlight Die Antwort auf die Frage, wofür Steuergeld ausgegeben wird, findest du bei der EFV:
      Benutzer Bild
    • Hans12 10.06.2020 13:57
      Highlight Highlight ...ja und die ganze Coronanummer war auch nicht gerade ein Schnäppchen.
    • M. Bakunin 10.06.2020 14:24
      Highlight Highlight Und nicht zu vergessen, die vielen Steuergeschenke für Milliardäre und multinationale Konzerne.

      Wenn es nur möglich wäre auch die reichen anständig zu besteuern, müsste auch nicht die "normalen" Lohnarbeiter so viel bezahlen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DARTH OLAF 10.06.2020 13:41
    Highlight Highlight YES! Danke, an alle, die letzten Herbst GRÜN gewählt haben! 🌍 👍💪
    • planeto 10.06.2020 13:54
      Highlight Highlight Bitte gerne wieder.
  • P_hr 10.06.2020 13:40
    Highlight Highlight HAHA mit 30-120 CHF die Welt retten? :D
    • esmereldat 10.06.2020 14:05
      Highlight Highlight Auch Kleinvieh macht Mist. Gestern haben sie im Radio gesagt, dass geplant ist, 50% des gesammelten Betrags an die Bevölkerung zurück zu zahlen und 50% soll in Umweltprojekte im Aviatikbereich gehen. Nach Stand heute süfdem so gemäss Hochrechnungen 60.- pro Person gezahlt werden. Bei 8 Millionen Leute kannst du ja selbst rechnen, wie viel Geld so jährlich zusammenkommt.
    • Tschowanni 10.06.2020 14:40
      Highlight Highlight @esmereldat. Genau, und im Frühling kommt der Osterhase und am 24.12 das Weihnachtskind
    • Flie 10.06.2020 15:11
      Highlight Highlight Als ob du auch nur einen Rappen davon sehen wirst...
  • iudex 10.06.2020 13:20
    Highlight Highlight Uh, da reibt man sich in MLH bestimmt schon die Hände.
  • Klaus & Klaus 10.06.2020 13:17
    Highlight Highlight Endlich! Dann trennt sich die Spreu vom Weizen und ich muss nicht mehr mit dem Pöbel im gleichen Flugzeug sitzen! 😎😁
  • ubu 10.06.2020 13:16
    Highlight Highlight Yes! Das ist ein Anfang!

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