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Jolanda Spiess-Hegglin und die erste «Blick»-Schlagzeile

Jolanda Spiess-Hegglin und die erste «Blick»-Schlagzeile. Bild: Keystone/zvg

«Krasser Eingriff in die Intimsphäre»: Spiess-Hegglin gewinnt gegen den «Blick»

Der Blick verliert vor Gericht gegen die ehemalige Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin. Ihre Persönlichkeit sei durch die Berichterstattung schwer verletzt worden.

Pascal Hollenstein / ch media



Der Zürcher Ringier-Verlag hat gegen die ehemalige Zuger Kantonsrätin der Grünen, Jolanda Spiess-Hegglin, vor Zuger Kantonsgericht eine herbe Niederlage erlitten. Das Gericht hat die Herausgeberin des «Blick» wegen einer schweren Persönlichkeitsverletzung verurteilt. Ringier muss Spiess-Hegglin eine Genugtuung in der Höhe von 20'000 Franken bezahlen. Darüberhinaus hat das Gericht Ringier verpflichtet, die Gerichtskosten in der Höhe von 6000 Franken zu bezahlen. Zudem muss Ringier Spiess-Hegglin auch eine Parteienentschädigung in der Höhe von gut 20'000 Franken überweisen.

Spiess-Hegglin hatte gegen den «Blick» und damit Ringier geklagt, weil das Boulevardblatt am Weihnachtstag des Jahres 2014 als erstes Medium Spiess-Hegglin als mutmassliches Opfer der Vorkommnisse der Zuger Landammannfeier vom Dezember des gleichen Jahres genannt hatte.

Unter dem Titel «Hat er sie geschändet?» hatte das Blatt nicht nur Spiess-Hegglin selber, sondern auch den damaligen Präsidenten der Zuger SVP, Kantonsrat Markus Hürlimann, namentlich genannt und abgebildet. Die Publikation der beiden Namen war ohne Einverständnis der beiden erfolgt.

Nach dem Bericht des «Blicks» wurde Spiess-Hegglin von einer eigentlichen Medienlawine überrollt und zum Opfer zahlreicher Hasskommentare in den sozialen Medien. Die strafrechtlichen Untersuchungen im Zusammenhang mit den Vorkommnissen der Zuger Landammannfeier sind mittlerweile eingestellt.

Kein öffentliches Interesse

Das Zuger Kantonsgericht kommt in seinem Urteil zum Schluss, die identifizierende Berichterstattung über Spiess-Hegglin «als ein – zum Zeitpunkt der Publikation – mutmassliches Opfer eines Sexualdelikts» sei «eine schwere, nicht gerechtfertigte Verletzung der Persönlichkeit» und ein «krasser Eingriff in die Intimsphäre» gewesen.

Die Namensnennung im Boulevardblatt sei zudem ursächlich für nachfolgende mediale Kampagnen und Beschimpfungen gegenüber Spiess-Hegglin und schwere psychische Belastungen bei ihr sowie bei ihrem Ehemann gewesen.

In der Verhandlung vor dem Zuger Kantonsgericht hatte Ringier geltend gemacht, es habe an den Vorkommnissen an der Zuger Landammannfeier ein öffentliches Interesse bestanden. Zudem habe Spiess-Hegglin durch ihre Medienauftritte nach dem «Blick»-Artikel selber zur medialen Bewirtschaftung des Themas beigetragen.

Entschuldigung ist rechtlich nicht durchsetzbar

Das Zuger Kantonsgericht hingegen weist diese Verteidigungsstrategie Ringiers in Bausch und Bogen zurück. Ein öffentliches Interesse an einer identifizierenden Berichterstattung habe nicht bestanden. Und: Hätte der «Blick» ihren Namen nicht genannt, so hätte in den Augen des Gerichts für Spiess-Hegglin «auch kein Grund bestanden, selber (…) öffentlich Stellung zu beziehen.»

Nicht eingetreten ist das Gericht auf die Forderung Spiess-Hegglins nach einer Entschuldigung in der Zeitung und auf dem Online-Portal des «Blick». Es bestehe zwar die Möglichkeit, ein Medium zum Publikation eines Urteils zu verpflichten, so das Gericht; eine Entschuldigung aber sei rechtlich nicht durchsetzbar. Diese Ansicht ist unter Juristen allerdings umstritten.

