Schweiz
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Stadt Luzern will mit Hochdruck an Durchgangsbahnhof mitarbeiten



Seit dem fruehen Morgen ist der Bahnhof Luzern wieder geoeffnet, die Zuege Fahren wieder und die Zugpassagiere erhalten von der SBB als Entschuldigung Schokoladenherzen geschenkt am Montag, 27. Maerz 2017. Im Bahnhof Luzern war am fruehen Mittwochnachmittag ein Eurocity-Neigezug bei der Ausfahrt entgleist. Ein Wagen kippte zur Seite. Wegen des Unfalls war der Bahnhof ueber das ganze Wochenende nicht befahrbar. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

Der Bau des Durchgangsbahnhofs (DBL) bringt für die Stadt Luzern zahlreiche Veränderungen. Im Rahmen des Vorprojekts der SBB will die Stadtregierung bis 2021 mit einer Testplanung eine Vorstellung über künftige Nutzungen zu Blatt bringen und beantragt dafür Geld.

Bis die Züge in der Stadt Luzern auf einem der vier unterirdischen Gleisen ein- und ausfahren, dürfte es noch bis 2040 dauern. Für die Stadt Luzern sind aber bereits die nächsten zwei Jahre wichtig, um wesentliche Fragen rund um den Bahnhof zu klären, sagte Deborah Arnold von der Stadtplanung am Dienstag vor den Medien.

Denn bis 2022 führen die SBB ein Vorprojekt, bevor die Phase des Bau- und Auflageprojekts aufgegleist wird. Ab dann seien Änderungen und Wünsche mit Aufwand und Kosten verbunden. Daher wolle man für das Projekt nun prioritär Ressourcen einsetzen können.

Der Stadtrat beantragt dem Parlament einen Sonderkredit über 3.16 Millionen Franken. Mit dem Geld soll zum einen die Testplanung finanziert werden, dafür plant die Stadtregierung knapp eine Millionen Franken ein. Deren Ziel ist ein Entwicklungskonzept, das ein konsolidiertes Zukunftsbild enthält.

Dazu kommen 150'000 Franken als städtischer Beitrag an das Gesamtprojekt. Weil man die personellen Ressourcen für dieses Jahrhundertprojekt in der Stadtverwaltung nicht habe, sollen zwei Vollzeitstellen geschaffen werden - befristet bis 2026 im Umfang von zwei Millionen Franken.

Sechs Hektaren im Zentrum werden frei

Die SBB gehen von einer zehnjährigen Bauphase aus ab 2030, wie Massimo Guglielmetti, Programmleiter DBL sagte. Diese bringe Einschränkungen mit sich, das Resultat sei aber ein Quantensprung der Mobilität für Luzern, die Region und die Schweiz mit häufigeren, schnelleren und mehr direkten Verbindungen.

Die Luzerner Baudirektorin Manuela Jost nannte die lange Bauzeit mit Baugruben, Installationsplätzen und Auswirkungen auf die Schifffahrt zwar eine Herausforderung. Die Linienführung soll dereinst von Ebikon durch einen dreieinhalb Kilometer langen Tunnel unter dem Luzerner Seebecken in den Tiefbahnhof führen und von dort durch den 1.8 Kilometer langen Neustadttunnel in Richtung Bern und Basel.

Die Tieferlegung von zwei Perrons macht aber an der Oberfläche Platz frei, Jost sprach daher von einer einmaligen Chance für die Stadtentwicklung. Rund sechs Hektaren, die Fläche der Luzerner Altstadt, werden verfügbar. Es gelte, die Stadtentwicklung neu zu denken.

Der Bahnhof soll zu einer Mobilitätsdrehscheibe werden mit einer starken Zunahme der Frequenzen. Er soll die Visitenkarte der Stadt Luzern bleiben, und seine Zugänge sollen dezentraler organisiert werden. Auch auf die Mobilität in der Region wirkt sich der DBL aus. Der Stadtrat setze hier auf neue S-Bahn-Stationen.

Die geschätzten Kosten für den DBL belaufen sich auf 2.4 Milliarden Franken. Das Bundesparlament hat die Finanzierung bis und mit Auflageprojekt abgesegnet. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ralck 24.09.2019 17:25
    Highlight Highlight Macht mal bitte nicht den gleichen Fehler wie die DB in Stuttgart. Die haben auch vor etwa zehn Jahren das Gleisfeld-Land des Hauptbahnhofs an die Stadt verkauft und merken jetzt (aber geben es noch nicht zu), dass die Kapazität des «neuen» Untergrundbahnhofs nie und nimmer reichen wird. Mir ist klar, dass es sich nur um zwei Oberflächen-Perrons und nicht um den ganzen Bahnhof handelt, aber trotzdem wäre es gut, wenn man etwas vorsichtig handeln würde…
  • Donald 24.09.2019 11:23
    Highlight Highlight Meines Erachtens sollte man die 2.4 Milliarden besser in die Entwicklung von kleineren selbstfahrenden Zügen stecken. Wer weiss schon was 2040 sein wird. Ich hoffe für uns, dass die Zeiten von Umwege fahren, Umsteigen und unnötigen Halten der Vergangenheit angehören wird.

    Man gibt an wo man wann hin will und wird dann entsprechend von einem Mini-Zug abgeholt... das wär was.

    Die selbstfahrenden Autos werden das bieten. Will die Bahn nicht mithalten?
    • RandomNicknameGenerator 24.09.2019 12:46
      Highlight Highlight Besser das eine tun, aber das andere nicht lassen.
    • Herr Ole 24.09.2019 13:23
      Highlight Highlight Diese Züge sollten dann ja auch irgendwo fahren können.
    • ralck 24.09.2019 17:35
      Highlight Highlight Sorry Donie: Der Traum der selbstfahrenden Zügen wird in der Schweiz nie und nimmer Realität werden. Viel mehr soll es so sein, dass wir lernen, nicht überall innert 10 Minuten sein zu müssen…
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