Der Medienkonzern Ringier stellt das Social-Media-Magazin «Izzy» neu auf. Ab Oktober soll ein neues Team mit «frischem Konzept» starten. Wie viele Personen der bisher zwölfköpfigen Redaktion weiterbeschäftigt werden, ist noch nicht bekannt – einzelne Entlassungen seien unvermeidlich. Wer geht, ist noch nicht bekannt.
Gespräche über mögliche Weiterbeschäftigungen innerhalb des Unternehmens würden geführt, teilte Ringier am Dienstag mit. Das digitale Medienangebot werde zudem um neue Kanäle und Erlösquellen erweitert.
Mit diesen Massnahmen begegne man dem raschen Wandel im Medienkonsum der jungen Zielgruppen sowie dem durch die Corona-Krise bedingten drastischen Rückgang der Werbeeinnahmen.
Seit dem Start im September 2017 sei «Izzy» rasant gewachsen und zähle mittlerweile mehr als 600'000 Fans und Follower auf den Plattformen Instagram, Facebook und Youtube. Innerhalb kürzester Zeit sei «Izzy» damit zu einem der «bekanntesten und beliebtesten Brands der jungen Deutschschweiz» geworden. Das Magazin habe Journalismus für eine junge Zielgruppe neu definiert.
Für Schlagzeilen sorgte «Izzy», unter anderem weil der Zürcher SVP-Kantonsratskandidat Stefan Locher im Frühling 2019 auf einen Telefonscherz des Online-Magazins hereinfiel. Der «Izzy»-Mitarbeiter Cedi Schild hatte sich am Telefon als älterer SVP-Wähler aus dem «Chreis Cheib» ausgegeben.
Locher gab diesem Anrufer genaue Anweisungen, wie der Wahlzettel auszufüllen sei. Zudem hielt Locher den vermeintlichen «Herrn Plüss» nicht davon ab, auch gleich die Wahlzettel von Ehefrau und Sohn auszufüllen.
Die Zürcher Staatsanwaltschaft leitete daraufhin eine Vorermittlung ein, es kam aber nicht zu einem Strafverfahren. Locher habe sich nicht wegen Anstiftung zur Wahlfälschung strafbar, hiess es letztendlich. (sda)