Abgewiesen hat das Gericht zudem Spiess-Hegglins Forderung, Ringier sei zu verpflichten, auf weitere Artikel über Spiess-Hegglin zu verzichten. Das Zuger Kantongericht hält dem entgegen, es sei nicht zu befürchten, dass der Zürcher Verlag erneut eine Persönlichkeitsverletzung zulasten Spiess-Hegglins begehen werde.

«Qualitätsjournalismus wird profitieren»

Das Urteil in der Sache Spiess-Hegglin gegen den «Blick» war unter anderem mit Spannung erwartet worden, weil Spiess-Hegglin angekündigt hatte, den Ringier-Verlag gegebenenfalls auch auf Herausgabe des im Zusammenhang mit ihrer Geschichte erzielten Gewinns zu verklagen.

Der «Blick» hatte insgesamt über 200 Artikel über Spiess-Hegglin in Print und Online publiziert und damit grosse Reichweiten erzielt. Gemäss einer Expertise des ehemaligen watson-Chefs Hansi Voigt dürfte der Verlag damit über eine Million Franken an Erlös kassiert haben. Vor Prozessbeginn hatte Ringier die umstrittenen Artikel aus der «Schweizerischen Mediendatenbank» und von seinen Online-Portalen gelöscht.

In seinem Urteil weist das Zuger Kantonsgericht nun darauf hin, für Spiess-Hegglin bestehe in dieser Sache ein «Nachklagerecht», äussert sich materiell aber nicht zur Frage.

«Ein wichtiger Schritt zur Rehabilitierung»

Spiess-Hegglin zeigte sich in einer ersten Reaktion zufrieden mit dem Urteil. Sie sagt, es liege nun im Ermessen Ringiers, sich bei ihr doch noch angemessen zu entschuldigen. Einen Weiterzug ans Zuger Obergericht behalte sie sich vor. Die Anwältin von Spiess-Hegglin, Rena Zulauf, sagt, das Zuger Verdikt sei «ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur juristischen Rehabilitierung von Jolanda Spiess-Hegglin. Es ist kein Urteil gegen die Medien. Im Gegenteil. Der Qualitätsjournalismus wird von dieser juristischen Aufarbeitung profitieren».

Das schriftliche Urteil datiert vom 8. Mai und erwächst, falls keine Berufung erhoben wird, in 30 Tagen in Rechtskraft.

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76
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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 11.05.2019 17:51
    Highlight Highlight Spiess-Hegglin gewinnt gegen den «Blick»

    Das ist super! 💪
  • Zeit_Genosse 11.05.2019 07:24
    Highlight Highlight Gut wenn das endlich durch ist.
  • Rotom 10.05.2019 15:40
    Highlight Highlight Richtig so! Meinungsfreiheit und Journalistenfreiheit in ehren aber alles darf man auch nicht durchlassen.
  • Snowy 10.05.2019 14:41
    Highlight Highlight Gut, dass der Blick in die Schranken gewiesen wurde.

    Trotzdem: An der Story von Hegglin ist was faul. Die beiden wurden knutschend in einem Nebenraum gesehen. Dies bestätigen mehrere am Anlass anwesende Politiker.

    ABER: Selbst wenn sich Frau Hegglin einen dilettantisch durchgeführten Seitensprung gegönnt hat: Das hat die Öffentlichkeit / den Blick nicht zu interessieren. Auch Politiker haben ein Recht auf ein Privatleben.
    • Citation Needed 10.05.2019 15:11
      Highlight Highlight Faul ist v.A. die Art und Weise, wie die Presse auf ihr rumtrampelte und sie den Leuten mit ihren phantasievollen Theorien ('dilettantisch durcheführten Seitensprung gönnen' ah ja? warst Du dabei?) zum Frass vorwarf, das war falsch und nicht rechtens.
      Gut, dass sie auf ihre Rechte pochte. Hätte sie die Klappe gehalten, wie ihre Gegnerschaft immer wieder höhnisch und hämisch forderte, sie wär heute eine gebrochene Frau.
    • Snowy 10.05.2019 15:59
      Highlight Highlight @Cituation Needed:
      Nein, ich war nicht dabei. Aber mehrere Politiker von links bis rechts haben unabhängig voneinander ausgesagt, dass sie die beiden in einem Nebenraum beim Knutschen gesehen haben.
      Dies spricht alles nicht gerade für die Version von Frau Hegglin...

      NOCHMALS: Es liegt mir sehr fest fern Moralapostel zu spielen. Es mir völlig egal, mit wem Frau Hegglin rummacht (falls überhaupt).

      Wichtig ist: Der Blick hätte diese Headline niemals bringen dürfen und wurde nun zu recht in die Schranken gewiesen. Und für diesen Kampf gebührt Frau Hegglin Respekt!
    • honesty_is_the_key 10.05.2019 19:16
      Highlight Highlight Ich stimme zu 100% zu was Snowy geschrieben hat. Egal was war, warum, wieso und mit wem - solche destruktiven Schlagzeilen sollten nicht sein, und dafür wurde der Blick meiner Meinung nach richtigerweise in die Schranken gewiesen.

      Mir bleibt allerdings ein sehr schaler Hintergeschmack haften bezüglich des Vorwurfs von Frau Hegglin gegen Herrn Hürrlimann wegen der sexuellen Nötigung. Ich war nicht dabei, und kann nicht urteilen. Ich habe einfach Angst dass solche Vorwürfe dann "echten" Missbrauchsopfern schaden und sie nicht ernst genommen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sowhat 10.05.2019 14:32
    Highlight Highlight Wer kennt "die verlohrene Ehre der Katarina Blum" von Hein ich Böll?
    Da muss noch eine richtig sagte Widergutmachung folgen.
  • einmalquer 10.05.2019 14:19
    Highlight Highlight Ein Urteil also gegen rechte Hetze.

    Diesmal einfach auf Papier.

    Und auch dieses Urteil ist keine gerichtliche Stellungnahme gegen die Medien- und Meinungsfreiheit.

    Und übrigens: https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/fake-news-von-der-weltwoche/story/12521768
  • sowhat 10.05.2019 14:13
    Highlight Highlight Na die 20'000 bezahlt Ringier aus der Portokasse
    • mrcharliebrown 10.05.2019 17:47
      Highlight Highlight Es sind ein bisschen mehr, aber ja. Die gröbere Niederlage dürfte das Urteil Aan sich sein.
  • PastafariLU 10.05.2019 14:11
    Highlight Highlight Wichtiger Teilsieg für Jolanda Spiess. Aber es wird sicher ans nächsthöhere Gericht, in Zug das Obergericht, weitergezogen.
  • Lowend 10.05.2019 13:47
    Highlight Highlight Dieses Urteil gilt eigentlich auch für eine politische Kraft, die durch eine nie dagewesene Diffamierungs- und Hetzkampagne gegen Frau Spiess-Heggelin in allen einschlägigen Kommentarspalten und den sozialen Medien versuchte, genau so politischen Profit zu schlagen, wie dass der Blick tat.

    Noch immer nachzulesen im Archiv von Watson, aber leider nicht mehr im Archiv von Ringier, denn die haben ganz feige alle Artikel zum Thema getilgt.
    • karl_e 10.05.2019 16:52
      Highlight Highlight Da muss man halt in die altmodischen Archive mit den gedruckten Zeitungen abtauchen. Die Online-Versionen werden +/- dieselben sein.
    • Lowend 10.05.2019 18:56
      Highlight Highlight Stimmt schon, aber ich kritisiere den Umgang von Ringier mit den Kommentaren, denn die waren teilweise so unterirdisch und beleidigend, dass man nur schwer glauben kann, die seien nicht orchestriert gewesen.

      Nicht umsonst engagiert sich Frau Spiess-Heggelin jetzt mit Netzcourage.ch gegen den Hatespeak im Netz.
  • H.P. Liebling 10.05.2019 13:31
    Highlight Highlight Hetze + Mobbing im Netz gehen nicht, da sind wir uns alle einig. Dass der Blick keinen Qualitätsjournalismus betreibt, weiss auch jeder. Auch finde ich es gut, wurde diesem Blatt einmal juristisch die Grenzen aufgezeigt.

    Aber: Bin ich der einzige, der Frau Spiess-Hegglin diesen Aktivismus nicht abnimmt? Es tut mir leid, ich kann das nicht ernst nehmen. Dafür ist mir diese Frau zu sehr Ich-fixiert, jedenfalls kommt sie so rüber. Ich behaupte einfach, viel mehr als Eigennutz steht nicht hinter dem "Programm Spiess-Hegglin". Hat für mich etwa dieselbe Relevanz wie die Berichte zur Bachelorette..
    • Citation Needed 10.05.2019 15:21
      Highlight Highlight Wahrscheinlich stösst ihnen genau das sauer auf, was es nun ermöglichte, dass JSH nicht leise unterging, sondern gegen eins der grössten CH Medienhäuser einen ersten Sieg errang. Sie hat die Klappe nicht gehalten. Eigennutz? Ich glaube nicht, dass sie viel üben den Fall, die Medienhatz und den Verein/das Engagement von JSH wissen, sonst kämen Sie nicht auf die Idee, hier Bachelorette-Vergleiche anzubieten. Man könnte sich schon bitzli informieren...
  • Hardy18 10.05.2019 13:04
    Highlight Highlight Finde ich gut, das dem ...Blatt endlich die Grenzen aufgewiesen wurde. Meiner Meinung nach ist diese immer noch viel zu niedrig...
  • Avalon 10.05.2019 12:48
    Highlight Highlight Genial! Ich freu mich für JSH und wünsche ihr viel Kraft und Erfolg! Hoffentlich schafft sie auch, dass der Blick die Gewinne rausrücken muss.
  • Fulehung1950 10.05.2019 12:37
    Highlight Highlight Gut gemacht, gut gerichtet!
  • Bartli, grad am moscht holä.. 10.05.2019 12:33
    Highlight Highlight Sehr schön

    Jetzt zum nächsten Übel: die Leserreporter.
    Jedesmal wenn man bei 20min die Legalität der Leserreporterbilder/videos in frage stellt, wird der Kommentar „leider nicht freigeschaltet“. Diese Bilder sind oft mM nach nicht legal veröffentlicht. Und teils auch höchst pietätlos. Es reicht wenn nach Unfällen/Gewaltdelikten Fotos von der Polizei veröffentlicht werden. Weitere Bilder sind unnötig. Bsp Schusswaffentote vor UBS. Da wurde aus Nachbarshäusern mit Zoom die Sichtsperre der Rettungskräfte umgangen. Kürzlich bei Reanimation dabei gewesen. Min 4 mit Handy am filmen. Krank so etwas!
    • Der Kritiker 10.05.2019 13:28
      Highlight Highlight ein Blitzer? Aus welchem Grund?
    • Elephant Soup slow cooker recipes 10.05.2019 16:52
      Highlight Highlight Der Kritiker: die zwischenzeitlich 8 Blitzer sind diejenigen mit den gezückten Handys.
  • Andreas Karz 10.05.2019 12:31
    Highlight Highlight A erhebt Vergewaltigungsvorwürfe gegenüber B in der Öffentlichkeit, wodurch B's politische Karriere zerstört wird. Die Öffentlichkeit bildet sich eine Meinung, welche A nicht passt. Die Vergewaltigungsvorwürfe gegenüber B lassen sich ausserdem nicht erhärten (even. sogar üble Nachrede?). In der Folge klagt A (!) auf Schadenersatz und Genugtuung gegenüber dem Medienunternehmen. Was für ein verlogenes Spiel hier doch von A geführt wird.
    • Citation Needed 10.05.2019 15:28
      Highlight Highlight Irgendwo zwischen Spital und Polizei (die JSH nicht mal selbst beizog, das war der Spital) gab es ein Leck. Hätte man nicht gleich den Medienrummel losgetreten (die Story begann glaubs klein und ohne Namen, war aber kürzeste Zeit später schon mit Namensnennung im Blick) dann hätte diese 'Beschuldigung' (im Spital als Vermutung geäussert) logischerweise auch nicht schweizweit die Runde gemacht. Als sie selbst mit der Presse sprach, war die Story schon im hinterletzten Winkel der CH bekannt und die K.... am dampfen..
    • Armando 11.05.2019 23:11
      Highlight Highlight Machen Sie sich doch erst mal kundig, was wirklich geschehen ist, statt hier Fake-News zu verbreiten. Fake-News = Lügen.
  • Nurmalso 10.05.2019 12:14
    Highlight Highlight Ich glaub die Sonne geht auf...
  • amberli 10.05.2019 11:57
    Highlight Highlight Endlich! Ich gönn ihr das von Herzen.
  • Burdleferin 10.05.2019 11:51
    Highlight Highlight Sie hat, meiner Meinung nach ihren Mann betrogen. Das rechtfertigt aber in keinster Weise das Vorgehen von Blick. Es ist und war nie wichtig für die Öffentlichkeit.
    Wobei man das natürlich immer sagen kann.
    Bei Gerigate haben auch alle gejohlt.
    • amberli 10.05.2019 12:11
      Highlight Highlight Die Meinung über den mutmaßlichen Betrug hat die Öffentlichkeit aber nicht zu interessieren. Was der Pöbel denkt, ist nicht von Relevanz, wenn es um das Bettleben geht.
    • Nurmalso 10.05.2019 12:24
      Highlight Highlight Ich denke Sie wird es am besten wissen ob es stimmt oder nicht.

      Meinungen die auf Einschätzung basieren finde sind genau so schlimm wie Lügen.





    • Michael Mettler 10.05.2019 12:59
      Highlight Highlight Worauf gründet Ihre Meinung?
    Weitere Antworten anzeigen
  • wipix 10.05.2019 11:49
    Highlight Highlight Soz. Media Hater, vielleicht ist ja der eine oder andere unter den Blitzern hier, sind / werden auch noch zur Kasse gebeten! Mit Recht! Was sich da als Rattenschwanz im Zuge der Blick Kampagne alles, zum grossen Teil in primitivster Art und Weise äussernden Deppen (m/w) ausgetobt hat lässt tief „blick“en und erschauern!
    Wenn man einer Armee solcher Deppen durch eigenes nicht wählen, die Wahl- und Stimm Urnen überlässt, dann gute Nacht!
  • Nonne 10.05.2019 11:14
    Highlight Highlight Es kostet also ca. 50'000 CHF, um eine ungeliebte Person öffentlich zu zerstören. Ist für unsere Massenmedien oder deren Sponsoren eigentlich ein Klacks. Ein Wunder, dass dies nicht öfters in Anspruch genommen wird.
    • Pafeld 10.05.2019 13:04
      Highlight Highlight Das ist erst die strafrechtliche Komponente. Die zivilrechtliche dürfte noch kommen, sobald das Urteil rechtskräftig ist. Was ja auch sogar der Richter in der Urteilsbegründung nahe gelegt hat. Das dürfte dann richtig teuer werden, da man Ringier nachweisen kann, dass sie mit der (voraussichtlichen) Straftat über eine Million Franken an Werbung aus Klicks gemacht haben.
  • fexder 10.05.2019 10:44
    Highlight Highlight Sehr gute Nachricht 🥳
  • auloniella 10.05.2019 10:35
    Highlight Highlight Endlich, ich hoffe das wird diesem Schundblatt eine Lehre sein...
    • Armando 11.05.2019 23:14
      Highlight Highlight Wird es nicht, dafür fehlt an der Busse eine Null am Ende.
  • Caturix 10.05.2019 10:31
    Highlight Highlight Ich habe eigentlich gar nie verstanden um was es genau geht und wer diese Frau ist. Bei uns in der Romandie ist Frau Spiess-Hegllin mehrheitlich unbekannt da hat man von dem Theater das der Blick veranstaltete nicht viel, oder sogar nichts mitbekommen.
    • amberli 10.05.2019 12:21
      Highlight Highlight Das ist schade. Nicht wegen der verfehlten Berichterstattung der Medien, die zur Befriedigung des Voyeurismus des Pöbel praktischerweise ihre Reichweite steigern konnten. Sondern, weil Frau Spieß-Hegglin seither die Stimme erhebt, die in solchen Stürmen meist die Opfer sind und sich einsetzt dafür, dass denen, die im Netz "Hate speach" verbreiten und denken, sie würden nicht zur Rechenschaft gezogen, auf die Finger haut und ihnen ein Verfahren anhängt. Das ist Mut. Fertig machen kann jeder.
  • fiodra 10.05.2019 10:30
    Highlight Highlight Ich gratuliere Frau Spiess-Hegglin für ihren hart erkämpften Sieg. Ich bin auch froh, dass dem auch auf seriösere Blätter um sich greifende Boulevardjournalismus ein Riegel geschoben wird, denn die Verluderung der Presse ist ein grosses Problem unserer Zeit, welches den politischen Diskurs erschwert bis verunmöglicht.
  • what's on? 10.05.2019 10:29
    Highlight Highlight Eigentlich hat der Blick gewonnen. Ursprünglich ging man davon aus, dass die Gewinne aus der Schlammschlacht zurückgezahlt werden müssten. Da sprach man von einer Million Franken. Was hier abgeht, ist ein Witz. Es ist ja ein Präzedenzfall: Also grünes Licht für die nächste Schlammschlacht.
    • Heyyda! 10.05.2019 13:06
      Highlight Highlight Die Frage der Gewinnherausgabe war nicht Gegenstand in diesem Prozess, sprich wurde (noch) nicht verlangt. Frau Spiess-Hegglin hat nun aber die Möglichkeit, so eine Klage zu erheben. Es wäre für die Journalismus-Branche sicher gut, wenn sie es täte... Von dem her wird es nochmals spannend, wenn/falls es dann um die Million geht.
    • Pafeld 10.05.2019 13:13
      Highlight Highlight Nein. Das war nur der strafrechtliche Prozess wegen Persönlichkeitsverletzung, Verleumdung und übler Nachrede. Das Urteil stellt, sobald es rechtskräftig ist, die Basis für eine erfolreiche Zivilklage, bei der es dann um die Gewinnbeteiligung geht.
    • Armando 11.05.2019 23:17
      Highlight Highlight Du hast nichts begriffen, weil du von Justiz nichts verstehst. Die Klage wegen Gewinnherausgabe kommt noch, sobald das strafrechtliche Urteil rechtskräftig ist. Diese erfolgt auf dem Zivilweg.
  • pamayer 10.05.2019 10:21
    Highlight Highlight 🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂🥂
  • Katzenseekatze 10.05.2019 10:17
    Highlight Highlight Fällt dem Blick einen Zacken aus der Krone wenn die Entschuldigung in der Zeitung erschiene?
    • pamayer 10.05.2019 12:49
      Highlight Highlight Definitiv ja.
    • Freedom Fighter 10.05.2019 14:38
      Highlight Highlight Der Blick wäre blöd, dies jetzt zu tun. Sie sparen sich dies wohl auf. Quasi Verhandlungsmasse beim nachfolgenden Zivilprozess.
  • fidget 10.05.2019 10:15
    Highlight Highlight Gut, dass sie sich zur Wehr setzt. Man muss sich nicht alles gefallen lassen, schon gar nicht, wenn es die eigene Person dermassen öffentlich bloss stellt. Es würde mich ja schon wunder nehmen, wo der Blick ein öffentliches Interesse an privaten Bettgeschichten verortet? Das ist einfach typischer Blick-Sensationsjournalismus ohne Rücksicht auf involvierte Personen und ohne anständige Recherche. Wie kann der Blick nur die meistgelesene "Zeitung" dieses Landes sein?
  • Bio Zitronensaft 10.05.2019 10:14
    Highlight Highlight Anfangs habe ich das ganze Theater um diesen "Fall" ein wenig belächelt.

    Vor allem das Verhalten von Frau Spiess-Hegglin, die partout nicht aufhören wollte, für sich und ihre Sache einzustehen.

    Und dann kam das Interview von Hansi Voigt mit ihrem Mann auf watson.

    Seit da habe ich grösste Bewunderung für diese Frau und ihre Familie. Um es etwas plump zu sagen: Sie hat mehr Eier bewiesen als sämtliche Blick Journalisten gemeinsam je haben werden.

    Hut ab, sie sind ein Vorbild für alle! Auch wenn sie das bestimmt schon wussten, aber jetzt haben sie es mit diesem Urteil schriftlich!
    • Zwei Fallende Stimmen 10.05.2019 11:55
      Highlight Highlight Also erst als ihr Mann jsp Verhalten erklärt hat war das für Sie nachvollziehbar? Echt jetzt? Wenn man Sie derart angreifen würde (öffentlich und privat), würden Sie sich da nicht auch wehren wollen?
  • Max Dick 10.05.2019 10:07
    Highlight Highlight So und jetzt hoffe ich, dass J.S.H. diese Entschädigung dann bald einmal abdrücken kann an M.H., da sie ihrerseits seinen Ruf nachhaltig geschädigt hat.
    • Trompete 10.05.2019 10:54
      Highlight Highlight Die beiden haben einen Vergleich im Jahr 2018 abgeschlossen, somit ist dies wohl ausgeschlossen.
      Inhalt gemäss Tagesanzeiger:
      JSP darf sich nicht mehr so äussern, dass der Eindruck entstehen könnte, sie sei das Opfer einer strafbaren Handlung seitens Hürlimann geworden.
      Hürlimann hat im Gegenzug sämtliche Strafanträge zurückgezogen.

      https://www.google.com/amp/s/amp.tagesanzeiger.ch/20189514
    • Armando 11.05.2019 23:22
      Highlight Highlight Schon blöd, dass M. Hürlimann nicht gegen den BLICK klagte. Sonst hätte er jetzt auch 20'000 Fr. erhalten. Wo kein Kläger, da kein Richter. Hürlimann war im Gegensatz zu Frau Spiess-Hegglin zu feige dazu, darum hat er jetzt das Nachsehen.
  • Fruchtzwerg 10.05.2019 09:58
    Highlight Highlight Sehr gut! Ich hoffe zudem schwer, dass der Blick auch den Erlös aus der Berichterstattung herausgeben muss...
    In Zeiten von Fake News und halbgaren, schlecht recherchierten Artikeln ist dies ein wichtiges Statement.
  • Triple 10.05.2019 09:55
    Highlight Highlight Top, ein Urteil in dieser Art war schon lange überfällig. Es wurde Zeit dem billigen Boulevardjournalismus auf Kosten von Persönlichkeiten die Rechnung zu präsentieren. Ich hoffe, Frau Spiess-Hegglin klagt weiter und bekommt den Gewinn aus der ganzen, schmutzigen Kampagne.
  • stookie 10.05.2019 09:53
    Highlight Highlight Well done!
    • pamayer 10.05.2019 12:50
      Highlight Highlight Dein Profilbild gefällt mir. Sehr.
    • stookie 10.05.2019 15:26
      Highlight Highlight Danke. Deines mir auch! ;-)
  • D(r)ummer 10.05.2019 09:52
    Highlight Highlight Richtig so!

    Jetzt holen sie sich noch den Jackpot Frau Spiess-Hegglin. Einfach so, weil sie es könnten.
  • Sherlock_Holmes 10.05.2019 09:44
    Highlight Highlight Richtig so! Das Gebot der Fairness und des Schutzes der Integrität gilt für die Medien – insbesondere für Blick / Ringier – genauso, wie die Pressefreiheit. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille.

    Wenn wir selbstkritisch und ehrlich sind, dann bilden wir unsere Ansichten über öffentliche Personen – und Sachthemen – zu mindestens 90% aufgrund der Medien oder sozialen Netzwerke.
    Es sei denn, wir sind fachkundig oder kennen die Personen selbst.

    Umso wichtiger ist eine verantwortungsvolle Berichterstattung.

    Der Mut und das Engagement von Frau Jolanda Spiess-Hegglin verdient grosse Achtung.
  • LeBase 10.05.2019 09:37
    Highlight Highlight Herzliche Gratulation, Frau Spiess 👍🏻
  • Nick Name 10.05.2019 09:34
    Highlight Highlight Das ist endlich mal wieder ein tolles Statement für den Journalismus.
  • Jesses! 10.05.2019 09:33
    Highlight Highlight Super! 👏🏼Nun erblindet der Blick hoffentlich bald.
  • Poulet 10.05.2019 09:33
    Highlight Highlight Fakenews??? Das hab ich im "Blick" nicht gelesen. ;-)
    • amberli 10.05.2019 12:24
      Highlight Highlight 😂😂😂
    • Heyyda! 10.05.2019 13:09
      Highlight Highlight 😂😂😂
  • Linus Luchs 10.05.2019 09:20
    Highlight Highlight Super! Freut mich sehr für Frau Spiess-Hegglin, wie auch für den Journalismus. Wie die Boulevardzeitung immer wieder persönliche Schicksale skrupellos ausschlachtet, ist menschenverachtend. Ein grosses Bravo der Klägerin und den Richtern!
  • ItsMee 10.05.2019 09:16
    Highlight Highlight Keine 30'000 Franken ? das ist doch ein Witz .. Blick hat mehrere Millionen eingenommen durch die "Berichterstattung" ... sowas steht doch in keinem Verhältnis ...
    • Henri Lapin 10.05.2019 10:16
      Highlight Highlight Kommt vielleicht noch.
  • Cmo 10.05.2019 09:13
    Highlight Highlight Bravo!

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